Texte zum Sonntag

Beiträge zur Rubrik Texte zum Sonntag

15. Sonntag im Jahreskreis |12.07.2020
Kommentar

Perspektivenwechsel Im Urlaub fahren viele Menschen gerne ans Meer – wenngleich das heuer nur sehr eingeschränkt möglich ist. Und es ist wohl nicht nur das Baden, Faulenzen und In-der-Sonne-Schmoren, das dem Meer – oder auch einem großen See – eine solche Faszination verleiht und es zum Sehnsuchtsort macht. Am Wasser mit seinen gleichmäßig pulsierenden Wellen, das immer in Bewegung ist, aber doch in sich ruht, atmet auch unser Geist Weite und Freiheit. In der elementaren Kraft und...

  • 09.07.20

15. Sonntag im Jahreskreis |12.07.2020
Platz zum Wachsen

Ich möchte mit euch mein ganz persönliches Kraftsymbol teilen: der Baum. Die unterschiedlichsten Bedeutungen und Aussagen, die sich aus seiner Symbolik ergeben, helfen mir immer wieder dabei, meine Gedanken zu sortieren, meine Lebenssituation zu reflektieren, dankbar zu sein, zu genießen, Zuversicht und Kraft zu schöpfen … Mögen meine Gedanken dazu auch euch bereichern! Beim Propheten Jeremia heißt es: „Gesegnet ist jede Frau und jeder Mann, die auf Gott vertrauen und deren Rückhalt Gott ist....

  • 09.07.20
Habe ich Augen, die sehen, und Ohren, die hören und verstehen? Habe ich ein offenes und empfängliches Herz? – oder ersticken alles die Dornen meiner zahlreichen Alltagssorgen?  | Foto: Pixabay
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Gedanken zum Evangelium: 15. Sonntag im Jahreskreis
„Wer Ohren hat, der höre!“

Matthäus 13, 1–23 Jesus sitzt in einem Boot und spricht zu den Menschen am Seeufer lange Zeit in Gleichnissen. Das heutige Evangelium erzählt quasi eine Geschichte innerhalb einer Geschichte. Und offenbar sind nicht nur die Zuhörer am Ufer verwirrt. Auch die Jünger fragen Jesus, warum er denn in Gleichnissen spricht. Deshalb liefert er die Erklärung gleich selbst mit dazu. Jesus beendet sein Gleichnis vom Sämann, dessen Korn unterschiedlich Frucht bringt, mit dem Aufruf: „Wer Ohren hat, der...

  • 08.07.20

Wort zum Sonntag von Dechant P. Georg Haumer OSB
Vertrauen in den göttlichen Sämann

Was einmal ausgesprochen ist, kann man gar nicht oder nur schwer wieder zu­Genauso anschaulich redet Jesus zu den Menschen, wenn er vom Sämann und dem Samen spricht. Vieles von dem, was aufwendig gesät wird, bringt nicht die erwarteten Früchte, anderes wieder vermehrt sich hundertfach. Ich stelle mir vor, wie die Menschen im Gras sitzen und den Worten Jesu lauschen. Vielleicht sind sogar Getreideähren greifbar und der eine oder andere meditiert so eine Ähre, indem er mit seinen Fingern drüber...

  • 08.07.20

14. Sonntag im Jahreskreis | 05.07.2020
Meditation

Die Leiter des Schweigens „Die erste Sprosse auf der mystischen Leiter des Schweigens besteht darin, dass man sich nicht gerne reden hört. Die vorletzte Sprosse derselben Leiter ist das Zuhörenkönnen.“ Eine wichtige Art und Weise des Schweigens ist das Zuhören. Ich höre auf den anderen, ohne gleich zu überlegen, was ich ihm erwidern könnte. Ich höre einfach zu und gehöre in diesem Zuhören dem andern. Ich fühle mich ihm zugehörig. Ich versuche, ihn zu verstehen, ohne ihn zu bewerten oder zu...

  • 02.07.20

14. Sonntag im Jahreskreis | 5.7.2020
Kommentar

Besser als ein Energy-Drink Im ersten Moment hat mich dieses Wort sehr verwundert, das hier in der Neuausgabe der Einheitsübersetzung steht: „erquicken“. Das hört sich ziemlich antiquiert an. Wer sagt heute noch „erquicken“? Doch im Vergleich zur früheren Übersetzung setzt dieses Wort schon einen anderen Akzent. Bisher hat es an der Stelle geheißen: „Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ Das klingt eher wie eine Einladung zum Faulenzen, zum Ausspannen oder Urlaub machen, zum Chillen, wie man es...

  • 02.07.20

Wort zum Sonntag von Adalbert Balling/KNA
Geschenk an die Bescheidenen

Ich darf sagen, ich kam nie leer zurück, wenn ich unter Druck und Not Gott gesucht habe.“ Ob Johann Wolfgang von Goethe bei seiner Beobachtung gerade an die Stelle des heutigen Evangeliums dachte, in der es heißt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt; ich werde euch Ruhe verschaffen“? Wir wissen es nicht. Denkbar wäre es. In seinem autobiografischen Werk „Dichtung und Wahrheit“ bemerkt der Weimarer Dichterfürst jedenfalls: „Die Bibel ist so voller Gehalt,...

  • 01.07.20
Auf das Herz kommt es an! Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt. Jesus sagt: "Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." (Mt 11,29) | Foto: pixabay
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Gedanken zum Evangelium: 14. Sonntag im Jahreskreis
Komm her

Matthäus 11,25-30 Das heutige Evangelium ist eine großartige Zusage Gottes an uns! Es zeigt uns auf, dass wir in all unserer Einfachheit, Schwäche und Mühsal immer zum Herrn kommen dürfen! Jesus beurteilt nicht nach Leistung und Wissen, er ist die vollkommene Liebe und will jedem und jeder Einzelnen eine tiefe innere Freude des Herzens schenken. Den Unmündigen offenbart – Gerade, wenn wir in ärmere Länder schauen, sehen wir besonders gut, welche Freude viele Menschen trotz großer Mühsal und Not...

  • 01.07.20

Gedanken zum Evangelium: 13. Sonntag im Jahreskreis
Hopp oder Drop?

Matthäus 10, 37–42 Vor Jahren fiel mir am Kiosk ein humoristisches Hochzeitsbillett in die Hände: Ein Brautpaar steht vor dem Altar und der Priester sagt zum Bräutigam: „Nein, nein, nein! Es heißt ‚Ja‘! Und nicht: ‚Ja, wenn es denn sein muss!‘“ – Genau darum geht es im heutigen Evangelium. Um ein klares, deutliches „Ja“, das Jesus seinen Jüngern abverlangt … Spannend am heutigen Evangelium finde ich, dass Jesus diese Rede nicht an das Volk richtet, sondern nur an seine Jünger. Er unterscheidet...

  • 25.06.20

Wort zum Sonntag von Bischof em. DDr. Klaus Küng
Ein besonderer Gast

In der ersten Lesung hören wir von einer vornehmen Frau, die Elischa dringend bittet, bei ihr zu essen. Später drängt sie ihren Mann, den Propheten im Haus aufzunehmen. Das gereicht zum Segen: Dem Ehepaar, das schon seit langem auf Kinder wartet, wird ein Sohn geschenkt. Jesus nimmt auf diese Begebenheit Bezug, wenn er sagt: „Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten“ (Evangelium). Gott und seinen Propheten im eigenen Leben aufnehmen, das ist...

  • 24.06.20

Wort zum Sonntag von KR Mag. Anton Merli
Fürchtet euch nicht vor den Menschen

Es gibt ängstliche Menschen, die sich immer fürchten. Sie fürchten sich vor der Finsternis, vor einem Gewitter, vor einer Reise, vor Unbekanntem und vor Fremden. Es gibt mutige Menschen, die sich kaum fürchten, die fast immer optimistisch leben, allerdings auch gelegentlich ordentlich enttäuscht werden. Was hindert Menschen, ihren Glauben zu bekennen? Es gibt bei nicht wenigen aber ein eigenartiges Phänomen: die Menschenfurcht, besonders dann, wenn es um den Glauben, um das religiöse Leben...

  • 24.06.20

Wort zum Sonntag
Liebe-voll

Irritierend kommt es auf den ersten Blick ­daher – das heutige Wort Jesu: Wer Vater oder Mutter, Sohn oder Tochter mehr liebt als mich … Spricht da etwa ein ­eifersüchtiger Mensch, der sich in Konkurrenz setzt zu all den anderen Menschen, die wir lieben? Der all unsere Liebe „für sich“ haben will? Ich ­glaube nicht! Vielmehr lese ich diese ­Worte als Infragestellung von Rollenerwartungen und als ­Befreiung und Befähigung zu wahrhaft liebe-voller ­Zuwendung. Vielleicht kennen auch Sie...

  • 24.06.20

13. Sonntag im Jahreskreis | 28.06.2020
Kommentar

Christsein ist kein Schönwetterprogramm Echte Fußballfans erkennt man dann, wenn es bei ihrer Mannschaft gerade nicht läuft, wenn sie in einer Krise steckt und es wenig Anlass zum Jubeln gibt. Wer auf der Welle des Erfolges schwimmt, hat immer viele Anhänger. Wer aber eine Durststrecke zu überstehen hat – und das gilt nicht nur für den Fußball – oder angefeindet wird, wer dem Druck, immer erfolgreich zu sein, nicht standhält und aus der Bahn geworfen wird, der merkt bald, auf wen er sich...

  • 24.06.20

13. Sonntag im Jahreskreis | 28.06.2020
Meditation

Zärtliche Worte | „Mit Küssen seines Mundes bedecke er mich, süßer als Wein ist seine Liebe. Köstlicher ist der Duft deiner Salben, dein Name hingegossenes Salböl, darum lieben dich die Mädchen.“ Das Hohelied, das Lied der Lieder, wie es im Originaltext heißt, ist einer der ungewöhnlichsten Texte des Alten Testaments. Solche Worte würde man hier sicher nicht vermuten, und doch hat dieses Liebeslied Eingang gefunden. Gegenseitige Liebe und Sehnsucht, die Erfüllung wurde immer schon gesucht,...

  • 24.06.20
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Gedanken zum Evangelium: 12. Sonntag im Jahreskreis
Angst?

Wen soll ich fürchten, was muss ich fürchten? Matthäus 10, 26–33 Die meisten von uns kennen den Ausspruch: „Die Spatzen pfeifen es schon längst von den Dächern.“ Wer fürchtet sich nicht davor, wenn sich eine unangenehme Situation nicht mehr vor der Öffentlichkeit verbergen lässt? Die Leute fangen an zu reden, zeigen mit den Fingern auf einen und beginnen, einem aus dem Weg zu gehen. Was tun, wenn die Gerüchteküche schon brodelt, welchen Weg soll man wählen – schweigen, die Sache leugnen oder...

  • 17.06.20

12. Sonntag im Jahreskreis | 21.06.2020
Kommentar

Wahrhaftigkeit befreit die Seele. Es gibt Menschen, die einen erheblichen Aufwand betreiben, um sich selbst in einem besseren Licht erscheinen zu lassen und ihr wahres Ich zu verbergen. Sie verstricken sich immer tiefer in Lebenslügen und Selbsttäuschung und leben in der ständigen Angst, dass diese Seifenblase zerplatzt und ihre Scheinwelt in sich zusammenstürzt. Sie werden zu Getriebenen ihrer eigenen Hirngespinste, zu gespaltenen Persönlichkeiten. Davon wird die Seele krank. Dahinter steht...

  • 17.06.20

12. Sonntag im Jahreskreis | 21.06.2020
Meditation

Seinen Träumen trauen. Vor vielen hundert Jahren lebte in Krakau ein armer Jude. Eines Nachts träumte ihm, er solle nach Prag gehen. An der Brücke über der Moldau solle er graben, dann würde er einen Schatz finden. Und weil er es dreimal hintereinander träumte, packte er sein Bündel und wanderte los. In Prag angekommen, sah er sofort, dass es unmöglich war, hier zu graben. Über die Brücke zogen Kaufleute mit ihren Waren, Bauern zogen ihre Karren darüber, und dazwischen liefen Frauen mit Körben...

  • 17.06.20

11. Sonntag im Jahreskreis | 14.06.2020
Kommentar

Eine Schule des Vertrauens. Beim Abschied von Bischof Johann Weber wurde oft das große Vertrauen hervorgehoben, das er seinen Mitarbeitern entgegengebracht hat. Er hat ihnen etwas zugetraut. Und er hat bestimmt großen Anteil an dem Klima des Vertrauens und Wohlwollens füreinander, das die Kirche, in der ich aufgewachsen bin, die mir als Jugendlicher zur Heimat geworden ist, geprägt hat. Das war möglich, weil sein Glaube von Zuversicht und froher Gelassenheit getragen war, von der festen...

  • 10.06.20

11. Sonntag im Jahreskreis | 14.06.2020
Meditation

In Richtung Unendlich. Was wird anders in unserem Leben durch den Glauben? Das, was anders wird im Leben eines Blinden, wenn er plötzlich sieht. Sein Weg und seine Umgebung bleiben dieselben und auch die Menschen, aber er sieht sie, und vor allem sieht er, wohin er geht. Viele haben sich heute praktisch damit abgefunden, dass sie leben, ohne zu „sehen“. Sie stellen keine Fragen mehr. Meine lieben Zuhörer, warum leben Sie? Warum stehen Sie jeden Morgen wieder auf, um zur Arbeit zu fahren, und da...

  • 10.06.20

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