Steiermark | SONNTAGSBLATT - Serien

Beiträge zur Rubrik Serien

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Fastenserie 7/7 - Arnold Mettnitzer
Der Zauber der Wandlung

Die Verwandlung in Kunst, Natur und Glaube – im Zeichen der Auferstehung. Neun Jahre lang war ich Seelsorger in Klein St. Paul, einer Pfarre im Kärntner Görtschitztal. An einem Freitagabend klingelte das Telefon. Claus Peymann, damals Direktor des renommierten Theaters „Berliner Ensemble“, erkundigte sich nach den Beginnzeiten meiner „Vorstellungen“ und kündigte für den kommenden Sonntag seine Teilnahme am Gottesdienst an. Gründlicher als sonst bereitete ich mich auf meine Predigt vor. Der Gast...

  • 16.04.25
„Der Tod ist nicht das Gegenteil vom Leben, sondern ein Teil davon.“
Haruki Murakami  | Foto: Kate Remmer / Unsplash
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Fastensserie Rituale | 7
Vom Tod zum Leben

Ein Ritual, um Verwandlung auszukosten. Ein LEBENsmittel Vor Anschnitt eines frischen Brotlaibes zeichnet meine Mutter stets drei Kreuze auf dessen Unterseite. Es ist ein ehrfürchtiges Innehalten, das mich bereits als Kind erahnen ließ, dass in diesem Lebensmittel bedeutend mehr als mein Jausenbrot steckt. Heute nehme ich ein Stück Brot bewusst in meine Hände: Brot entsteht durch viele Schritte der „Verwandlung“: Weizenkorn – Keimling, Aussaat – Ernte, Korn – Mehl, Mühsal – Nahrung. Diese...

  • 16.04.25
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Der Grenzlandchor Arnoldstein lässt im Kärntner Liedgut die „Verbindung der slawischen, romanischen und deutschen Seele“ erklingen. Für Otto Arnoscht wurde diese Musik einst zum Wendepunkt im Leben. | Foto: Grenzlandchor Arnoldstein
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Fastenserie 6/7 - Arnold Mettnitzer
Liebe aus dem Lautsprecher

Wie ein Lied bewegen und dankbar machen kann. Eine Lebensgeschichte wendet sich. „Da findet man einen Menschen der ein Mensch ist ein Mensch bleibt und die Menschen für Menschen hält weil er ein Mensch ist Unfassbar so ein Mensch“ Susanne Hennemann beschreibt in diesem Gedicht, was Menschen in ihrer tiefsten Seele von anderen Menschen erwarten. Nichts anderes, als von ihnen als Mensch wahr- und ernstgenommen zu werden. Und nichts kränkt sie mehr als die Erfahrung, von anderen links...

  • 09.04.25
Foto: Wim van t‵Einde/Unsplash
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Fasteserie Rituale | 6
Gescheitert und gescheiter

Ein Ritual zum Würdigen und Verabschieden. Mein persönlicher Ideenfriedhof Heute bin ich mutig und setze den letzten Meilenstein für ein (gescheitertes) Projekt: Ich nehme einen Stein in die Hand. Er ist kalt. Meine Körperwärme überträgt sich auf diesen einzigartigen Stein, wie mein inneres Feuer, das für dieses Projekt gebrannt hat.Struktur und Farbe des Steins möchten mir etwas erzählen. Ich lasse mich auf einen farbenfrohen Dialog ein, bemale den Stein, um das Projekt zu würdigen. Welche...

  • 09.04.25
Foto: H. Owens/Unsplash
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Fastenserie Rituale | 05
Tränen ausgießen

Ein Ritual für neues Leben. Ein Krug voller Tränen Manchmal bin ich einfach nur traurig, wütend, enttäuscht … Liebgewordenes, mir Wertvolles ist nicht mehr oder wird nicht mehr werden. Ich richte mir einen Krug mit Wasser, tauche meine Finger ein, benetze meine Augen, wasche sie rein.Ich nehme den Krug in meine Hände und stelle mir vor, er birgt all meine Tränen in sich. Jene die ich bereits geweint habe, jene die ich noch weinen werde und alle, die ich (noch) nicht weinen kann. Klagend,...

  • 02.04.25
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Mit der Propstei St. Gerold im Großen Walsertal verbindet Arnold Mettnitzer ein besonderes Ereignis im Leben.  | Foto: Matthias Rhomberg/Propstei St. Gerold
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Fastenserie 5/7 - Arnold Mettnitzer
Wie lange noch?!

Nicht alles ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Wahre Geschichten, verborgene Wahrheiten und unerwartete Enthüllungen. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Charlie Chaplin in einem kleinen Dorf am Genfer See. Eines Tages wurde dort im örtlichen Gasthaus ein Charlie-Chaplin-Look-Alike-Wettbewerb veranstaltet. Gewinnen sollte, wer den größten Komiker aller Zeiten am besten darstellen konnte. Charlie Chaplin machte mit und belegte den vierten Platz. Es ist nicht geklärt, ob er das...

  • 02.04.25
Traditionen und Bräuche pflegen und Feste feiern wird im SR Rebenland großgeschrieben. 
Im Bild: Pfarrfest 2024 in der Pfarre St. Nikolai im Sausal – SL Krystian Puszka am Dirigentenstab. | Foto: SR Rebenland
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Seelsorgeräume vorgestellt | SR Rebenland
Was wir zusammen schaffen

Im Seelsorgeraum Rebenland ist das Miteinander eine prägende Mentalität. Der Glaube wird gepflegt, und der SR will geistliche Nahrung bieten. Ihren SR-Raum aus der Luft betrachtet: Was sticht sofort ins Auge? Seelsorgeraumleiter (SL) Krystian Puszka: Von Herzen gerne lebe und wirke ich hier in unserer schönen Südsteiermark als Priester. Zu unserem Seelsorgeraum Rebenland gehören folgende Pfarren: Arnfels, Heimschuh, Kitzeck, Klein, Leutschach, Oberhaag, St. Johann im Saggautal und St. Nikolai...

  • 31.03.25
Die Seggauer Liesl | Foto: Neuhold
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Fastenserie Rituale | 04
Ziehen lassen

Ein Ritual, um Gott im Heute Klang zu verschaffen. Mit dem Schwung der Glocken Was kommt dir in den Sinn, wenn du Glockengeläut hörst? Mich erinnert es an besondere Feste. Z. B. an meine Erstkommunion und das Lied: „Es läuten alle Glocken, sie läuten nah und fern. Sie rufen uns zur Kirche, wir Kinder kommen gern …“ Und ich werde wehmütig. Ja, wir sind damals alle gern gekommen, und doch vertrete ich meinen Jahrgang aktuell meist allein. Wenn ich heute Glockengeläut höre, egal ob nah oder fern,...

  • 26.03.25
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Die 84-jährige Bergbäuerin Theresia Oblasser schreibt seit über 40 Jahren Geschichten, Artikel und Dialektgedichte. | Foto: Wildbild
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Fastenserie 4/7 - Arnold Mettnitzer
Mehr als nur Buchstaben

Schon die rabbinische Tradition zeigt, dass geschriebene Worte nie nur eine einzige Bedeutung haben. Der Schriftstellerin Theresia Oblasser gelingt es in ihren Erzählungen, diese Vielschichtigkeit lebendig werden zu lassen. In der rabbinischen Tradition wird von einem jungen Flüchtling erzählt, der in eine Stadt kommt und dort bereitwillig aufgenommen und vor seinen Verfolgern versteckt wird. Soldaten gegenüber, die nach ihm suchen, beteuern die Bewohner der Stadt, von nichts zu wissen. Doch...

  • 26.03.25
Foto: peshkov/Istockphoto
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Weltanschauungsarbeit heute | 15
Weltanschauung und Politik

Vom Einfluss problematischer Weltanschauungen auf das Verständnis von Staat und Politik. Es gibt religiöse Gemeinschaften, die jede Art der Beteiligung an politischen Abläufen und Handlungen ablehnen. Ein Beispiel dafür sind Jehovas Zeugen. Ihrer Glaubensüberzeugung gemäß sollen sie sich von der „weltlichen“ Welt fernhalten und möglichst kein Teil davon sein. Daher engagieren sie sich politisch auch nicht. Der Bereich der Politik wird als etwas „Weltliches“ angesehen, und PolitikerInnen könnten...

  • 26.03.25
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Die Lebensumstände sind nicht immer freundlich. Trotzdem ist Wachstum möglich, wie bei den Schneeglöckchen.  | Foto:  Slouk
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Fastenserie 3/7 - Arnold Mettnitzer
Widerstand macht stark

Über die Last des Nachtragens, die Kraft der Vergebung und das Gesetz der Wertschätzung. Die Einsamkeit wäre ein idealer Zustand, wenn man sich die Menschen aussuchen könnte, die man meidet.“ Was Karl Kraus damit meinte, kennt jeder, der – aus welchen Gründen auch immer – an der Gegenwart anderer Menschen zu leiden hat. Am 8. Oktober 2023 hat die Christine Lavant Gesellschaft im Radiokulturhaus in Wien Yevgeniy Breyger, dem 1989 in Charkiw geborenen deutschsprachigen Lyriker, den...

  • 19.03.25
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Fastenserie Rituale | 03
Komm, lass gut sein!

Ein Ritual zum Ausstieg aus dem Grübeln. Manches wird erst gut, wenn wir es gut sein lassen.Ernst Ferstl (*1955) Gedankenfäden sortieren Ach hätte ich nur … nichts gesagt, eine andere Geste gefunden, etwas (anderes) getan, meine Mimik besser kontrolliert, meine Stimme erhoben … Mein Kopf geht manchmal über … Gedanken kreisen, verfangen sich, nehmen sich viel Raum; es fühlt sich an, als hätten sie gar nicht mehr Platz in meinem Kopf. Dann denke ich an eine leere Schale, nehme mir eine zur Hand...

  • 19.03.25
Die Wallfahrtskirche Mariapfarr im Lungau ist Ziel der ersten gemeinsamen Wallfahrt der zehn Pfarren des Seelsorgeraums Murau. Dort wird mit Bischof Krautwaschl ein Festgottesdienst gefeiert. | Foto: Schwarz
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Seelsorgeräume vorgestellt | SR Murau
Geduldig Synodalität einüben

Der Seelsorgeraum Murau ist kein zentraler Ballungsraum. Kirchliche Gemeinschaft entsteht hier im Zusammenwirken vieler. Ihr Seelsorgeraum aus der Luft betrachtet, was sticht sofort ins Auge? Thomas Mörtl, SL: Aus der Vogelperspektive betrachtet fallen sicher die beiden großen Tallandschaften ins Auge. Auf der einen Seite liegt das Murtal und parallel dazu das Ranten- und Katschtal. Auf beiden Seiten reihen sich unsere zehn Pfarrgemeinden aneinander und sind dabei in Murau miteinander...

  • 18.03.25
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Wenn reden nicht leichtfällt, verbindet manchmal ein Kartenspiel. | Foto: Cavan for Adobe
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Fastenserie 2/7 - Arnold Mettnitzer
Vergeben ist Trumpf

Über eine zerbrochene Ehe, eine späte Versöhnung und wie die Kraft der Vergebung unserer Gesellschaft inneren Halt gibt. Das Eheglück unserer Eltern war „im Grunde nach zwei Wochen vorbei“. Viel mehr war dazu von unserer Mutter nicht in Erfahrung zu bringen, Fragen dazu waren tabu. Erst als Gymnasiast habe ich damit begonnen, nachzuforschen, meinen Vater zu besuchen und daheim davon zu erzählen. Einer meiner Brüder kanzelte meine Besuche beim Vater als Pastoralbesuche eines...

  • 12.03.25
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Fastenserie Rituale | 02
Von Natur aus loslassen

Ein Ritual zum Durchatmen. Atemzüge Leben und Erneuerung gelingen nur im Wechselspiel von Bindung und Loslassen. Diese Dynamik ist in der Schöpfung auf vielfältige Weise grundgelegt. Ganz elementar machen wir die Erfahrung dieses lebensnotwendigen Wechselspiels mit unserem Atem: Wer nicht ausatmet, fällt um. Wähle einen Ort, an dem du das Gefühl hast, gut durchatmen zu können.Finde einen guten Stand – stelle dich aufrecht zwischen Himmel und Erde.Schließe deine Augen. Lass Körper und Geist...

  • 12.03.25
Was erwartet dich hinter deiner Haustür? Leichtigkeit 
oder Ballast? Mit Ritualbegleiterin Elisabeth Aumüller in dieser Fastenzeit Loslassen üben.
 | Foto: Faiola/Unsplash
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Fastenserie Rituale | 01
Raum schaffen

Ein Ritual zum Entrümpeln. Wer glücklich reisen will, reise mit leichtem GepäckAntoine de Saint-Exupéry Hereinspaziert … … steht auf unserer Haustür. Das klingt nach Leichtigkeit und Freude. Ich nehme die Einladung an und trete ein. Schuhe, Kleidung für alle möglichen Wetterlagen, wertvolle Erinnerungen, Überbleibsel vergangener Tage, unzählige „Könnte ich noch brauchen“-Dinge treten mir entgegen. Wenig Raum, um durchatmen zu können. 40 Tage Fastenzeit – mindestens 40 Mal unsere Haustür...

  • 05.03.25
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Nicht jeder Versuch muss gelingen, sagt die Erfahrung. | Foto: zeljkosantrac/iStock
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Fastenserie 1/7 - Arnold Mettnitzer
Auch das Scheitern ist ein Schatz

Sieben Liebeserklärungen ans Älterwerden lesen Sie in dieser besonderen Serie zur Fastenzeit. Der Schatz, den Großeltern für unsere Gesellschaft bedeuten, hat nichts mit ihrem Sparkonto zu tun. Vielmehr mit dem Zeitkonto, über das „Gute Omen“ (copyright Georg Breinschmid & Gunkl 2022) und Opas verfügen. Dieses Vermögen ist so kostbar, dass manche sich fragen, ob Großeltern nicht „die besseren Eltern“ wären. Wer darauf mit „Ja“ antwortet, denkt vielleicht auch an den „Großvota“ der...

  • 05.03.25

APROPOS Jesus | 60 Fragen - 60 Antworten
52. Hat Jesus die Kirche gegründet?

Eine von Jesus unterzeichnete Gründungsurkunde für eine religiöse Organisation gibt es nicht. Auch kein diesbezügliches Organigramm aus seiner Hand. Aber der „Grund“ dafür, dass später so etwas wie die christliche Kirche entsteht, ist zweifelsohne Jesus von Nazaret, der vor 2000 Jahren das Reich Gottes verkündete. Er tat dies nicht als Einzelgänger, sondern sammelte gleich am Anfang seines Wirkens Männer und Frauen um sich, damit sie ihn begleiten und mit ihm die Liebe Gottes bezeugen: eine...

  • 05.03.25

APROPOS Jesus | 60 Fragen - 60 Antworten
51. Kommt Jesus wieder?

Marána tha!“ (Unser Herr, komm!) – Mit diesem aramäischen Ausruf (vgl. 1 Kor 16,22) bekunden schon die ersten christlichen Gemeinden ihre Überzeugung: Jesus kommt wieder. Er ist nicht bloß eine Gestalt der Vergangenheit, nein, er lebt und wirkt jetzt, und ihm gehört auch die Zukunft! Das Gute, das mit ihm begonnen hat, wird sich am Ende der Tage als Sinn des Ganzen herausstellen. Poetisch ausgedrückt: Dann „erscheint“ Jesus „in Herrlichkeit“. Die Evangelien sprechen dabei von einem Kommen „auf...

  • 26.02.25

APROPOS Jesus | 60 Fragen - 60 Antworten
50. Warum wird Jesus „Sohn Gottes“ genannt?

Eine erste Antwort: Weil Jesus zu Gott gehört, ihm nahe ist. – Aber beginnen wir von vorne. Woher kommt dieser Titel? Was bedeutet er in der Bibel? In welchem Sinn ist Jesus Sohn Gottes? Wie ist er Sohn Gottes? Wie ein KÖNIG? – Im Alten Israel darf der König von sich sagen: „Den Beschluss des HERRN will ich kundtun. Er sprach zu mir: Mein Sohn bist du. Ich selber habe dich heute gezeugt.“ (Ps 2,7) Die Thronbesteigung eines Königs wird (ähnlich wie im Alten Ägypten) als „Geburt aus Gott“...

  • 25.02.25
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APROPOS Jesus | 60 Fragen - 60 Antworten
49. War Judas wirklich so mies?

Ja und nein. Unser Wort „mies“ kommt interessanterweise über Umwege aus dem Hebräischen (meis) und bedeutet, dass jemand Verdruss bringt, etwas Verächtliches tut. Wenn Jesus ausgerechnet von einem seiner zwölf engsten Freunde an seine Feinde „ausgeliefert“ wurde, dann war das mies. Für Jesus, für den Ruf der Zwölf, für die junge Kirche. Aber warum hat Judas das getan? Es gab und gibt dazu viele Vermutungen in Theologie und Literatur. Keine befriedigt ganz. Die Evangelien sind auch keine...

  • 25.02.25
Foto: monsitj/Istockphoto
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Weltanschauungsarbeit heute | 14
Unsterblich durch Technik?

Die Ideen des Transhumanismus. Die Vorstellung von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele gehört in vielen religiösen Traditionen zum festen und grundlegenden Glaubensbestand. Die Frage nach der Unsterblichkeit wird jedoch auch in anderen Zusammenhängen gestellt. So wird in manchen Bereichen der Technik und der Wissenschaft – ermöglicht durch den technologischen Fortschritt und die dadurch entstandenen Möglichkeiten – versucht, den physischen Tod zu überwinden, um ebenso in gewisser Weise...

  • 20.02.25
Foto: Kati Bruder
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Liebeserklärungen ans Älterwerden | Interview
Erinnerung ist kostbar

Sie entscheiden, ob Sie sich lieber an Missglücktes erinnern oder Kostbarkeiten aus dem Keller der Erinnerung holen. Der Psychotherapeut, Seelsorger und Bestsellerautor Arnold Mettnitzer rät, in dankbaren Erinnerungen zu schwelgen. Gelenkschmerzen, Hautrunzeln, Schwermut – das Älterwerden gilt im Allgemeinen nicht als Honigschlecken. Jetzt kommen Sie, lieber Herr Mettnitzer, und sagen: Ich liebe das Älterwerden! Wie meinen Sie das? Arnold Mettnitzer: Ich habe das Glück, ein Jahrzehnt in Rom...

  • 19.02.25
Ein Morgenlob beim Sonnenaufgang am Ödensee machte 2020 den Anfang. Seither werden regelmäßig mit ausgewählten Meditationen, Gebeten, gemeinsamen Liedern und Musik, sowie passenden Schriftstellen morgendliche Andachten an den Ufern der Seen im Salzkammergut gefeiert. | Foto: Petritsch
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Seelsorgeräume vorgestellt | SR St. Salzkammergut
Wie im Gelobten Land

Der Seelsorgeraum Steirisches Salzkammergut verbindet atemberaubende Landschaften mit Kultur und Glaube. Ausgeprägte Traditionen treffen auf innovative Ideen. Das steirische Salzkammergut von oben betrachtet – was sticht da sofort ins Auge? Michael Unger, SL: In unserer gebirgigen Landschaft werfen wir regelmäßig einen Blick von oben auf die Umgebung, und der schönste Rundblick ergibt sich wohl immer bei der Gipfelkreuzmesse am Ausseer Zinken am zweiten Sonntag im August. Man ist umgeben von...

  • 18.02.25

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