Texte zum Sonntag

Beiträge zur Rubrik Texte zum Sonntag

Die ältesten Darstellungen zeigen Jesus nicht als Gekreuzigten, sondern als guten Hirten, der für die ihm Anvertrauten sorgt, wie auf diesem Fresko im Mausoleum der Kaisertochter Galla Placidia in Ravenna (um 450). 
 | Foto: Von Feldstein – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, File: Mausoleum der Galla Placidia,  Ravenna, Italien.JPG - Wikimedia Commons
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4.Sonntag/Osterzeit: Dr.Richard Tatzreiter
Wer gehört dazu?

Plötzlich waren meine Eltern und mein Bruder verschwunden und ich stand im Alter von etwa fünf Jahren bei einer Veranstaltung in einem Saal inmitten fremder Menschen allein da. Eine Dame, die meine Situation bemerkte, beugte sich zu mir und sagte: „So wie du ausschaust, gehörst du zur Familie, die gerade hinausgegangen ist.“ Sie nahm mich an der Hand, wir gingen Richtung Ausgang, als ich im Menschengetümmel schon von Weitem die vertraute Stimme meines Vaters hörte, der mich rief. Kurz darauf...

  • 23.04.26

Sonntag - 26. April 2026
Vertrauen und nachfolgen

4. SONNTAG DER OSTERZEIT, LESEJAHR A – 26. APRIL 2026 ANTWORTPSALM Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Meine Lebenskraft bringt er zurück. Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl...

  • 23.04.26

4. Sonntag der Osterzeit | 26. April 2026
Passende Gesänge

Gotteslob: 144: Nun jauchzt dem Herren, alle Welt 329: Das ist der Tag, den Gott gemacht 366: Jesus Christus, guter Hirte 409: Singt dem Herrn ein neues Lied 421: Mein Hirt ist Gott, der Herr 455: Alles meinem Gott zu Ehren 481: Sonne der Gerechtigkeit 487: Nun singe Lob, du Christenheit 639/B7+8: Durch Christi Wunden 837: Halleluja, lasst uns singen (4. Strophe!) 889: Der Herr ist mein getreuer Hirt 890: Der Herr ist mein Hirte 922: Das sollt ihr, Christi Jünger, nie vergessen. du mit uns:...

  • 22.04.26

4. Sonntag der Osterzeit | 26. April 2026
Kommentar - Bibel und Leben

Die Tür zur Weide Das Bild von Jesus als „gutem Hirten“ ist vielen vertraut. Aber Jesus als Tür?! Der Ausspruch „Ich bin die Tür“ ist wohl das unbekannteste der „Ich bin“-Worte Jesu im Johannesevangelium. Was für eine Tür ist Jesus (heute) für mich? Eine Schiebetür, die von selbst aufgeht, sobald ich auftauche? Eine Glastür, so blitzblank poliert, dass ich sie fast übersehe und in sie hineinlaufe? Eine knarrende, klemmende Tür, die sich nur mühsam öffnen lässt? Eine schlichte, praktische Tür,...

  • 22.04.26
  • 1

4. Sonntag der Osterzeit | 26. April 2026
Meditation - Betend singen

Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Das sagte der französische Schriftsteller Victor Hugo (1802–1885). Ich kann es nachfühlen. Und Millionen Liebeslieder (auch jene über gebrochene Herzen) zeugen davon. Aber nicht nur. Kirchenmusik versucht mitunter das Unmögliche: Gott in Worte zu fassen. Wer das katholische Gebet- und Gesangbuch Gotteslob aufschlägt, hat einen reichen Schatz an religiösem Liedgut aus beinahe allen Epochen vor sich. Es...

  • 22.04.26

3.Sonntag in der Osterzeit: Abt Nobert Lesovsky
Die Augen des Herzens

Wir begegnen im Evangelium vom Sonntag den Jüngern am See Gennesaret, ihrem Ursprung, dort, wo sie Jesus zum ersten Mal trafen. Hinter ihnen liegen die tiefen Erschütterungen in Jerusalem. Leiden, Folter, Verrat, Tod, Angst und Furcht. Nun sind sie scheinbar zurück im Alltag, gefangen im mühsamen, oft entmutigenden Fischen. Ihr Gespräch klingt banal: „Ich gehe fischen … Ich gehe mit …“ – kein Anklang an große Offenbarungen. Diese Szene holt uns ab, genau da, wo wir oft sind: beschäftigt mit dem...

  • 16.04.26

Sonntag - 19. April 2026
Gottes Wege zum Menschen

3. SONNTAG DER OSTERZEIT LESEJAHR A – 19. APRIL 2026 EVANGELIUM Johannes 21,1–14 Die Jünger begegnen dem auferstandenen Jesus, aber sie erkennen ihn nicht gleich. In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tibérias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus, Natánaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm:...

  • 16.04.26

3. Sonntag der Osterzeit | 19. April 2026
Kommentar - Bibel und Leben

Erzählen geht tiefer als erklären Wenn etwas so ganz und gar nicht erklärbar ist oder die Begrifflichkeiten unserer Erfahrungsräume weit übersteigt, dann kann es helfen, das Erlebte in eine Geschichte zu verpacken. Die narrative Form, die Möglichkeit, in Metaphern, Seelenbildern, Analogien oder Gleichnissen zu sprechen, öffnet einen Weg, auf dem das Unsagbare bis in die Tiefe des Herzens einsickern und darin einen Widerhall hervorrufen kann. Die Auferstehung ist ein solches Ereignis. Man kann...

  • 15.04.26

Passende Gesänge

Gotteslob: 324: Vom Tode heut erstanden ist 325: Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit 326: Wir wollen alle fröhlich sein 332: Die ganze Welt, Herr Jesu Christ 337: Freu dich, erlöste Christenheit 551: Nun singt ein neues Lied dem Herren 896: Mit dir geh ich alle meine Wege. du mit uns: 86: Zwei Jünger gingen 87: Brannte nicht unser Herz.

  • 15.04.26

3. Sonntag der Osterzeit | 19. April 2026
Meditation

Flugzeuge überm Kopf Ich lieg im Gras und schau ins Blau. An einem Frühlingstag wie heute ist dies das Beste, was ich machen kann. Über mir summen, brummen kleine und größere Insekten, unter mir wächst langsam, aber beständig, junges Gras. Zwischen den grünen Halmen und meinem in Übergangsbekleidung gepackten Körper eine Decke, die ausgleicht, was der Boden noch nicht an Wärme herzugeben vermag. Während ich so dalieg’ und die Sonnenstrahlen spüre, streift mich ein Satz von Astrid Lindgren...

  • 15.04.26

2. Sonntag der Osterzeit - 12. April 2026
Nachfolge leben

2. SONNTAG DER OSTERZEIT – WEISSER SONNTAG LESEJAHR A 12. APRIL 2026 ANTWORTPSALM So soll Israel sagen: Denn seine Huld währt ewig. So sollen sagen, die den Herrn fürchten: Denn seine Huld währt ewig. Meine Stärke und mein Lied ist der Herr; er ist für mich zur Rettung geworden. Schall von Jubel und Rettung in den Zelten der Gerechten: „Die Rechte des Herrn, Taten der Macht vollbringt sie!“ Ein Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn her ist dies gewirkt, ein...

  • 09.04.26
„Der ungläubige Thomas“ ist eines der berühmtesten Gemälde des italienischen Barock-Meisters Caravaggio, geschaffen um 1601–1602.  | Foto: Gemeinfrei
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2. Sonntag Osterzeit: Abt Norbert M. Lesovsky
Glaube ist niemals einsam

Manch einer von uns hat wohl schon einmal ein größeres Fest ausgerichtet oder daran teilgenommen. Ein Fest von Bedeutung erfordert nicht nur Zeit, sondern auch Hingabe und Aufmerksamkeit – oft braucht es mehrere Tage, um die Tiefe und Fülle eines solchen Festes wirklich zu erleben und zu feiern. Doch diese äußere Dimension, die Zeitspanne des Feierns, ist nur ein Teil dessen, was ein Fest ausmacht. Viel wichtiger ist die geistige und seelische Erfahrung, die durch das Zusammensein entsteht. Ein...

  • 08.04.26

2. Sonntag der Osterzeit - 12. April 2026
Passende Gesänge

Gotteslob: 318: Christ ist erstanden 322: Halleluja, halleluja, halleluja (Str. 7 bis 12) 329: Das ist der Tag, den Gott gemacht 331: Ist das der Leib, Herr Jesu Christ 337: Freu dich, erlöste Christenheit 472: Manchmal feiern wir mitten im Tag 497: Gottheit tief verborgen (4. Strophe!) 828: Der Heiland ist erstanden 837: Halleluja! Lasst uns singen 927: Wer glaubt, ist nie allein

  • 08.04.26

2. Sonntag der Osterzeit - 12. April 2026
Kommentar - Bibel und Leben

Das Osterwunder begreifen Wie können Wege zum Frieden gefunden werden? Angesichts aktueller geopolitischer Brandherde ein schier aussichtsloses Unterfangen. Dafür wird uns Tag für Tag vorexerziert, was keinen Frieden bringt, nämlich Allmachtsfantasien, Gewalteskalationen, Drohgebärden, Demütigungen und Beleidigungen. All dem war auch Jesus ausgesetzt, und seine Friedensmission, die auf jegliche erniedrigende und gewaltvolle Verhaltensweise verzichtet hat, endete tragisch am Kreuz. Seine Jünger...

  • 08.04.26

2. Sonntag der Osterzeit - 12. April 2026
Meditation

Verschlossene Türen Es ist vorbei. Die Schoko-Osterhasen sind gegessen, die letzten bunten Eier bald verschwunden, und der Alltag hat uns wieder. Noch 350 Tage bis zur nächsten Karwoche. Vielleicht ging es den Jüngern Jesu ähnlich. Nur zwei Tage nach der Kreuzigung sitzen sie abends zusammen, die Türen verriegelt. Aus Angst vor denen, die ihren Herrn und Freund erst vor rund 48 Stunden ans Kreuz gebracht hatten. Niedergeschlagen, erschöpft von den intensiven Tagen, die hinter ihnen lagen....

  • 08.04.26

Ostersonntag - 05. April 2026
Auferstehungsglaube

HOCHFEST DER AUFERSTEHUNG DES HERRN – OSTERSONNTAG, LESEJAHR A – 5. APRIL 2026 1. LESUNG Apostelgeschichte 10,34a.37–43 Verkündigung der Frohen Botschaft an alle Menschen. In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft , wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels...

  • 02.04.26

Ostersonntag: Bischof Alois Schwarz
Das Noch-nie-Dagewesene

Mit meiner Botschaft vom Aschermittwoch habe ich versucht, Sie in eine Fastenzeit, die aus der Fülle lebt, zu begleiten. Vielleicht sind diese Gedanken noch präsent bzw. möglicherweise haben Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, von dieser Fülle auch erfahren. Die Fastenzeit als Prozess des Platzmachens für das Größere, das Noch-nie-Dagewesene. Die Schrifttexte zum Ostersonntag kon-frontieren uns mit der ungeheuerlichen Zumutung Gottes an uns Menschen, das Noch-nie-Dagewesene, ein Leben nach...

  • 01.04.26

Kommentar - Bibel und Leben

Ein Wettlauf gegen den Tod Wir kennen Situationen, in denen mit hektischer Betriebsamkeit um das Leben eines Menschen gerungen wird – sei es im Operations­saal eines Spitals oder an einer Unfallstelle. Geht dieser Kampf trotz aller Anstrengungen verloren, dann stellt sich meist eine betretene, resignierte Ruhe ein, verbunden mit der ganzen Bandbreite an Gefühlen, die einen tonnenschwer zu Boden sinken lassen. Es gilt, die Unerbittlichkeit des Todes zu akzeptieren. Am Ostermorgen ist das...

  • 01.04.26

Ostersonntag | 5. April 2026
Passende Gesänge

Gotteslob: 318: Christ ist erstanden 320: Victimae paschali laudes 322: Halleluja (Strophen 1, 3, 4) 324: Vom Tode heut erstanden ist 328: Gelobt sei Gott im höchsten Thron 631/1:   Singt, ihr Christen (dazu die Ostersequenz aus dem Münchener Kantorale) 828: Der Heiland ist erstanden 836: Surrexit Christus hodie 838/1:   Christ ist erstanden (Kanon).

  • 01.04.26

Ostersonntag | 5. April 2026
Meditation

Flügel gegen Schwerkraft Am Karfreitag musste der Leichnam Jesu eilig bestattet werden, weil mit dem Abend dieses Tages nach jüdischem Brauch schon die Ruhe des darauffolgenden Sabbats begann. Am Sabbat waren Begräbnisse nicht erlaubt. Während das Johannesevangelium erzählt (Joh 19,38–41), dass der tote Leib des Herrn von Josef aus Arimathäa und Nikodemus mit wohlriechenden Salben geehrt und mit Leinenbinden umhüllt ins Grab gelegt wurde, kommt in den Evangelien des Markus und des Lukas die...

  • 01.04.26

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