Kommentare & Blogs

Beiträge zur Rubrik Kommentare & Blogs

Ich denke, wichtiger als zu schauen, wer wann geimpft wird, ist, drauf zu schauen, dass so rasch wie möglich alle geimpft werden, die das wollen. Hier und in der ganzen Welt.

Kommentar: Die Kirche & ich
Wenn einem das Geimpfte aufgeht

Bekanntlich ist „allen Menschen recht getan“ eine Kunst, „die niemand kann“. Nicht einmal unser Kardinal. Er macht sich dafür stark, dass möglichst viele Menschen sich gegen Corona impfen lassen. Als um die Jahreswende in einem der Kirche nahestehenden Pflegeheim eine große Impfaktion durchgeführt wurde – mehr als 600 Bewohner und das gesamte Personal wurden geimpft – hat man sich dort an den schweren Lungeninfarkt des Kardinals erinnert und ihn gefragt, ob er gleich mitgeimpft werden will,...

  • 14.01.21
Wo ist die Ahnung verblieben, „was Gott aus uns machen würde, wenn wir uns ihm nur ganz überließen?“
2 Bilder

Leitartikel für den 17. Jänner 2021
Orden brauchen Mut!

Pater Alfred Delp SJ, am 2. Februar 1945 in Plötzensee hingerichtet, lebte ihn. Seine Predigt vom zweiten Adventsonntag 1941 trifft auch uns im Heute: „Man muß es einem Menschen anspüren, daß er um das Letzte weiß, … und das heißt Begegnung mit einem Letzten und Allerletzten und das heißt geprägt sein, geschmiedet sein in dieser Einsamkeit mit dem Absoluten und deswegen wirklich unberührt sein und unberührbar sein gegen den Kompromiß und das Halbe und das Schweigen und die Angst und das...

  • 14.01.21

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Fenster öffnen und voneinander lernen

Auf dem Weg in die Redaktion fuhr ich in die Parkgarage und wollte das Ticket lösen. Aber vergeblich versuchte ich, mein Fenster herunter zu „kurbeln“. Die Minusgrade hatten diese Funktion offensichtlich eingefroren. Ich musste aussteigen, um mein Parkticket zu bekommen. Kälte kann verschließen. Das gilt wohl auch für die Kälte, die sich zwischen den Menschen ausbreiten kann. In dieser Woche werden wir eingeladen, verschiedene Fenster zu öffnen. Der 17. Jänner, heuer ein Sonntag, ist „Tag des...

  • 13.01.21

Offen gesagt - Bruno Gasper
Für die Einheit beten

Von 18. bis 25. Jänner feiern wir die „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“. Warum soll man für die Einheit der Christen beten? Die Einheit der Christen ist eine recht umfangreiche und diverse Angelegenheit. Für mich als Christ ist es ein Gebot der Stunde, weil Jesus von Nazaret es persönlich betet und seinen Jüngern und Jüngerinnen aufträgt, dies für zukünftige Generationen auch zu tun: „Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich...

  • 13.01.21

Positionen - Leopold Neuhold
Heute: Pflanzen!

Ein alter Mann pflanzte einen Baum. Die Nachbarn, die ihm zusahen, machten sich über ihn lustig. Bevor der Baum Früchte bringen würde, wäre der Mann sicher schon tot. Wozu also der Baum? Der alte Mann erklärte, dass er den Baum nicht wegen der Früchte, die er ihm bringen könnte, pflanze, sondern für seine Nachkommen. So hätten es auch seine Vorfahren gemacht. Da wurden die Nachbarn nachdenklich wegen der klugen Antwort. Da sagte der Mann lächelnd: „Nun hat der Baum, dessen Früchte erst in...

  • 13.01.21

Mutworte - Christa Carina Kokol
Alles Glück ist religiös

Wie oft wurde Ihnen auf der Straße, im Geschäft, bei der Arbeit „viel Glück fürs neue Jahr“ gewünscht? Zehn, zwanzig, dreißig Mal …? Und selbst wenn manche dieser Wünsche eher floskelhaft wirken, ist es ermutigend, dass Menschen einander Gutes zusagen. Unsere Glückwünsche werden zu einem Zeichen, einem Signum, das sich von Segen ableitet. Und „segnen“, aus dem lateinischen „benedicere“, heißt so viel wie „von jemandem gut sprechen, ihn loben“. Eine besonders feine, sinnerfüllte und segensreiche...

  • 13.01.21

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Das Pandemiejahr

Spät am Heiligen Abend saßen sie im Wohnzimmer. Diesmal kein Besuch einer Mette. Die Pandemie machte die Sache schwierig. Die Sektflasche war fast leer. Regelrecht angetrunken versuchten beide, Bilanz zu ziehen über das, was sie erlebt haben. Unentwegt klagte er über das Katastrophenjahr 2020. Sie starrte bloß den Weihnachtsbaum an. Irgendwann kam er zur Überzeugung, sie höre gar nicht zu. So wechselte er das Thema. „Die vielen bunten Lichter am Baum sind doch schön, oder?” Die Frau entgegnete:...

  • 12.01.21

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Applaus aus aller Welt für Hoffnungsklänge

Am 29. Dezember sitze ich am Tisch und lese die Zeitung. Plötzlich spüre ich, dass der Sessel mitsamt mir so komisch in Bewegung gerät. Irgendwie fühlt sich das wie ein Erdbeben an. Oder geht doch nur der Sessel aus dem Leim? Eine SMS auf meinem Handy und die Nachrichten im Radio bestätigen bald die erste Vermutung. Für mich, zu dem Zeitpunkt in Judenburg, waren nur Ausläufer zu spüren. Über die hätte ich mich auch mit anderen Erklärungen hinwegschwindeln können. In der Nähe von Zagreb, wo das...

  • 07.01.21

Offen gesagt - Romana Paar
Kirche auf Instagram?

Warum soll die katholische Kirche in sozialen Medien wie Instagram vertreten sein? Die Zeiten sind schnelllebiger, und bei vielen Menschen hat ein klassischer Kirchenbesuch in der Alltagsplanung keinen Platz. Da kommen die sozialen Medien wie zum Beispiel Instagram ins Spiel. Zwar wollen wir den Kirchenbesuch nicht ersetzen, aber jenen die Hand reichen, die aus verschiedenen Gründen die Kirche nicht besuchen. Und gerade jetzt, wo wir durch die Corona-Pandemie und die Schutzmaßnahmen mehr zu...

  • 07.01.21

Positionen - Elisabeth Wimmer
Kann Mathe sprechen?

Am letzten Tag des Jahres – als mir besonders Rückblick und neue Vorsätze durch den Sinn gehen – schaut der Mathematik-Freund mir gegenüber vom Kaffeehäferl auf und sagt: „Schon großartig, dass sich so etwas wie die Sprache der Mathematik entwickelt hat.“ Aha …? „Eine Formelsprache, mit der sich Realität eindeutig beschreiben lässt, Formen, Prozesse, Dynamik, Wahrscheinlichkeiten …“ – Naja, ich fühle mich eher der Buchstabensprache nahe, gerade wegen ihrer Mehrdeutigkeiten und Leerstellen. Weil...

  • 07.01.21

Mutworte - Anna Schreiber
Vielleicht ist gerade nichts zu tun

„Seit einigen Wochen fühle ich mich ausgelaugt und mutlos, wenn ich an die Zukunft denke. Zudem nervt mich mein Mann total. Wir passen nicht mehr zusammen. Wo fange ich denn da jetzt an?“ Ich möchte Ihnen einen Gedanken ans Herz legen, der sich auf das große Ganze bezieht: Es ist eine großartige Kompetenz, zu entscheiden und zu handeln. Nur: Es muss auch die rechte Zeit dazu sein. Der bekannte Vers aus dem Buch Kohelet fasst das so zusammen: „Alles Vorhaben und alles Tun hat seine Zeit.“ Das...

  • 07.01.21

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Ein Jahr, das geschenkt und genommen hat

Als wir uns zum Jahreswechsel von 2019 auf 2020 alles Gute wünschten, hat wohl niemand gedacht, wie sehr eine Pandemie dieses Jahr prägen wird: gesellschaftlich, wirtschaftlich und ganz privat. Zum jetzigen Jahreswechsel wünschen wir uns wohl zu allererst, dass wir diese Pandemie in den Griff bekommen. Vielleicht dominieren beim Jahresrückblick die Klagen. Blicken wir aber mit beiden Augen zurück, auch mit dem, das das Positive sieht. Vielleicht hat uns gerade dieses verzwickte Jahr etwas...

  • 29.12.20

Offen gesagt - Gudrun Hödl
Erfolgreich bewegt

Was ist Ihr Tipp für Sportmuffel, und wie passen Sport und Kirche zusammen? Sport ist wichtig für die Gesundheit. Jeder sollte ein Mindestmaß an Bewegung in seinen Alltag integrieren. Was ich deshalb zu Sportmuffeln sage: Am Anfang keine zu großen Ziele stecken! Besser, man macht ein bisschen was, als man übernimmt sich gleich und ist dann total demotiviert. Zu Beginn ist eine Viertelstunde leichte Bewegung jeden zweiten Tag schon ein Erfolg! Wenn man dann Spaß daran findet und es nicht mehr so...

  • 29.12.20

Positionen - Alois Strohmaier
In Windeln gewickelt

Es waren glückliche Augenblicke, als ich als kleiner Bub mit meiner Mutter am Tisch saß und ihr zusah, wie sie die Zuckerln, die sie drunten im Tal beim Greißler (einem kleinen Geschäftslokal) gekauft hatte, in dünnes Seidenpapier wickelte, um damit den Christbaum zu schmücken. Dieses Einwickeln der Bonbons, mitunter ein paar Stück Würfelzucker, gehörte zur Tradition in der unmittelbaren Zeit vor dem Heiligen Abend. „Dem Christkind bei der Arbeit helfen“, sagte dazu meine Mutter. So ist es...

  • 29.12.20

Mutworte - Benno Elbs
Segen – Vorzeichen der Liebe

Der Blick auf die zurückliegende Zeit kann ein Blick des Dankes sein, vielleicht aber auch ein Blick der Sorge und Trauer. Am Ende eines Jahres und am Beginn eines neuen Jahres steht der innige Segenswunsch, mit dem Gott sein Volk durch den Hohepriester Aaron im Alten Testament segnen lässt: Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden. (Num 6, 24 ff) Was bedeutet es, eine...

  • 29.12.20
Gabriele Neuwirth

Gast-Kommentar
Feier-Utensilien

Das schon etwas zerbeulte Glockerl, der Kerzenanzünder, das Liederbuch, das Weihnachtsevangelium aus der Kirchenzeitung und eine Kassette mit Sterbebildchen. Das sind die Utensilien, die bei uns seit je am Heiligen Abend unterm Christbaum liegen. Sterbebildchen? Im „Engel des Herrn“, vor dem Vaterunser „für die armen Seelen“, wird für die Hausverstorbenen und die Verstorbenen des Jahres gebetet. Ihre Sterbebildchen werden angeschaut und jeder einzelne liebe Verstorbene bekommt eine kleine...

  • 23.12.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Glücklicher Josef

Er war weder modern, noch lebte er selbstbestimmt. Wie alle jungen Männer hatte er Träume, die er verwirklichen wollte. Doch die Widerfahrnisse waren stärker. Zwar haben sich seine Wünsche keiner Pandemie beugen müssen. Die Mechanismen des Alltags lehrten ihn aber Tag für Tag, dass das Gerede vom selbstbestimmten Leben bloß Opium für das Volk ist. Und dann kam sie. Die Frau, die ihm den Kopf verdrehte. Wie gerne hätten sie das Leben zu zweit nach ihren Willen gestaltet. Als er sie schwanger...

  • 18.12.20
Wenn wir als Gesellschaft den Respektabstand vor dem Tod verlieren, drohen wir ihn auch vor dem Leben zu verlieren.

Kommentar: Die Kirche & ich
Menschenwürdiges Sterben – wirklich?

Wir alle haben Angst davor, in eine Lage zu kommen, die unerträglich ist und aus der nur mehr der Tod uns befreien kann. Ich verstehe die Hoffnung, dass es dann jemanden gibt, der mir hilft, möglichst schnell den erlösenden Tod herbeizuführen. Und ich verstehe, warum viele Menschen sich über unsere Verfassungsrichter freuen, die das Verbot der Beihilfe zum Suizid aufgehoben haben, weil zum guten Recht auf „menschenwürdiges Sterben“ auch der Suizid gehört. Auf diesen Seiten finden sich viele...

  • 17.12.20

Erzählung
Näher, mein Gott, zu dir

Am Abend sitze ich vor dem Fernseher, sehe und höre auf den Querschnitt von Höhepunkten aus den Maastricht-Konzerten des Johann Strauß-Orchesters von André Rieu. Coronabedingt hat es dieses populäre Konzert 2020 nicht gegeben. Viele bekannte Melodien stehen auf dem Programm, sorgen für heitere Stimmung unter den Konzertbesuchern, die sich auch auf die Zuseher vor dem Fernsehschirm überträgt. Ungefähr in der Mitte des Programms sagt der dirigierende André Rieu einen Titel an, bei dem ich...

  • 16.12.20

Offen gesagt - Herbert Meßner
Alle Jahre wieder – auch und gerade heuer

Nicht alles, was wir heuer zu Weihnachten machen, wird nach dem Motto „Alle Jahre wieder“ vor sich gehen. Manches wird anders sein, manches nicht gehen. Für manche wird es gerade heuer heißen „Einsam wacht“. Doch das, was wirklich „alle Jahre wieder“ geschieht, ereignet sich gerade heuer. Das Christuskind kommt auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind. Es kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus. Der die Tür zum Paradies aufschließt, für den gibt es keinen Lockdown, keine Ausgangsbeschränkung....

  • 16.12.20

Offen gesagt - Dr. Wilhelm Krautwaschl
Weihnachtsgruß des Bischof

Liebe Leserinnen und Leser unseres Sonntagsblattes! Ich frage Sie ganz frei heraus: Werden Sie sich an das Jahr 2020 im Guten oder im Schlechten erinnern? Durch das Corona-Virus wurden Freiheiten nachhaltig beschnitten, für die einen gingen Jobs verloren, andere arbeiteten bis zur Erschöpfung, statt Gemeinsamkeit gab es Isolation. Damit nicht genug. Das Flüchtlingslager in Moria brennt. In Berg-Karabach und Äthiopien brechen Kriege aus. In Europa hält der Terror erneut Einzug; zuletzt in Wien....

  • 16.12.20

Positionen - Karl Veitschegger
Verloren?

Eine befreundete Lehrerin hat mich darauf aufmerksam gemacht: Das Jugendwort 2020 ist „lost“. Mit diesem englischen Wort bezeichnen Jugendliche jemanden, der unsicher, planlos, überfordert, verloren, also irgendwie neben der Spur ist. Wer „lost“ ist, steht daneben – in Schule, Sozialkontakt, Arbeit oder überhaupt im Leben. Kennen auch Sie dieses Gefühl, „lost“ zu sein? Die Bibel erzählt: Jesus ist gekommen, „zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Mk 2,17). Die, die „lost“ sind, haben einen...

  • 16.12.20

Mutworte - Christa Carina Kokol
Ich trau dir das zu

„Advent, das ist die stillste Zeit im Jahr …, die Zeit der frohen Zuversicht und der gläubigen Hoffnung. Es mag nur eine Binsenweisheit sein, aber es ist eine von den ganz verlässlichen, dass hinter jeder Wolke der Trübsal ein Stern der Verheißung glänzt …“ So beginnt eine Erzählung, die ich einst als schüchternes Mädchen bei einer schulischen Feier vortragen durfte. Ein vom Wesen her einfühlsamer Lehrer hat mir vertraut und auch zugetraut, dass ich es kann. Für mich eine unerwartete, aber...

  • 16.12.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Warum lachst Du?

„Warum lachst du?”, fragt die Studentin ihren Kollegen. Beide sitzen im großen Lesesaal der Bibliothek und bereiten sich auf ihre Prüfungen vor. „Habe gerade den Blödsinn über den Wert des Gottvertrauens gelesen. Die Alten sollen einander immer zugesichert haben, man könne nicht tiefer fallen als in die Hand Gottes.” Die Studentin denkt kurz nach und sagt: „Stell dir vor, wir stehen am Seeufer. Ich nehme einen kleinen Stein in die Hand und werfe ihn ins Wasser. Was passiert da?” Der verdutzte...

  • 09.12.20
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