Historisches
Am Ölberg ruht die Mutter von Prinz Philip

Die russisch-orthodoxe Maria-Magdalenenkirche am Ölberg in Jerusalem.
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Wer den Ölberg in Jerusalem besucht, kann die russisch-orthodoxe Maria-Magdalenen-Kirche mit den goldenen Turmzwiebeln nicht übersehen. Zwei russisch-orthodoxe Heilige sind hier begraben: die Nonne Barbara Fjodorowna und Elisabeth von Hessen-Darmstadt, die Schwester der letzten Zarin.
In einem Bereich dieser Kirchenanlage betritt man britisches Territorium. In einem schlichten Holzsarg ruht hier Alice von Battenberg, die Mutter des kürzlich verstorbenen Prinz Philip und Schwiegermutter der Queen. Sie ist auch die Nichte der genannten Märtyrin Elisabeth von Darmstadt.
Geboren wurde Alice von Battenberg (der Name wurde später zu „Mountbatten“ anglisiert) 1885 auf Schloss Windsor. Sie war von Geburt an taub und lernte das Lippenlesen in Deutsch, Englisch, Französisch und Griechisch. Mit 18 heiratete sie den Prinzen Andreas von Griechenland, mit dem sie fünf Kinder hatte, darunter Philip, der auf Korfu zur Welt kam.
Nach dem Griechisch-Türkischen Krieg flüchtete die verarmte Familie ins Exil nach Paris. Alice eröffnete ein Kunstgeschäft, trennte sich von ihrem Mann und verlor eine Tochter und deren Familie durch einen Flugzeugabsturz. Bei ihr selbst wurde Schizophrenie diagnostiziert, und sie wurde in mehrere Heilanstalten geschickt. 1948 gründete sie einen Orden, „Maria und Martha“. Im schlichten Ordenskleid nahm sie an der Hochzeit von Königin Elisabeth und ihrem Sohn Philip teil. 82-jährig zog sie in den Buckingham-Palast, wo sie 1969 starb. 1988 wurde sie, ihrem Wunsch gemäß, in die Kirche am Ölberg überführt.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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