Steiermark | SONNTAGSBLATT - Geschichtliches & Wissen

Beiträge zur Rubrik Geschichtliches & Wissen

Mit der Erhalt des Mesnerhauses in der Sölk wird alte Bausubstanz bewahrt, die nun als Museum genutzt, die Geschichte des Ortes und der Region erzählt. | Foto: Harald Steiner
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Geschichte
Wissen weitergeben

Ein Haus, das Geschichte bewahrt, ist das alte Mesnerhaus in der Gemeinde Sölk. Ein kleines Museum für altes Wissen. Der ganze Ort St. Nikolai im Sölktal feierte diesen besonderen Anlass: Das Mesnerhaus direkt im Zentrum des Dorfes zeigt seit Oktober diesen Jahres eine neue, multimedial gestaltete Ausstellung über das „alte Wissen“ der Sölktäler und die Sölker Persönlichkeiten Hans Posch und Bruno Holzinger. Der Verein zur Bewahrung des alten Wissens der Sölk schuf damit ein offenes Haus für...

  • 05.12.25
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Katholisch-Theologische Faktultät Graz
(Ein-)Blicke in die Vergangenheit

Ordensgeschichtlicher Forschungstag an der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz. Einen ordensgeschichtlichen Forschungstag, der „(Ein-)Blicke in die Vergangenheit“ und gleichzeitig ein „Nachdenken über die Zukunft“ ermöglichen sollte, veranstaltete die Leiterin des Instituts für Kirchengeschichte und Kirchliche Zeitgeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz, Professorin Michaela Sohn-Kronthaler. Die Tagung wurde in Kooperation mit der Ordenskonferenz der Diözese Graz-Seckau am...

  • 01.12.25

Geschichte
Zertrümmerung

November-Pogrome. Am 9. November 1938 brannten Synagogen. Schon in den Jahren zuvor markiert der Tag historisch Wegmarken. Es gibt Tage, die stehen für sich: Der 1. Jänner etwa, der in vielen Kulturen und Religionen den Jahresstart markiert und zugleich die Hoffnung auf etwas Neues, Gutes. Ganz anders verhält es sich indes mit dem Datum des 9. November. Durch die Ereignisse der Jahre 1923, 1936 und 1938 gelangte der Tag zu furchtbarer Berühmtheit. Zwischen den Kriegen Nach dem Ende des Ersten...

  • 05.11.25

Glaube
Höchster Kirchturm der Welt

Buntes Programm zu Gaudís 100. Todestag Die Feierlichkeiten in Barcelona gipfeln am 10. Juni 2026 in der Segnung des Jesus-Christus-Turms, der mit 172,5 Metern zum höchsten Kirchturm der Welt wird. Zu Ehren des 100. Todestages von Antoni Gaudí (1852–1926) haben die Verantwortlichen der Sagrada Família ein buntes Jubiläumsprogramm angekündigt. Einen Vorgeschmack gibt am 30. November die Illumination des Barnabas-Turms, des einzigen Turms, der zu Lebzeiten Gaudís fertiggestellt wurde. Er war der...

  • 25.09.25

„Schade ...“

Im KZ zum Priester geweiht – vor 80 Jahren starb Karl Leisner an den Folgen seiner Haft. Es war ein erschütterndes Bild: Bleich, ausgezehrt, zitternd und in KZ-Kleidung tritt der Priesterkandidat an den Altar. Der Bischof, der ihn weihen wird, trägt Pontifikalgewänder, unter denen die Sträflingshose hervorschaut. Auch alle anwesenden Priester sind in Häftlingskleidung, als Karl Leisner am 17. Dezember 1944 im KZ Dachau zum Priester geweiht wird. Die heimliche Weihe in Block 26 wird vom...

  • 12.08.25

Geschichte
Die Kaiserkonferenz

In Carnuntum, im heutigen Niederösterreich, wurden Weichen für die Durchsetzung des Christentums gestellt. Die Kirchen begehen heuer das 1700-Jahr-Jubiläum des Ersten Konzils von Nicäa, das 325 von Kaiser Konstantin einberufen wurde. Dort wurden wesentliche Weichenstellungen für Kirche und Glaube beschlossen. Das Konzil hätte aber gar nicht stattfinden können, wären nicht 17 Jahre zuvor die Weichen für Konstantins Herrschaft in der römischen Provinzhauptstadt Carnuntum, heute im...

  • 30.07.25

Gedenken
Ihr Vermächtnis

Am 5. Mai 1945 endet für Tausende das Grauen von Mauthausen. Ein Blick zurück – und ein Blick voraus. Als wir das Lager betraten, sahen wir ausgemergelte Gestalten, die kaum noch lebten. Der Anblick war unbeschreiblich – der Geruch, die Leichen, die Verzweiflung in den Augen der Überlebenden.“ Albert J. Adams ist einer der US-amerikanische Soldaten, die am 5. Mai 1945 Mauthausen erreichten, und beschreibt in einem Interview die Ankunft im Lager. Die Freiheit ist da – aber für viele kommt sie zu...

  • 29.04.25

Drei Vorgänger

Weihbischöfe gibt es in der Diözese Graz-Seckau seit knapp 100 Jahren. Johannes Freitag ist erst der vierte in der Geschichte unserer steirischen Kirche. Kühl war der Empfang für den ersten Weihbischof: Ferdinand Stanislaus Pawlikowski (1877–1956), einen gebürtigen Wiener, der das Vertrauen des Wiener Nuntius und späteren Kardinals Enrico Sibilia genoss. Er wurde am 25. Februar 1927 zum Auxiliarbischof ernannt und gleichzeitig gebeten, die Seelsorge für das Österreichische Bundesheer als...

  • 05.02.25
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Theologie
Tagung über Leadership in biblischen und patristischen Texten

Vom 23. bis 25. September 2024 fand in Graz die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Assistentinnen und Assistenten an bibelwissenschaftlichen Instituten in Österreich unter der Leitung von Carolin Neuber (Trier), Josef Pichler, Johannes Schiller und Halyna Schweizer (alle Graz) statt. Mit dem Tagungsthema „Leadership in biblischen und patristischen Texten“ wollten sie nicht nur einen aktuellen Beitrag zur kirchlichen Diskussion und zum synodalen Prozess initiieren, sondern auch die...

  • 22.10.24
Seit dem „Mariazeller Manifest“ (1952) geht die katholische Kirche in Österreich den Weg  einer „freien Kirche in einer freien Gesellschaft“. | Foto: Alamy
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1933/1934
Überwindung der Risse

In einer am 29. April 2024 veröffentlichten Erklärung nimmt der Salzburger Erzbischof und Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz Franz Lackner Stellung zur „Maiverfassung“ vom 1. April 1934. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Kirche“, so formuliert Erzbischof Franz Lackner in seiner Erklärung, „haben in den Tagen des Austrofaschismus in großer Einseitigkeit der unter dem Deckmantel vermeintlich christlicher Politik agierenden Diktatur das Wort geredet und danach gehandelt –...

  • 30.04.24

Unterwegs
Aufleben

(nach Lk 24,13-35) Zwei Jünger sind auf dem Weg nach Emmaus, einem Dorf in der Nähe von Jerusalem. Unterwegs gesellt sich ein Unbekannter zu ihnen. Sie erzählen ihm vom Tod Jesu und dass Frauen gesagt hätten, er sei von den Toten auferstanden. Der Fremde versucht ihnen zu erklären, was am Grab geschehen ist. Erst als sie das Dorf erreichen und mit ihm zusammen beim Essen sitzen, erkennen sie ihn: segen Unterwegs bist Du, Christus, plötzlich da. Wir hören Dich in den anderen, wir erkennen Dich...

  • 27.03.24

Österreich 1933/1934
„Aufrührer, Agitator und Opfer“

Koloman Wallisch und der Februar-Aufstand 1934. Die Person Koloman Wallisch war Schwerpunkt einer gut besuchten Podiumsdiskussion am 15. Februar in Bruck an der Mur. Die im Rahmen von „Zukunft braucht Erinnerung – Österreich 1933/1934 und die Gefährdungen der Demokratie und Menschenrechte einst und jetzt“ durchgeführte Veranstaltung rückte das Schicksal dieses im Februar-Aufstand 1934 getöteten Politikers in den Mittelpunkt. Die Kirchenhistorikerin Michaela Sohn-Kronthaler, der Historiker und...

  • 21.02.24

1934
Aufruf zum Dialog

Bischof Wilhelm Krautwaschl zur Rolle der Kirche 1934. Dass die damaligen Bischöfe in den Jahren 1933 und 1934 „dem Zurückdrängen des politischen Pluralismus und der Ausschaltung des Parlaments nicht entschlossen genug entgegengetreten sind“, bedauert Bischof Wilhelm Krautwaschl in einer Stellungnahme 90 Jahre nach den blutigen Auseinandersetzungen im Februar 1934. Diese Kämpfe, auch in Graz, Leoben, Bruck und Kapfenberg, hätten „tiefe Wunden im Verhältnis zwischen katholischer Kirche und...

  • 21.02.24
Foto: Brunner
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Interreligiöser Dialog
Wie Religionen zum Teil der Lösung werden

Mit den Worten: „Wenn ihr nicht wollt, dass Religion ein Teil des Problems ist, müsst ihr Religion zum Teil der Lösung machen“, eröffnete Botschafter Christoph Thun-Hohenstein vom Bundesministerium Europäische und internationale Angelegenheiten am 05. Februar 2024 die Feier zum internationalen Tag der menschlichen Geschwisterlichkeit in der Sky Lounge der Universität Wien. Gemeinsam mit namhaften VertreterInnen verschiedener Religionsgemeinschaften begingen internationale und österreichische...

  • 19.02.24
Barrikaden in Bruck an der Mur zur Zeit der Kämpfe 1934. | Foto: Archiv
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Das Jahr 1934 und die Kirche

Kämpfe und Bürgerkrieg betrafen im Februar 1934 obersteirische Städte und Graz. Die Rolle der Kirche war ambivalent. Am 12. Februar 1934, vor 90 Jahren, kam es in Österreich zum blutigen Bürgerkrieg, der eine hohe Anzahl an Toten und Verletzten forderte und im kollektiven Gedächtnis bis zur Gegenwart präsent ist. Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sozialdemokratischen „Republikanischen Schutzbund“, den Heimwehren und der Exekutive des damaligen Dollfuß-Regimes fanden in der...

  • 31.01.24
Der Beschluss der Bischofskonferenz zur Beendigung politischer Tätigkeiten des Klerus, im Verordnungsblatt veröffentlicht. | Foto: Archiv
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Geschichtliches
Raus aus der Politik

Priesterpolitiker wurden 1933 von den Bischöfen aus ihren politischen Funktionen abberufen. Vor 90 Jahren, am 30. November 1933, fasste die Österreichische Bischofskonferenz „nach reiflicher Überlegung“ den Beschluss, dass katholische Geistliche „unter den gegenwärtigen besonders heiklen politischen Verhältnissen“ ihr politisches Mandat nicht mehr ausüben durften. Sonderform. Das Engagement von Klerikern als parteipolitische Mandatsträger und die damit verbundene Übernahme von politischen...

  • 22.11.23
Pfannberger Marienkrönung. Auf dem Fresko aus der Burg Pfannberg, heute im Joanneum (linkes Bild), ist Graf Hugo von Montfort dargestellt (Ausschnitt rechtes Bild). Hugo erlebte das Große Abendländische Schisma, als es zuerst zwei, dann drei Päpste gleichzeitig gab, die alle die Rechtmäßigkeit ihrer Wahl beanspruchten. | Foto: Sohn-Kronthaler
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Geschichte
„die welt ist so gar verirret“

Hugo von Montfort. Stimme aus der Steiermark in der Zeit der Spaltung der Kirche im Spätmittelalter. Die Lebensjahre des Grafen Hugo (XII.) von Montfort (1357–1423) waren überschattet von unruhigen Zeiten. Er wurde in Vorarlberg in einem Jahrhundert geboren, das vom Aufenthalt der Päpste im südfranzösischen Avignon und dem sich aus zwei strittigen Papstwahlen ergebenden Großen Abendländischen Schisma (1378–1417) geprägt war. „[…] zwén pébst sind gewellet; der tiefel hát gesellet wérlich sich zu...

  • 12.04.23
Michaela Sohn-Kronthaler konnte viele interessierte Gäste beim internationalen Symposium zu Ignaz Seipel begrüßen. Sie stellte das von ihr geleitete Projekt zur Edition der Seipel-Tagebücher vor, die sie herausgibt. | Foto: Neuhold
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Symposium
Kirche, Partei und Politik

Ignaz Seipel. Mit dem kontrovers beurteilten Politiker und Priester, dessen Tagebücher herausgegeben werden, befasste sich ein internationales Symposium. Zu seiner Zeit als Obmann der Christlichsozialen Partei (1921–1930) und zweimaliger Bundeskanzler (1922–1924 und 1926–1929) höchst kontrovers beurteilt, nach 1945 von der ÖVP verschwiegen: Prälat Dr. Ignaz Seipel starb vor 90 Jahren. Die Grazer Kirchenhistorikerin Michaela Sohn-Kronthaler lud gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Markus Zimmermann...

  • 16.11.22
Der Petersdom wurde zur Konzils-aula für die über 3000 Teilnehmenden, davon 2498 Konzilsväter, umfunktioniert. | Foto: KNA
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Konzilsjubiläum
Ein drittes Konzil in Sicht?

Vor 60 Jahren, am 11. Oktober 1962, eröffnete Papst Johannes XXIII. das Zweite Vatikanische Konzil. Die Neuorientierungen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) haben das Gesicht der katholischen Kirche verändert – und die Fenster zur Welt weit aufgestoßen. Ist es nach 60 Jahren schon Schnee von gestern oder noch in aller Munde? Dazu fünf Fragen und Antworten: Was meinen Katholiken, wenn sie vom „Konzil“ sprechen? Das Zweite Vatikanische Konzil fand 1962 bis 1965 in vier etwa...

  • 05.10.22
Der berühmte „Alte Bauern- oder Mandlkalender“ und der Wandkalender zum Kirchenjahr werden seit vielen Jahren von Heinz Selmeister mit größter Fachkenntnis und Liebe zum Detail bei Leykam herausgegeben. Gertraud Schaller-
Pressler, Referentin für Kultur, und Sonntagsblatt-Fotograf Gerd Neuhold statteten dem versierten Kalendermacher zur Jahreswende einen Besuch in seiner Werkstatt ab | Foto: Neuhold
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Der Mandlkalender
Er war in jeder Hütte

In der steirischen Druckerei Leykam wird der beliebte Alte Bauernkalender hergestellt. Ein Blick in seine Geschichte und Bedeutung. Es passt gut, ich sitze gerade über den Manuskripten für den Mandlkalender 2023“, erklärt Heinz Selmeister erfreut auf meine telefonische Anfrage hin, ob es möglich wäre, ihm bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Seit 20 Jahren betreut er bei Leykam Alpina in Werndorf den berühmten „Alten Bauernkalender“, der aufgrund seiner Heiligenabbildungen („Mandln“)...

  • 21.12.21

Johannes Paul II
Wechselvoller Weg

Die Memoiren eines Papstes. Vor 25 Jahren schrieb Johannes Paul II. sehr persönlich über sein Leben. Unter dem Titel „Geschenk und Geheimnis“ veröffentlichte vor 25 Jahren erstmals ein Papst seine Memoiren. Für Johannes Paul II. (1978–2005) war das am 15. November 1996 erschienene Buch nicht das erste private Opus. Bereits zwei Jahre zuvor hatte der „Medienpapst“ aus Polen in einem Interview-Buch aktuelle Fragen über Kirche, Zeitgeist und neue Herausforderungen beantwortet. Zu seinem Goldenen...

  • 17.11.21

Tagung
Benediktiner als Bischöfe

Lebensbilder und Profile von monastisch geprägten Hirten vom Mittelalter bis heute. Prägenden Persönlichkeiten von Benediktinern, die als Bischöfe die Kirche vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart mitformten, war vom 27. bis 29. Oktober in der Salzburger Erzabtei St. Peter ein internationales und interdisziplinäres Symposium gewidmet. Der Historiker Andreas Sohn von der Universität Sorbonne Paris Nord leitete mit dem vierten von ihm veranstalteten Benediktiner-Symposium in Salzburg eine Tagung,...

  • 10.11.21

Buch-Tipp
Zu den Wurzeln des Christentums

„Christliche Stätten im Orient“ heißt das neue Buch des Linzer Orient-Experten und Gründers der „Initiative Christlicher Orient“ (ICO) Hans Hollerweger. Er führt auf mehr als 220 Seiten zu bekannten und auch weniger bekannten Kirchen, Klöstern und weiteren religiösen Stätten im gesamten Nahen Osten. Der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. Sako hat für das neue Buch ein Vorwort verfasst. Hollerweger führt die Leserinnen und Leser durch das Heilige Land (Israel, Palästina und Jordanien), durch...

  • 22.10.21

Buch-Tipp
Einstieg in die Bibellektüre

 „Crashkurs Altes Testament“ bietet eine leicht verständliche Einführung in den ersten Teil der Bibel. In heutiger Sprache und mit Augenzwinkern stellt Elisabeth Birnbaum jedes der 46 Bücher des Alten Testaments, dessen Inhalt und Bedeutung vor. Die Erfahrungen, die das Volk Israel mit Gott gemacht hat, werden begreif- und verstehbar. Ein besonderes Anliegen ist es Birnbaum, ihre eigene Begeisterung für die Bibel auf die Leserinnen und Leser überspringen zu lassen: „Das Buch ist eine Art...

  • 29.09.21
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