Gott in Frankreich

Beiträge zum Thema Gott in Frankreich

Serien
Auf dem Markt am Boulevard de Belleville wird in allen Sprachen gefeilscht und gehandelt. Obst, Gemüse und seltenste Gewürze werden hier angeboten.

Gott in Frankreich | Teil 10
Schnitzeljagd in ­Belleville

  Hier spiegelt sich die ganze Welt auf einem Fleck: Am „Boulevard de Belleville“ verkauft der französische Bauer Spargel und Käse, ein Äthiopier Maniok und Kochbananen, die Chinesin Schuhe und Seidentücher, der Marokkaner Tee und Datteln und ein Inder Curry und Kurkuma. Frauen in Sari und Burka, Männer mit Turban und Kippa drängen sich von einem Marktstand zum anderen – erstaunlich friedlich. Und in den Seitengassen, hinter den Fassaden? „Ich kann Ihnen versichern, dass es keine Konflikte...

  • 17.06.07
Serien
Mit mehr als vier Millionen Anhängern ist der Islam (nach den Katholiken) die zweitgrößte Religionsgemeinschaft Frankreichs. Dies wird auch in der Präsenz muslimischer Kultur sichtbar.

Gott in Frankreich | Teil 09
Großzügigkeit mit Hintergedanken

  Die beiden Flügeltüren zum großen Gebetssaal stehen weit offen: Drinnen knien und sitzen Männer, einige liegen am Boden, manche verbeugen sich zwischendurch oder blättern in Büchern. Alle schweigen. Nur aus den Räumen an der anderen Seite der Säulenhalle, deren bunte Mosaiksteine in der Nachmittagssonne leuchten, dringen Stimmen. „Da befindet sich das Hamam – das islamische Reinigungsbad“, erklärt mir der Portier: „Ansonsten ist unsere Moschee aber ein Ort der Ruhe.“ „La Grande Mosquée“,...

  • 10.06.07
Serien
Wo man in Paris jüdisch essen und einkaufen kann: In der Rue des Rosiers im Pariser Stadtviertel „Marais“ gibt es noch viele Händler, die bereits seit Jahrzehnten hier leben und das Bild der Straße prägen.

Gott in Frankreich | Teil 08
Neuerdings gibt es für uns gefährliche Orte

  Freitags zwischen vier und fünf Uhr nachmittags nimmt Friseur Yoram seinen großen schwarzen Hut und verlässt rasch das winzige Geschäft am „Pletzl“. Er ist nicht der Einzige, der es eilig hat: Beim Feinkosthändler Sacha Finkelsztajn in der „rue des Rosiers“ drängen sich noch hastig einige ältere Damen um den langen Ladentisch. Pastrami, Hummus und Strudel sind schon ausverkauft, von der Pastete „gefilter Fisch“, den Salzgurken und Fladenbroten ist noch zu haben. Auch der schwarz gekleidete...

  • 03.06.07
Serien
Eine religiöse Erziehung wird in Frankreich mehr und mehr zu einer „Kultur der Minderheit“.

Gott in Frankreich | Teil 07
Per E-Mail ein langes Pfingstwochenende

  Die lang ersehnte Nachricht kam zehn Tage vor dem Pfingstwochenende: „In Übereinstimmung mit dem französischen Gesetz ist die Universität am Pfingstmontag geschlossen. Die versäumten Lehrveranstaltungen müssen aber nachgeholt werden“, war in einem E-Mail an Studierende und Lehrende der Pariser Universität Sciences Po zu lesen. Ein langes „Pfingstwochenende“? In Frankreich keine Selbstverständlichkeit. „Total normal“ kommentiert meine Französisch-Professorin diese kurzfristige Bekanntgabe...

  • 27.05.07
Serien
Für viele Armenier bildet ihre Kirche in Paris einen wichtigen Mittelpunkt im Gemeinschaftsleben.

Gott in Frankreich | Teil 06
Nicht nur Aznavour, Djorkaeff und Prost

  Sie steht nicht weit entfernt von den Mode-Designerläden rund um die Pariser Prachtstraße „Avenue des Champs Elysées“ – 
versteckt in einer unscheinbaren Gasse, zwischen zwei Häuser gezwängt: die Pariser armenisch-apostolische Kirche. Die Mitglieder dieser christlichen altorientalischen Glaubensgemeinschaft erleben heuer ein besonderes Jahr: Frankreich feiert Armenien. Unter dem Motto „Armenien – meine Freundin“ hat Noch-Staatspräsident Jacques Chirac das Jahr 2007 zum „Armenien-Jahr“...

  • 20.05.07
Serien
Die Pariser Hilfsorganisation „Die Kinder des Don Quijote“ spendete über 100 rote Zelte für Pariser Obdachlose.

Gott in Frankreich | Teil 05
Die Kinder des Don Quijote

  Noch immer nennt man ihn „le clochard“. Die Bedeutung des Begriffes hat sich aber längst ins Gegenteil verkehrt: Keine Spur mehr vom romantischen Aussteiger-Leben eines neurotisch-fröhlichen Künstlers unter der Seine-Brücke, über den Pariser früher meinten, dass er mitunter freiwillig auf ein Dach über dem Kopf verzichtet. Heute sind Obdachlose in Frankreich vor allem jung, immer häufiger weiblichen Geschlechts, und rund ein Drittel von ihnen geht bezahlten Tätigkeiten nach – für Löhne, die...

  • 13.05.07
Serien
In Frankreich gehören die historischen Gotteshäuser zum öffentlichen Besitz. Sie werden den Kirchen zur Nutzung überlassen.

Gott in Frankreich | Teil 04
Frankreichs Kirchen bröckeln ab

  „Prächtig! Außergewöhnlich! Einmalig!“ Selbst den Parisern fehlen die Worte, wenn sie das dreischiffige gotische Juwel mit den 32 Säulen in der Nähe des südlichen Seine-Ufers beschreiben wollen: Die ehemalige Pariser Zisterzienser-Universität (Le collège des Bernardins), das größte französische nicht-liturgische Ge-
bäude aus dem Mittelalter, hat man nach Jahrzehnten der Vernachlässigung nun aufwändig restauriert. Doch nicht alle kirchlichen Bauwerke Frankreichs haben ein solches Glück: Die...

  • 06.05.07
Serien
„Unvermischt“ stehen in Frankreich das staatliche und religiöse (Gedanken-)Gebäude nebeneinander.
2 Bilder

Gott in Frankreich | Teil 03
Dieses Gesetz ist unser Schatz

  Jedesmal, wenn Asmaa ihren Schleier vor dem Schuleingang abnimmt, muss sie sich überwinden: „Psychologisch gesehen ist das sehr schwer“, sagt sie und benennt die französische Auseinandersetzung, welche vor drei Jahren als „Kopftuchstreit“ die europäische Presse füllte. Noch immer schwelt der Konflikt.   Noch aktuell? Bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Trennung von Staat und Kirche (Laizismus) ein Kernprinzip der Französischen Republik. Neuerdings haben politische und...

  • 29.04.07
Serien
Gleich viermal werden die Franzosen in den kommenden acht Wochen zur Wahl gerufen. – Das politische Interesse ist enorm.

Gott in Frankreich | Teil 02
Auch im Bistro: Ségo oder Sarko

  Ein Cocktail mit rotem Erdbeersaft oder blauem Curaçao-Likör? Für Franzosen ist diese Entscheidung keine bloße Frage des Geschmacks. Die beiden Mischgetränke in einem kleinen Bistro im elitären Pariser Viertel Saint-Germain-des-Prés rufen noch zusätzliche Sinnesreizungen hervor, heißen sie doch Ségo und Sarko – benannt nach Ségolène Royal, der Präsidentschaftskandidatin der (roten) Sozialisten, und dem (blauen) Konservativen Nicolas Sarkozy.   Wen wählen Katholiken? In Umfragen liegt Nicolas...

  • 22.04.07
Serien
Neuerdings haben alle französischen Präsidentschaftskandidaten das Thema „nationale Identität“ auf ihre politische Tagesordnung gesetzt. Man reanimiert altbekannte französische Symbole.

Gott in Frankreich | Teil 01
Der Blick in ein fremdes Spiegelbild

  „Marlboro, Marlboro.“ Zwei junge Männer halten mir Zigarettenschachteln entgegen. „Oder ein Métro-Ticket, verbilligt?“ Ostersonntag am Ausgang der Métro-Station „Barbès Rochechouart“ im Pariser Norden. Ein Tag wie jeder andere. Nur zwanzig Minuten fern vom Zentrum zeigt Paris schonungslos ein anderes Gesicht, frei vom Make-up für Touristen: Immigranten, deren Kinder und Enkelkinder – sie stehen in Gruppen beisammen, sitzen vor Häusereingängen, diskutieren, schweigen, starren in die Luft. Wer...

  • 15.04.07
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