Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG - Serien

Beiträge zur Rubrik Serien

Kinder gehen ja grundsätzlich mit offenen Augen durch die Welt und entdecken oft Dinge, die wir als Erwachsene meist gar nicht mehr wahrnehmen.
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Sommerserie 2020: Tagesausflug – Urlaub im Kleinen
Lernen durch Bewegung und Wahrnehmung

Es liegt in der Natur des Menschen, sich zu bewegen. Eigentlich. Aber in den letzten Wochen war dieses „Sich-Bewegen“ nicht so gut möglich. Jetzt, da wir uns – mit aller gebotenen Vorsicht und Eigenverantwortung – wieder freier körperlich betätigen können, scheint uns kaum mehr etwas zu halten. Unsere Sommerserie „Tagesausflug – Urlaub im Kleinen“ widmet sich deshalb genau diesem Bedürfnis, sich mehr – und am besten draußen – zu bewegen. Heute, zu Beginn der Serie, treffen wir Yvonne...

  • 04.07.20
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Ein Herz und eine Seele
Hl. Augustinus und hl. Monika

Sommerserie „Seelenverwandte & Seelenfreunde“ Die Tränen der Mutter MonikaDie Sorge der hl. Mutter Monika (geboren um 332, gestorben 387) um ihren Sohn, den hl. Augustinus (geboren 354, gestorben 430), hielt ein Leben lang an. Monika hörte nie auf, Hoffnung in ihren Sohn zu setzen. Eine beispielhafte konstruktive Grundhaltung, die auch heutige Eltern mit Monika gemeinsam haben können. Eine Spurensuche im 4. Jahrhundert nach Christus. Sie ist eine spannende Beziehung und wohl auch...

  • 01.07.20
Weitblick: Das Ruster Hügelland bietet Gelegenheit zum Kraft tanken.
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Mein Kraftort: Burgenland
Meine Kraftquelle vor der Haustür

Das Ruster Hügelland fasziniert Tamara Strommer seit ihrer Kindheit. Nach einer Krebsdiagnose erlebt sie den traumhaften Landstrich noch bewusster. Aufgezeichnet von Gerald Gossmann Das Ruster Hügelland ist meine Kraftquelle – diese Weite, dieser Blick über Wiesen, Äcker, Dörfer, den Neusiedler See. Ich bin hier aufgewachsen. In Oslip, einem kleinen Dorf (1.260 Einwohner), in dem sich vor 500 Jahren die heutigen Burgenlandkroaten ansiedelten. Die Dorfgemeinschaft trägt mich bis heute....

  • 30.06.20
Nicht die Unverwundbarkeit, sondern die Liebesfähigkeit ist die Signatur christlicher Menschlichkeit.
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Schwester Melanie Wolfers SDS: Die Kunst des Vergebens
Vom Segen des versöhnten Lebens

Erfolg ist alles! Bring deine Stärken ins Spiel und zeig ja keine Blöße!“ Dieses Bewusstsein prägt nicht erst die gesellschaftliche Atmosphäre unserer Tage. Es ist vielmehr ein uralter Traum, unverwundbar zu sein. Zahlreiche Mythen und Märchen handeln von Siegertypen und unschlagbaren Helden. Die Nibelungensage erzählt von Siegfried, dem Sohn eines mächtigen Königs, der schön, kraftvoll und mutig war. Ein Kampf mit einem bedrohlichen Drachen sollte ihn tödlich zu Fall bringen. Doch...

  • 22.04.20
Von Papst Calixt III. (1378-1458) wurde ein frommes Pontifikat ohne Nepotismus erwartet. Es kam anders. Er ernannte seinen Neffen Rodrigo Borgia (späterer Papst Alexander VI.) zum Kardinal. Der Name "Borgia" wurde zum Inbegriff des Nepotismus und für das Streben von Macht in Kirche und Staat ausgehend von einer Familie. Calixt III. ordnete mit der päpstlichen Bulle vom 29. Juni 1456 das bis heute übliche Mittagsläuten an.

Vorwürfe gegen die Kirche
Die Kirche ist (zu) mächtig

„Wie viele Divisionen hat der Papst?“, soll Stalin einst spöttisch gefragt haben, um auf die Ohnmacht der Kirche hinzuweisen. Die eigentliche Macht der Kirche sind aber das Wort und die Tat, sagen die Pastoraltheologin Regina Polak und der Moraltheologe Matthias Beck. Damit ist die Kirche wirklich „mächtig“. Ist die Kirche mächtig? Vorurteil oder Realität? Regina Polak: Ja, aus globaler Sicht ist die Kirche mächtig, allein schon durch die Zahl der Gläubigen. In Europa ist die Kirche...

  • 20.04.20
Es soll nichts beschönigt werden, was schief läuft. Wer die eigene Fehlbarkeit schmerzlich erlebt hört auf mit dem Finger auf andere zu zeigen. Gott will, dass der Mensch seine Fehler erkennt und umkehrt.

Vorwürfe gegen die Kirche
Wasser predigen und Wein trinken

Unserer Kirche wird bisweilen vorgehalten, dass sie die Heuchelei pflegt. Ist die (moralische) Latte so hoch gelegt, dass nur wenige sie überspringen können. Und viele andere scheitern müssen? Und was meint die Rede von der „glücklichen Schuld“ in der Osternacht? Die Kirche predigt Wasser und trinkt selbst Wein… Vorurteil oder Realität?Regina Polak: Das ist der Vorwurf der Heuchelei. Das Problem an ihr besteht darin, dass ein Mensch, der heuchelt, dies oft gar nicht selbst bemerkt, weil...

  • 13.04.20
Christus trommelt und tanzt vor der liebenden Seele. Buchmalerei aus dem Codex 710 in der Stiftsbibliothek Einsiedeln
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Gedanken zur Fastenzeit von Pater Martin Werlen OSB - Teil 7
Mit Christus, dem Meister des Tanzes

Ein starkes und zugleich ungewohntes Bild für den Glauben ist für die Benediktinerin Silja Walter der Tanz. So schreibt sie in einem Brief: „Kürzlich fiel mir ein: ‚Am Anfang war der Tanz’ – denn der Geist Gottes schwebte über den Wassern und alles ward Bewegung im Kosmos.“ Silja Walter (1919–2011), der dichtenden Nonne aus dem Kloster Fahr, verdanken wir viele Texte. Einige sind uns als Lieder bekannt, zum Beispiel „Eine große Stadt ersteht“ im Gotteslob (Nr. 479). Ein bedeutendes Werk...

  • 07.04.20
Vergebung ist keine Geste, die wir beherrschen, sondern etwas, um das wir ringen und bitten können. Der Wunsch zu vergeben fordert uns heraus, dass wir uns einem größeren Geschehen überlassen, das sich wie „von selbst“ in uns ereignet.
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Schwester Melanie Wolfers SDS: Die Kunst des Vergebens
Vergebung reift heran

Spreche ich mit Bekannten über den Prozess des Vergebens, dann stehen wir schnell vor der Frage: Braucht es ein spirituelles Fundament, um verzeihen zu können? Oder ist Vergeben-Können eine Leistung, die sich jemand erarbeitet – und sei es durch eine Therapie? Zweifelsohne, Vergeben fällt einem nicht einfach in den Schoß, sondern es braucht das geduldige Arbeiten an Erinnerungen und Gefühlen. Doch jemandem wirklich von Herzen verzeihen zu können ist bei allem Engagement immer auch etwas, das...

  • 04.04.20
Jesus zieht am Palmsonntag in Jerusalem ein, um dort als das „Lamm Gottes“ zu sterben.

Palmsonntagsgedanken von Pater Karl Wallner
Es ist Gott selbst

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche; sie heißt in der Liturgie korrekterweise „Heilige Woche“, weil wir das Heiligste feiern, das es gibt: Unsere Erlösung! Ich möchte Sie daher einladen, diese heilige Zeit intensiver mitzufeiern als in den vergangen Jahren. Bitte machen Sie ihre Einkäufe und Besorgungen so, dass Sie Zeit haben für die Gottesdienste. Bitte machen Sie Ihren Osterputz noch vor dem Gründonnerstag, wo das „Heilige Triduum“ beginnt. Ich verspreche Ihnen, dass Sie durch die...

  • 04.04.20
„Jesus kehrt beim Super-Sünder ein. Welche Hoffnung leuchtet hier für uns alle auf!“, meint Pater Martin Werlen OSB - Im Bild das Gemälde "Jesus und Zachäus" von P. Karl Stadler OSB im St. Josefshaus in Engelberg (Schweiz).
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Gedanken zur Fastenzeit von Pater Martin Werlen OSB - Teil 6
In Schuld verstrickt sein

Es gibt Erzählungen in der Heiligen Schrift, die mich besonders bewegen. Sie sind für mich sozusagen kostbare Perlen. Wie oft habe ich mir gedacht: Sie allein wäre für mich Grund genug,diesem Jesus nachzufolgen. Eine solche Erzählung ist die von Zachäus (Lk 19,1–10). Jesus kommt nach Jericho. Dort ist dieser Zachäus daheim. Von ihm erfahren wir mit wenigen Worten einiges: Er ist der Chef der Zöllner – also nicht nur ein von der damaligen Gesellschaft Verachteter, sondern der Chef der...

  • 04.04.20
Wenn wir uns von dem, was hinter uns liegt, nicht abwenden können, sondern davon wie gebannt sind, erstarren wir. Ein rückwärts gerichteter Blick ist blind für die Chancen der Gegenwart. Denn die Zukunft lockt nicht im Rückspiegel, sondern von vorn.

Schwester Melanie Wolfers: Die Kunst des Vergebens
Sich für die Gegenwart entscheiden

Was passiert eigentlich, wenn wir vergeben? Wir können unsere Vergangenheit und die erlittene Verletzung ja nicht ungeschehen machen!“, wurde ich jüngst gefragt. Natürlich lässt sich der Zeitpfeil nicht umkehren. Doch wir können unterschiedlich mit dem Geschehenen umgehen. Vergeben bedeutet, dass wir aufhören, auf eine bessere Vergangenheit zu hoffen. Die rückwärtsgewandte Hoffnung ist zwar ein absurdes und sinnloses Unterfangen, aber dennoch weit verbreitet. Die Entscheidung, zu vergeben...

  • 04.04.20
Der Mensch, der sich in aller Ungerechtigkeit auf sich zurückzieht.
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Gedanken zur Fastenzeit von Pater Martin Werlen OSB - Teil 3
Ungerecht behandelt werden

Je mehr wir das eigene Elend und das Elend dieser Welt vor Gott zur Sprache bringen, umso mehr werden wir auch Ungerechtigkeiten in der Kirche und in der Gesellschaft zur Sprache bringen. Oft nehmen wir Ungerechtigkeiten nicht wahr. Oder wir schweigen darüber, weil das Aufstehen dagegen uns selbst in Schwierigkeiten bringen könnte. Wer ungerecht behandelt wird, wird in der eigenen Würde nicht respektiert. Der Einsatz für ungerecht Behandelte ist zutiefst im Glauben verankert. Glaubende sind...

  • 04.04.20
Es gibt viele Weisen, die Verbundenheit mit einem Gefangenen auszudrücken: durch Briefe, Besuche, Gespräche, durch Gedichte oder Bilder. Entscheidend ist, dass ich zu dem Gefangenen gehe, ohne ihn zu verurteilen oder zu rechtfertigen, sondern im Glauben, dass auch in ihm ein guter Kern liegt, an den ich glaube.

P. Anselm Grün: Werke der Barmherzigkeit - Teil 6
... und ihr seid zu mir gekommen

Einen Gefangenen brauche ich nicht zu verurteilen oder zu rechtfertigen – aber ich soll glauben, dass in ihm ein guter Kern steckt. Ein Gefängnisseelsorger erzählte mir, wie wenig Gefangene Besuch bekommen. Viele Freunde genieren sich, den Gefangenen zu besuchen. Sie haben Angst, mit dem Gefängnis in Verbindung gebracht zu werden. Oder sie haben Angst, von ihren Nachbarn schief angesehen zu werden, wenn sie einen Gefangenen besuchen. Sie könnten ja etwas mit diesem Gefangenen und seinen...

  • 04.04.20
Den Kranken besuchen bedeutet, ihn mit Augen des Glaubens anzuschauen. Dann werde ich vom Besuch als Beschenkter zurückgehen.

P. Anselm Grün: Werke der Barmherzigkeit - Teil 5
... und ihr habt mich besucht

Die Alten waren überzeugt, dass wir im Kranken auch dem begegnen, der eine kostbare Perle in sich birgt. Wenn ein Verwandter im Krankenhaus liegt, besuchen wir ihn selbstverständlich. Besuchen kommt im Deutschen von suchen. Ich suche intensiv nach dem andern. Ich möchte heraussuchen, wo er steht. Besuchen meint also ein Interesse am andern haben. Im Griechischen(episkeptomai) und Lateinischen (visitare) liegt der Akzent auf dem Sehen, genau hinsehen, überlegen. Wenn ich jemanden besuche,...

  • 04.04.20
Conservare“ heißt eigentlich „bewahren“. Freilich ist im Diskurs zu erstreiten, was und warum es etwas zu bewahren gilt – und wann etwas verändert werden muss.

Vorwürfe gegen die Kirche
Hoffnungslos konservativ

Der Vorwurf, die Kirche sei zu konservativ, betrifft nur das Verstaubte im Gestern-Hängen. In einem gewissen Sinn muss die Kirche sogar konservativ sein im Wortsinn von „bewahren“, wenn sie auf Jesus Christus zurückgreift. Die Pastoraltheologin Regina Polak und der Moraltheologe Matthias Beck über das richtige Konservativ-Sein. Ist die Kirche zu konservativ? Vorurteil oder Realität? Regina Polak: Ich würde mich selbst auch als konservativ bezeichnen, auch wenn mir das vielleicht...

  • 03.04.20
Doch Jesus meint mit diesem Werk der Barmherzigkeit noch etwas anderes. Nacktsein hat einen tieferen Sinn. Menschen fühlen sich oft bloßgestellt. Anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen, braucht es Mut, diesen Menschen zu bedecken, ihn zu schützen, auch mit dem Risiko, selbst ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten.

Pater Anselm Grün: Werke der Barmherzigkeit - Teil 4
... und ihr habt mir Kleidung gegeben

Gottes Liebe ist wie ein Gewand, das uns schützt. So sollen auch wir die Menschen, die uns in ihrer Nacktheit und Blöße begegnen, mit dem Gewand der Liebe bekleiden. Kaum ein anderer Heiliger ist so ins Bewusstsein der Menschen getreten wie der hl. Martin mit dem Mantel, den er geteilt und einem Bettler geschenkt hat. Wir alle kennen die Legende, dass dem jungen Martin nach dieser spontanen Tat des Teilens im Traum Christus selbst erschienen ist und ihm gezeigt hat, dass er letztlich ihm den...

  • 29.03.20
Austeilen und einstecken. Gibt es nicht auch den Weg, der keine Sieger und Verlierer zurücklässt?
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Schwester Melanie Wolfers SDS: Die Kunst des Vergebens
Schlag auf Schlag - Wohin die Rache führt

Hand aufs Herz: Haben Sie einem Mitmenschen, der Sie gekränkt hat, nicht schon einmal heimlich Pest und Cholera gewünscht?“ – Dies bin ich in einem Interview vor einiger Zeit gefragt worden, und meine Antwort lautete: „Natürlich habe ich das!“ Werden wir verletzt, dann liegt der Wunsch nahe, sich für den erlittenen Schmerz zu rächen. Wer an einem schuldig geworden ist, hat dafür zu bezahlen: „Na warte! Das lasse ich mir von dir nicht gefallen!“ In allen Einzelheiten malt man sich aus, wie...

  • 29.03.20
Überlege dir, mit welchem Fremden du Kontakt aufnehmen, mit wem du ein Gespräch führen und wen du zu dir einladen möchtest?
Überfordere dich nicht, sondern tue das, was dir möglich ist.

Pater Anselm Grün: Werke der Barmherzigkeit - Teil 3
... und ihr habt mich aufgenommen

Das Neue Testament erzählt uns wunderbare Geschichten der Gastfreundschaft. Sie zeigen, wie wir Fremden und Obdachlosen begegnen können. Die Griechen haben das gleiche Wort für Fremder und Feind. Doch damit der Fremde nicht zum Feind wird, sondern zum Freund, war die Gastfreundschaft etwas Heiliges. Das galt für Griechen, Römer und Juden. Das Neue Testament erzählt uns wunderbare Geschichten der Gastfreundschaft. Lukas erzählt von den Emmausjüngern. Sie laden den fremden Mann, der sich...

  • 29.03.20
Ostergrab (Heiliges Grab) aus Glassteinen im Jugendstil
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Corona-Krise: Kirchen und Kapellen stehen offen
Stylische Leucht-Gräber

Kirchen und Kapellen stehen uns auch in „Corona-Zeiten“ offen als besondere Orte der Kraft, der Ruhe und des Gebetes. In vielen Pfarrkirchen gibt es außergewöhnliche sakrale Kunstwerke –z. B. Heilige Gräber des Jugendstils der Olmützer Manufaktur Zbitek. Ich habe alle Pfarren und Klöster gebeten: Haltet die Kirchen offen, damit wir alle zum stillen Gebet in die Kirche, in die Kapelle kommen können“, teilte Kardinal Christoph Schönborn in seiner Ansprache zur Corona-Krise mit. Wer die...

  • 28.03.20
Schutz der Innerlichkeit und Intimsphäre von Priestern darf nicht zur Vertuschung von Straftaten führen.
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Vorwürfe gegen die Kirche
„System Kirche“: Ignorieren und Vertuschen

Gerade das Thema Missbrauch zeigt, dass das Vertuschen oder gar Ignorieren in der Vergangenheit die falschen Wege waren. Liegt dieses Vertuschen-Wollen am „System“ Kirche, wie manche meinen? Oder sind die Ansprüche an die Kirche bereits Grund genug, dass nur mehr ein Versagen möglich ist? Oft hört man den Vorwurf, dass die Kirche viel vertuscht, definitiv nicht nur in Bezug auf Missbrauch. Ist dieser Vorwurf berechtigt? Regina Polak: In der Aufarbeitung und zukünftigen Prävention von...

  • 26.03.20
positiven Denken. Wir Christen dürfen Realisten bleiben. Es ist uns erlaubt schwarz schwarz zu nennen und weiß weiß. Doch wenn wir bei anderen auf etwas Falsches stoßen, sollen wir zugleich nachdenken, ob es nicht auch etwas Gutes und Gelungenes gibt.

Mit Pater Karl Wallner durch die Fastenzeit zum Fest der Auferstehung
„Gib mir ein dankbares Herz“

Die Fastenzeit ist eine Chance, die wir nützen sollen, um neue Perspektiven zu gewinnen. Wir sind leider so veranlagt, dass wir an unserem Mitmenschen oft nur das Negative sehen. Wir sind wie fixiert darauf, bei unseren Nachbarn und Kollegen, ja selbst bei den Menschen, die wir lieben, immer nur das Dunkle und Verkehrte zu bemerken. Die Fastenzeit soll uns helfen, das Schöne und Positive ins Auge zu fassen. So wie die Sonne an Kraft zulegt, so wollen auch wir uns von unserer eingedunkelten...

  • 22.03.20
„Gott darf ich mich auch mit meinen unbeantworteten Fragen anvertrauen", betont Pater Martin Werlen OSB
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Gedanken zur Fastenzeit von Pater Martin Werlen OSB - Teil 5
Warum wir auf das Warum keine Antwort erhalten

Das Warum ist die Frage des Menschen. Eindrücklich erleben das Eltern, wenn ihr Kind auf jeden Hinweis immer wieder fragt: „Warum?“. Die Frage eines Kindes nach dem Warum kann mit der Zeit ganz gehörig nerven. Zuvor beginnt das Kind jede Schublade zu öffnen und zu schauen, was da drin ist. Auch das nicht immer zur Freude der Eltern. In dieser Phase des Lebens begegnen wir eindrücklich der Tatsache, dass der Mensch zutiefst nicht an der Oberfläche stehen bleiben will. Er will dahinter...

  • 22.03.20
Mit dem Herzen schauen wir Menschen tiefer als mit einem rein analytischen Verstandesblick. Wir können eine Verbundenheit wahrnehmen, die selbst den Konfliktgegner umfasst und in der auch wir selbst mit all unseren ungeliebten Schattenseiten Platz haben.
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Schwester Melanie Wolfers SDS: Die Kunst des Vergebens
Mit den Augen des Herzens

Verletzt zu werden tut weh. Im Schmerz der Kränkung neigen Menschen dann oft zu einseitigen Deutungen des Vorfalls, etwa: „Ich bin an allem schuld!“ oder: „Der andere ist das schwarze Schaf, und ich bin das arme Unschuldslamm.“ Der Weg der inneren Aussöhnung möchte aus einem solchen Schwarz-Weiß-Denken herausführen. Denn wer eine realistischere Sicht vom anderen und von sich selbst sowie den eigenen Anteilen am Konflikt gewinnt, kann die erlittene Verletzung gedanklich leichter...

  • 19.03.20
Statue des heiligen Benedict Joseph Labre (1748–1783) in der Magdalena-Kapelle im Kloster Einsiedeln. Er steht stellvertretend für den Menschen, der sich in aller Ungerechtigkeit auf sich zurückzieht.
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Gedanken zur Fastenzeit von Pater Martin Werlen OSB - Teil 4
Nichts mehr verstehen

Viele Menschen wissen nicht mehr weiter. Sie suchen ihren Platz – und finden ihn nicht. Wer nach Schuldigen sucht, muss bald einmal aufgeben. Menschen, die ihren Platz nicht finden, landen oft in großer Einsamkeit. Das ist keine moderne Erscheinung. In unserer Magdalena-Kapelle steht eine Statue des heiligen Benedict Joseph Labre (1748-1783). Wenn wir ihn vom Podest herunternehmen, begegnet uns ein höchst aktueller Wegbegleiter. Seine Pläne wurden ganz gehörig durchkreuzt. Eigentlich...

  • 19.03.20

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