Steiermark | SONNTAGSBLATT - Glaube & Spiritualität

Beiträge zur Rubrik Glaube & Spiritualität

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Glaube
Ein Finanzskandal biblischen Ausmaßes

Wirtschaftskriminalität: Jesus setzt andere Maßstäbe. Eine ungeheuerliche Geschichte ist es, die Jesus seinen Jüngern erzählt. Es geht um Betrug, und das im großen Stil. Vertreter der Hochfinanz spielen eine Rolle, Veruntreuungen sind geschehen, Existenzen sind bedroht. Aber schön der Reihe nach. Ein wohlhabender Geschäftsmann erfährt, dass sein Verwalter verschwenderisch mit dem Vermögen seines Dienstherrn umgegangen sei. Wie hat der Reiche davon erfahren? Gibt es Spitzel in seinem...

  • 11.02.26

Thema
Zeit der Hinwendung

Islam und Christentum starten heuer zeitgleich in die Fastenzeit. Von Sinn, Praxis und Gemeinsames erzählen eine islamische Religionspädagogin und ein katholischer Theologe aus Graz. Perspektiven Mevlida Mešanović ist Professorin für Religionspädagogik an der Privaten Pädagogischen Hochschule (PPH) Augustinum in Graz. Fasten bedeutet für sie auch, „sich selbst zurückzunehmen, um den Blick für andere zu schärfen – insbesondere für jene, die am Rand stehen“. Mit dem Monat Ramadan – dem neunten...

  • 11.02.26

Stichwort: Krankensalbung
In das Kraftfeld Jesu eintauchen

Nicht „Letzte Ölung“, sondern umfassende Heilung. Das Sakrament der Krankensalbung ist kein Sterberitual, sondern Stärkung zum Leben. Bei mir ist es noch nicht so weit!“ Jeder Priester wird schon erlebt haben, dass ihm beim Betreten eines Krankenzimmers diese Worte entgegenschallen. Wenn der Pfarrer kommt, so schlussfolgern viele, dann steht das Ende unmittelbar bevor. Wenn Ärzte und Pflegende nichts mehr ausrichten können und jede Hoffnung begraben ist, dann soll der Priester „übernehmen“, der...

  • 04.02.26
Zu einer Berufung als Priester oder Ordensfrau gehört mehr als „nur“ fromm zu sein, ist der Theologe und Psychologe Wunibald Müller überzeugt. | Foto: S. Lemmerzahl/Unsplash
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Berufung
Unterwegs zu meinem Ich

Die Suche nach der eigenen Berufung umfasst mehr als nur die Frage nach einer geistlichen Berufswahl – sie ist ein Tauchgang nach der eigenen Identität. Mein ehemaliger Mitarbeiter im Recollectio-Haus, Pater Meinrad Dufner, der über viele Jahre auch als Novizenmeister tätig war, konnte das Wort Berufung nicht mehr hören. Er wusste, wie fahrlässig man damit umgehen kann. Berufen zu sein, das hatte und hat manchmal immer noch etwas Sakrosanktes, also Unantastbares, an sich, das man nicht...

  • 28.01.26

Glaube
Ein Jahr „Wiener Erklärung“

Bleibender Auftrag zum Frieden Ein Jahr nach der Unterzeichnung der „Wiener Erklärung der Religionen für den Frieden“ hat der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Ümit Vural, deren anhaltende Bedeutung betont. In einer Videobotschaft erinnerte er daran, dass die Erklärung ein bewusstes Zeichen für Verantwortung, Frieden und Zusammenhalt sei. Religion dürfe niemals spalten oder für politische oder ideologische Zwecke missbraucht werden. Die Erklärung wurde am 9. Jänner...

  • 14.01.26

Glaube
Einheit im Gebet

Beten verbindet – über Konfessionen und Grenzen hinweg. Die Weltgebetswoche 2026 lädt ein, gemeinsam für Einheit einzutreten. Es ist die Basis einer Beziehung zu Gott und etwas, was alle Christinnen und Christen verbindet: das Beten. In der „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“ kommen auch heuer Menschen aller Konfessionen zusammen, um gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Einheit zu beten. ChristInnen überall auf der Welt erinnern sich an das Gebet Jesu für seine Jünger, „dass sie...

  • 14.01.26

Entwaffnender Friede

Die Weltfriedensbotschaft von Papst Leo XIV. zum Beginn des Jahres 2026 ruft zur „Entwaffnung der Herzen“ auf. Der Friede sei mit dir!“ Nach Papst Leo ist dies nicht nur ein Wunsch, sondern das Schaffen einer Veränderung in denen, die ihn annehmen. Diese Änderung der Denkrichtung auf den Frieden hin ist für ihn notwendig, um dem Frieden näher zu kommen. Ist diese Umkehr aber heute nicht illusorisch? Ist der Weg zu einem „unbewaffneten und entwaffnenden Frieden“, wie ihn der Papst in seiner...

  • 07.01.26

Glaube
Das bringt 2026

Bischofsweihe und Song Contest. Welche Ereignisse im neuen Jahr Kirchen und Religionen bevorstehen. Der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl wird am 24. Jänner im Stephansdom geweiht. Der Festgottesdienst markiert den Beginn eines ereignisreichen und vielseitigen Jahres für die katholische Kirche in Österreich. Unter anderem tagen heuer die Bischofskonferenz-Vorsitzenden Europas in Österreich. Sie kommen von 27. bis 30. Oktober in Salzburg zusammen. Die österreichischen Bischöfe halten ihre...

  • 30.12.25

Glaube
Neues Konzil fällig?

Als Ort der Problemlösung hätten sich die Konzilien bewährt. Theologen denken nach, ob ein weiteres Konzil sinnvoll wäre. Sechzig Jahre nach dem Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils am 8. Dezember 1965 ist die Zeit reif, über ein neues Konzil nachzudenken. Dies betonten die Salzburger Theologen Gregor Maria Hoff und Dietmar Winkler sowie die Innsbrucker Theologin Michaela Quast-Neulinger in einer neuen Folge des Theologie-Podcasts Diesseits von Eden. Konzilien seien stets Orte der...

  • 17.12.25

Glaube
Das „Noch nicht“ aushalten

Stichwort: Adventzeit Advent ist das neue Weihnachten. Was aber ist dann aus dem bisherigen Weihnachten geworden? Eine adventliche Spurensuche. Viele Bräuche, Rituale und dekorative Accessoires machen den Advent zu einer besonderen Zeit, die ihn deutlich vom Rest des Jahres abhebt. Es ist schwer vorstellbar, dass für irgendjemanden das Herannahen des Weihnachtsfestes unbemerkt bleibt – es sei denn, er oder sie hält sich von allen öffentlichen Plätzen, Menschenansammlungen, Geschäften und...

  • 10.12.25

Glaube
Kein Blitzableiter für Gottes Zorn

Stichwort: Marienverehrung Miterlöserin oder Ersterlöste? Ein Schreiben des Dikasteriums für die Glaubenslehre nimmt zu Fragen des Mitwirkens Marias am Erlösungswerk Christi Stellung. Die besondere Verehrung Marias als Mutter des Erlösers und Mutter der Kirche hat seit den Anfängen des Christentums einen festen Platz sowohl in der Volksfrömmigkeit als auch in der kirchlichen Liturgie und Theologie. Und sie ist gut verankert im Zeugnis der Bibel. Mitunter bringt die Marienverehrung jedoch...

  • 03.12.25

Konzil von Nicäa
Strahlen der Wahrheit

Was den Glauben heute kostbar macht … Der Abschluss der Serie spannt den Bogen zum Glauben der Menschen unserer Zeit. Es gibt Menschen, die sich als religiös uninteressiert oder unmusikalisch bezeichnen. Aber es gibt auch die anderen: Menschen, denen der Glaube wichtig ist, die sich religiöse Fragen stellen, die suchen und hoffen … Sie sprechen von Gott, und Spiritualität ist ihnen wichtig. Aber wenn es um Jesus geht, sind sie ein wenig ratlos. Und immer noch beschäftigt sie die alte Frage: Was...

  • 19.11.25

Konzil von Nicäa
Mensch oder Gott?

Oder Mensch und Gott? Über das Wesen Jesu Christi wurde in Nicäa ein heftiger Streit geführt. Was haben Nicäa, Kalkedon, der Vatikan und Trient gemeinsam? Sie sind Orte, an denen Konzilien stattgefunden haben. Insgesamt gab es 21, die für die ganze Kirche einberufen wurden. Und das erste Konzil eben in Nicäa. Wie wir bereits wissen, sollte es einige Fragen des Glaubens und des kirchlichen Lebens klären und die Einheit im Glauben an Jesus Christus sicherstellen. Das Konzil tritt der Lehrmeinung...

  • 13.11.25
  • 2

15- bis 30-Jährige
Namenstag ist in

Jüngere Menschen legen offenbar Wert auf ihren Namenspatron bzw. ihre Namenspatronin. Das ergab eine am 9. 11. veröffentlichte Umfrage für die Katholische Nachrichtenagentur (KNA). Demnach meinte ein gutes Viertel (28 Prozent) der „Generation Z“ Deutschlands, also der zwischen 1995 und 2010 geborenen jungen Erwachsenen in Deutschland, dass Namenspatrone für sie „große Bedeutung“ hätten. Von den 2063 online Befragten gaben insgesamt 22 Prozent an, ihren Namenspatron zu kennen; unter den...

  • 13.11.25

Konzil von Nicäa
Um des Kaisers Bart?

Wozu ein Konzil gut ist und womit es sich beschäftigt, wurde bei der Kirchenversammlung in Nicäa im Jahr 325 grundgelegt. Religiöse Streitfragen erscheinen nicht wenigen ein Streit „um des Kaisers Bart“ zu sein. Nicht selten wird die Auffassung vertreten, dass man sich mit einer Vielfalt von Meinungen und religiösen Ansichten abfinden müsse. Die Wahrheit entziehe sich ja unserer Erkenntnis – gerade im Bereich der Religion und des Glaubens. In dieser Auffassung zeigt sich nicht nur der Einfluss...

  • 05.11.25

Vor den Vorhang
Mehr als Werte

Was das Christentum zu bieten hat und wie Wertevermittlung klappen kann. Moraltheologe Ralf Lutz im Interview. Welche Rolle kann der christliche Glaube in einer zunehmend säkularen Gesellschaft heute einnehmen? Ralf Lutz: In einer Gesellschaft, die immer weniger selbstverständlich vom christlichen Glauben geprägt ist, steht auch das Christentum vor der Herausforderung, seine Rolle im öffentlichen Raum neu zu definieren. Nicht selten wird in diesem Zusammenhang die Aufgabe formuliert, es möge...

  • 05.11.25

Konzil von Nicäa
Wer ist Jesus wirklich?

Die brennendste Frage, die das Ökumenische Konzil von Nicäa vor 1700 Jahren zu klären hatte, war die Wesenheit Christi. Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ Schon Jesus hat bekanntlich die Antwort auf diese Frage interessiert. Und die Antworten waren – wie wir aus den Evangelien wissen – unterschiedlich. Am ehesten schien Jesus seinen Zeitgenossen ein Prophet zu sein. Jesus aber stößt nach mit einer Frage an seine Jünger: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ – Die Antwort des Petrus ist...

  • 29.10.25

Glaube
Aufbruchstimmung

Reformationstag, 31. Oktober. Der evangelische Superintendent Michael Simmer zieht nach einem Jahr im Amt Bilanz. „Ich glaube, dass wir alles haben, was die Menschen brauchen, aber wir haben es schlecht kommuniziert. Jetzt ist es wichtig, als Kirche glaubwürdig zu vermitteln, wo Menschen Sinn, Orientierung, Geborgenheit, Mut und Zuversicht finden können“, sagt Michael Simmer, Superintendent der evangelischen Kirche A. B. in Niederösterreich über seine Kirche. Es sei ein Traditionsbruch...

  • 29.10.25

Stichwort: Allerheiligen
Götter, Geister und Menschen

Das Fest Allerheiligen öffnet die Tür zu einer anderen Welt. Heiligenverehrung und Totengedenken bewegen sich entlang der letzten Grenze des Lebens. Ostern ist ein bewegliches Fest. Es findet immer am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling statt, der Termin ändert sich also von Jahr zu Jahr. Allerheiligen ist ein bewegtes Fest. Es wird seit mehr als tausend Jahren zu einem feststehenden Termin gefeiert, aber es weist eine bewegte, streitbare Geschichte auf. Heute klagen viele, dass der...

  • 22.10.25

Glaube
Besuch aus Fatima

Die ganze Menschheit vertraute Papst Leo XIV. Maria an. Zum Rosenkranz für den Frieden kam die Statue aus Fatima nach Rom. Entwaffne deine Hand und noch zuvor dein Herz. Der Friede ist unbewaffnet und entwaffnend. Er ist keine Abschreckung, sondern Geschwisterlichkeit, kein Ultimatum, sondern Dialog. Er wird nicht als Ergebnis von Siegen über den Feind kommen, sondern als Ergebnis der Aussaat von Gerechtigkeit und mutiger Vergebung.“ Beim großen Rosenkranzgebet für den Frieden auf dem...

  • 15.10.25

Papstschreiben
Gottes Liebeserklärung an die Armen

Die Zuwendung zu den Armen ist Thema des ersten Lehrschreibens von Papst Leo XIV. Der Sozialethiker Leopold Neuhold hat es gelesen. Das am 4. Oktober, dem Fest des heiligen Franz von Assisi, vorgestellte Schreiben „Dilexi te“ bringt eine Fülle von Gesichtspunkten und Positionierungen des neuen Papstes. Aus dieser „Apostolischen Exhortation“ will ich einige Punkte hervorheben. Oft ist es so, dass am Anfang einer Regierungszeit mit der Regierungserklärung ein Schwerpunkt auf das gelegt wird, was...

  • 15.10.25

Glaube
Freundlichere Kirche

Bischof Josef Marketz bekannte sich in einem Podcast zum gemeinsamen Voranschreiten auf dem Synodalen Weg. Die Katholische Kirche in Österreich bleibt weiter auf Synodalitätskurs: Das hat der Kärntner Bischof Josef Marketz in einer neuen Folge des Podcasts „Der Sozialkompass“ der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) betont. Es gebe einen klaren Fahrplan, der sich mit dem Tod von Papst Franziskus zwar etwas verzögert, jedoch nicht erledigt habe. Auch wenn noch offen sei, wie genau...

  • 08.10.25
Gemeinsam einen Baum pflanzen. Bereits am 25. September 2025 wurde das Programm für den Tag der Religionen im Grazer Volksgarten vorgestellt. Regenwetter sowie die Freude der Mitwirkenden werden den gepflanzten Baum gut wachsen lassen. | Foto: Neuhold
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Tag der Religionen
Leben in Begegnung

Tag der Religionen. Am 19. Oktober 2025 öffnen Religions-und Bekenntnisgemeinschaften in Graz die Tür und laden ein. Wer im vergangenen Jahr beim Abschluss des Tags der Religionen im Volksgarten dabei war, erinnert sich an die besondere Stimmung: Der koptische Chor in seinen liturgischen Gewändern, die klaren Stimmen muslimischer Mädchen und die Gesänge des buddhistischen Chors schufen eine Atmosphäre, die selbst vorbeischlendernde PassantInnen innehalten und zuhören ließ. Menschen...

  • 08.10.25

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