Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG - Texte zum Sonntag

Beiträge zur Rubrik Texte zum Sonntag

Das Gebot der Liebe lässt sich nicht begrenzen und nicht ausgrenzen, sondern steht immer in Beziehung mit der Frage, wer ist mein Nächster? J

Gedanken zum Evangelium: 30. Sonntag im Jahreskreis
Liebe in konzertierter Form

Matthäus 22,34-40 Die Auseinandersetzung Jesu mit den Pharisäern kann man mit der Politik vergleichen. Die gegnerische Partei versucht, mit einer scheinbaren harmlosen Frage Jesus eine Falle zu stellen. Dabei ist die Frage beim genaueren Hinsehen gar nicht so harmlos, denn es geht um Gesetze und Vorschriften, die für das Zusammenleben von Religion und Gesellschaft wichtig sind. Eigentlich ist die Frage an Jesus „Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?“ nicht ehrlich gemeint,...

  • 23.10.20
Jesus muss nichts verschweigen. Er fordert alle auf, den Gegenstand der Frage ans Licht zu bringen. Er fordert auf, genau hinzuschauen. Auf das, was vor Augen ist. Dann ordnet er es. In der Tiefe, in seiner Weisheit, nach seinem Herzen. Und plötzlich ist alles klar und einfach.

Gedanken zum Evangelium: 29. Sonntag im Jahreskreis
Gottes Weisheit "und"

Matthäus 22, 15–21 Die Ruhe, Klarheit und Weisheit Gottes faszinieren mich! Jesus weiß, wer er ist. Er erkennt die Menschen und ihre Absichten. Er weiß, wie die Liebe handelt. In mir hinterlässt dieser Abschnitt aus dem Evangelium wieder eine besondere Sehnsucht, Jesus immer ähnlicher zu werden. Warum? Weil ich Sehnsucht habe, nach Ruhe, Klarheit und Weisheit. Jetzt und heute. So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“ Ganz unabhängig voneinander haben mir...

  • 16.10.20
Sagt den Eingeladenen: Siehe, mein Mahl ist fertig, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! (Mt 22,4)
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Gedanken zum Evangelium: 28. Sonntag im Jahreskreis
Gott sucht sehnsüchtige Menschen

Matthäus 22,1-14 In holzschnittartigen Kontrasten erzählt Jesus von einer Hochzeitsgesellschaft. Er redet von der Kirche, er redet vom Leben, er macht Mut, das prickelnde Leben aufzuspüren. Die Geschichte, die Jesus hier erzählt, ist völlig absurd. Gerade zur Zeit Jesu war eine Hochzeit der Inbegriff der Lebensfreude. Da konnte man nach Herzenslust essen und trinken und die tägliche Sorge ums Überleben vergessen. Wenn Jesus diese Geschichte erzählt, dann schwingt darin sein Schmerz...

  • 09.10.20
Wir sind eingeladen, am Reich Gottes mitzubauen. Wir arbeiten ja nicht nur in Gottes Weinberg – wir sind sein Weinberg!.

Gedanken zum Evangelium: 27. Sonntag im Jahreskreis
Der Weinberg, der mir anvertraut ist

Matthäus 21, 33–42.44.43 Immer wieder wird in der Bibel das Reich Gottes mit einem Weinberg verglichen. Dieses Bild war den Menschen der damaligen Zeit wohl besonders zugänglich. Ein Weinberg bedeutet viel harte Arbeit, bringt aber auch große Freude. Wie ein Weinberg ist uns das Reich Gottes anvertraut – das bedeutet auch, dass Gott von uns Rechenschaft darüber fordern wird. Die Gleichnisse Jesu sind manchmal nicht einfach zu verstehen. Sie wollen bildlich veranschaulichen, was dem...

  • 30.09.20
Es geht darum, eine Entscheidung im Leben zu treffen.
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Gedanken zum Evangelium: 26. Sonntag im Jahreskreis
„Dunkel war’s, der Mond schien helle …“

Matthäus 21, 28–32 ... Schnee bedeckt die grüne Flur, als ein Auto blitzeschnelle, langsam um die runde Ecke fuhr.“ So beginnt das berühmte Gedicht „Verkehrte Welt“ von Christian Morgenstern (1871-1914). Man könnte in diesem Sinne weiterdichten und sagen: „Gar ferne sind, die nahe stehn, die Braven von der schlimmsten Sort’. Beim Abschaum, da ist klar zu sehn: Der Rand hat in der Mitt’ sein’ Ort.“ Dass Gott den Rand in die Mitte holt, ist typisch für ihn. Es genügt, nur einige Beispiele...

  • 25.09.20
Welche Gerechtigkeit erwarte ich von Gott?

Gedanken zum Evangelium: 25. Sonntag im Jahreskreis
Der gerechte Lohn

Matthäus 20, 1–16 Ich erinnere mich an eine Diskussion mit meinem Bruder. Wir hatten beide noch keine Kinder und konnten daher sehr unbedarft darüber reden, wie wir einmal Kinder erziehen würden und wie wir sie später, als Erwachsene, finanziell unterstützen wollten. Wir waren uns nicht einig, ob es besser sei, jedem Kind gleich viel Geld zu geben oder jedem so viel zu geben, wie es benötigte. Was würden unsere Kinder als gerechter empfinden? Der Gutsbesitzer des heutigen Evangeliums hat...

  • 18.09.20
Vergeben hat etwas mit Beziehung zu tun, meine Beziehung zu Gott und die zu meinen Mitmenschen ist ein wesentlicher Teil, damit Vergebung stattfinden kann. Das Gleichnis (Mt 18,21-35) zeigt das Verhältnis von Gott zu den Menschen und von Mensch zu Mensch, wie man eine Schuld einfordert oder wie man eine Schuld vergibt.

Gedanken zum Evangelium: 24. Sonntag im Jahreskreis
und vergib uns unsere Schuld

Matthäus 18,21-35 Die meisten von uns kennen den Satz: „Die Großen lässt man laufen und die Kleinen werden bestraft.“ Vor allem, wenn Topmanager Millionen in den Sand setzen und trotzdem einen Bonus kassieren, oder wenn Banken Milliarden verspekulieren und trotzdem staatliche Hilfe bekommen. Aber wenn der kleine Bürger seine Miete oder seine Raten nicht zahlen kann, ist er in großen Schwierigkeiten. Das heutige Evangelium wirft einige Fragen auf, die auch in unserer Gesellschaft und...

  • 12.09.20
Selbst wenn die Emotionen schon den rechten Platz zugewiesen bekommen haben, mir klar geworden ist, was wirklich läuft, muss ich trotzdem ein Gespräch wagen.

Gedanken zum Evangelium: 23. Sonntag im Jahreskreis
Mut zum offenen Wort

Matthäus 18, 15–20 Heute beginne ich am Ende. Der Anfang fordert mich nämlich ganz schön heraus. Tasten wir uns lieber langsam heran an den Text. Letzter Absatz: alles ok, beliebte Bibelstelle, Prädikat ‚erstrebenswert‘. Vorletzter Absatz: mächtige Sache, diese Binde- und Lösegewalt. Dritter Absatz: null Kontakt – klingt nach Notlösung. Zweiter Absatz: Unterstützung holen – wirkt menschlich. Erster Absatz: … Beim wiederholten Lesen nehme ich schließlich doch wahr, was da wirklich steht....

  • 05.09.20
Es gibt im Leben nicht nur Sonnenschein ...

Gedanken zum Evangelium: 22. Sonntag im Jahreskreis
Lebendig

Matthäus 16, 21–27 Ein wichtiger Teil der Frohen Botschaft der Bibel besteht für mich darin, dass die dunklen Seiten des Lebens auch vorkommen dürfen. Ja noch mehr, dass sie uns nicht nur Angst machen und einengen, sondern dass sich mitunter neue Perspektiven öffnen können. Das Evangelium ist tatsächlich eine harte Nuss. Ich glaube, wenn jemand ganz unbefangen in die Kirche kommt und die Worte hört „verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“, dann wäre das...

  • 26.08.20

Gedanken zum Evangelium: 21. Sonntag im Jahreskreis
Für wen haltet ihr mich?

Matthäus 16, 13–20 Im heutigen Evangelium stellt Jesus den Jüngern eine recht persönliche Frage.  Er möchte zunächst wissen, wofür ihn die Menschen halten. Offenbar gibt es da  viele unterschiedliche Meinungen. Dann fragt er die Jünger ganz direkt:  Und für wen haltet ihr mich? Diese Frage sollte uns allen in den Ohren klingen,  weil sie uns alle betrifft: Für wen halte ich Jesus? Vor vielen Jahren hat mich ein Verwandter einmal gefragt, warum ich eigentlich mein Leben nach „irgendwelchen...

  • 23.08.20
Bibelstellen sind wie Nüsse manchmal nur schwer zu knacken.
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Gedanken zum Evangelium: 20. Sonntag im Jahreskreis
Eine harte Nuss

Hin und wieder kaufe ich (MM) mir ein Säckchen Pistazien. Die meisten sind leicht zu essen, weil sie bei der Verarbeitung aufgesprungen sind, außer ein oder zwei. Damit ich bei diesen trotzdem an den begehrten Kern herankomme, braucht es einige Mühe. Manche Bibelstellen sind auch so: Sie enthalten einige Nüsse, die nur schwer zu knacken sind (vgl. das heutige Evangelium: Matthäus 15,21-28) Nuss 1: Jesus gibt der kanaanäischen Frau keine Antwort. Was ist los? Denkt er sich: „Ich wollte...

  • 14.08.20
Nicht jeder Plan gelingt sofort. Was gibt mir Mut nach einem Scheitern wieder aufzustehen und es neu zu versuchen?

Gedanken zum Evangelium: 19. Sonntag im Jahreskreis
Versuch es wenigstens

Matthäus 14, 22–33 Von Jesu Gang auf dem See sprechen auch Markus oder Johannes. Die Episode mit Petrus kommt nur im Matthäusevangelium vor. Mir gefällt die Erzählung aber gerade wegen Petrus. Petrus ist für mich ein Vorbild-Ersatz. Nicht so unerreichbar wie das Vorbild Jesus. Und doch besonders. Er ist nicht perfekt, aber bemüht sich. Er ist nicht vollkommen, aber versucht es wenigstens. Ich bin kein besonders mutiger Mensch. Waghalsige Dinge wie Bungee Jumping, Klettergärten etc. muss...

  • 07.08.20
Wer sich von Gott geliebt weiß, wird bereit sein, sich von der Not der Mitmenschen berühren zu lassen und etwas dagegen zu tun, ohne selbst Angst zu haben, in Not zu geraten.

Gedanken zum Evangelium: 18. Sonntag im Jahreskreis
Nahrung für Leib und Seele

Matthäus 14, 13–21 Eine der großen Fragen, auch im 21. Jahrhundert, ist: Wie kann man den Hunger und die Armut in der Welt beenden? Viele Generationen haben sich schon Gedanken darüber gemacht, Vorschläge unterbreitet, Initiativen gestartet, und trotzdem: Die Zahl der Menschen, die hungern und Not leiden, wird nicht geringer. Warum greift Gott da nicht ein, wie es Jesus damals mit den Broten und den Fischen getan hat? In der Zeit, in der ich in Ghana arbeitete, hätte ich mir des Öfteren...

  • 31.07.20
Manchmal dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis wir die Blickrichtung ändern, bis die Frage in uns groß genug wird, welches Geschenk wohl gerade als Angebot vor uns liegt.

Gedanken zum Evangelium: 17. Sonntag im Jahreskreis
Die Verpackung kann täuschen

Matthäus 13, 44–52 Entdeckt! Den Schatz und die Schönheit. Die unbändige Kraft des Evangeliums ist spürbar. Für das Entdeckte alles andere loslassen. Anziehend, ermutigend, erstrebenswert leuchtet sie uns entgegen. Die klare Entscheidung für Jesus, für das Himmelreich, für ein Leben in Fülle. Und daneben mein bruchstückhaftes (Er-)Leben. Oft mache ich es in meinem Alltag wie bei einem Geschenk. Ich lasse mich von der Verpackung täuschen. Glänzend, bunt, mit Schleifen verziert – das...

  • 22.07.20
Es ist wichtig, Fehler ansprechen zu können, konkrete Vereinbarungen zu treffen und klare Grenzen zu ziehen, wo ein Verhalten nicht akzeptabel ist.
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Gedanken zum Evangelium: 16. Sonntag im Jahreskreis
Fehler sind menschlich

Matthäus 13, 24–43 Inmitten aller Widerstände und Hindernisse sieht Jesus die Ressourcen: das Reich Gottes wächst. Wir können uns diese Haltung für uns selber und für unsere Gemeinden aneignen und daraus eine reflektierte, fehlerfreundliche Kultur entwickeln. Wenn ich am Sonntag­vormittag zum Gottesdienst im Weinviertel unterwegs bin, genieße ich in den Wochen vor der Ernte den Anblick der goldgelben Felder. Die Menschen zur Zeit Jesu haben das etwas anders erlebt. Die Felder waren...

  • 16.07.20
Habe ich Augen, die sehen, und Ohren, die hören und verstehen? Habe ich ein offenes und empfängliches Herz? – oder ersticken alles die Dornen meiner zahlreichen Alltagssorgen?
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Gedanken zum Evangelium: 15. Sonntag im Jahreskreis
„Wer Ohren hat, der höre!“

Matthäus 13, 1–23 Jesus sitzt in einem Boot und spricht zu den Menschen am Seeufer lange Zeit in Gleichnissen. Das heutige Evangelium erzählt quasi eine Geschichte innerhalb einer Geschichte. Und offenbar sind nicht nur die Zuhörer am Ufer verwirrt. Auch die Jünger fragen Jesus, warum er denn in Gleichnissen spricht. Deshalb liefert er die Erklärung gleich selbst mit dazu. Jesus beendet sein Gleichnis vom Sämann, dessen Korn unterschiedlich Frucht bringt, mit dem Aufruf: „Wer Ohren hat,...

  • 08.07.20
Auf das Herz kommt es an! Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt. Jesus sagt: "Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." (Mt 11,29)
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Gedanken zum Evangelium: 14. Sonntag im Jahreskreis
Komm her

Matthäus 11,25-30 Das heutige Evangelium ist eine großartige Zusage Gottes an uns! Es zeigt uns auf, dass wir in all unserer Einfachheit, Schwäche und Mühsal immer zum Herrn kommen dürfen! Jesus beurteilt nicht nach Leistung und Wissen, er ist die vollkommene Liebe und will jedem und jeder Einzelnen eine tiefe innere Freude des Herzens schenken. Den Unmündigen offenbart – Gerade, wenn wir in ärmere Länder schauen, sehen wir besonders gut, welche Freude viele Menschen trotz großer Mühsal...

  • 01.07.20
Vollmachten und Rechte ziehen auch Verpflichtungen nach sich.

Gedanken zum Evangelium: 13. Sonntag im Jahreskreis
Hopp oder Drop?

Matthäus 10, 37–42 Vor Jahren fiel mir am Kiosk ein humoristisches Hochzeitsbillett in die Hände: Ein Brautpaar steht vor dem Altar und der Priester sagt zum Bräutigam: „Nein, nein, nein! Es heißt ‚Ja‘! Und nicht: ‚Ja, wenn es denn sein muss!‘“ – Genau darum geht es im heutigen Evangelium. Um ein klares, deutliches „Ja“, das Jesus seinen Jüngern abverlangt … Spannend am heutigen Evangelium finde ich, dass Jesus diese Rede nicht an das Volk richtet, sondern nur an seine Jünger. Er...

  • 25.06.20
„Meine größten Feinde waren nicht diejenigen, die mich ins Gefängnis gesteckt hatten oder mich gefangen hielten. Mein größter Feind war ich selbst. Ich fürchtete mich davor, zu sein, wer ich bin.“ (Nelson Mandela)

Gedanken zum Evangelium: 12. Sonntag im Jahreskreis
Angst?

Wen soll ich fürchten, was muss ich fürchten? Matthäus 10, 26–33 Die meisten von uns kennen den Ausspruch: „Die Spatzen pfeifen es schon längst von den Dächern.“ Wer fürchtet sich nicht davor, wenn sich eine unangenehme Situation nicht mehr vor der Öffentlichkeit verbergen lässt? Die Leute fangen an zu reden, zeigen mit den Fingern auf einen und beginnen, einem aus dem Weg zu gehen. Was tun, wenn die Gerüchteküche schon brodelt, welchen Weg soll man wählen – schweigen, die Sache leugnen...

  • 17.06.20
Wir sind gesendet, gerade in diese Zeit hinein. Heute wie damals. Bestärken und ermutigen wir uns gegenseitig, wenn wir müde oder träge geworden sind. Seien wir einander gute Hirten.

Gedanken zum Evangelium: 11. Sonntag im Jahreskreis
Ausgesandt

Matthäus 9, 36 – 10, 8 Freut euch, der Alltag ist da! Weihnachten, Ostern und Pfingsten sind vorbei. Und auch der Dreifaltigkeitssonntag liegt hinter uns. Wir sind angekommen. Wo? Mitten im Leben. Mitten im Alltag. Liturgisch und auch in der Welt. Der Lockdown ist mehr oder weniger vorbei, die Türen sind offen. Die Welt wartet. Worauf? Auf Normalität! Auf das Evangelium – durch dich! Aber es war doch auch irgendwie gemütlich zu Hause. So ohne Termine, ohne Erwartungen von außen. Zeit für...

  • 09.06.20
Der beeindruckende Gnadenstuhl in der Pfarrkirche Pöggstall in Niederösterreich, Diözese St. Pölten

Gedanken zum Evangelium vom Dreifaltigkeitssonntag
Geborgen sein

Johannes 3, 16–18 Das Dreifaltigkeitsfest hat mir schon einiges an Mühe gekostet. Aber aus einer auf den ersten Blick etwas abstrakten Glaubenswahrheit ist im Laufe der Zeit für mich die Zusage geworden, dass Gott ein Netz der Beziehung webt, zu dem auch ich gehöre. Natürlich ist Gott kein alter Mann mit weißem Bart und natürlich ist der Heilige Geist kein Vogel. Das haben auch jene Künstler gewusst, die die Darstellungen des „Gnadenstuhls“ geschaffen haben. Gott Vater trägt die...

  • 03.06.20
Wer im Frieden Christi lebt, wer den Heiligen Geist empfangen hat, hat keinen Grund mehr, sich noch zu fürchten.

Gedanken zum Evangelium: Pfingstsonntag
Friede sei mit euch!

Johannes 20, 19–23 Die Gabe des Friedens vertreibt die AngstAm Abend des ersten Tages tritt Jesus in die Mitte seiner Jünger und wünscht ihnen Frieden. Er haucht sie an und schenkt ihnen damit den Heiligen Geist. Ostern und Pfingsten sind hier bei Johannes ein und dasselbe Geschehen! Die Auferstehungsfreude und der Friede, den der Heilige Geist schenkt, gehören ganz eng zusammen. Die Zeit des Fürchtens ist vorbei! Vor einigen Wochen habe ich hier darüber geschrieben, dass die Jünger sich...

  • 27.05.20
Der Heilige Geist kam auf sie herab. Erfüllt von dieser Freude eröffnete sich für die Jünger auch die Dynamik ihres Glaubens, die über die Sorge um das Eigene weit hinausreicht.
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Gedanken zum Evangelium: 7. Sonntag der Osterzeit
Leben in Gemeinschaft

Johannes 17, 1–11a Vom anderen her, auf andere hin. Mit diesen Worten könnte man die Sendung Jesu beschreiben. Er lebte ganz aus der Gemeinschaft mit dem Vater. Nicht bloß, um sich selbst zu verherrlichen, sondern um den Menschen die Gemeinschaft mit Gott zu ermöglichen. Die Aussagen Jesu, die uns im Johannesevangelium überliefert sind, zeigen eine Spannung auf, die auch unser Leben aus dem Glauben ganz konkret betrifft: Jesus übergab sich freiwillig dem Willen des Vaters. Man könnte...

  • 20.05.20
Wie Antoine de Saint-Exupéry wusste: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ Die Liebe lässt sehen, wo andere nicht sehen, sie lässt Einssein erleben, sie schenkt den Geist der Wahrheit und der Klarheit. Der „Geist der Wahrheit“ ist ein Geist der Klarheit, des Unmissverständlichen, des Wesentlichen.

Gedanken zum Evangelium: 6. Sonntag der Osterzeit
Liebe schenkt den Geist der Wahrheit

Johannes 14, 15–21 Vorweg ein Geständnis: Ich sehe mir gerne Liebesfilme an. Nicht so sehr die hochstehenden, problematischen, komplizierten, als vielmehr die seichten, wo schon klar ist, wie sie ausgehen. Trivial, ich weiß. Und doch: Sie sprechen, wenn auch kalkuliert und aus „niederen“ Motiven, ein paar grundlegende Weisheiten an, die zu Herzen gehen. Der heutige Text ist für mich im wahrsten Sinne des Wortes ein „philosophischer“ Text, also durchtränkt von einer leidenschaftlichen...

  • 13.05.20
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