Menschen & Meinungen

Beiträge zur Rubrik Menschen & Meinungen

Mark Regnerus (50) ist Religionssoziologe an der Universität von Texas in Austin/ USA und Vorstandsmitglied am Austin Institut für Familien- und Kulturwissenschaften.

Meinung
Zur Gendermedizin

Die menschliche Person – Geist, Körper und Seele – ist zunehmend ein Haus, das in sich gespalten ist. Im Westen hat das zu einer Explosion der Geschlechtsdysphorie geführt: Immer mehr junge Menschen sind davon überzeugt, dass sie in den falschen Körper hineingeboren wurden. Die Vereinigten Staaten sollten an dieser Stelle als Warnung dienen. Die Amerikaner waren früher vorsichtig damit, Minderjährigen Hormone und chirurgische Eingriffe in Aussicht zu stellen, damit sie zu einer besseren...

  • 19.05.22

Zu Gast im Weinberg

Zu Gast im Weinberg – nicht des Herrn, aber von Familie Reichmann in Khünegg bei St. Peter am Ottersbach war ein Teil des Sonntagsblatt-Teams kürzlich, als es bei einem Ausflug die karenzierte Sonntagsblatt-Mitarbeiterin Christine Reichmann-Röck besuchte.

  • 19.05.22

Leserbriefe
Wollen wir Frieden?

Probleme gibt es überall und tief verwurzelte Vorstellungen, Traditionen und Lebensweisen, die wir als richtig oder falsch zu wissen scheinen. Uns daran festzukrallen, anstelle neugierig zu sein, ist bestimmt nicht der rechte Weg. Ja, sie leben anders als wir. Brechen wir aus den Verhaltensmustern aus. Gehen wir mutig auf fremde Menschen zu. Das könnte uns und unsere Welt verändern. Wir träumen vom Paradies auf Erden. In uns müssen wir mit der Suche beginnen – dann werden wir fündig....

  • 19.05.22

Vorgestellt
Sr. Maria Patka, KHG-Seelsorgerin

Ein offener Mensch, der gern die Schönheit der Natur anschaut, ist Sr. Maria Patka, sa; gleichzeitig sieht sie sehr wohl Problemfelder und packt sie an. Seit ihrem 19. Lebensjahr gehört die Siebenbürgerin (Rumänien) mit ungarischer Muttersprache der Kongregation der Helferinnen an. Seit Herbst ist sie Seelsorgerin und geistliche Begleiterin an der Katholischen Hochschulgemeinde im „so schönen“ Graz. Als Kind war sie stolz auf ihren besonderen Engel: ihre Zwillingsschwester. Sie starb wenige...

  • 18.05.22

Steirerin mit Herz
Waltraud Ettlmayr

Wie „die Gruppe die Leute trägt, das ist unglaublich“, erfährt oft die Pilgerbegleiterin Waltraud Ettlmayr in Öblarn im Seelsorgeraum Oberes Ennstal. Ob es einen oder mehrere Tage dauere, ganz wichtig sei ihr stets der Start mit einer Andacht wie der Abschluss mit einem Gottesdienst und dem Pilgersuppen-Essen. Ihre Begeisterung fürs Pilgern kann Waltraud Ettlmayr jetzt wieder mehr ausleben, da sie zehn Jahre als Pfarrgemeinderätin „relativ viel eingeteilt“ war, die letzten fünf Jahre als...

  • 18.05.22
Gabriele Eder-Cakl (52) ist Pastoralamtsdirektorin in der Diözese Linz. Sie war vergangene Woche in der Frauendelegation im Vatikan.

Meinung
Ernsthaft gehört

Im Rückblick auf die Tage in Rom kann ich sagen: Die Reise der Frauendelegation war gelungen. Sie wird nachwirken und ein neues Kapitel im Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen der Kirche aufschlagen. Wir hatten wunderbare Gespräche mit Top-Leitungsfrauen im Vatikan und auch eine sehr herzliche Begegnung mit Papst Franziskus. Erstmals war eine Frauendelegation im Vatikan. Möglich wurde es durch die beiden Diplomatinnen als „Türöffnerinnen“, Doris Schmidauer und der...

  • 12.05.22

Gut aufgestellt

Das Foto vom Maibaum der Katholischen Männerbewegung St. Veit-Straß-St. Nikolai erreichte uns. Als Schnitzerei verewigt sind auch die Umrisse der Kirche St. Veit am Vogau.

  • 11.05.22

Leserbriefe
Rettet das Rechnen!

Die schulische Mathematik muss sich ändern, andernfalls verliert sie ihre Existenzberechtigung. Ein musikalisch versierter Mathematikprofessor: „Das, was wir in Mathematik verlangen, ist so, als würden wir erwarten, dass jeder Maturant ein Violinkonzert von Mozart spielt – nicht leistbar und sinnlos!“ Wie kam es, dass Mathematik so „wichtig“ wurde, dass Generationen von Schülern vor diesem Fach zittern, die „Mathematikangst“ vielen die Schulfreude vergällt und die Universitäten...

  • 11.05.22

Vorgestellt
Johannes Schwarzl-Ranz, Diözesanmuseum

Ein blühender Betrieb lebt auch von Leuten, die man nicht sieht. „Ich bin die unspannendste Person im ganzen Haus“, meint etwa Johannes Schwarzl-Ranz, seit 2007 Mitarbeiter im Diözesanmuseum Graz. „Ich baue ab, baue auf, hole Kunstwerke ab“, schildert er einen Teil seines „Jobs“, aktuell für die Schau zu 90 Jahren Diözesanmuseum. Augenzwinkernd erzählt der Pragmatiker: „Wenn jemand ruft, ‚Johannes, da her!‘, dann bin ich da.“ Als jüngster von fünf Brüdern wurde Johannes Schwarzl-Ranz am 24....

  • 11.05.22

Steirer mit Herz
Martin Berger

Das Schönste am Orgelspielen sei, wenn eine Idee sich durchsetze und aus dem Innersten heraus klinge, erzählt der Voits­berger Organist DI Martin Berger. Eine „Gabe für schöne Orgelimprovisationen“ wird ihm attestiert. Der Musiker und Architekt blickt auf „25 Jahre Organist“ zurück und wurde geehrt. Er spielt in Voits­berg in der Kirche St. Josef, in der Michaelskirche und oft auch in der Kirche Heiligenblut. Dieser Dienst freut ihn, wenn die Musik Menschen berührt. Martin Berger wurde 1982...

  • 11.05.22
2 Bilder

Karl Pöcher – Chorleiter, Dirigent und Tenorsolist
Es ist Musik, die das Leben bereichert

Chorleiter, Dirigent, Tenorsolist – die Musik steht für Karl Pöcher im Mittelpunkt seines Lebens und bereichert es jeden Tag auf ‘s Neue. von Carina Müller Als Chorleiter des MGV Straßburg sowie Leiter der Veranstaltung „Musica Sacra“, bei welcher der Chor und das Orchester der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus zu Straßburg jährlich zu Veranstaltungen voll geistlicher Musik laden, ist die Musik ein zentraler Punkt in Karl Pöchers Leben – und das seit über 50 Jahren. Nach seinem Gesangsstudium am...

  • 11.05.22
Christoph Riedl (44) ist Generalsekretär der Caritas St. Pölten.

Meinung
Für die Vielfalt im ORF

Religion, Glaube und Spiritualität sind nach wie vor für viele Menschen wichtige Bestandteile ihres Lebens. Die Suche nach einem tieferen Sinn, nach Orientierung und einer ethischen Richtschnur inmitten einer immer komplexer werdenden Welt, hat für viele einen hohen Stellenwert. Daher ist es wichtig und richtig, dass auch die Vielfalt der Religionen und Weltanschauungen einen fixen Platz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk des Landes hat. Diese Aussage hat für mich mehrere persönliche...

  • 10.05.22
Der Mai ist traditionell DER Hochzeitsmonat.

Heiter bis heilig
Absurde Lieder bei der Hochzeit

Der Mai ist traditionell DER Hochzeitsmonat. Das nimmt der SONNTAG zum Anlass, beliebte Hochzeitslieder anekdotisch unter die Lupe zu nehmen. Leserin Charlotte Jancik singt seit Jahren mit Chören auf Hochzeiten. Uns hat sie die Titel verraten, die sie häufig singen sollte, von denen sie (und nicht nur sie) sich aber fragt, was diese dort verloren haben. ❹ Ave Maria (eigentlich Ellens dritter Gesang), vertont von Franz Schubert. Das Mädchen Ellen versteckt sich vor Verfolgung mit ihrem Vater in...

  • 06.05.22
  • 1

Meinung
Die Bürger sind am Zug

Österreichs Wahlberechtigte können bis Montag sieben Volksbegehren unterstützen – von Antikorruption über Grundeinkommen, Tierschutz, mentale Gesundheit, Arbeitslosengeld bis Impfpflicht lautet die Themenpalette. Volksbegehren sind an sich nicht Partei-, sondern Gesellschaftspolitik (der auch die KirchenZeitung verpflich- tet ist). Das macht die Sache in Österreich schwierig. Denn an der Wiege unserer Republik standen Parteien. Die direkte Demokratie ist schwach entwickelt. Nur eine...

  • 05.05.22
Viel Potential für Frauen sieht Österreichs Botschafterin im Vatikan.

Frauen der Kirche

Franziska Honsowitz-Friessnigg ist Österreichs Botschafterin beim Heiligen Stuhl. Am Dienstag empfing sie fünf Frauen, die das Miteinander der Geschlechter zum Thema machten.  Ein Fünftel aller Vatikan-Angestellten sind Frauen, in Leitungspositionen sind es noch weniger. Doch Papst Franziskus ist die Beteiligung von Frauen wichtig. „Die jüngste Kurienreform bringt das sehr gut zum Ausdruck“, lobt Bot- schafterin Franziska Honsowitz-Friessnigg. „Darin hat Papst Franziskus die Leitung von...

  • 05.05.22

Meinung
Kommentar

Schwarze Erde Von einer Kornkammer Europas entwickelte sich die Ukraine zu einer Kornkammer der Welt. 2020 wuchsen in der fruchtbaren „schwarzen Erde“ 55 Mio. Tonnen Mais und Weizen. Doch der Treibstoff für Saatmaschinen wird nun für Panzer verwendet, die Saatmaschinenfahrer kämpfen an der Front. Für den Bedarf im Land könnte es dennoch reichen, aber statt Getreide wird das Land Hunger exportieren. Etwa 4,5 Mio. Tonnen Korn stecken in Häfen fest. Die Ukraine beschuldigt Russland,...

  • 05.05.22

Leserbriefe
Selbstliebe erlaubt

Zu „Danke an die großen Herzen“, Nr. 17 Danke für die treffenden Beispiele im Leserbrief von Werner und Brigitte Schützenhöfer aus Vorau. In einem Punkt möchte ich aber widersprechen: „die nie an sich selbst denken“. Es ist „erlaubt“, auch als Christ an sich selbst zu denken. Denn: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Dr. Wolfgang Himmler, Graz

  • 04.05.22

Leserbriefe
Völkerrechtliche Ächtung nötig

Wenn der Militärstratege Gerald Karner eine nukleare Ausweitung des Ukrainekriegs für unwahrscheinlich hält, so kann man nur hoffen, dass seine Einschätzung realistisch ist. Jedenfalls sollten wir die folgenden Fakten nicht verdrängen. General George Lee Butler, 1991 bis 1993 Oberbefehlshaber der US-Atomstreitmacht, sagte: „Der einzige Weg, den Atomkrieg auf lange Sicht zu verhindern, ist die völlige Beseitigung von Atomwaffen und ihre völkerrechtliche Ächtung. Wir sind im Kalten Krieg dem...

  • 04.05.22

Vorgestellt - Cornelia Pernkopf
Kath. Familienverband

Neun Monate in Seattle bescherten der Grazer Juristin Mag. Cornelia Pernkopf eine „Freude am Evangelium“, die sie vorher nie in dieser Dichte erlebt hatte. Kinder und Jugendliche im Gefängnis hatten „plötzlich etwas von Gott erwartet und von der Kirche“. Vorher hatten sie an nichts Interesse gezeigt und auf die Frage „Was macht dir Freude?“ geantwortet: „Gar nichts.“ Als Seelsorgerin in die Jugendstrafanstalt war Cornelia Pernkopf auf Einladung der Erzdiözese Seattle gekommen, weil sie in den...

  • 04.05.22

Steirerin mit Herz
Theresia Schlenner

Bei einem ihrer elf Kinder war es. Theresia Schlenner lag wieder einmal zur Entbindung bei ihrer Hebamme in Pischelsdorf. Die Küchentür stand offen, da hörte sie eine Frau klagen über ihre zwei Kinder, sie wisse sich überhaupt nicht zu helfen. Doch die Hebamme ermunterte die Frau: „Jetzt gehen Sie einmal mit mir. Da liegt eine Frau mit so vielen Kindern, und sie hat eine Wirtschaft. Sie muss im Stall arbeiten und auf dem Feld und überall …“ Zum Muttertag gratulieren Reserl elf tüchtige Kinder...

  • 04.05.22
Maria Jungk (30) kommt aus Oberösterreich. Die Religionslehrerin und Musikerin arbeitet derzeit im Team „Young Missio“ bei den Päpstlichen Missionswerken in Wien.

Meinung
Mitleiden und verändern

Krieg. Pandemie. Katastrophen. Wo führt das alles hin? Wie umgehen mit dem Leid? Angesichts der aktuellen Weltlage gehen mir viele Gedanken durch den Kopf. Ich versuche Antworten zu finden, Lösungen zu suchen und schrittweise gelingt es. Doch manches ­­ Mal stehe ich einfach da, ratlos und sprachlos und die „Warum-Frage“ bleibt. Was jetzt? Den Kopf in den Sand stecken oder ein „Kann man eh nichts machen“- Schulterzucken und im gewohnten Alltagstrott weitermachen? Oder ist es besser, die...

  • 03.05.22

Leserbriefe
Kopf des Jahres

Anna Pfleger, Leiterin vom „Haus der Frauen – Bildung Spiritualität Auszeit“ wurde von der Kleinen Zeitung für herausragende Leistungen in der Kategorie „Soziales Gewissen“ ausgezeichnet. Marcel Pollauf (Arbeiterkammer, l.) und Harald Hofer (Redakteur Kleine Zeitung, r.) gratulierten der Siegerin. In der aktuellen Ausgabe gestaltete die Ausgezeichnete für das Sonntagsblatt den zweiten Teil der Serie „GEISTES.Gaben aus FRAUEN.Sicht“ zur Gabe der Weisheit (Seite 7).

  • 27.04.22
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