5. Sonntag der Osterzeit | 28. April 2024
Kommentar

Beim Winzer in die Lehre gehen
In der Kirche sind wir heute, wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, mit epochalen Umwälzungen konfrontiert, deren Ausmaß wir erst ansatzweise abschätzen können. Es fällt uns nicht leicht, damit umzugehen. Viele sehen Anzeichen eines Niedergangs kirchlicher Traditionen und Lebensformen, verbunden mit einem Downsizing der Strukturen. Andere sehen, dass Neues entsteht und zu wachsen beginnt.
Veränderungen sind schmerzhaft und verlangen uns die Fähigkeit zum Loslassen ab. Vielleicht sollten wir bei einem Winzer in die Lehre gehen und beobachten, wie er seine Weinstöcke behandelt. Jesus sieht darin ein Bild dafür, wie Gott in der Welt und in der Kirche wirkt. Wir alle, die wir uns in der Taufe mit Christus verbunden wissen, sind wie ein Weinstock, ein lebendiger Organismus, der immer wächst und seine Gestalt verändert.
Damit der Weinstock sich gut entwickeln kann, ist es auch nötig, dürre Reben abzuschneiden und jene Triebe, die keine Früchte mehr bringen, zu entfernen. Dafür braucht es Mut und klare Entscheidungen. Und zuallererst müssen wir die feste Verbindung mit Christus suchen, die Grundvoraussetzung für Lebendigkeit und Wachstum.

Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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