Geschichtliches & Wissen

Beiträge zur Rubrik Geschichtliches & Wissen

Der imposante Innenraum der neugotischen Votivkirche in Wien.
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Ausflugstipp zur Diözesangeschichte
Wo befinden sich die drei Propstpfarren der Erzdiözese?

In der Erzdiözese gibt es in den drei Vikariaten je eine Propstpfarre, deren Seelsorger einst nur auf Vorschlag des Monarchen ernannt werden konnte. In allen drei Fällen ging es bei der Ernennung ums Geld – wenn auch aus sehr unterschiedlichen Motiven. Das Bistum Wiener Neustadt Es bestand von 1469 bis 1785, dann wurde es durch Kaiser Joseph II. und Papst Pius VI. aufgehoben und an seiner Stelle in St. Pölten ein Bistum für die beiden westlichen Landesviertel Niederösterreichs errichtet....

  • 05.08.20
Diese Figur in den Vatikanischen Museen wurde lange für eine Abbildung des heiligen Hippolyt gehalten. Heutige Forscher sind sich diesbezüglich weniger sicher.

Diözesanpatron hl. Hippolyt
Von Legenden umrankter Diözesanpatron

Am 13. August feiert die Diözese St. Pölten ihren Patron, den heiligen Hippolyt von Rom. Als Theologe geriet er weitgehend in Vergessenheit, als erster „Gegenpapst“ ging er in die Geschichte ein. Hippolyt von Rom wird stets in Soldatenkleidung dargestellt; er wird meistens zu den sogenannten „Soldatenheiligen“ gezählt. Diese legendenhafte Umwandlung des in Rom verehrten Märtyrers und Bischofs entbehrt jedoch jeder Grundlage. Wenn er ein Kämpfer war, dann einer für den Glauben an Jesus...

  • 05.08.20
Der Truppenübungsplatz Allentsteig (früher Döllersheim) wurde in der NS-Zeit angelegt. Heute hält das Bundesheer hier seine Übungen ab.
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Zwangsentsiedelung Truppenübungsplatz Allensteig
„Auf oamoi hot’s g’hoaßn, mia miaßn weg“

Vor 75 Jahren, am 15. August 1945, beschloss die Regierung, den in der NS-Zeit zwangsentsiedelten Truppenübungsplatz Döllersheim wieder zu besiedeln. Viele Aussiedler hofften damals, in ihre Heimat zurückkehren zu können – vergeblich. Der Waldviertler Hannes Riemer erzählt, wie es seinen Großeltern als Heimatvertriebenen aus Kühbach damals erging. Ein Schild und dahinter ein Feld voller Dis­teln. „Halt! Es wird scharf geschossen“ steht auf dem Schild an der Grenze zum Truppenübungsplatz...

  • 05.08.20
Steigende Schülerzahlen machten den weiteren Um- und Ausbau des Gymnasiums Sachsenbrunn notwendig. 2016 konnte das Schulgebäude um einen architektonisch attraktiven Holzaufbau aufgestockt werden.
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Ausflugstipp zur Diözesangeschichte
Sachsenbrunn: Einst Gasthaus, heute Schule

Vor 60 Jahren verkündete Kardinal König den Bau eines Kleinen Seminars im Süden der Erzdiözese Wien – in Ergänzung zum Seminar Hollabrunn. Aus dem Knabenseminar Sachsenbrunn in Kirchberg am Wechsel ist mittlerweile ein gemischtes Gymnasium für Buben und Mädchen geworden. Vor genau 64 Jahren, im Jahr 1956, sprach Kardinal König erstmals vom Neubau eines Knabenseminars – also eines Internats für Buben, die Priester werden wollen – im Süden der Erzdiözese Wien – in Ergänzung zum Kleinen...

  • 03.08.20
Johann Georg Trautmann, Die Verklärung Christi, ca. 1750-1765, im Städel Museum Frankfurt. -
Jesus, im Gespräch mit Mose und Elija, auf einem hohen Berg und entrückt in ein überirdisches Licht, davon geblendet Pet­rus, Jakobus und Johannes auf dem harten Boden: In der Verklärung Jesu wird seine göttliche Herrlichkeit sichtbar. Der Weg dahin führt aber über Golgota.

6. August - Fest der Verklärung Jesu
Eine Stunde des Lichts

Am 6. August ist das Fest der Verklärung Jesu. Das Evangelium von der Verklärung Jesu findet sich jeweils am 2. Fastensonntag. Dass es darüber hinaus ein eigener Festtag ist, unterstreicht seine Bedeutung. Schon früh wurde die Verklärung des Herrn in der armenischen Kirche sieben Wochen nach dem Dreifaltigkeitssonntag als eines der Hauptfeste gefeiert. In anderen orthodoxen Kirchen wurde es an einem festen Termin gefeiert. Erst gegen Ende des ersten Jahrtausend wurde das Fest auch in der...

  • 30.07.20
Verehrung des heiligen Quirin, Relief am Marktbrunnen von Krk (Kroatien).

Geschichte
Wer ist der heilige Quirin?

Quirin, Florian und Martin gelten als die ersten Heiligen von Österreich. Sie lebten im 4. Jahrhundert, als das heutige Österreich Teil des römischen Reiches war. Florian und Martin sind allgemein bekannt und erfreuen sich beim Volk großer Beliebtheit. Aber wer ist Quirin? Von Franz Florian Koller Johann Kappel (gebürtiger Deutsch Gerisdorfer), Kanonikus in Szombathely, als Priester hoch geachtet in der Bevölkerung und bei seinem Bischof, fragte mich bei einem seiner Heimaturlaube im...

  • 25.07.20
Die 86 Meter breite Westfassade des ehemaligen „Kleinen Seminars“ dominiert noch immer das Zentrum von Hollabrunn.
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Ausflugstipp zur Diözesangeschichte
Einst „Priesterquelle“ im Weinviertel

Die Stadt Hollabrunn ist untrennbar mit dem ehemaligen „Knabenseminar der Erzdiözese Wien“ verbunden – immerhin waren einst mehr als ein Drittel der Diözesanpriester der Erzdiözese Zöglinge dieses Hauses. Die Erzdiözese Wien fasste erst Mitte des 19. Jhs. unter Kardinal Rauscher den Beschluss, zur Förderung des Klerusnachwuchses ein eigenes Knabenseminar zu gründen. Es wurde 1856 im ehemaligen Karmeliterkloster St. Theobald in Wien VI. eröffnet, wobei die Seminaristen das von den Piaristen...

  • 20.07.20
Die Frontansicht des Bildungshauses "Schloss Großrußbach"! - dahinter die stattliche Pfarrkirche.
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Ausflugstipp zur Diözesangeschichte
Schloss Großrußbach - ein herrschaftlicher Landpfarrhof

Für viele ist Großrußbach jener Ort im Herzen des Weinviertels, in dem sich das Bildungshaus befindet. Doch schon vor knapp 1000 Jahren befand sich hier rund um die großräumige Mutterpfarre Großrußbach ein Zentrum des Weinviertels. Die Marktgemeinde Großrußbach liegt etwas abseits der großen Verkehrsrouten inmitten des hügeligen Weinviertels. Jeder, der einmal ins dortige Bildungshaus „gepilgert“ ist, kann dies bestätigen. Kein Verkehrslärm stört die Idylle. Eine Passauer Gründung Die...

  • 13.07.20
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Papst Pius IX., in dessen Amtszeit der Primat des Papstes dogmatisiert werde.

Erstes Vatikanisches Konzil
Primat des Papstes vor 150 Jahren verkündet

Schon vor dem Ersten Vatikanischen Konzil 1869/70 hatten sich die innerkirchlichen Spannungen zugespitzt, als publik wurde, dass bei der Kirchenversammlung die Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubens- und Sittenfragen als Dogma verkündet werden solle; notfalls sogar durch Akklamation, also ohne förmliche Abstimmung. Gegen dieses Ziel standen in Ländern wie den USA, England oder Frankreich angesehene Theologen auf. In Deutschland war Ignaz von Döllinger (1799-1890) aus München der Wortführer. 1864...

  • 08.07.20
Deckenfresko mit dem hl. Erzengel Michael im Chorraum des Langhauses
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k.k. Weiberstrafanstalt
Im Gotteshaus der gefangenen Frauen

Sie war im Ursprung ein Experiment mit menschlich-christlichem Ansatz, scheiterte aber: Die ehemalige k. k. Weiberstrafanstalt in Wiener Neudorf unter klösterlicher Führung. Ein neues Buch erzählt von diesem und anderen vergessenen Orten der Geschichte. Robert Bouchal und Johannes Sachslehner trauten beim Betreten des Raumes ihren Augen nicht: „Es ist ein imposantes Kirchenschiff, das sich hier vor unseren Augen öffnet. Ja eigentlich sind es zwei Kirchen, die wir hier zu sehen bekommen....

  • 30.06.20
Dolores Vieser, Hemma von Gurk

Buchtipp
Kärntens große Heilige

Der neu aufgelegte Roman „Hemma von Gurk“ von Dolores Vieser zeichnet ein faszinierendes Bild kirchlichen Lebens im Süden Österreichs. Sie ist „die“ Heilige, ja die „Mutter“ Kärntens: die heilige Hemma von Gurk. Geboren um 1000 und verstorben wahrscheinlich um 1045, ist diese Kärntner Adelige, Kirchen- und Klostergründerin im Gedächtnis des katholischen Kärnten seit gut tausend Jahren verankert. Hemma, die Schutzpatronin Kärntens, ist seit 1174 in der Krypta des Doms zu Gurk begraben....

  • 29.06.20
Beim Ordenseintrit erhalten Novizen oft nicht nur ein geistliches Gewand, sondern auch einen Ordensnamen.

Wie aus Anton Franz wird
Ordensleute und ihre Namen

Wer in einen Orden oder eine geistliche Gemeinschaft eintritt, erhält traditionell einen Ordensnamen. Dieser tritt dann nach außen an die Stelle des bürgerlichen Namens. Doch steht der künftig auch im Reisepass? Seit vielen Jahrhunderten ist es Tradition, dass Ordensgemeinschaften ihren Novizen beim Eintritt einen Ordensnamen geben, der in der Regel auch nach außen an die Stelle des bürgerlichen Namens tritt. Das hat sowohl praktische Gründe in der Gemeinschaft, um Verwechslungen zu...

  • 25.06.20

Tagung zu 100 Jahre Volksabstimmung
Die Zukunft der Kärntner Slowenen

Vom 2. bis 4. Juli findet die vierte Tagung der Serie „gemeinsam2020skupno“ zu 100 Jahre Volksabstimmung statt. Sie wagen diesmal den Blick nach vorne unter dem Motto „Die Zukunft der Kärntner Slowenen“. Wie sieht die Prognose aus? Pirker: So neu ist der Blick nach vorne nicht. Wir schauten schon bei den vorigen Tagungen in die Vergangenheit, analysierten die Gegenwart, probierten aber auch einen Blick in die Zukunft. Das begann mit der Frage der alten und neuen Minderheiten, der...

  • 25.06.20

Computerspiel
Pope Simulator: Strategiespiel oder Provokation?

Begegne als Papst aktuellen Problemen unserer Zeit. Triff Entscheidungen, die das Schicksal der Menschheit beeinflussen. Plane strategisch, reise um die Welt und kämpfe für den Frieden. Kurz zusammengefasst, sind dies die Anforderungen, welche das Computerspiel „Pope Simulator“ („Papst-Simulator“) an seine zukünftige Spielgemeinde stellt. „Zukünftig“ deshalb, weil die Warschauer Produktionsfima Ultimate Games S. A. das Spiel noch fertigstellen muss. Doch bereits jetzt kann schon gefragt werden:...

  • 25.06.20
Lutherdenkmal auf dem Marktplatz in Wittenberg, im Hintergrund das Rathaus. In der Universitätsstadt veröffentlichte Martin Luther (1483-1546) 1517 seine 95 Thesen zur Kirchenreform.

Vor 500 Jahren: Bannandrohungsbulle
Letzter Appell an Martin Luther

Vor 500 Jahren, am 15. Juni 1520, erließ Papst Leo X. die Bannandrohungsbulle „Exsurge Domine“ gegen Martin Luther – ein flammender, letztlich aber wirkungsloser Imperativ an Gott, Petrus, Paulus, Papst und Kirche, das „Wildschwein“ zu beseitigen, das den Weingarten des Herrn verwüstet. Der 31. Oktober 1517 gilt als Auftakt zur Reformation. An diesem Tag hatte Martin Luther seine 95 Thesen kundgemacht, wenn auch nicht durch den „Thesenanschlag“ an der Wittenberger Schlosskirche. Die...

  • 09.06.20
Rektor Univ.-Prof. Dr. Josef Weismayer in der Kapelle des Stephanushauses.
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Abschied vom Stephanushaus
vom Priester- und Gästehaus zum Caritas-Hotel

Es war seit Jahrzehnten eine Institution im dritten Bezirk, das Stephanushaus unserer Erzdiözese Wien. Das beliebte Priester- und Gästehaus wird nun ein Caritas-Hotel. Der langjährige Rektor Univ.-Prof. Josef Weismayer über den Abschied und den Neubeginn. Das Stephanushaus der Erzdiözese Wien im dritten Wiener Gemeindebezirk (Ungargasse 38) wird mit 1. Juli in die Verwaltung der Caritas der Erzdiözese Wien übergehen. Es ist ein Abschied vom Priesterhaus, ein Abschied auch von einem...

  • 04.06.20
Feldaltar

Hl. Messe im Freien
Feldmesse oder Freiluftgottesdienst

Dieser Tage ist viel davon die Rede in welcher Form Gottes­dienste im Freien erlaubt werden. Meist ist dabei von sogenannten „Freiluftgottesdiensten“ die Rede. Hier im Osten ist aber der Begriff Feldmesse gebräuchlicher. Weshalb? Die Bezeichnung stammt klarerweise aus dem militärischen Bereich, wo die Messen der Teilnehmerzahl und der Umstände halber auf dem Feld gefeiert wurde. Diese Messen außerhalb einer Kirche oder einer Kapelle unter freiem Himmel haben eine lange Tradition und reichen...

  • 26.05.20
Maximilian Hell in Lappentracht bei der Beobachtung des Venusdurchgangs durch die Mitternachtssonne auf der norwegischen Insel Vardø 1769.
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300. Geburtstag von Maximilian Hell
Der Jesuit, der nach den Sternen griff

„Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger, / Mond und Sterne, die du befestigt…“, heißt es im Psalm über die Herrlichkeit des Schöpfers. Einer, der den Glauben und die Wissenschaft des Himmels verband, war der Wiener Jesuit und Astronom Maximilian Hell. Am 15. Mai jährt sich sein Geburtstag zum 300. Mal. Maximilian Hell war durch und durch Wissenschaftler und studierte den Himmel, wann immer er konnte. Er war der erste Direktor der 1755 begründeten Wiener Universitätssternwarte auf dem...

  • 08.05.20
Jeanne d’Arc (Johanna von Orleans), am 30. Mai 1431 am Scheiterhaufen verbrannt. 1909 wurde sie von Papst Pius X. selig- und am 16. Mai 1920 von Papst Benedikt XV. heiliggesprochen.
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Jeanne d’Arc
Heldin der Tat

Am 16. Mai 1920 wurde Johanna von Orleans von Papst Benedikt XV. heiliggesprochen. Das Buch „Jeanne d’Arc. Die Geschichte der Jungfrau von Orleans“ von Gerd Krumeich führt die Geschichte dieser Heiligen fesselnd vor Augen. Sie war die „Greta Thunberg“ des 15. Jahrhunderts und hatte in jugendlichem Alter die Mission, die französische Monarchie vor dem Untergang zu retten. Trotz ihres tragischen Endes auf dem Scheiterhaufen gelang ihr das letztlich auch: Johanna von Orleans, auch Jeanne d’Arc...

  • 07.05.20
Die Barmherzigen Schwestern gingen nicht nur mit Feuereifer an die Aufräumungs- und Aufbauarbeiten von Kirche und Kloster in der Grazer Mariengasse heran, sondern bildeten auch mit Feuerwehruniformen einen Löschtrupp.

Kriegsende
Neustart aus den Trümmern

Die steirische Kirche am Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945. Noch in den letzten Kriegsmonaten hatte die steirische Kirche mehrere Blutzeugen zu beklagen, die von der grausamen NS-Diktatur wegen ihres politischen Widerstands getötet wurden: Pfarrer Heinrich Dalla Rosa (geb. 1909) von St. Georgen bei Obdach wurde am 24. Jänner 1945 in Wien hingerichtet. Die Franziskaner Kapistran Pieller (geb. 1891) und Angelus Steinwender (geb. 1896) wurden drei Wochen vor Kriegsende (15. April) in...

  • 06.05.20
Gemälde im Mailänder Dom: Karl Borromäus geht mit dem heiligen Kreuznagel in einer Prozession durch die Straßen Mailands während der Pestzeit.
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Wenn sich die Geschichte wiederholt
Als Mailand gegen die Seuche ansang

Schon vor fast 450 Jahren haben Menschen in Quarantäne über die Straßen hinweg gemeinsam gesungen – in Mailand zu Zeiten des Heiligen Karl Borromäus, als die Pest wütete und die Menschen ihre Häuser nicht verlassen durften. Freilich waren die Umstände damals anders als heute. Manches aber klingt sehr vertraut. Im heurigen März gingen die Videos durch die Welt: Die Italiener singen von ihren Fenstern oder Balkonen aus gegen Corona und ihre Einsamkeit in der Quarantäne an. Auch in Österreich...

  • 06.05.20
8. Mai 1945: Sowjetische Panzer in der Wachau – im Hintergrund das Stift Melk.

Frieden am 8. Mai 1945
Als bei uns der 2. Weltkrieg endete

Wir befanden uns gegen Kriegsende ja direkt zwischen den Fronten“, erinnert sich die 89-jährige Antonia Stuphann aus der Pfarre Grünau. Ihr Elternhaus, ein Bauernhaus, befand sich in Dietmannsdorf, das zur Pielachtaler Gemeinde Weinburg gehört. Im Wald direkt hinter ihrem Elternhaus hatten „die Deutschen“ Stellung bezogen und nur drei Kilometer entfernt, in Wilhelmsburg, seien „die Russen“ stationiert gewesen. Davon, dass die Sow­jets Wien bereits am 13. April bezwungen hatten und auch von der...

  • 28.04.20
Im 100 Meter langen „Teson Grande“ auf der kleinen Venedig vorgelagerten Insel "Lazzaretto Nuovo" wurden vor 600 Jahren die Schiffsladungen 40 Tage lang zwischengelagert und desinfiziert. Auch die Schiffsbesatzungen durften in dieser Zeit die Insel nicht verlassen. - Bis 1975 wurde die Insel vom Militär genützt, heute bietet ein privater Verein Führungen an und führt archäologische Sommercamps durch.
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Haben Sie es gewusst?
40 Tage in Quarantäne

Wer derzeit aus dem Ausland nach Österreich kommt, muss sich einer freiwilligen Selbstisolierung unterziehen. So soll verhindert werden, dass man, sollte man mit dem Corona-Virus infiziert sein, weitere Menschen mit der Krankheit ansteckt. Die Quarantäne ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern wurde ganz radikal bereits vor 600 Jahren in Venedig eingeführt. Als führende Seemacht wurde die Stadt am Wasser, die besonders mit dem Orient Handel trieb, zum Einfallstor für die erste schwere...

  • 24.04.20
Pfarrer Richard Frasl

Typhus-Tod im KZ Dachau
Gedenken an Pfarrer Frasl

Richard Frasl hat bis auf sein erstes Kaplansjahr sein gesamtes Leben als Priester in der Waldviertler Pfarre Groß-Siegharts verbracht, von 1923 an bis zu seiner Verhaftung im Jänner 1943. („Kirche bunt“ hat 2018 sein Leben ausführlich vorgestellt.) Frasl war eine herausragende Persönlichkeit, auch wenn er in der Pfarre manchmal polarisierte. Doch die Leute haben ihn gemocht, wie die Erinnerungen zeigen, die sich über ihn in Groß-Siegharts erhalten haben, und wovon die Gedenktafel zeugt, die...

  • 15.04.20
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