Steiermark | SONNTAGSBLATT - Kommentare & Blogs

Beiträge zur Rubrik Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Die ersten Ordensleute, an die ich mich von meiner Kindheit her erinnern kann, sind Kreuzschwestern. Im Krankenhaus meiner Heimat Judenburg erlebte ich sie als Krankenschwestern. Eine hat mich als kleines Kind durch das Anbieten eines Zuckerls aus kurzer Bewusstlosigkeit erweckt. Gewusst wie! Während des Spitalsaufenthaltes nach einer Operation haben sie mich in die Küchen und Stationen mitgenommen. Und ich habe sie manchmal in langer Prozession in die Kapelle zum Gebet gehen sehen. Zum...

  • 16.09.20

Offen gesagt
Aufgaben aufteilen

Sie sind Handlungsbevollmächtigte für die Pastoral – was sind Ihre Aufgaben? Mein Aufgabenfeld ist vielfältig. Als Pastoralverantwortliche (Kurzform) bin ich unter anderem die Vorgesetzte aller pastoralen MitarbeiterInnen und PastoralreferentInnen in meinem Seelsorgeraum. Ich bin z. B. zuständig für Urlaubsanträge und Co., was aber nur einen kleinen Teil meiner Arbeit ausmacht. Meine Hauptaufgabe ist es, den Überblick über die pastoralen Geschehnisse zu wahren, und die Umsetzung des...

  • 16.09.20

Positionen, Leopold Neuhold
Was geht und was nicht mehr geht

Am Stammtisch schildern die dort Versammelten, welche Schwierigkeiten ihnen das Alter bereitet. Der eine, in seiner Jugend ein hervorragender Fußballspieler, hat nun Schwierigkeiten, eine Treppe emporzusteigen. Dem anderen, einem früher ausgezeichneten Tänzer, wird nun schon nach einer Umdrehung schwindlig. Der dritte hatte Augen wie ein Luchs, jetzt kann er die Zeitung nicht mehr ohne Brille lesen. Der vierte wendet sich gegen diese Klagen: „Was ist los mit euch, ich bin noch gleich stark...

  • 16.09.20

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Lernen hört niemals auf Für mich persönlich fühlt sich der Schulbeginn heuer eigenartig an. Hat doch die Schule für mich gar nicht wirklich aufgehört, da coronabedingt meine Schulgottesdienste ausgefallen sind. Trotzdem ist Schulbeginn. Nach Homeschooling, Wiederaufnahme des Unterrichts mit Gruppen und Abstand und der Ferienzeit beginnt es wieder, das Lernen. Aber Lernen hört sowieso nie auf. Und gerade die Zeit, in der das schulische Lernen so anders war und ist, hat uns viel Lernstoff...

  • 09.09.20

Offen gesagt
Meine Kirchenzeitung

Was bedeutet Ihnen das Sonntagsblatt? Das Sonntagsblatt erfüllt mich wöchentlich mit Vorfreude, wenn es in meinem Postkasten liegt und ich es mir dann meist als Gute-Nacht-Lektüre vornehme. Es gibt mir einen guten Überblick über die aktuellen kirchlichen Aktivitäten, und ich bin immer sehr neugierig, was so alles in der Diözese los ist. Außerdem ist es mir eine willkommene Arbeitshilfe für meinen Religionsunterricht. Immer wieder kann ich Themen herausgreifen oder Seiten verwenden: Zum...

  • 09.09.20

Positionen, Alois Strohmeier
Die Sonntagsstille und der Rasenmäher

Es war an einem Sonntagmorgen Mitte August. Die Sommerhitze hatte eine Pause eingelegt, und ich genoss die angenehme Kühle, als ich nach der Frühmesse in der Grazer Stadtpfarrkirche auf dem Heimweg war. Auf den Straßen herrschte wenig Verkehr. Eine ungewohnte Stille lag über der Stadt. Mit der Stille war es alsbald vorbei, als auf dem großen Sportplatz unter meiner Wohnung ein Rasenmäher seine Runden drehte, Runde für Runde mit beträchtlichem Getöse. Wie gesagt – an einem Sonntagmorgen! Ich...

  • 09.09.20

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

In Ruhe lassen und sich freuen Ferienzeit und Urlaubszeit waren heuer ein bisschen anders als sonst. Nicht nur, wenn man am falschen Zeitpunkt vor dem Karawankentunnel war. Die kommende Schulzeit erwarten wir auch mit einer gewissen Spannung, wie der Unterricht gehen kann.Nun ist auch noch Schöpfungszeit angesagt. Vom Tag der Schöpfung (1. September, Beginn des orthodoxen Kirchenjahres) bis 4. Oktober (Gedenktag des Schöpfungspatrons Franziskus) steht die Schöpfung im besonderen Blick der...

  • 02.09.20

Offen gesagt
Vieles neu mit 1.9.

In der Diözese Graz-Seckau werden kirchliche Personalveränderungen üblicherweise mit dem 1. September wirksam. Wie sieht dies im heurigen Jahr aus? Mit dem Prozess der Kirchenentwicklung möchten wir Kirche so gestalten, dass sie wachsen und zukunftsfähig bleiben kann. Dies werden wir ab September 2020 in größeren Räumen, den 50 sogenannten Seelsorgeräumen, ermöglichen. Wir verstehen sie als Netzwerk aus Pfarren und anderen kirchlichen Erfahrungsräumen und Berührungspunkten. In einem...

  • 02.09.20

Positionen, Karl Veitschegger
Menschlichkeit

Sie wurde zwar evangelisch getauft, fühlte sich aber schon früh als Atheistin und lebte auch so. Erst heftige Angriffe auf die Religion durch fanatische Atheisten weckten in ihr das Interesse an Glaube und  Kirche. Sie wollte sich ihre eigene Meinung bilden. 2018 ist Meike Kröger dann katholisch geworden. Viele Bekannte verstehen diesen Schritt nicht, da Meike nach wie vor den Demokratie-Mangel in der katholischen Kirche kritisiert und die Priesterweihe für Verheiratete und Frauen für...

  • 02.09.20

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Wie reagieren Sie auf etwas Neues? Mit Spannung und Neugier? Mit Unsicherheit und Skepsis? Lassen Sie es an sich herankommen, oder gestalten Sie es mit? Mit 1. September werden in die Landkarte der steirischen Kirche Seelsorgeräume eingezeichnet. Sie sind weder dasselbe wie früher ein Dekanat noch dasselbe wie bisher ein Pfarrverband. Der Dienst der Kirche an den Menschen, wie er in den Pfarren und anderen Erfahrungsorten von Kirche geleistet wird, soll noch stärker als bisher miteinander...

  • 26.08.20

Offen gesagt
Zeigen, was man leistet

Seit der Corona-Krise hat sich viel kirchliche Arbeit ins Web verlagert. Wie ist Ihre Einschätzung? Ich finde, dass die Kirchen noch Aufholbedarf haben, wenn es um Social Media geht. Es gibt zwar das eine oder andere innovative Projekt, das große Ganze erkenne ich aber noch nicht. Im Vergleich zur gesellschaftlichen Bedeutung ist die Kirche auf Social Media bei weitem nicht so präsent, wie sie es sein könnte. Im Bereich der Social Media „funktionieren“ Gesichter besser als Gebäude. Wer...

  • 26.08.20

Positionen, Monika Prettenthaler
Zwei Schwestern

Auch wenn mir der Sommer jedes Jahr Zeit schenkt, entspannte Tage mit meiner Herkunftsfamilie zu verbringen, erzähle ich jetzt nicht aus den inspirierenden Gesprächen mit meinen Eltern, Geschwistern, mit Schwager, Schwägerin, Nichten und Neffen … Es sind zwei andere Schwestern, die mir in diesen Tagen nahegehen: Die eine heißt Verantwortung. Ihre Bedeutung ist mir neu bewusst geworden, noch mehr aber hat mir ihr Fehlen zu denken gegeben. Wenn Menschen nicht in der Lage sind, mit den...

  • 26.08.20
Herbert Meßner, Chefredakteur

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Krippe wegen Krankheit geschlossen In Mariazell bin ich auf dem Weg zur Heilig-Brunn-Kapelle. Ein anderer Weg zweigt zur „mechanischen Krippe“ ab. Aber diesmal ist ein Schild angeheftet: „Krippe wegen Krankheit geschlossen.“ Nach meinem ersten Schmunzeln, wer denn an der Krippe krank ist, fasst dieses Schild für mich noch einmal vieles in diesem Corona-Jahr zusammen. Wegen Corona verschoben. Wegen Corona nur in kleinem Rahmen. Wegen Corona erst nächstes Jahr. Ich denke an die Kinder, die...

  • 19.08.20
Mag. Herbert Beiglböck ist Direktor der Caritas Steiermark.

Offen gesagt
Wertschätzung

Die „Corona-Gefahrenzulage“ ist auch für Mitarbeitende der Caritas angekommen. – Zufrieden? Die Ankündigung des Landes Steiermark, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bereichen Soziales und Pflege eine einmalige Corona-Gefahrenzulage auszuzahlen, freut uns natürlich sehr. Die Corona-Pandemie hat uns als Gesellschaft vor besondere Herausforderungen gestellt. Sie hat aber auch gezeigt, dass wir in schweren Zeiten näher zusammenrücken und bereit sind, füreinander Herausragendes zu...

  • 19.08.20

Positionen, Leopold Neuhold
Kaiser und Pöbel

„Der neue Mitarbeiter macht einen recht intelligenten Eindruck!“, bemerkt der Besucher anlässlich eines Betriebsbesuchs. Darauf der Betriebsinhaber: „Lassen Sie sich nicht täuschen, er simuliert!“ Wie oft wählen wir den Weg der Abwertung des anderen, um vielleicht selbst besser dazustehen! Für uns ist es oft schwer zuzugeben, dass der andere etwas gleich gut, geschweige denn besser kann. Christoph Möllers, ein Staatsrechtler, hat einmal zu bedenken gegeben, dass das Unbehagen an der Demokratie...

  • 19.08.20

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Kommt selten allein: Nur das Unglück? Ein Knall, dann noch ein größerer – und schon gibt es Tote, zahlreiche Verletzte und Menschen ohne Zuhause. So trafen uns die erschreckenden Nachrichten aus Beirut. Dort, wo ohnehin Unruhen, Bürgerkrieg und Vergeltungsschläge genug Unheil angerichtet haben. Das aktuelle Unglück soll ein verantwortungsloser Umgang mit hochgefährlichem Material verursacht haben. In Ostafrika vernichten unvorstellbare Heuschreckenschwärme die Ernte und damit die...

  • 12.08.20
Hans-Peter Wilhelmer kocht im elterlichen Betrieb und führt „Die Drogerie – Eismanufaktur & Kaffeehaus“ in Obdach.

Offen gesagt
Eis-Wetter in Obdach

Wie läuft es derzeit in der Gastronomie? Das heurige Jahr ist für uns sehr anders als sonst und definitiv schwieriger. Im elterlichen Betrieb, wo ich als Koch arbeite, war die Situation während des Lockdown problematisch. Wir haben schließlich Pizza ausgeliefert, und als es möglich war, kamen die Leute die Bestellungen selbst abholen – das hat die Situation verbessert. Aber auch nach den Lockerungen hat es noch zwei, drei Wochen gedauert, bis langsam wieder mehr Menschen ins Lokal gekommen...

  • 12.08.20

Positionen, Elisabeth Wimmer
Was uns das Wort „Erholung“ vorgaukelt

Wovon wollen wir uns erholen? Von Krankheit, von schwerer körperlicher Arbeit, von familiärer Organisationsmühe, von der Verunsicherung durch die Pandemie, von Pandemie-Maßnahmen, die unsere Gewohnheiten durchbrechen, von Prüfungen. Von Kindern, die unsere Kräfte fordern, von Menschen, die es immer besser wissen (wollen), oder solchen, die uns mit Ansprüchen überhäufen, von Schlafentzug. Von der ehrenamtlichen Tätigkeit, von Kränkung, die an uns nagt, von Beziehungsproblemen, vom hektischen...

  • 12.08.20

Aus meiner Sicht - Dr. Herbert Meßner
Chefredakteur Herbert Meßner

Auf den Weg zu besonderen Verehrungsstätten der Gottesmutter Maria machen sich auch in diesem Sommer viele Gruppen. Über zwei solche Wallfahrtsorte finden Sie in dieser Ausgabe größere Beiträge: Graz-Mariatrost und Heilbrunn. Allein die beiden Namen stehen für das, was Menschen suchen, wenn es sie an solche Orte zieht: Trost und Heilung. Trost braucht nicht nur, wer trauert. Manchmal braucht der Mensch einfach Ermunterung und Bestätigung in den Unsicherheiten und Unwägbarkeiten seines Lebens....

  • 05.08.20
Thomas Meier ist Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark und seit 1984 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Feldbach.

Offen gesagt
Nach dem Unwetter

Wie haben sich die Unwetter in der Steiermark ausgewirkt? Wie hilft die Feuerwehr? Seit Ende Juni muss man sagen, dass keine Region der Steiermark von Unwettern ganz verschont geblieben ist. Fast überall kam es zu Gewittern mit den klassischen Unwetterkomponenten: Sturm, Hagel und Starkregen. Die Schäden fielen dementsprechend aus: überflutete Keller, von Muren verlegte Straßen, Bahngleise oder Gebäude, umgestürzte Bäume, die Autos, Häuser, Strom- und Telefonleitungen beschädigten, im...

  • 05.08.20

POSITIONEN, Alois Strohmaier
Ein Hoch den frechen Spatzen

Wenn ich gelegentlich auf einen Kaffee beim Jakomini-Sorger einkehre, geschieht es, dass ein frecher Spatz ohne Scheu vor den Gästen das Lokal aufsucht. Und geschickt pickt er die Semmel- und Brotbrösel auf dem Boden auf. Da denke ich an den genialen Jugendseelsorger und Gründer des Salesianerordens, Johannes Don Bosco, über den die Dichterin Elisabeth Langgässer gesagt hat, der Heilige sei „wie ein wildes Gebirgswasser“ gewesen, „das gleichzeitig Steine mit sich reißt und Blumen und Tiere...

  • 05.08.20

Aus meiner Sicht
Chefredakteur Herbert Meßner

Gipfelgespräch über das Leiden Wanderungen sind in der Ferienzeit immer eine beliebte Unternehmung. In Ermangelung exotischerer Urlaubsziele sind sie es heuer vielleicht noch stärker. Auch auf dem kirchlichen Kalender steht im Sommer eine Wanderung. Jesus führt uns dabei auf den Berg der Verklärung. Auf dem Berg Tabor, der so charakteristisch die Jesreel-Ebene in Galiläa überragt, wird sein Wanderziel lokalisiert. Am 6. August wird das Ereignis auf dem Gipfel dieses Berges gefeiert, die...

  • 29.07.20
Bischof Wilhelm Krautwaschl beschäftigt sich auf seinem Blog krautwaschl.info ausführlich mit der Instruktion „Pastorale Umkehr“. Er sieht keinen Widerspruch zum diözesanen Reformprozess.

Offen gesagt
Ruhig weitergehen

Was bedeutet die Vatikanische Instruktion der Kleruskongegration für den Kirchenentwicklungsprozess in der Steiermark? Die eben veröffentlichte Instruktion hat eine „Pastorale Umkehr“ im Blick. Unser Ausgangspunkt war ein „Perspektivenwechsel“ im Leben von Kirche: „Was ist unsere Sendung?“ Ein wesentlicher Faktor desselben ist unser gemeinsames Voranschreiten als Kirche und damit als Leib Christi mit unterschiedlichen Charismen, Aufgaben und Verantwortungen. An diesem Weg führt nichts...

  • 29.07.20

Positionen, Karl Veitschegger
Miteinander?!

Wieder einmal ist ein Dokument aus Rom gekommen. Diesmal eine Instruktion über Pfarre und missionarische Seelsorge aus der Kleruskongregation. Nicht, dass ich mir davon besondere neue Impulse erwartet hätte, aber ein bisschen mehr Mut wäre schon schön gewesen. Das Schreiben enthält durchaus stimmige Zeitanalysen und viele wunderbare Zitate von Papst Franziskus, die ich voll mittragen kann. Aber es ist wie so oft bei Mutter Kirche: Man redet gern von Reform, von „pastoralem Miteinander“ und...

  • 29.07.20

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