Texte zum Sonntag

Beiträge zur Rubrik Texte zum Sonntag

Wie genau dieses Verständnis der Schrift aussehen soll und wem und wie ich es weitergeben kann, damit es für den Glauben möglichst vieler Menschen fruchtbar werden kann, diese Fragen treiben mich um.

Gedanken zum Evangelium: 3. Sonntag der Osterzeit
Die Schrift verstehen

Mein Lieblingsvers am heutigen Evangelium ist – wenig überraschend – Vers 45: „Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften.“ Dieser Vers berührt das Zentrum meiner Tätigkeit (nicht nur) als Bibelwerksdirektorin. Ich bitte daher um Verständnis, dass meine heutigen Gedanken ein bisschen „aus dem Nähkästchen“ des Bibelwerks plaudern. Als Direktorin des Österreichischen Katholischen Bibelwerks ist es laut Statut eine meiner Aufgaben „die Bibel allen Menschen vorzustellen und...

  • 17.04.21
Habt ihr etwas zu essen hier?“ Mit dem Fischessen verweist der Auferstandene auf seine eigene Praxis, auf sein heilendes und für Gott werbendes Leben. So sollen auch die Jünger als „Menschenfischer“ sein.

Wort zum Ostersonntag - von Dr. Pichler
Ein dreifacher Beweis der Auferstehung

Die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen, alles geschieht fast zur selben Zeit: Noch in der Stunde, in der den beiden Emmausjüngern die Augen aufgingen und sie in ihrem Begleiter den Auferstandenen erkannten, brechen sie auf, kehren nach Jerusalem zurück und wollen den anderen Jüngern und Jüngerinnen von ihrer Ostererfahrung erzählen. Doch diese lassen sie gar nicht erst zu Wort kommen, haben sie doch selbst die frohe Botschaft zu verkünden: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem...

  • 15.04.21

3. Sonntag der Osterzeit | 18. April 2021
Kommentar

Glaube ist wie eine Achterbahnfahrt Glauben, wie geht das? Es wird oft gesagt, dass es religiös begabte Menschen gibt und andere, die „religiös unmusikalisch“ seien. Als hätte der eine eine Veranlagung zum Glauben und der andere eben nicht. Ich bezweifle, dass es so etwas wie ein Glaubens-Gen gibt. Glaube ist auch keine Fertigkeit, die man sich aneignet und dann nicht mehr verlernt wie das Radfahren. Glaube ist gelebte Beziehung. Und wie jede Beziehung ist er Schwankungen ausgesetzt. Da gibt es...

  • 14.04.21

3. Sonntag der Osterzeit | 18. April 2021
Meditation

Eine Blume braucht Sonne Mein Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Perle“. Ich bin die Perle unter den Wiesenblumen. Was den Namen betrifft, so sind wir Margeriten mit einer ganzen Reihe von Frauen verwandt: Margarete, Margret, Grete, Grit, Marga, Margot, Rita, Marina. Es gibt mehrere hl. Margaretas, am bekanntesten ist die Königin von Schottland (1046 bis 1093). Früher wurde ihr Fest am 10. Juni gefeiert, und die Bauern sagten: „Hat Margarit kein Sonnenschein, kommt das Heu nie...

  • 14.04.21
Ich denke, dass diese Begebenheit auch den anderen Aposteln half, aus ihrer eigenen Verwundbarkeit, der Furcht, der Zweifel und der Verlassenheit, herauszukommen.

Gedanken zum Evangelium: Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit - Weißer Sonntag
Zweifel beiseitelegen

Bei den vielen verschiedenen Nachrichten und Themen, die in den sozialen Netzwerken kursieren, stelle ich mir manchmal die Frage, wie glaubwürdig sind diese Informationen? Welche Möglichkeiten habe ich, die vielen Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, damit ich mir meine eigene Meinung bilden kann, und welche Nachrichten sind wirklich relevant für mich? Ähnlich muss es dem Apostel Thomas ergangen sein, als die Jünger ihm berichteten: „Wir haben den Herrn gesehen.“ Wie...

  • 09.04.21
Der Auferstandene bietet Thomas Berührung an und damit die Einsicht in die zentrale Grundlage der Jesusnachfolge: „Sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Darstellung aus der Kathedrale Notre Dame in Paris (Aufnahme vor dem Brand des Domes am 15./16. April 2019).

Wort zum Ostersonntag - von Dr. Pichler
Ostern als neue Schöpfung

Das heutige Sonntagsevangelium aus dem Johannesevangelium reiht zwei wunderschöne Ostererzählungen aneinander: Jesus Christus, der Auferstandene, erscheint zunächst allen Jüngern und dann dem Thomas. Der Auferstandene inmitten der Jünger Erkennbar gezeichnet von den Spuren seines Sterbens tritt der Auferstandene mit dem Gruß „Der Friede sei mit euch“ in die Mitte der hinter verschlossenen Türen versammelten Jünger – und ihre Furcht wird zur Freude. Angesprochen sind an dieser Stelle alle...

  • 08.04.21

2. Sonntag der Osterzeit - Weißer Sonntag | 11. April 2021
Kommentar

Ein Lockdown kann Ostern nicht aufhalten Eine nächtliche Ausgangssperre haben die Jünger Jesu nach dessen Tod gleich selbst über sich verhängt. Sie hatten verständlicherweise Angst um ihr Leben. Jeder Kontakt mit der Außenwelt hat für sie ein unkalkulierbares Risiko bedeutet. Auch wir sind nun schon seit geraumer Zeit angehalten, jeden nicht unbedingt nötigen Kontakt zu vermeiden. Das bedeutet auch für unser religiöses Leben eine große Herausforderung. Die gute Nachricht: Der Auferstandene...

  • 08.04.21
Bild: Caspar David Friedrich, Abend (1824), Public domain, via Wikimedia Commons
Video

2. Sonntag der Osterzeit - Weißer Sonntag | 11. April 2021
Meditation

Ostersegen-Lied  nach der Melodie: „Möge die Straße uns zusammenführen“ (du mit uns 352). Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein Sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein. Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand! (2x) In allem Zweifel bist Du, Gott, zugegen, trägst mit uns das Kreuz der Dunkelheit. Wir dürfen hoffen, Dir zu begegnen auch auf allen Wegen unsrer Zeit. Refrain 2: Segne uns mit...

  • 07.04.21

Ostersonntag | 4. April 2021
Kommentar

Durch die Osterruhe zu neuer Lebendigkeit Heuer fühlen wir uns durch all die Lockdowns in besonderer Weise mit der Situation des Karsamstags, der Grabesruhe verbunden, mit der Erfahrung der Eingeschlossenheit, des Abgeschnitten-Seins von unseren Lebensquellen, des Stillstands. Während uns gerade eine „Osterruhe“ verordnet wird, sehnen wir uns nach einer kollektiven Auferstehungserfahrung, nach einer Wiedergeburt des gemeinschaftlichen Lebens. Thema des Karsamstags, der uns jetzt zugemutet wird,...

  • 04.04.21

Ostersonntag | 4. April 2021
Meditation

Erkennen ganz liebend mit dir im Gespräch beim Mahl danken für alles Gemeinsame und dir sagen dass ich gehen muss ganz liebend dich anschauen in meinem Leiden du am Rand des Weges hilflos und dennoch bei mir bist du meine Kraft ganz liebend gehe ich in den Tod dich im Herzen den Trost deiner Nähe schließe ich meine Augen vor dieser Welt gebe mich hinein ins größere DU ganz liebend bleibt die Stille still erfüllt von Hoffnung auf Wunder auf Wiedersehen und Leben ganz liebend tastend zeig ich...

  • 04.04.21

Osternacht | 3. April 2021
Liturgische Texte

1. Lesung (Gen 1, 1.26–31a) Lesung aus dem Buch Génesis. Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde. Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich! Sie sollen walten über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die auf der Erde kriechen. Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie. Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid...

  • 03.04.21
Maria bekommt den Auftrag zu erzählen, was sie erlebt und wen sie angetroffen hat, nämlich den auferstandenen Herrn „höchstpersönlich".

Gedanken zum Evangelium:Ostersonntag
Apostelin der Apostel

In meiner Kartensammlung habe ich alte und neue Darstellungen dieser Begegnung zwischen Jesus und Maria von Magdala. Was hat Menschen über die Jahrhunderte hinweg immer wieder so auf diese Geschichte hingeführt? Ich glaube, dass es vor allem der Wandlungsweg dieser geheimnisvollen, schönen Frau war, die später die „Apostola apostolorum“ genannt wird. Sie war die erste, die Jesus als den Auferstandenen angetroffen hat. Deshalb ist sie die Apostelin der Apostel. Es ist eine Geschichte mit vielem,...

  • 02.04.21
Maria von Magdala erkennt am Ostermorgen den auferstandenen Jesus, als er sie mit ihrem Namen anspricht (Detail aus einem Freskenzyklus von Giotto di Bondone, Scrovegni-Kapelle im Dom von Padua).
2 Bilder

Wort zum Ostersonntag - von Dr. Pichler
Ostern - ein Geschenk der Liebe

Drei Schlüsselpersonen des Johannesevangeliums stehen heute im Fokus: Maria von Magdala, Simon Petrus und der geliebte Jünger. Sie alle sind Jesus und seiner Botschaft in besonderer Weise zugetan, sie alle haben sein öffentliches Wirken intensiv begleitet und mitgestaltet, sie alle suchen nun – nach den je eigenen Möglichkeiten, mit den je eigenen Grenzen –, einen Weg, Jesu Sterben und Tod zu begreifen. Dafür gehen oder laufen sie zum Grab: zu unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen...

  • 31.03.21
Das Markusevangelium erzählt uns von einer zunehmenden Entfremdung zwischen Jesus und seinen Jüngern. Sie tun sich schwer mit ihm. Immer größer wird die Distanz

Gedanken zum Evangelium: Palmsonntag
Glaube kann ziemlich mühsam sein

Das Markusevangelium erzählt keine rühmliche Geschichte der ersten Jünger. Ganz im Gegenteil. Sie tun sich mit Jesus unendlich schwer. Hier wird eine sehr armselige Gestalt von Kirche sichtbar. Und dennoch ist durch alle Schwerfälligkeit hindurch der Glaube an den lebendigen Jesus weitergetragen worden. Die Liturgie des Palmsonntags hat zwei unterschiedliche Schwerpunkte. Im Evangelium vom Einzug in Jerusalem sind auch wir eingeladen uns dem Jubel und der Freude über Jesus anzuschließen. Im...

  • 26.03.21
Der Esel ist in der Heiligen Schrift des Alten Bundes vor allem das Reittier des messianischen Herrschers. Bild: Christus auf dem Palmesel, Lindenholz mit originaler Farbfassung (um 1505) aus der Schule des Veit Stoß, heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Wort zum Sonntag - von Prälat Wilhelm Imkamp (KNA)
Mut zum Eselsein

Nachwuchs in Tiergärten ist für Besucher und Medien immer ein willkommenes Ereignis, ob Fu Long und Fu Feng, die Pandazwillinge in Schönbrunn, oder erst jüngst vier junge Geparden – Aufmerksamkeit ist garantiert. Das große Interesse in Medien und sozialen Netzwerken verstärkt die Sensibilität für den Artenschutz erheblich. Das Bewusstsein für die Gefährdung vieler Tierarten wird deutlicher, denn Artensterben bedeutet immer Verarmung. So auch im Fall eines Tieres, das vor allem in Süddeutschland...

  • 25.03.21
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Das Portal meinekirchenzeitung.at wird von Kooperation Kirchenzeitungen bereitgestellt.
Powered by PEIQ