Aus meiner Sicht

Beiträge zum Thema Aus meiner Sicht

Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Franziskanisch und vinzentinisch Zwei Sonntage hintereinander feiern wir jetzt Gedenktage bekannter Heiliger. Im Gottesdienst weicht ihre Feier nach den liturgischen Vorrangregeln dem Sonntag, der als Feier des Auferstandenen zu Recht Vorrang hat. Aber das soll kein Grund sein, nicht an sie zu denken. Am 4. Oktober an Franz von Assisi. Und jetzt am 27. September an Vinzenz von Paul. Franz hat eine Geistigkeit der Begegnung mit Gott in der Schöpfung und mit Christus in den Armen geprägt....

  • 23.09.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Die ersten Ordensleute, an die ich mich von meiner Kindheit her erinnern kann, sind Kreuzschwestern. Im Krankenhaus meiner Heimat Judenburg erlebte ich sie als Krankenschwestern. Eine hat mich als kleines Kind durch das Anbieten eines Zuckerls aus kurzer Bewusstlosigkeit erweckt. Gewusst wie! Während des Spitalsaufenthaltes nach einer Operation haben sie mich in die Küchen und Stationen mitgenommen. Und ich habe sie manchmal in langer Prozession in die Kapelle zum Gebet gehen sehen. Zum...

  • 16.09.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Lernen hört niemals auf Für mich persönlich fühlt sich der Schulbeginn heuer eigenartig an. Hat doch die Schule für mich gar nicht wirklich aufgehört, da coronabedingt meine Schulgottesdienste ausgefallen sind. Trotzdem ist Schulbeginn. Nach Homeschooling, Wiederaufnahme des Unterrichts mit Gruppen und Abstand und der Ferienzeit beginnt es wieder, das Lernen. Aber Lernen hört sowieso nie auf. Und gerade die Zeit, in der das schulische Lernen so anders war und ist, hat uns viel Lernstoff...

  • 09.09.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

In Ruhe lassen und sich freuen Ferienzeit und Urlaubszeit waren heuer ein bisschen anders als sonst. Nicht nur, wenn man am falschen Zeitpunkt vor dem Karawankentunnel war. Die kommende Schulzeit erwarten wir auch mit einer gewissen Spannung, wie der Unterricht gehen kann.Nun ist auch noch Schöpfungszeit angesagt. Vom Tag der Schöpfung (1. September, Beginn des orthodoxen Kirchenjahres) bis 4. Oktober (Gedenktag des Schöpfungspatrons Franziskus) steht die Schöpfung im besonderen Blick der...

  • 02.09.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Wie reagieren Sie auf etwas Neues? Mit Spannung und Neugier? Mit Unsicherheit und Skepsis? Lassen Sie es an sich herankommen, oder gestalten Sie es mit? Mit 1. September werden in die Landkarte der steirischen Kirche Seelsorgeräume eingezeichnet. Sie sind weder dasselbe wie früher ein Dekanat noch dasselbe wie bisher ein Pfarrverband. Der Dienst der Kirche an den Menschen, wie er in den Pfarren und anderen Erfahrungsorten von Kirche geleistet wird, soll noch stärker als bisher miteinander...

  • 26.08.20
Kommentare & Blogs
Herbert Meßner, Chefredakteur

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Krippe wegen Krankheit geschlossen In Mariazell bin ich auf dem Weg zur Heilig-Brunn-Kapelle. Ein anderer Weg zweigt zur „mechanischen Krippe“ ab. Aber diesmal ist ein Schild angeheftet: „Krippe wegen Krankheit geschlossen.“ Nach meinem ersten Schmunzeln, wer denn an der Krippe krank ist, fasst dieses Schild für mich noch einmal vieles in diesem Corona-Jahr zusammen. Wegen Corona verschoben. Wegen Corona nur in kleinem Rahmen. Wegen Corona erst nächstes Jahr. Ich denke an die Kinder, die...

  • 19.08.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Kommt selten allein: Nur das Unglück? Ein Knall, dann noch ein größerer – und schon gibt es Tote, zahlreiche Verletzte und Menschen ohne Zuhause. So trafen uns die erschreckenden Nachrichten aus Beirut. Dort, wo ohnehin Unruhen, Bürgerkrieg und Vergeltungsschläge genug Unheil angerichtet haben. Das aktuelle Unglück soll ein verantwortungsloser Umgang mit hochgefährlichem Material verursacht haben. In Ostafrika vernichten unvorstellbare Heuschreckenschwärme die Ernte und damit die...

  • 12.08.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht - Dr. Herbert Meßner
Chefredakteur Herbert Meßner

Auf den Weg zu besonderen Verehrungsstätten der Gottesmutter Maria machen sich auch in diesem Sommer viele Gruppen. Über zwei solche Wallfahrtsorte finden Sie in dieser Ausgabe größere Beiträge: Graz-Mariatrost und Heilbrunn. Allein die beiden Namen stehen für das, was Menschen suchen, wenn es sie an solche Orte zieht: Trost und Heilung. Trost braucht nicht nur, wer trauert. Manchmal braucht der Mensch einfach Ermunterung und Bestätigung in den Unsicherheiten und Unwägbarkeiten seines Lebens....

  • 05.08.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Gipfelgespräch über das Leiden Wanderungen sind in der Ferienzeit immer eine beliebte Unternehmung. In Ermangelung exotischerer Urlaubsziele sind sie es heuer vielleicht noch stärker. Auch auf dem kirchlichen Kalender steht im Sommer eine Wanderung. Jesus führt uns dabei auf den Berg der Verklärung. Auf dem Berg Tabor, der so charakteristisch die Jesreel-Ebene in Galiläa überragt, wird sein Wanderziel lokalisiert. Am 6. August wird das Ereignis auf dem Gipfel dieses Berges gefeiert, die...

  • 29.07.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Göttliche Weisheit und menschliche Torheit

Als der römische Kaiser Justinian in Konstantinopel im 6. Jahrhundert die damals größte Kirche der Christenheit erbauen ließ, wurde sie der heiligen Weisheit, der „Hagia Sophia“ geweiht. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Osmanen wurde sie in eine Moschee umgewandelt. Als Zeichen, wer jetzt herrscht. Konstantinopel fühlte sich damals vom Westen im Stich gelassen. Weder Kaiser noch Papst noch andere Mächte fühlten sich imstande oder waren willens einzugreifen. Ist jetzt das...

  • 15.07.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Kirche kann stehen, sitzen, knien, gehen. „Eine Sitzmesse wollen wir erst gar nicht einführen.“ Beim 70-Jahr-Jubiläum von Prälat Leopold Städtler erinnerte ich mich an dieses Wort in einer Predigt von ihm. In der Kirche Judenburg-St. Magdalena hatten wir neue Kirchenbänke bekommen. Anlässlich ihrer Einführung hob Städtler damals hervor, dass wir nicht den Gottesdienst absitzen, sondern die verschiedenen Haltungen brauchen: das Stehen, das Sitzen, das Knien und das Gehen. Ich bin dankbar für...

  • 08.07.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Das Gute steckt oft in kleinen Buchstaben.Unsere Kolleginnen und Kollegen vom Salzburger „Rupertusblatt“ haben als Werbegeschenk ein Brillenputztuch gestaltet. Darauf ist die Botschaft aus der Schöpfungsgeschichte, „Gott sah, dass es gut war“, mit immer kleiner werdenden Buchstaben geschrieben. So wie ein Sehtest beim Augenarzt. Die Aussage, „dass es gut war“, ist dadurch am schwersten zu lesen. Das hat mich zum Nachdenken angeregt. Um das Gute zu sehen, muss ich genau hinschauen. Manchmal...

  • 01.07.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Eine Woche voller Feste.  Gleich drei Apostel und ein Marienfest werden in dieser Woche gefeiert. Für Petrus und Paulus gibt es einen gemeinsamen Feiertag am 29. Juni. Beide haben in Rom den Tod für ihren Glauben erlitten, Petrus am Kreuz, Paulus durch das Schwert. Auf Bildern und Statuen sind Apostel oft an dem zu erkennen, was sie in den Händen halten. Petrus hat meist den Schlüssel. Er ist eine Schlüsselfigur im Kreis der zwölf engsten Jünger Jesu und in der jungen Kirche. Nicht zu einer...

  • 24.06.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Zurück zum Hamsterrad des Pfarrbetriebs? Ein Priester der Erzdiözese Wien hat sich kritische Gedanken gemacht, welche Defizite sich bei der Kirche während der „Corona-Zeit“ gezeigt haben. Er sähe zwar keine spirituellen Folgeschäden, wohl aber einen Mangel an Präsenz der Kirche in der Gesellschaft und an Lebensrelevanz in ihrer Verkündigung. Dabei hinterfragt er das „Hamsterrad des Pfarrbetriebs“. Pfarrroutine und Angebote für eine überschaubare Gruppe würde viele Ressourcen der Seelsorge...

  • 17.06.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Zeichen am Wege und eine große Frage. Zu meiner Jungscharzeit haben wir aus der „Bubenweisheit“ gelernt, bei Geländespielen bestimmte Zeichen in der Natur zu hinterlassen und sie zu verstehen. Auch die Pfadfinder verwenden solche Bodenzeichen. Beim Begräbnis des Theologen Philipp Harnoncourt erinnerte dessen Bruder Karl an ein bestimmtes: einen Punkt mit einem Kreis rundherum. Es bedeutet: Ich habe meine Aufgabe erfüllt und bin nach Hause gegangen. Vor kurzem haben wir Christi Himmelfahrt...

  • 09.06.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Ein Gott, der uns gewogen bleibt. „Bleib mir gewogen!“ So verabschiedete sich Professor Philipp Harnoncourt gern, wenn er uns in der Redaktion besuchte. Das Wirken dieses vielseitigen Theologen, der am 25. Mai gestorben ist, hat eine reiche Ernte hinterlassen. Zu seinem 80. Geburtstag hatte er eine geistige Auseinandersetzung mit der Vorstellung und den Bildern vom dreifaltigen Gott angeregt, verbunden mit einem künstlerischen, literarischen und musikalischen Wettbewerb dazu. Bei einer...

  • 03.06.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

„Danke sehr herzlich und vergnügt!“ Auf meinem Handy ist eine SMS vom 30. April gespeichert: „Danke sehr herzlich und vergnügt. jw.“ Dieser Dank von Bischof Johann Weber bezog sich auf ein Foto aus der Studentenzeit von ihm und seinem priesterlichen Weggefährten Leopold Städtler, das wir anlässlich hoher Geburtstage der beiden gebracht hatten. „Danke sehr herzlich und vergnügt.“ Das letzte Wort, das Bischof Weber an mich persönlich gerichtet hat. Sein Abschiedswort. Eine Zusammenfassung...

  • 27.05.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Eine Flamme, die nicht erlischt

Manchmal ist es eine Geburtstagsüberraschung oder einfach ein Gag, wenn die Kerzen auf der Torte sich nicht ausblasen lassen. Das kann manch Überraschten auch verwirren. So wie mich eine Kerze, mit der ich beim ersten wieder größeren Sonntagsgottesdienst mit der Gemeinde unsere Osterkerze anzünden wollte. Da das Ewige Licht, von dem ich mittels einer schmalen Hilfskerze das Licht zur Osterkerze bringen wollte, schon tief drin im Gefäß brannte, habe ich vorher ausprobiert, ob das klappt. Dann...

  • 19.05.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Begegnung in der U-Bahn

Der seinerzeitige französische Außenminister Robert Schumann trat einmal in der Metro einer Dame unabsichtlich auf den Fuß. Diese fuhr ihn barsch an, warum er nicht besser aufpasse. Dann schaute sie auf, und als sie sein Gesicht sah, entschuldigte sie sich zerknirscht und meinte: Verzeihen Sie meine rüde Ausdrucksweise, aber ich habe geglaubt, es ist mein Mann. Robert Schumann gehört zu den Gründervätern der Europäischen Union, deren erster Vorläufer, die Montanunion, vor 70 Jahren gegründet...

  • 13.05.20
Kommentare & Blogs

Au meiner Sicht
Danke für das gute "Home office"

„Home office“ ist seit längerem das „Zauberwort“ für vieles, was wir zu Hause statt am Arbeitsplatz oder in der Schule machen. Manche sind „Home office“ schon lange gewohnt. Vor allem die Mütter. Vielleicht wurde der Muttertag erfunden als ein Dank für das viele, das gerade Mütter zu Hause leisten. Für mangelnde Anerkennung oder Entlohnung konnte er freilich kein Ersatz sein. Die letzten Monate mit dem vielen „Home office“ haben dazu geführt, dass so manchen Menschen mehr Beachtung geschenkt...

  • 06.05.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Was unsere gemeinsame Sorge bleibt

Seit die Welt von Covid-19 betroffen ist, zeigt sich etwas besonders stark, was grundsätzlich gilt: Wir haben alle eine Eigenverantwortung für unsere Gesundheit. Da wir gegen dieses Virus derzeit weder Mittel zur Heilung noch zur Vorbeugung haben, kommt es fast ausschließlich auf diese Eigenverantwortung an. Das gilt für die Einzelpersonen, das gilt für die Verantwortungsträger, das gilt für die Regierungen. Dieses Wahrnehmen der Eigenverantwortung würde aber niemals zu dem Schluss führen, wir...

  • 28.04.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht - Dr. Herbert Meßner
Stellvertretend für andere vor Gott sein

Am Weißen Sonntag war in meiner Pfarre eigentlich die Firmung geplant. Statt dessen habe ich mit vier Firmbegleiterinnen stellvertretend für unsere Gemeinden die Messe gefeiert. Auf dem Altar standen die von den Firmlingen bereits verzierten persönlichen Kerzen. Auf das Feuer müssen sie noch länger warten. Aber die Osterkerze brannte. Der Auferstandene hält das Feuer seines Geistes für uns bereit, auch für die jungen Menschen, deren Firmtermin verschoben werden musste. Und wir haben ihnen...

  • 23.04.20
Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht - Dr. Herbert Meßner
Nicht dabei und doch nicht vergessen

Thomas, einer von den zwölf Aposteln, war nicht dabei, als Jesus kam. Diese Feststellung trifft am Weißen Sonntag das Evangelium. Warum war er nicht dabei? War es Säumigkeit? Nachlässigkeit? Ängstlichkeit? Hatte er das Interesse verloren? Jesus hatte ihm den Spitznamen „Zwilling“ gegeben. Andere haben ihn später einfach „ungläubiger Thomas“ genannt. Warum wohl? Nicht dabei sein, das kann auch Schicksal sein. Viele wären in den österlichen Tagen und danach gerne bei den Gottesdiensten in den...

  • 16.04.20
Kommentare & Blogs

AUS MEINER SICHT
Auch Osterhoffnung muss ansteckend sein

„Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?“ So lautete die bange Frage der Frauen, die am Ostermorgen zum Grab Jesu gingen. Bange Fragen begleiten das heurige Osterfest. Vor vielen Geschäften ist der Stein des Geschlossenseins. Zwischen lieben Menschen liegt der Stein des Nicht-Besuchen-Könnens. Arbeitslosigkeit oder Verdienstentgang lasten wie schwere Steine auf uns. Viele werden durch Krankheit wie von einem schweren Stein niedergedrückt. Anderen mag es jetzt so gehen wie...

  • 09.04.20
  • 1
  • 2
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Das Portal meinekirchenzeitung.at wird von Kooperation Kirchenzeitungen bereitgestellt.
Powered by PEIQ