Steiermark | SONNTAGSBLATT - Glaube & Spiritualität

Beiträge zur Rubrik Glaube & Spiritualität

Mutworte
Nöte und Nothelfer heute

Nöte und Nothelfer gibt es in den hoch entwickelten modernen Staaten nach wie vor, nur hat sich einiges verändert. Wissenschaft und Technik ermöglichen in vielen Bereichen hochprofessionelle Hilfestellungen. Die materiellen Folgen von Schicksalsschlägen sind selten existenziell, da allein das breite Netz der Versicherungen sehr viel abfängt (Unfall, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Diebstahl, Haftpflicht, Unwetter, Ernteausfall, u. v. m.). Vieles hat den Schrecken verloren oder wird abgefedert....

  • 26.03.20
Video

Kreuzweg - Meditation
Der tönende Kreuzweg

In Mitterdorf im obersteirischen Mürztal regt ein sehr besonderer Kreuzweg zur Meditation an. Für die Darstellung des Leidensweges Jesu hat der Künstler Franz Krammer 14 Skulpturen aus eisernen Schrottteilen gefertigt – einem Material, das eng mit dieser Region verbunden ist. Die Skulpturen wirken auf den ersten Blick befremdlich. Besonders in der Karwoche regt die "Mitterdorfer Passion" zur Meditation an: Geben Sie sich ein paar Minuten Zeit in den letzten Tagen vor Ostern. Ein kleines...

  • 26.03.20
Längsbalken und Querbalken sind dem Kreuz eingezeichnet. Das schafft Verbindung zum Nächsten und nach „oben“.

Kreuz - Symbol
Ein Zeichen für uns alle

Das Kreuz ist nicht nur für Christen ein Symbol. Beim Begräbnis von Kardinal König am 27. März 2004 waren auch viele Agnostiker, Atheisten und Angehörige anderer Religionsgemeinschaften anwesend. König sagte mit dem Blick auf das Kreuz Folgendes: „Der Querbalken verweist auf unser Eingebundensein in die Gemeinschaft und auf unsere Mitverantwortung. Der Längsbalken erinnert an die drei existenziellen Fragen jedes Menschen: Woher komme ich, wohin gehe ich, worin be-steht der Sinn meines...

  • 26.03.20
Katholische, evangelische und orthodoxe Kirche in Österreich rufen zum gemeinsamen Gebet auf.

Aktion
Lichter der Hoffnung in ganz Österreich

Die katholische, evangelische und orthodoxe Kirche haben angesichts der Coronakrise zu einer gemeinsamen österreichweiten Gebetsaktion aufgerufen. Die Gläubigen aller Konfessionen werden eingeladen, täglich um 20 Uhr eine Kerze anzuzünden und ins Fenster zu stellen sowie das „Vater unser“ zu beten, jenes Gebet, das allen Christen, unabhängig ihrer Kirchenzugehörigkeit, gemeinsam ist. Die Priester bzw. Geistlichen sind eingeladen, einen Segen zu sprechen. Darüber hinaus wollen die Kirchen dazu...

  • 25.03.20

Mutworte von Christa Carina Kokol
Ansteckender als das Coronavirus

„Haben Sie keine Zauberformeln gegen das Coronavirus?“ wurde ich in Anspielung auf meine Schrift „Zauberformeln der Gelassenheit“ scherzhaft gefragt. Leider nein, aber ich erlebe manches, das trotz allem Mut macht. Haltungen, die fast schon aus der Mode gekommen sind, haben wieder einen hohen Stellenwert: Rücksichtnahme auf Schwächere, Solidarität mit gefährdeten Menschen, Achtung voreinander im Bewusstsein, dass wir alle in einem Boot sitzen. Und da fällt mein Blick auf eine SMS mit einem...

  • 25.03.20

Mutworte von Christa Carina Kokol
Ein Strich, für den es sich zu leben lohnt

Es ist schon einige Jahrzehnte her, als ich an der Hand meiner Mutter am Felsensteig des Grazer Schlossbergs eine stark beschädigte Straßenlaterne sehen musste. Ja, musste, denn die Überreste des Lichtkörpers – die tausend Scherben am Boden – machten mich sehr traurig. Ich kann mein Empfinden von damals heute noch gut nachfühlen. Ist es die Sehnsucht nach einem Leben ohne Bruchstücke von Gläsern und Herzen, ohne Scherben, die verletzen und schmerzen, ohne Krankheit und Tod …? Im Film „Moulin...

  • 25.03.20

Mutworte - Anna Schreiber
Mit dem Verurteilen aufhören

„Ich rege mich sehr leicht über Fehler meiner Mitmenschen auf. Andererseits fühle ich mich schnell angegriffen, werde wütend oder ziehe mich verletzt zurück. Hängt das zusammen?“ Sie spüren, dass es einen Zusammenhang gibt. So zumindest verstehe ich Ihre Frage. Etwas in Ihnen weiß, dass diese beiden – auf den ersten Blick gegensätzlich scheinenden – Gefühlslagen eine gemeinsame Überschrift tragen. Für mich lautet diese Überschrift: Verurteilung. Sie fühlen sich „ohne Fehler“, damit „richtig“,...

  • 25.03.20

Mutworte - Ruth Zenkert
Zwei sind besser als einer allein

Feuerwehr-Übung in der Wohngemeinschaft für behinderte Menschen. Es herrschte große Aufregung. Alle liefen zur Tür und mussten sechs Sprossen auf einer Leiter hinuntersteigen. Tobias war der Letzte. Zitternd stand er vor der kleinen Leiter und rührte sich nicht vom Fleck. Die Erzieher ermutigten ihn: „Komm herunter, das ist nicht schwer.“ Tobias wollte zurück ins Haus. Da kletterte Carolin wieder hinauf, fasste ihn an der Hand und sagte: „Tobi, ich führe dich. Komm, wir wollen doch nachher...

  • 25.03.20

Mutworte von Christa Carina Kokol
Noch kein echtes „Schwein gehabt“

„Jetzt bemühe ich mich, immer sinnvolle ‚Mutworte‘ zu schreiben, die dann von den Leuten nicht einmal gelesen werden.“ Das wäre eindeutig eine negative Interpretation meinerseits, die jeder Grundlage entbehrt. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass über 90 Prozent (!) unserer negativen Vorstellungen schlichtweg falsch sind. Wir ärgern und sorgen uns, sind beleidigt und enttäuscht und vermiesen mit meist falschen Denkmustern unseren Lebensalltag. Und sollten doch einmal die 10 Prozent...

  • 25.03.20

Mutworte - Anna Schreiber
Selbstsüchtig oder selbstlos?

„Bin ich egoistisch, wenn ich darauf achte, was ich möchte oder brauche? Bin ich selbstsüchtig, wenn es mir um mich geht?“ Wenn wir Worte wie „egoistisch“ oder „selbstsüchtig“ hören, dann erschließt sich sofort: Sie haben eine negative Bedeutung. So möchten wir auf gar keinen Fall sein! Bei Begriffen wie selbstlos oder uneigennützig hingegen spüren wir sofort, dass sie im allgemeinen Sprachverständnis eine positive Bedeutung haben. In genau diesem Zwiespalt befinden wir uns heute: Das...

  • 25.03.20

Mutworte von Christa Carina Kokol
„Dann halt besser die Pappn“

Kommt Ihnen das bekannt vor? Am Anfang steht eine gute Idee, die mit dem nötigen Talent und einer großer Portion Begeisterung umgesetzt werden will. Doch mit einer kritischen Bemerkung wird alles zerstört. Es gibt Verletzungen, Enttäuschungen, und am Ende geschieht meist nichts. Konstruktive Kritik ist für jede Weiterentwicklung notwendig. Unsere Geschichte wäre auch anders verlaufen, wenn es mehr kritische Menschen und nicht so viele Ja-Sager gegeben hätte. Wo liegt aber die Grenze zwischen...

  • 25.03.20

Mutworte - Ruth Zenkert
Wo drücke ich mich vor der Entscheidung?

Die Schlitten und die Jause waren ins Auto gepackt, nun war alles fertig für den Ausflug. Die fröhlichen Kinder warteten vor dem Sozialzentrum mit Lidia, der Leiterin. Und da sah ich unter den Kindern Bogdan. Ich nahm Lidia zur Seite und fragte, warum er hier sei. Jeder wusste, dass er bei Nachbarn eingebrochen war und gestohlen hatte. Außerdem hatte er oft in der Schule gefehlt. Lidia schaute mich an wie ein scheues Reh. „Es war so schwer für mich, Nein zu sagen. Ich will nicht die Böse sein,...

  • 25.03.20

Mutworte - Anselm Grün
Über Schattenseiten zu reden befreit

Bin ich ein Sünder? Was heißt Sünde? Das griechische Wort für Sünde, „hamartia“, heißt: das Ziel verfehlen. Sünde bedeutet also, an sich und seiner Wahrheit vorbeizuleben … Die Beichte kann sicher ein guter Weg sein, von seinen Schuldgefühlen frei zu werden. C. G. Jung meint: Wenn jemand schwere Schuld auf sich lädt, dann braucht er mehr als ein persönliches Wort, er braucht ein Ritual, das bis in die Tiefen des Unbewussten hinein wirkt. Das Ritual der Beichte löst die unbewussten Widerstände...

  • 25.03.20

Mutworte von Christa Carina Kokol
Ein Wegweiser nicht nur für Erika und Erik

Die Kulturjournalistin Ute Baumhackl beklagt in ihrer er-frischenden Sonntagskolumne der Kleinen Zeitung das „schlechte Benehmen“ des vergangenen Jahres. Dem kann ich nur beipflichten. Zwölf Glockenschläge – endlich ist es so weit – Neujahrsmorgen 2020. Doch kaum ist dieser angebrochen, gleitet mir schlaftrunken ein wichtiges Utensil aus der Hand – ab, hinter die Waschmaschine. Mit Schirmen und allen möglichen Verrenkungen versuche ich mich an das Entschwundene heranzutasten. Aber warum ist...

  • 25.03.20

Mutworte - Anna Schreiber
Leben neben einem Alkoholkranken

„Mein Mann trinkt. Viel zu viel und schon lange.“ Sie werde bei ihrem Mann bleiben, schreibt eine seit 40 Jahren verheiratete Frau, fühle sich aber „wie festgenagelt und ratlos“. Es ist nicht vorhersehbar, was Ihr Mann tut. Sie können sich mit ihm so gut wie nicht mehr einigen, nichts Verbindliches vereinbaren oder gar planen. Er lebt in seiner eigenen Alkohol-Welt. Sie sind mit einem Mann verheiratet, der da ist und doch nicht da ist. Ist es für Sie möglich, die letzte Spanne Ihrer...

  • 25.03.20

Mutworte von Christa Carina Kokol
Hin und wieder den Stern aufpolieren

Zu Dreikönig stehen wir „unter einem guten Stern“. Und dann ist es wieder vorbei mit seinem Leuchten? Nach einer alten Legende müssen auch die drei Weisen den Stern hinter sich lassen und in ihr normales Leben zurückkehren. Bei einer Wegkreuzung wissen sie nicht mehr weiter und bitten einen Fremden um Hilfe. Der nimmt sich Zeit und gibt ihnen bereitwillig und freundlich Auskunft. Da sehen sie über dem Kopf des Mannes einen kleinen Stern erstrahlen. Tags darauf treffen sie eine Frau, die...

  • 25.03.20
Pfarrer Wolfgang Pucher zu Besuch in Uganda bei den Combonimissionaren, die als Missionare dort nicht nur durch Gottesdienste und Predigten, sondern vor allem durch den Bau von Krankenhäusern, Werkstätten, Schulen und Kindergärten wirken.

Applaus beim Gottesdienst
Reine Freude

Von seinem Besuch in Uganda berichtet Pfarrer Wolfgang Pucher. Seit 47 Jahren bin ich Pfarrer und feiere jeden Sonntag mehrere Gottesdienste. Ich weiß nicht, ob die Teilnehmer hauptsächlich aus Pflichtgefühl feiern oder aus dem Bedürfnis, Gott nahe zu sein und damit ihrem Leben Wert und Sinn zu geben. Dies ist sicher ein wertvoller Schatz im Leben eines gläubigen Christen. Applaus beim Gottesdienst In den Semesterferien hatte ich das Glück, gemeinsam mit Combonimissionar P. Josef...

  • 18.03.20
Der Auferstandene holt die Menschen (dargestellt durch Adam und Eva) aus ihren Gräbern. So stellen es die Ikonen der Ostkirchen dar, auch hier bei einer Feier im Stift St. Lambrecht. Im Glauben, dass wir mit Gottes Hilfe auch aus der Bedrohung durch das Coronavirus herausfinden, gehen wir den Weg durch die Krise mit Solidarität, Achtung vor jedem Menschen und österlicher Zuversicht.
2 Bilder

Corona: Solidarität, Achtung und unaufgeregte Religiosität
Mit dem Glauben an das Gute

Reinhold Esterbauer, Univ.-Prof. für Philosophie an der Theologischen Fakultät Graz, nimmt zum Umgang mit „Corona“ Stellung. So sehr wir Menschen gewöhnlich darauf vertrauen, dass wissenschaftlicher Fortschritt in der Lage ist, ernste Probleme zu lösen, müssen wir doch immer wieder zur Kenntnis nehmen, dass Medizin und Technik Grenzen gesetzt sind. Darüber hinaus erweisen wir uns selbst immer wieder als fehlbar und unzuverlässig. So scheinen politische und gesellschaftliche Differenzen die...

  • 18.03.20

Mutworte von Christa Carina Kokol
Ein Strich, für den es sich zu leben lohnt

Ein Strich, für den es sich zu leben lohnt Es ist schon einige Jahrzehnte her, als ich an der Hand meiner Mutter am Felsensteig des Grazer Schlossbergs eine stark beschädigte Straßenlaterne sehen musste. Ja, musste, denn die Überreste des Lichtkörpers – die tausend Scherben am Boden – machten mich sehr traurig. Ich kann mein Empfinden von damals heute noch gut nachfühlen. Ist es die Sehnsucht nach einem Leben ohne Bruchstücke von Gläsern und Herzen, ohne Scherben, die verletzen und...

  • 16.03.20

Bischofssynode 2022
Miteinander in der Kirche

Synodalität wird Thema der Bischofssynode 2022. „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission“ lautet das Thema der nächsten Bischofssynode im Oktober 2022. Einige haben es erhofft, andere befürchtet. Der Papst will über Synodalität reden. Wird das nicht ein bisschen viel Selbstbespiegelung auf der Meta-Ebene? Andererseits: Wer Franziskus kennt, weiß, dass Selbstbezogenheit und Abstraktion für ihn nahezu Todsünden sind. Synodalität ist für Franziskus ein Kernthema....

  • 13.03.20
Experterndiskussion über das Fliegen unter dem Aspekt des Klimawandels im Grazer Franziskanerkloster. Im Bild die diözesane Umweltbeauftragte Hemma Opis-Pieber.

Schöpfungsverantwortung
Besser ohne Flugzeug

Klimafreundliche Reiseformen wurden im Grazer Franziskanerkloster diskutiert. Besonders klimagefährdend ist das Fliegen. Zum Ernstnehmen der Schöpfungsverantwortung gehört auch die Art des Reisens. Zu einer Expertendiskussion unter dem Motto „Fliegen in Zeiten des Klimawandels“ luden deshalb am 4. März die diözesane Umweltbeauftragte Hemma Opis-Pieber und die Aktion Autofasten ins Grazer Franziskanerkloster. Fakten. Franz Prettenthaler, Leiter der Abteilung Klima, Energie und...

  • 11.03.20
Bildungsminister
Heinz Faßmann plädierte bei der Fachtagung „Ethik statt Religion?“ in Salzburg für das „Verflechtungsmodell“, bei dem der Ethik- und der Religionsunterricht „wechselseitig die Aufgabe ethischer Bildung für die SchülerInnen wahrnehmen“, und sieht sie damit nicht als Gegner, sondern als „kooperative Fächergruppe“.

Fachtagung
Ethik statt Religion?

Eine Fachtagung in Salzburg beschäftigte sich mit der Frage ob der Ethikunterricht den Religionsunterricht in Zukunft ersetzen werde oder nicht. Mit einem Plädoyer, Religions- und Ethikunterricht nicht gegeneinander auszuspielen, sondern das Verbindende im Auge zu behalten, eröffnete Bischof Werner Freistetter am 5. März eine Fachtagung zum Thema „Ethik statt Religion?“ im Salzburger Bildungshaus St. Virgil. Unter den TeilnehmerInnen der Tagung „Ethik statt Religion?“ war auch...

  • 11.03.20
In Bonn hielt Ernesto Cardenal 2017 Lesungen im Rahmen einer Tournee durch den deutschsprachigen Raum. In Managua starb der katholische Nonkonformist an Nieren- und Herzversagen.
2 Bilder

Ernesto Cardenal
Christ und Marxist

Ernesto Cardenal. Der Befreiungstheologe und Dichter aus Nicaragua, als Minister der Sandinisten einst vom Papst gemaßregelt, starb im 95. Lebensjahr. Der Mann mit den langen weißen Haaren und der Baskenmütze war eine der schillerndsten Figuren Lateinamerikas. Er nannte sich selbst „Sandinist, Marxist und Christ“. Für Linke war er seit dem Sturz der Somoza-Diktatur 1979 der Beweis dafür, dass sich Christentum und Marxismus nicht widersprechen. Damals hatte ein Bündnis den seit 1936 an der...

  • 04.03.20

Aktion Leben
Kinderrechte Ungeborener

Aktion Leben macht mit einer Broschüre auf ein Defizit aufmerksam. In diesem Jahr sind es 30 Jahre seit Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention. Sie legt fest, was Kinder für ein gutes und gesundes Aufwachsen brauchen. Da ist viel Grund zur Freude da, obwohl vieles noch nicht umgesetzt ist. Mit ihrer Broschüre „Kinderrechte von allem Anfang an“ macht nun die „Aktion Leben Österreich“ auf einen grundsätzlichen Mangel der UN-Kinderrechtskonvention aufmerksam. Eine Lebensphase des...

  • 28.02.20
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