Aus meiner Sicht

Beiträge zum Thema Aus meiner Sicht

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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Nach unten oder nach oben?

Im Krankenhaus bin ich zu einer Untersuchung eingeladen. Ich bin informiert, dass sie im Tiefparterre der Klinik stattfindet. Bei der ersten Anmeldung frage ich genauer nach und denke, dass ich nun ins Tiefparterre hinunter muss. Aber es ist genau umgekehrt. Vom jetzigen Standpunkt aus liegt das Tiefparterre einen Stock höher. Es geht also aufwärts. Ein gutes Zeichen vor der Untersuchung. Der kürzlich verstorbene Ivica Osim, Jahrhunderttrainer von Sturm Graz, war in einem atheistischen Umfeld...

  • 18.05.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Freu dich, das Leid ist all dahin

50 Jahre ist meine Matura nun bald her. Da darf ich mich an meine Schulzeit erinnern. Unseren Griechischlehrer haben wir am Beginn der Stunde mit dem griechischen „chaire“ begrüßt. „Sei gegrüßt“ kann das heißen. Wörtlich übersetzt heißt es aber: „Freu dich!“ Mit diesem Gruß wird in manchen Gesängen die Gottesmutter Maria angesprochen. Der ostkirchliche Hymnos akathistos, eine 24-strophige stehende Ovation an Maria, wiederholt dieses „chaire“ immer wieder und fügt noch das Halleluja hinzu. In...

  • 11.05.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Der Klang der Stimme ist entscheidend

Jede Stimme zählt. So ist es jedenfalls bei Wahlen. Auch bei der heurigen Wahl der Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte haben viele Stimmen bekommen – und damit Vertrauen und Anerkennung für ihren Einsatz in der Pfarre. Auch im Evangelium dieses Sonntags ist davon die Rede, dass es auf die Stimme ankommt. Jesus stellt sich als guter Hirte vor. Die Seinen hören auf seine Stimme. Aber wir können die Stimme Jesu nicht live hören. Es kommt auf jene an, die ihm ihre Stimme geben. Es kommt...

  • 04.05.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Der Monat Mai führt uns nach Nazaret

Eine Artikelserie in unserem Sonntagsblatt widmet sich in diesen Wochen dem Leben, dem Werk und der Spiritualität von Charles de Foucauld. Nicht nur, weil er am 15. Mai heiliggesprochen wird, sondern weil die Lebensgeschichte und der Glaubenszugang dieses Mannes auch heute viele inspirieren. „Nazaret“ hat für Charles de Foucauld eine besondere Bedeutung. An diesem Ort lebte Jesus in aller Stille. Er lebte und arbeitete mit den Menschen und für sie. Die auf Charles de Foucauld zurückgehenden...

  • 27.04.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Irina und Albina setzen ein starkes Zeichen

„Warum hast du uns im Stich gelassen? Warum hast du unsere Völker im Stich gelassen? Gib, dass die von Tränen und Blut verwüsteten Familien an die Kraft der Vergebung glauben können, und mache uns alle zu Erbauern von Frieden und Harmonie.“ Dieses Gebet blieb am Karfreitag unausgesprochen. Es hätte, mit noch mehr Text, Irina, eine Ukrainerin, und Albina, eine Russin, auf dem Weg zu einer Station begleitet. Die beiden römischen Krankenpflegerinnen sind gut befreundet. Gemeinsam trugen sie beim...

  • 20.04.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Weil wir an das Leben glauben

Die sich damals am Karfreitag hingetraut haben, haben ihn am Kreuz gesehen. Als einen schwer Verwundeten, Festgenagelten, immer schwerer mit dem Atem Kämpfenden. Sie haben von ihm Worte gehört, die vergeben und verbinden, aber auch mit dem Willen Gottes ringen. Sie haben nicht erlebt, dass er vom Kreuz herabgestiegen wäre. Trotz höhnischer Aufforderungen dazu. Die sich am Ostermorgen zum Grab hingetraut haben, haben ihn dort nicht gefunden. Der Stein war weg, die Grabhöhle leer. Bald war er...

  • 13.04.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Gott leidet unter denen, die er liebt

Wir könnten uns fragen, warum ausgerechnet jetzt in den meisten Kirchen die Kreuze verhüllt sind. Wird uns doch gerade in diesen Tagen und Wochen schonungslos das Leid vor Augen gestellt. Auch das Leid, das Menschen anderen gewaltsam antun, das Leid Unschuldiger. Was uns aber verhüllt bleibt, ist ein Sinn von all dem Leid. Warum Gott das zulässt, fragen religiöse oder auch weniger religiöse Menschen oft. „Dein Wille geschehe“, beten wir im Vaterunser. Aber Gottes Wille kann doch nicht Leid,...

  • 06.04.22
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Offen gesagt - Christiane Sprung-Zarfl
Entlastung über Chat

Mit IFP-BeraterInnen kann man jetzt auch chatten – wie kam es dazu? Wenn uns die Pandemie etwas gelehrt hat, dann, dass vieles auch ohne persönlichen Kontakt gehen musste. Lockdowns, Quarantäne oder einfach nur eingeschränkte Mobilität haben es erfordert, Angebote neu zu denken. Telefonische Beratungen waren bei uns am Institut für Familienberatung und Psychotherapie vom ersten Lockdown an möglich und wurden auch intensiv genutzt, da ja viele andere psychosoziale Unterstützungsmöglichkeiten...

  • 06.04.22
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Aus meiner Sicht
Die Fastenzeit – Zeit für Brot

Großartige Menschen verwenden oft eine bildhafte Sprache. Ihre Erzählungen und Beschreibungen erwecken in uns Bilder, die unseren Geist anregen und komplizierte Zusammenhänge verstehbar machen. Aus meiner Sicht ist Sonntagsblatt-Chefredakteur Herbert Meßner ein Meister so einer bildhaften Sprache. Coronabedingt hat er mich gebeten, diesmal AUS MEINER SICHT zu gestalten, und ich möchte ein wenig das Wort „Brot“ betrachten. Für manche Menschen ist Brot als Lebensmittel ja nicht mehr...

  • 30.03.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Stimmungstief und Solidaritätshoch?

Mit einem „Solidaritätsbarometer“ misst die Caritas die soziale Stimmung im Land. Sie hat dafür nicht das Bild eines Thermometers gewählt, bei dem es um Kälte oder Wärme geht. Das Barometer misst, ob der Luftdruck eher hoch oder tief ist. Das Solidaritätsbarometer hat bei der Solidarität eher ein Hoch gemessen. Beim Zusammenhalt in der Gesellschaft gibt es eher ein Tief. Ein Solidaritätshoch ist für die Ukraine und von dort Flüchtende festzustellen. Wir bekommen ja auch in Nachrichten und...

  • 23.03.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Kirche und Wahllokal erwarten uns

An diesem Sonntag sind unsere Kirchen und Pfarrzentren gleichzeitig Wahllokale. Die Wahl oder Bestellung des Pfarrgemeinderates für die nächste Periode wird nicht überall nach dem gleichen Modus durchgeführt. Aber immer geht es um die gemeinsame Verantwortung und Gestaltung des kirchlichen Lebens vor Ort. Mit einer Wahl sind Namen und Gesichter verbunden. Und eine Wahl bedeutet Vertrauen. Die Pfarrgemeinderatswahl ist nicht mit Parteien, großen Programmen, Werbemethoden und Wahlkampfkosten...

  • 16.03.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Pfarren als Anlauf- und Haltestellen mittendrin

Die Menschen kommen zur Kirche, wenn sie Hilfe und Rat suchen, hat der ukrainische Weihbischof Hruza dem steirischen Bischof erzählt. Die Kirchen und Pfarren sind Anlaufstellen gerade in der schrecklichen Situation des Krieges. Daher ist für den griechisch-katholischen Bischof der Westukraine klar: Wir können nicht weg. Wir sind mittendrin. Die steirischen Pfarren sind Gott sei Dank nicht in der Situation. Sie können allerdings ein verlängerter Arm der ukrainischen Pfarren sein, wenn bei uns...

  • 09.03.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Ist Gewalt doch nicht der sichere Sieger?

Zum Friedensgebet für die Ukraine in der Grazer Stadtpfarrkirche kommt eine Mutter mit zwei kleinen Kindern. Die Kleinen bleiben in Bewegung und holen immer wieder gelb-blaue ukrainische Fähnchen. Die Mutter macht Fotos mit dem Handy. Ich weiß nicht, ob nur zur privaten Erinnerung oder als ermutigenden Gruß an leidgeprüfte Menschen in der Ukraine: Auch in Graz wird an euch gedacht. Ich habe mir das Bild dieser Kinder vor Augen behalten. Sie standen vor mir als Bild für die am meisten...

  • 02.03.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Vom Fasching in die Fastenzeit

Seit langem sind wir zwar häufig maskiert, leben aber in einer Fastenzeit. Einschränkungen werden uns auferlegt. Die Rücksicht auf die Gesundheit erfordert ein gemeinsames Vorgehen. In den Jahrhunderten, als auch das christliche Fasten mit einer gemeinsamen Ordnung durchgeführt wurde, zu der etwa Verzicht auf Fleisch und tierische Fette gehörte, hat sich der Fasching entwickelt. Vor dieser strengen Zeit sättigte man sich ordentlich, verbrauchte Fett zum Herausbacken von Krapfen, sagte dem...

  • 23.02.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
In immer neuen Farben sehen

Als ich die Nachricht vom Tod von Prof. Albert Höfer hörte, ist eine Erinnerung in mir hochgekommen. Bei einer Begräbnismesse war Albert Höfer, damals schon erblindet, in den Altarraum geführt worden. Er sang auswendig den Anfang des Johannesevangeliums. Und dann hielt er eine tief beeindruckende Predigt über Farben. Ich könnte heute nicht mehr wiedergeben, was er gesagt hat. Aber bleibend ist der Eindruck eines Menschen, der mit dem Herzen sehen konnte. Die Bilder, die er noch sehenden Auges...

  • 16.02.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Frohes Schaffen an der Baustelle Kirche

„Baustelle Kirche“ nennen wir eine vierseitige Beilage in unserem heutigen Sonntagsblatt. Darin informieren wir über abgeschlossene und geplante Bauvorhaben in der steirischen Kirche und über die Durchführung und Probleme kirchlicher Bau- und Renovierungsprojekte. Der Titel „Baustelle Kirche“ ist jedoch doppeldeutig. Er könnte nicht nur Baustellen bei Kirchen und Pfarrzentren meinen, sondern auch die Kirche überhaupt als Baustelle ansehen, die Renovierungsbedarf hat. Mit Baustellen werden wir...

  • 09.02.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Wozu in dieser Zeit ein Welttag der Kranken?

Macht ein eigener „Welttag der Kranken“ Sinn, wenn ohnehin die ganze Welt krank ist? Vielleicht macht er gerade in dieser Situation Sinn, wo Krankheit zum Alltag geworden ist. Da wird zwar Krankheit zum politischen Dauerthema, aber die eigentlich Kranken geraten allzu leicht aus dem Blick. Der Welttag richtet unseren Blick in die Krankenhäuser, Heime und Privathäuser. Da sind die mit guter Aussicht auf Genesung, aber auch jene, die um jeden kleinen Funken Hoffnung kämpfen. Und Corona hat zwar...

  • 02.02.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Wieder mit dem Sonntagsblatt auf Reisen

Vor zwei Jahren hatten wir so richtig Glück. Gerade noch vor den ersten Corona-Lockdowns konnten wir mit vier Sonntagsblatt-Pilgergruppen und unserem Bischof das Heilige Land besuchen. Wir sammelten Eindrücke, die wohl vielen lebendig geblieben sind. Der Rückflug unserer Gruppe gestaltete sich damals recht stürmisch. Und bald darauf fegte „Corona“ wie ein Sturm über unser Land. Die weiteren geplanten Sonntagsblatt-Reisen mussten wir fast alle absagen. Aber wir geben nicht auf. Wir laden wieder...

  • 26.01.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Die Zahl der Märtyrer ist heute sehr hoch

Afghanistan ist derzeit der gefährlichste Ort, um Christ zu sein. Open Doors, ein internationales Hilfswerk für verfolgte Christen, berichtet Alarmierendes. Nicht nur dass über 360 Millionen Christinnen und Christen weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt und diskriminiert werden. So weit man solche Zahlen überhaupt auf den Schirm bekommt, ist dies ein Anstieg von 20 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Unter der wieder aus den Schlagzeilen geratenen Taliban-Regierung in Afghanistan werden die...

  • 19.01.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Versöhnung als Kennzeichen der Christen

Anscheinend kennt nur jeder Fünfte in Österreich den Haussegen der Sternsinger. Die vier Kandidatinnen und Kandidaten bei der Millionenshow konnten ihn jedenfalls alle nicht zusammensetzen: 20 C+M+B 22. Dabei könnte dieser an die Türen geschriebene oder geklebte Segen ein neues Erkennungszeichen für Christen sein. So wie der Fisch in der Anfangszeit der Kirche. Dieser Segen ist darüber hinaus einfach ein Zeichen: Hier wohnt ein guter Mensch. Die wahren Erkennungszeichen von Christen liegen aber...

  • 12.01.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Bei Nebel nicht ohne Licht fahren

Am Silvestertag fahre ich von Judenburg nach Graz. Bevor es Richtung Gaberl in die Höhe geht, herrschen dichter Bodennebel und schlechte Sicht. Um so mehr wundere ich mich über einen entgegenkommenden Autofahrer, der ohne Licht fährt. Das Licht wird wohl funktionieren, aber er hat es nicht eingeschaltet. Dann führen mich meine Gedanken aber weg vom Straßenverkehr. Wir leben ja jetzt in einer Zeit mit viel „Nebel“, vor allem wegen der Pandemie. Es herrscht oft schlechte Sicht. Wir sehen...

  • 04.01.22
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Erwarten wir getrost, was kommen mag

„Von guten Mächten treu und still umgeben.“ Vielleicht wird dieses Lied zum Jahreswechsel in manchen Kirchen gesungen. Der evangelische Christ Dietrich Bonhoeffer verbrachte den Jahreswechsel, an dem er dies schrieb, im Konzentrationslager. Er musste mit dem Schlimmsten rechnen, dem Todesurteil, das ihn dann auch traf. Der Christ, der dem menschenverachtenden NS-Regime entgegengetreten war, hat uns diese Gedanken hinterlassen, die von vielen geschätzt werden. Wenn wir das Lied diesmal singen,...

  • 22.12.21
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Ihr werdet ein Kind finden

„Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.“ Diese Information gaben die Engel den Hirten mit, bevor sie sich auf den Weg machten, um den Messias, den Retter, den Christus zu suchen. Keine genaue Ortsangabe, keine exakte Wegbeschreibung. Der Erlöser ist als Kind zu finden, wehrlos und liebesbedürftig. Es ist in Windeln gewickelt; es wurde erwartet, und jemand kümmert sich um das Kind. Aber es liegt auch in einer harten Krippe; es findet nicht überall Platz, es...

  • 15.12.21
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Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Brauchen wir einen Aufruf zur Freude?

Im Advent wird in vielen Kirchen „Rorate“ gefeiert. Der Name kommt vom lateinischen Eröffnungsgesang der Marienmesse im Advent: Tauet, ihr Himmel, den Gerechten! „Tauet“ heißt auf lateinisch „Rorate“. Wie der morgendliche Tau soll der Erlöser als Geschenk des Himmels kommen. Als „Gaudete-Sonntag“ hat der dritte Adventsonntag einen ähnlichen Namen bekommen. Der lateinische Einzugsgesang zu seiner Messe ist eine Aufforderung an uns: Gaudete! Freut euch! Aber brauchen wir eigentlich eine...

  • 07.12.21
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