Steiermark | SONNTAGSBLATT - Kommentare & Blogs

Beiträge zur Rubrik Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Mit dem Wollen beginnt der Weg

Ein guter Lehrer kann hören, was ein Schüler zu ihm sagt. Ein großer Lehrer versteht sogar dessen Flüstern. Ein hervorragender Lehrer ist nicht der, der einen Schüler dazu erzieht, eine gute Leistung zu erbringen, sondern jener, der einen Schüler dazu bewegt, dies zu wollen. So der amerikanische Autor Monty Roberts. In diesen Wochen werden Firmungen gefeiert. Junge Menschen erfahren, dass sie vom Geist Gottes begabt sind. Sie erfahren sich voll von der Glaubensgemeinschaft der Kirche...

  • 12.05.21

Offen gesagt - Mag. Barbara Krenn
Religion in TV + Radio

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf die Religionssendungen im Fernsehen und im Radio ausgewirkt? Religion und Spiritualität spielt im Leben vieler Österreicherinnen und Österreicher eine wichtige Rolle. Die Corona-Pandemie hat die Fragilität des Lebens und die Begrenztheit des Menschen deutlich vor Augen geführt. Daher hat der ORF mit Beginn des ersten Lockdowns im März vergangenen Jahres sofort auf die Bedürfnisse glaubender Menschen reagiert und sein Religions-Angebot ausgebaut. Vor allem...

  • 12.05.21

Positionen - Karl Veitschegger
Bevorzugt

Es ist geschmacklos, wenn mitten in der Corona-Krise ein Wiener Innenstadt-Priester in der Zeitung ungeniert von seinem Wohlstand labert: „Supermärkte kenne ich nur vom Segnen, nicht vom Einkaufen. Ich wüsste nicht mal, wo ich dort Milch oder Butter finde. Darum nehme ich zurzeit Essensgeschenke gern an.“ Im Lockdown fallen ja Abendtermine mit gutem Essen aus. Über seine Köchin, die für den Mittagstisch sorgt, sagt er: „Fischgerichte waren anfangs nicht ihre Stärke. Ich habe dann Haubenkoch...

  • 12.05.21

Mutworte - Anna Schreiber
Was darf ich fühlen?

Der Kontakt mit meinem 65-jährigen Vater ist für mich (34) oft anstrengend. Ich würde manchmal am liebsten bald wieder gehen, wenn ich ihn besuche, oder den Hörer auflegen, wenn wir telefonieren. Danach habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich so etwas doch nicht fühlen darf. Brauchen unsere Gefühle eine Berechtigung, um da sein zu dürfen? Meine Antwort: Nein. Gefühle sind da. Das allein ist ihre Daseinsberechtigung. Die Frage „Darf ich fühlen, was ich fühle?“ bringt uns nicht wesentlich...

  • 12.05.21

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Mehr Mutter und weniger Mutter

Muttertag in Pandemie-Zeiten. Noch ohne den vielleicht gewohnten Gasthausbesuch. Zum Teil hat es in dieser Zeit „mehr Mutter“, zum Teil „weniger Mutter“ gegeben. Homeoffice vieler Frauen und Homeschooling vieler Kinder haben mehr gemeinsame Zeit mit der Mutter gegeben. Mehr gemeinsames Erleben, mehr Möglichkeiten, miteinander zu reden oder etwas zu machen, oder auch mehr Reibungsflächen. War aber eine Mutter im Krankenhaus oder im Pflegeheim, war der Kontakt manchmal eingeschränkt, kürzer,...

  • 05.05.21

Offen gesagt - Dr. Gertraud Schaller-Pressler
Viel Neues entsteht

Findet auch heuer die „Lange Nacht der Kirchen“ statt. In welcher Form? Ja, am Freitag, 28. Mai 2021, wird die Lange Nacht der Kirchen in Österreich wieder stattfinden – aber „heuer sicher anders“! So möchten wir in der Steiermark trotz erster möglicher Öffnungsschritte aus Rücksichtnahme auf die Menschen und die noch nicht überwundene Pandemie noch keine Präsenz-Veranstaltungen in den Kirchen anbieten. Auch weil vieles, was die Lange Nacht der Kirchen ausmacht, wie etwa das spontane...

  • 05.05.21

Positionen - Monika Prettenthaler
Mütter und Töchter

Nicht nur am Muttertag: Gespräche zwischen Müttern und Töchtern können – abhängig von Alter, Zeit und Kontext – ganz unterschiedlichen Charakter haben. Manchmal sind sie geprägt von Liebe, Empathie, Herzlichkeit, Verständnis, von Fürsorge, manchmal vielleicht mehr von kritischer Loyalität, Verwunderung, Zweifeln, Verletzungen und Fragen … oder sie sind eine Mischung aus allem. Eine Kollegin, die sich seit 30 Jahren haupt- und ehrenamtlich in der Kirche engagiert, schreibt: Neulich unterhielt...

  • 05.05.21

Mutworte - Christa Carina Kokol
Ein Schnitt für Jugend und Schönheit

Manche Menschen lieben es, Bäume zu umarmen, um deren Kraft in sich aufzunehmen. Und das ganz unbeschadet – auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Bäume machen Mut, wenn wir uns im Leben schmerzhaft beschnitten fühlen: Das Frühjahr ist eine gute Zeit für den Obstbaumschnitt. Doch der harte Eingriff hinterlässt oft tiefe Baumwunden. Das Entfernen von Wassertrieben bringt zusätzlich einen schmerzvollen Verlust. Und auch auf eine neue Wuchsrichtung muss sich der Baum immer wieder einstellen. All das...

  • 05.05.21

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Helfen - so oder so gemeint

Wenn zu meiner Kinderzeit mein Vater oder ein Lehrer zu mir sagte „Ich werde dir gleich helfen“, wurde mir immer etwas mulmig zumute. Ich wusste ja genau: In diesem Zusammenhang bedeutet „helfen“ eher das Gegenteil von dem, was wir normalerweise darunter verstehen. Auch heute kann der Begriff „Helfen“ ein mulmiges Gefühl erzeugen. Etwa wenn von Sterbe-Hilfe gesprochen wird. Auch hier wird ein schön klingender Begriff manchmal für sein Gegenteil verwendet. Und auch für Gesetze ist nicht nur...

  • 28.04.21

Offen gesagt - Mag. Markus Lendl
Vereinsleben gibt Kraft

Sie engagieren sich ehrenamtlich in der Pfarre Leoben-Göß. Was bedeutet das für Sie? Als ich umgezogen bin, war die Pfarre für mich eine Anlaufstelle, um mehr Bekanntschaften im Ort zu haben. Angefangen hat alles mit der Sternsingeraktion. Mein Angebot, eine Gruppe „zu bekochen“, wurde dankbar angenommen. Wenn man kommunikativ ist, ist man schnell „mitten drin“. Beim Plaudern über Privates ergab es sich, dass ich immer wieder um Hilfe bei dieser oder jener Aktion gefragt wurde. Heute kann ich...

  • 28.04.21

Positionen - Leopold Neuhold
Arbeit ist mehr

„Wieso setzt du dich nicht zu den Kollegen?“ So die Frage eines Teamleiters an einen seiner Mitarbeiter, der abseits sitzt. Der antwortet: „Ich habe Pause!“ Sind aber nicht gerade Pausen Gelegenheiten, sich mit anderen über die Arbeit hinaus zu unterhalten, menschliche Beziehungen zu pflegen? Dieser kleine Witz stammt sichtlich aus der Zeit vor Corona. Beim Homeworking kann man sich nicht mit Kolleginnen und Kollegen zusammensetzen, man hat keine gemeinsamen Pausen. Viele haben in dieser Zeit...

  • 28.04.21

Mutworte - Ruth Zenkert
Die Sprache der Liebe

Mit Sonnenaufgang weckte mich jeden Morgen um fünf Uhr das Läuten einer Kuhglocke. Eines Tages schaute ich aus dem Fenster und sah im Garten nebenan die alte Nachbarin auf und ab gehen, die Glocke in der Hand. „Ist das ein orthodoxes Morgengebet?“, fragte ich sie. „Gegen die frechen Spatzen, die mir die Samen aus der Erde picken!“, rief sie zurück. Alt und gebückt, kann sie keine großen Sprünge mehr machen, auch ihr erwachsener Sohn hat eine körperliche Beeinträchtigung – er hinkt – und kann...

  • 28.04.21

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Die Verlässlichkeit des Wohlwollens

„Wie viele Kinder haben Sie schon zur Welt gebracht?“ fragt der Moderator die junge Hebamme, die bei der „Millionenshow“ ihr Wissen unter Beweis stellt. „Ich habe gar keines zur Welt gebracht“, korrigiert sie ihn. Die Mütter bringen die Kinder zur Welt. So wie bei einer Bergwanderung die Wandernde selbst gehen muss und der Bergführer sie kundig begleitet, so ist bei einer Geburt die Hebamme der Bergführer. Vielleicht ist die Aufgabe in einem geistlichen Beruf ähnlich. Ein Bischof, Priester oder...

  • 21.04.21

Offen gesagt - Margit Ablasser
Mein Mann ist Diakon

Wie ist es, als Ehefrau eines Ständigen Diakons zu leben? Die Entscheidung unserer Männer, ihrer Berufung zu folgen und zum Dienst in der Kirche als Diakon bereit zu sein, gehen wir Frauen umfassend mit. Unser Ja war sowohl am Traualtar Voraussetzung für die verbindliche Zusage zur Ehe als auch Bedingung für die Zulassung unserer Männer zur Weihe. Die Aufgaben des „Ständigen Diakons“ beeinflussen das Leben als Familie. Gilt es doch Partnerschaft, Familie, Beruf, Weiheamt, Ehrenämter, Freunde …...

  • 21.04.21

Positionen - Elisabeth Wimmer
Mit Elefanten tanzen

Der afrikanische Waldelefant stirbt aus. „Na und. Ist halt so. Warum sollte uns das berühren?“ – Ja, warum? Weil wir Menschen selbst, wie Elefanten, Margeriten und Mikroben, in die Schöpfung eingewoben wurden. Die uns Heimat, Lebensgrundlage und Raum unserer Berufung ist. Und: Weil mit dem Verschwinden einzelner Tier- und Pflanzenarten ein Gleichgewicht kippt, über das die meisten von uns viel zu wenig wissen. Von dieser Balance leben aber auch wir Menschen. Ursprünglich waren Wälder, Berge,...

  • 21.04.21

Mutworte - Christa Carina Kokol
Meer und mehr vertrauen

Entscheidungen zu treffen fällt meist nicht leicht und kann schmerzlich sein. Ich weiß, wovon ich rede. Ist das, was ich im Moment für richtig halte, morgen vielleicht schon falsch? Kaum ist das vermeintlich Richtige gewählt, schwirren tausend Gedanken durch den Kopf, die das Gegenteil aufzeigen. Und mein Bauchgefühl scheint sich auch verabschiedet zu haben. Es gibt in unserem Leben nicht die richtige Entscheidung. Jede Entscheidung ist Risiko und Chance zugleich. Wer durch seine Entscheidung...

  • 21.04.21

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Nur wenn keine Seite sich für unfehlbar hält

Über den nun verstorbenen Theologen Hans Küng, der unter anderem das Buch „Unfehlbar?“ herausgegeben hatte und als scharfer Kritiker einer zentralistischen Kirchenleitung bekannt war, kursierte seinerzeit ein Witz: „Es gibt eine Papstwahl, und Küng wird telefonisch informiert, dass ihn die Kardinäle zum Papst wählen wollen. Küng erbittet sich Bedenkzeit, ob er die Wahl annimmt. Schließlich ruft er zurück und erklärt: Ich kann nicht Papst werden. Denn dann bin ich nicht mehr unfehlbar.“ Kurz...

  • 14.04.21

Offen gesagt - Georg Eichberger
Sammeln heuer anders

Wie geht es der Caritas heuer mit der Caritas-Haussammlung? Es geht anders, aber es geht: Die 70. Haussammlung der Caritas Steiermark ist keine gewöhnliche. Die vielen Freiwilligen, die in den steirischen Pfarren und Gemeinden unterwegs sind, um Spenden für Menschen in Not zu sammeln, tun dies unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie mit Maske und Abstand. Daher waren manche, auch einige langjährige SammlerInnen, skeptisch. Denn es geht bei dieser Aktion nicht allein um Geld, sondern auch um...

  • 14.04.21

Positionen - Alois Strohmaier
Wenn Schule zur Heimat wird

Seit Jahren wohne ich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Augustinum, dem Bischöflichen Zentrum für Bildung und Berufung. Dieses große Haus beherbergt mehrere Schulen, etwa eine Praxis-Volksschule und vor allem das Bischöfliche Gymnasium. Neben der Wissensvermittlung wird auch die Freude am Glauben gestärkt. Für die meisten jungen Menschen, die hier ein- und ausgehen, bildet das Augustinum so etwas wie eine Heimat. Kann die Schule Heimat bieten? – Der Tiroler Religionspädagoge Dr. Klaus...

  • 14.04.21

Mutworte - Ruth Zenkert
Das Gewand des Gerechten

Lange Zeit hatte Adi ein Arbeitsgewand im Kofferraum. „Ich gebe zu, in den ersten Wochen habe ich mich im Auto umgezogen und desinfiziert. Meine Frau hatte Angst, dass ich Läuse mitbringe oder ein Floh unserem Baby Krankheiten bringt.“ Es war schwer für Adi, als er sich entschloss, an unserer Musikschule zu unterrichten. Seine Kollegen lachten, als sie hörten, er wolle „Zigeunern“ Saxophonspielen beibringen. In Sibiu, Brasov, Cluj, bis nach Bukarest suchten wir Lehrer. Das Gehalt war hoch,...

  • 14.04.21

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Wer hat Angst vor dem schweren Stein

Kraft fürs Leben zu geben gehört zu den Aufgaben, denen wir uns als Sonntagsblatt-Redaktion immer verpflichtet fühlen. Zwischen Ostern und Pfingsten lassen wir Menschen zu Wort kommen, die erzählen, woraus sie Kraft fürs Leben schöpfen. Heute beginnt diese Artikelserie, für die Sie auch eigens ein Abo bestellen können, mit einem, der diese Kraft vor allem aus der Natur bezieht. Wir haben Ostern gefeiert und lassen dieses Fest in einer siebenwöchigen Osterzeit weiterwirken. Wir haben von den...

  • 07.04.21

Offen gesagt - Dr. Regina Polak
Unverzichtbare Stimme

Die katholische Kirche erlebt Ihrer Meinung nach einen Wertekonflikt zwischen modernen Lebenswelten und christlich-kirchlicher Lebensweise. Was heißt das? Gelingt es der katholischen Kirche in absehbarer Zeit nicht, diese Wertekonflikte – die längst auch im Inneren angekommen sind – so zu bearbeiten, dass sie ihre Tradition im Horizont dieses Wertewandels und auf der Basis wissenschaftlicher Expertise weiterentwickelt, wird die Erosion kirchlicher Religiosität rasant voranschreiten. Damit steht...

  • 07.04.21

Positionen - Karl Veitschegger
Eine unglaubliche Geschichte?

Schließlich war auch der skeptische Apostel Thomas überzeugt: Der Gekreuzigte lebt, er ist auferstanden! – Aber so eine Botschaft klingt verrückt und gar nicht erfolgversprechend. Denn ein Gekreuzigter galt damals als von Gott verflucht. Mit einer solchen Message war nichts zu holen. Man behält sie besser für sich. Außer man macht eine so tiefe und einmalige Erfahrung, dass man sie nicht verschweigen kann. Pinchas Lapide, der sich als jüdischer Theologe intensiv mit Jesus beschäftigt hat, ohne...

  • 07.04.21

Mutworte - Benno Elbs
Balsam für Wunden

Corona hat die Welt verändert. Angesichts der großen Zahl an Kranken und Toten weltweit spüren wir ganz besonders die Verwundbarkeit des Lebens. Und unsere Hilflosigkeit. Wie können wir mit dieser Ohnmachtserfahrung umgehen? Was mich auch beschäftigt: Wie können wir in unserer Not auch die Not anderer sehen – nicht zuletzt das Elend der Flüchtlinge in Griechenland? Eine berührende Antwort gibt die jüdische Intellektuelle Etty Hillesum, sie wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Ihre Tagebucheinträge...

  • 07.04.21

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