Damit das Leben siegt

Den Segen „Urbi et Orbi“, der Stadt und dem Erdkreis, spendet der Papst traditionell von der Mittelloggia des Petersdoms. Auch heuer waren wieder tausende Menschen gekommen, um mitzufeiern.  | Foto: KNA
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  • Den Segen „Urbi et Orbi“, der Stadt und dem Erdkreis, spendet der Papst traditionell von der Mittelloggia des Petersdoms. Auch heuer waren wieder tausende Menschen gekommen, um mitzufeiern.
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Osterbotschaften von Papst Franziskus und den österreichischen Bischöfen. „Jesus Christus ist auferstanden, und er allein ist fähig, die Steine wegzuwälzen.“

Rund 60.000 Menschen hatten sich am Ostersonntag auf dem festlich geschmückten Petersplatz versammelt, um die Ostermesse mit dem Papst zu feiern und den Segen „Urbi et Orbi“, der Stadt und dem Erdkreis, zu empfangen. Unzählige waren bei Liveübertragungen weltweit zugeschaltet. Den ganzen Erdkreis umspannte der Papst auch in seiner Osterbotschaft, die er wie üblich von der Mittelloggia des Petersdoms verlas. Er betete für die Opfer von Kriegen und Konflikten und nannte einige Krisenherde: Israel und Palästina, die Ukraine, den Libanon, Syrien, Haiti, Myanmar und Afrika. Voll österlicher Hoffnung sagte er: „Jesus Christus ist auferstanden, und er allein ist fähig, die Steine wegzuwälzen, die den Weg zum Leben versperren.“

Österliche Leitkultur. Bischof Wilhelm Krautwaschl beendete seine Predigt am Ostersonntag mit dieser großen Zusage: „Jetzt heißt es 50 Tage lang einzutauchen in die Zusicherung von Ostern, damit uns zu Pfingsten der Heilige Geist bestärkt, die vielen Baustellen des Daseins mit Hoffnung zu erfüllen. Damit das Leben siegt.
Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler sprach in seiner Predigt am Ostersonntag von der Notwendigkeit einer „österlichen Leitkultur“, die den Blick „über die eigenen Interessen und Befindlichkeiten“ wagt: „Eine österliche Leitkultur ermutigt Menschen, Begegnungen zu suchen, niemanden auszuschließen oder fertigzumachen, wie dies im harten Diskurs der politischen Debatten immer öfter vorkommt.“

Wie schwierig es sein kann, die Botschaft der Auferstehung zu fassen, stand im Zentrum der Predigt von Kardinal Christoph Schönborn. „Viele glauben an die Wiedergeburt oder Reinkarnation, aber die leibliche Auferstehung stößt auf Unverständnis“, so der Wiener Erzbischof. Auch wenn die Auferstehungserzählungen viel Platz für Spekulationen bieten würde, zähle letztlich das Zeugnis der Jünger, die an die Auferstehung „leiblich und wirklich“ glaubten und diese bezeugten.

In diese Richtung ging auch die Predigt des Salzburger Erzbischofs Franz Lackner in der Osternacht: „Man hat sich zwar in der Zwischenzeit an so manches gewöhnt, vieles in unserer heutigen Zeit wäre vorangegangenen Generationen als Wunder erschienen – doch ein solches Ereignis entspricht nicht unserem Verstandesdenken.“ Trotz der Schwierigkeit, sich Auferstehung vorzustellen, flackere in vielen „ein Fünkchen Sehnsucht, es möge wahr sein, dieses Leben über Leid und Tod hinaus“.

Die Auferstehung Jesu zeigte, dass auch nach Kränkungen, Krankheiten oder dem Verlust eines geliebten Menschen ein Neuanfang möglich sei. Nach Schicksalsschlägen würden zwar Narben und Wunden bleiben, es gäbe aber eine neue Perspektive. Ostern helfe, mit den Wunden leben und sich nicht dafür schämen zu müssen, so der Feldkircher Bischof Benno Elbs.

Quellen: Vatican News, Kathpress

Urbi et Orbi
Der große päpstliche Segen wird zu drei Anlässen gespendet: Am Ostersonntag, zu Weihnachten und wenn ein neuer Papst gewählt wird. Man kann ihn übers Radio, Fernsehen und Internet gültig empfangen.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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