Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG - Serien

Beiträge zur Rubrik Serien

Wenn wir uns von dem, was hinter uns liegt, nicht abwenden können, sondern davon wie gebannt sind, erstarren wir. Ein rückwärts gerichteter Blick ist blind für die Chancen der Gegenwart. Denn die Zukunft lockt nicht im Rückspiegel, sondern von vorn.

Schwester Melanie Wolfers: Die Kunst des Vergebens
Sich für die Gegenwart entscheiden

Was passiert eigentlich, wenn wir vergeben? Wir können unsere Vergangenheit und die erlittene Verletzung ja nicht ungeschehen machen!“, wurde ich jüngst gefragt. Natürlich lässt sich der Zeitpfeil nicht umkehren. Doch wir können unterschiedlich mit dem Geschehenen umgehen. Vergeben bedeutet, dass wir aufhören, auf eine bessere Vergangenheit zu hoffen. Die rückwärtsgewandte Hoffnung ist zwar ein absurdes und sinnloses Unterfangen, aber dennoch weit verbreitet. Die Entscheidung, zu vergeben...

  • 04.04.20
Der Mensch, der sich in aller Ungerechtigkeit auf sich zurückzieht.
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Gedanken zur Fastenzeit von Pater Martin Werlen OSB - Teil 3
Ungerecht behandelt werden

Je mehr wir das eigene Elend und das Elend dieser Welt vor Gott zur Sprache bringen, umso mehr werden wir auch Ungerechtigkeiten in der Kirche und in der Gesellschaft zur Sprache bringen. Oft nehmen wir Ungerechtigkeiten nicht wahr. Oder wir schweigen darüber, weil das Aufstehen dagegen uns selbst in Schwierigkeiten bringen könnte. Wer ungerecht behandelt wird, wird in der eigenen Würde nicht respektiert. Der Einsatz für ungerecht Behandelte ist zutiefst im Glauben verankert. Glaubende sind...

  • 04.04.20
Es gibt viele Weisen, die Verbundenheit mit einem Gefangenen auszudrücken: durch Briefe, Besuche, Gespräche, durch Gedichte oder Bilder. Entscheidend ist, dass ich zu dem Gefangenen gehe, ohne ihn zu verurteilen oder zu rechtfertigen, sondern im Glauben, dass auch in ihm ein guter Kern liegt, an den ich glaube.

P. Anselm Grün: Werke der Barmherzigkeit - Teil 6
... und ihr seid zu mir gekommen

Einen Gefangenen brauche ich nicht zu verurteilen oder zu rechtfertigen – aber ich soll glauben, dass in ihm ein guter Kern steckt. Ein Gefängnisseelsorger erzählte mir, wie wenig Gefangene Besuch bekommen. Viele Freunde genieren sich, den Gefangenen zu besuchen. Sie haben Angst, mit dem Gefängnis in Verbindung gebracht zu werden. Oder sie haben Angst, von ihren Nachbarn schief angesehen zu werden, wenn sie einen Gefangenen besuchen. Sie könnten ja etwas mit diesem Gefangenen und seinen...

  • 04.04.20
Den Kranken besuchen bedeutet, ihn mit Augen des Glaubens anzuschauen. Dann werde ich vom Besuch als Beschenkter zurückgehen.

P. Anselm Grün: Werke der Barmherzigkeit - Teil 5
... und ihr habt mich besucht

Die Alten waren überzeugt, dass wir im Kranken auch dem begegnen, der eine kostbare Perle in sich birgt. Wenn ein Verwandter im Krankenhaus liegt, besuchen wir ihn selbstverständlich. Besuchen kommt im Deutschen von suchen. Ich suche intensiv nach dem andern. Ich möchte heraussuchen, wo er steht. Besuchen meint also ein Interesse am andern haben. Im Griechischen(episkeptomai) und Lateinischen (visitare) liegt der Akzent auf dem Sehen, genau hinsehen, überlegen. Wenn ich jemanden besuche,...

  • 04.04.20
Conservare“ heißt eigentlich „bewahren“. Freilich ist im Diskurs zu erstreiten, was und warum es etwas zu bewahren gilt – und wann etwas verändert werden muss.

Vorwürfe gegen die Kirche
Hoffnungslos konservativ

Der Vorwurf, die Kirche sei zu konservativ, betrifft nur das Verstaubte im Gestern-Hängen. In einem gewissen Sinn muss die Kirche sogar konservativ sein im Wortsinn von „bewahren“, wenn sie auf Jesus Christus zurückgreift. Die Pastoraltheologin Regina Polak und der Moraltheologe Matthias Beck über das richtige Konservativ-Sein. Ist die Kirche zu konservativ? Vorurteil oder Realität? Regina Polak: Ich würde mich selbst auch als konservativ bezeichnen, auch wenn mir das vielleicht...

  • 03.04.20
Doch Jesus meint mit diesem Werk der Barmherzigkeit noch etwas anderes. Nacktsein hat einen tieferen Sinn. Menschen fühlen sich oft bloßgestellt. Anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen, braucht es Mut, diesen Menschen zu bedecken, ihn zu schützen, auch mit dem Risiko, selbst ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten.

Pater Anselm Grün: Werke der Barmherzigkeit - Teil 4
... und ihr habt mir Kleidung gegeben

Gottes Liebe ist wie ein Gewand, das uns schützt. So sollen auch wir die Menschen, die uns in ihrer Nacktheit und Blöße begegnen, mit dem Gewand der Liebe bekleiden. Kaum ein anderer Heiliger ist so ins Bewusstsein der Menschen getreten wie der hl. Martin mit dem Mantel, den er geteilt und einem Bettler geschenkt hat. Wir alle kennen die Legende, dass dem jungen Martin nach dieser spontanen Tat des Teilens im Traum Christus selbst erschienen ist und ihm gezeigt hat, dass er letztlich ihm den...

  • 29.03.20
Austeilen und einstecken. Gibt es nicht auch den Weg, der keine Sieger und Verlierer zurücklässt?
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Schwester Melanie Wolfers SDS: Die Kunst des Vergebens
Schlag auf Schlag - Wohin die Rache führt

Hand aufs Herz: Haben Sie einem Mitmenschen, der Sie gekränkt hat, nicht schon einmal heimlich Pest und Cholera gewünscht?“ – Dies bin ich in einem Interview vor einiger Zeit gefragt worden, und meine Antwort lautete: „Natürlich habe ich das!“ Werden wir verletzt, dann liegt der Wunsch nahe, sich für den erlittenen Schmerz zu rächen. Wer an einem schuldig geworden ist, hat dafür zu bezahlen: „Na warte! Das lasse ich mir von dir nicht gefallen!“ In allen Einzelheiten malt man sich aus, wie...

  • 29.03.20
Überlege dir, mit welchem Fremden du Kontakt aufnehmen, mit wem du ein Gespräch führen und wen du zu dir einladen möchtest?
Überfordere dich nicht, sondern tue das, was dir möglich ist.

Pater Anselm Grün: Werke der Barmherzigkeit - Teil 3
... und ihr habt mich aufgenommen

Das Neue Testament erzählt uns wunderbare Geschichten der Gastfreundschaft. Sie zeigen, wie wir Fremden und Obdachlosen begegnen können. Die Griechen haben das gleiche Wort für Fremder und Feind. Doch damit der Fremde nicht zum Feind wird, sondern zum Freund, war die Gastfreundschaft etwas Heiliges. Das galt für Griechen, Römer und Juden. Das Neue Testament erzählt uns wunderbare Geschichten der Gastfreundschaft. Lukas erzählt von den Emmausjüngern. Sie laden den fremden Mann, der sich...

  • 29.03.20
Ostergrab (Heiliges Grab) aus Glassteinen im Jugendstil
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Corona-Krise: Kirchen und Kapellen stehen offen
Stylische Leucht-Gräber

Kirchen und Kapellen stehen uns auch in „Corona-Zeiten“ offen als besondere Orte der Kraft, der Ruhe und des Gebetes. In vielen Pfarrkirchen gibt es außergewöhnliche sakrale Kunstwerke –z. B. Heilige Gräber des Jugendstils der Olmützer Manufaktur Zbitek. Ich habe alle Pfarren und Klöster gebeten: Haltet die Kirchen offen, damit wir alle zum stillen Gebet in die Kirche, in die Kapelle kommen können“, teilte Kardinal Christoph Schönborn in seiner Ansprache zur Corona-Krise mit. Wer die...

  • 28.03.20
Schutz der Innerlichkeit und Intimsphäre von Priestern darf nicht zur Vertuschung von Straftaten führen.
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Vorwürfe gegen die Kirche
„System Kirche“: Ignorieren und Vertuschen

Gerade das Thema Missbrauch zeigt, dass das Vertuschen oder gar Ignorieren in der Vergangenheit die falschen Wege waren. Liegt dieses Vertuschen-Wollen am „System“ Kirche, wie manche meinen? Oder sind die Ansprüche an die Kirche bereits Grund genug, dass nur mehr ein Versagen möglich ist? Oft hört man den Vorwurf, dass die Kirche viel vertuscht, definitiv nicht nur in Bezug auf Missbrauch. Ist dieser Vorwurf berechtigt? Regina Polak: In der Aufarbeitung und zukünftigen Prävention von...

  • 26.03.20
positiven Denken. Wir Christen dürfen Realisten bleiben. Es ist uns erlaubt schwarz schwarz zu nennen und weiß weiß. Doch wenn wir bei anderen auf etwas Falsches stoßen, sollen wir zugleich nachdenken, ob es nicht auch etwas Gutes und Gelungenes gibt.

Mit Pater Karl Wallner durch die Fastenzeit zum Fest der Auferstehung
„Gib mir ein dankbares Herz“

Die Fastenzeit ist eine Chance, die wir nützen sollen, um neue Perspektiven zu gewinnen. Wir sind leider so veranlagt, dass wir an unserem Mitmenschen oft nur das Negative sehen. Wir sind wie fixiert darauf, bei unseren Nachbarn und Kollegen, ja selbst bei den Menschen, die wir lieben, immer nur das Dunkle und Verkehrte zu bemerken. Die Fastenzeit soll uns helfen, das Schöne und Positive ins Auge zu fassen. So wie die Sonne an Kraft zulegt, so wollen auch wir uns von unserer eingedunkelten...

  • 22.03.20
„Gott darf ich mich auch mit meinen unbeantworteten Fragen anvertrauen", betont Pater Martin Werlen OSB
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Gedanken zur Fastenzeit von Pater Martin Werlen OSB - Teil 5
Warum wir auf das Warum keine Antwort erhalten

Das Warum ist die Frage des Menschen. Eindrücklich erleben das Eltern, wenn ihr Kind auf jeden Hinweis immer wieder fragt: „Warum?“. Die Frage eines Kindes nach dem Warum kann mit der Zeit ganz gehörig nerven. Zuvor beginnt das Kind jede Schublade zu öffnen und zu schauen, was da drin ist. Auch das nicht immer zur Freude der Eltern. In dieser Phase des Lebens begegnen wir eindrücklich der Tatsache, dass der Mensch zutiefst nicht an der Oberfläche stehen bleiben will. Er will dahinter...

  • 22.03.20
Mit dem Herzen schauen wir Menschen tiefer als mit einem rein analytischen Verstandesblick. Wir können eine Verbundenheit wahrnehmen, die selbst den Konfliktgegner umfasst und in der auch wir selbst mit all unseren ungeliebten Schattenseiten Platz haben.
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Schwester Melanie Wolfers SDS: Die Kunst des Vergebens
Mit den Augen des Herzens

Verletzt zu werden tut weh. Im Schmerz der Kränkung neigen Menschen dann oft zu einseitigen Deutungen des Vorfalls, etwa: „Ich bin an allem schuld!“ oder: „Der andere ist das schwarze Schaf, und ich bin das arme Unschuldslamm.“ Der Weg der inneren Aussöhnung möchte aus einem solchen Schwarz-Weiß-Denken herausführen. Denn wer eine realistischere Sicht vom anderen und von sich selbst sowie den eigenen Anteilen am Konflikt gewinnt, kann die erlittene Verletzung gedanklich leichter...

  • 19.03.20
Statue des heiligen Benedict Joseph Labre (1748–1783) in der Magdalena-Kapelle im Kloster Einsiedeln. Er steht stellvertretend für den Menschen, der sich in aller Ungerechtigkeit auf sich zurückzieht.
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Gedanken zur Fastenzeit von Pater Martin Werlen OSB - Teil 4
Nichts mehr verstehen

Viele Menschen wissen nicht mehr weiter. Sie suchen ihren Platz – und finden ihn nicht. Wer nach Schuldigen sucht, muss bald einmal aufgeben. Menschen, die ihren Platz nicht finden, landen oft in großer Einsamkeit. Das ist keine moderne Erscheinung. In unserer Magdalena-Kapelle steht eine Statue des heiligen Benedict Joseph Labre (1748-1783). Wenn wir ihn vom Podest herunternehmen, begegnet uns ein höchst aktueller Wegbegleiter. Seine Pläne wurden ganz gehörig durchkreuzt. Eigentlich...

  • 19.03.20
„Das Ja zum Menschen überhaupt ist immer auch ein Ja zu uns selbst“, betont Pater Martin Werlen OSB. Im Bild die Figur eines Menschen, der sich in aller Ungerechtigkeit auf sich zurückzieht.
3 Bilder

Gedanken zur Fastenzeit von Pater Martin Werlen OSB - Teil 3
Ungerecht behandelt werden

Je mehr wir das eigene Elend und das Elend dieser Welt vor Gott zur Sprache bringen, umso mehr werden wir auch Ungerechtigkeiten in der Kirche und in der Gesellschaft zur Sprache bringen. Oft nehmen wir Ungerechtigkeiten nicht wahr. Oder wir schweigen darüber, weil das Aufstehen dagegen uns selbst in Schwierigkeiten bringen könnte. Wer ungerecht behandelt wird, wird in der eigenen Würde nicht respektiert. Der Einsatz für ungerecht Behandelte ist zutiefst im Glauben verankert. Glaubende sind...

  • 18.03.20
Schweigeexerzitien bedeuten im Schweigen Gott zu begegnen.
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Abenteuer Fasten 3: Schweigen in einer lauten Welt
Beim Schweigen auf Gott getroffen

2017 hat Lydia Kasparova Schweigeexerzitien gemacht. 30 Tage sprach sie nur einmal am Tag mit ihrem Exerzitienbegleiter, verzichtete auf Handy, Radio, Fernsehen, Internet, Zeitung und Bücher. „Es war anstrengend und kostete mich viel Kraft und Energie“, sagt sie heute: „Bereut habe ich es trotzdem keine Sekunde.“ Ich stand vor einer großen Lebensentscheidung“, erzählt Lydia Kasparova im Gespräch mit dem SONNTAG: „Schon lange hatte ich darüber nachgedacht, mein Leben ganz Jesus zu weihen,...

  • 17.03.20
Ketzer: Jan Hus wird am 6. Juli 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
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Vorwürfe gegen die Kirche
Verleugnet die Kirche ihre Geschichte?

Wie steht die Kirche zu den dunklen Kapiteln ihrer Geschichte? Zählen doch zum Sündenregister der Menschen in der Kirche auch die Kreuzzüge, die Hexenverbrennungen und der oft brutale Umgang mit den Ketzern. Verleugnet unsere Kirche also ihre Geschichte, wie der Vorwurf oft lautet? 1. Die Kirche verleugnet ihre Geschichte, so der Vorwurf. Wie geht die Kirche mit ihrer Vergangenheit (Ketzer, Hexen, Kreuzzüge, Juden-Pogrome) um? Regina Polak: Dieser Vorwurf betrifft vor allem die...

  • 17.03.20

Vorwürfe gegen die Kirche
Sind Kirche und Glaube noch zeitgemäß?

Ein Vorwurf, mit dem die katholische Kirche öfter konfrontiert wird, ist die Frage, ob der Glaube und die Kirche überhaupt (noch) zeitgemäß ist. Sind wir verstaubt, oder sind wir relevant und am Puls der Zeit im Leben der Menschen – auch noch 2020 Jahre nach Christi Geburt? 1. Ist die Kirche verstaubt?Regina Polak: Mir gefällt in Bezug auf die Kirche weder das Wort verstaubt noch das Wort zeitgemäß. Beide Begriffe bringen die fundamentale Spannung nicht zum Ausdruck, die bereits in...

  • 11.03.20
Der Staßenjunge Costel versucht bei P. Georg Sporschill Aufmerksamkeit zu erhaschen. Nach vielen Jahren konnte er sich mit der Mutter versöhnen.

Abenteuer Gottesglaube in der Ehre für die Eltern
In guten und in schweren Tagen

Es ist leicht, auf die Eltern im Guten stolz zu sein. Es ist aber schwer, sie in ihrer Schwäche anzunehmen. Die Rabbinen diskutierten, warum nur einem Verheißung lange lebst in dem Gott, dir gibt.“ Diese Zusage wird denen gemacht, und jedoch für alle anderen genauso, aber die Rabbinen kamen zu dem Schluss, dass Gott die Verheißung an das vierte Gebot hing, weil es das schwerste ist. So ist die Verheißung eine Stärkung für den richtigen Umgang mit den Eltern. Wenn Kinder auf den Reichtum,...

  • 10.03.20
So knapp vor dem Ziel von einem Gegner aus der Bahn geworfen. Das ist nicht nur im Spiel so. Es gibt auch im Ernstfall oft Grund zum Ärger. Und den soll man nicht einfach runterschlucken.

Schwester Melanie Wolfers SDS: Die Kunst des Vergebens
Mensch, ärgere dich - nicht

„Wenn wir uns mit unserer Wunde einer Person zeigen, die gut  zuhört und uns versteht, können wir erfahren: Ich bin nicht  allein in meinem Leid.“ Ob auch Sie manche der folgenden belastenden Erfahrungen kennen? Von einem Vorkommnis tief gekränkt, finde ich mich immer wieder in einer wütenden inneren Zwiesprache mit dem Übeltäter vor – ob ich nun auf den Bus warte, den Computer hochfahre, Zeitung lese ... Oder ich tröste mich mit wilden Fantasien darüber, was ich alles mit ihm anstellen...

  • 10.03.20
Wir Menschen bestehen aus Leib und Seele, und darum ist es gut und richtig, wenn wir mit dem Leib „spüren“, dass das eine besondere Zeit ist.
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Mit Pater Karl Wallner durch die Fastenzeit zum Fest der Auferstehung
Eine Zeit zum „Neuwerden“

Wie gut, dass es die Fastenzeit gibt! Wir brauchen ja dringend einen Einschnitt, damit unser Leben nicht wie ein Einheitsbreit dahinrinnt. Die Fastenzeit ist eine Chance. Sie soll eine spürbare Zäsur sein. Ich finde, dass es für uns Christen eine ziemliche Blamage wäre, wenn wir die Fastenzeit nicht ernst nehmen. Es ist ja beschämend, dass in anderen Religionen das Fasten viel besser gehalten wird als bei uns. Es sollte uns nachdenklich stimmen, dass „die Welt“ das Fasten sehr intensiv...

  • 09.03.20
Dem Gast etwas zu trinken zu geben, ist eine wichtige Form der Zuwendung. In ihr wird nicht nur der äußere Durst des Menschen gestillt, sondern auch der Durst nach Nähe und Zuwendung.

Pater Anselm Grün: Werke der Barmherzigkeit - Teil 2
... und ihr habt mir zu trinken gegeben

Der wahre Durst des Menschen ist der nach Liebe. Und dieser Durst wird nie allein von Menschen gestillt werden. Als ich während meines Studiums in Rom mit ein paar französischen Mitbrüdern eine Woche in Italien wandern war, war es selbstverständlich, dass uns die Bewohner eines Dorfes ihre Häuser öffneten und uns den Wassersack füllen ließen. In Deutschland habe ich da andere Erfahrungen gemacht. Da ist es nicht selbstverständlich, dass man einem öffnet, der bittet, seine Flasche zu...

  • 08.03.20
Drei Wochen lang kommt bei Monika Slouk nichts auf den Teller, sie nimmt nur Kräuter- und Gewürztees zu sich.
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Abenteuer Fasten 2: Wie wenig ist noch genug?
Drei Wochen bleibt der Teller leer

Wenn Monika Slouk fastet, dann isst sie gar nichts, und das mehrere Wochen lang. Sie weiß aber auch die Fülle auszukosten – alles zu seiner Zeit. Getreu dem prägnanten Ausspruch Teresa von Avilas: „Wenn Fasten, dann Fasten. Wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn.“ Das körperliche Fasten ist für mich ein ganz starker Ausdruck davon, wie man frei werden kann von Dingen, die einem sonst selbstverständlich vorkommen“, sagt Monika Slouk, „diese tiefe Erfahrung der Freiheit, das ist für mich die Fastenzeit....

  • 08.03.20
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Verborgene Plätze, besondere Schätze - Teil 2
„Er predigt ganz dynamisch“

Besuch im Klemensmuseum in der Kirche Maria am Gestade in Wien, dem Zentrum der Klemens-Verehrung: Pater Hans Hütter führt uns durch die Ausstellung mit Original-Objekten, Bildern und Zitaten über Leben und Wirken des hl. Klemens Maria Hofbauer und zeigt uns einen völlig verborgenen Ort voll Geschichte. Ein Schwarz-Weiß-Foto an der Wand zeigt das Geburtshaus des hl. Klemens Maria Hofbauer in Tasswitz bei Znaim. Der Stadtpatron Wiens wurde darin 1751 als eines von zwölf Kindern eines...

  • 08.03.20

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