Texte zum Sonntag

Beiträge zur Rubrik Texte zum Sonntag

25. Sonntag im Jahreskreis | 20. September 2020
Kommentar

Weniger Anstrengung und mehr Freude Mit dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg tun sich viele schwer. Vor allem Menschen, die redlich um ein christliches Leben bemüht sind und dafür vielleicht manches an Entbehrungen auf sich nehmen, fühlen sich da um den Lohn ihrer Anstrengungen betrogen. Auch Petrus fragt ja angesichts dessen, was er alles zurückgelassen hat, um Jesus nachzufolgen: Was werden wir dafür erhalten? Jesus zeigt hier, dass Gott anders rechnet, und fordert uns auf, dass auch...

  • 17.09.20

25. Sonntag im Jahreskreis | 20.09.2020
Meditation

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“, fragt die Königin in Grimms Märchen „Schneewittchen“ ihren Spiegel. Einige Zeit geht das auch gut, und er gibt ihr die Antwort, die sie hören will: „Frau Königin, Ihr seid die Schönste im Land.“ Aber eines Tages spricht er jene unliebsame Wahrheit aus, die die Königin partout niemals hören wollte: „Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen ist tausendmal schöner als Ihr.“ Da wird die Königin vom Neid...

  • 16.09.20

Gedanken zum Evangelium: 24. Sonntag im Jahreskreis
und vergib uns unsere Schuld

Matthäus 18,21-35 Die meisten von uns kennen den Satz: „Die Großen lässt man laufen und die Kleinen werden bestraft.“ Vor allem, wenn Topmanager Millionen in den Sand setzen und trotzdem einen Bonus kassieren, oder wenn Banken Milliarden verspekulieren und trotzdem staatliche Hilfe bekommen. Aber wenn der kleine Bürger seine Miete oder seine Raten nicht zahlen kann, ist er in großen Schwierigkeiten. Das heutige Evangelium wirft einige Fragen auf, die auch in unserer Gesellschaft und Politik für...

  • 12.09.20

Wort zum Sonntag von Patrick Schöder OSB
Hab Geduld mit mir!

Barmherzigkeit als Grundhaltung. Das Thema der Vergebung durchzieht das ganze Evangelium. Der Gedanke vom versöhnten Miteinander vom letzten Sonntag wird in den Schriftlesungen weiter entwickelt. Der Evangelist will der Gemeinde bewusst machen, dass der Mensch unversöhnt nicht vor Gott treten kann. Vergebung und Versöhnung sind Voraussetzung für eine gesunde Gottesbeziehung und treffen den eigentlichen Kern der Botschaft des Herrn: Muss ich nicht selber barmherzig sein, wenn ich erwarte, dass...

  • 09.09.20

24. Sonntag im Jahreskreis |13. September 2020
Kommentar

Liebe zählt nicht Wenn ein Mensch an einem anderen schuldig wird oder ihm Leid zufügt, dann ist die natürliche Reaktion das Verlangen nach Rache und Vergeltung. Das Problem dabei ist nur: Der erlittene Schmerz wird dadurch nicht ausgelöscht, denn die zerstörerische Tat kann ja nicht rückgängig gemacht werden, er wird vielmehr verdoppelt. Auch wenn der Täter dafür büßt, bleibt der andere im Zustand des Zorns und Hasses verhaftet, sodass die Zukunft beider lebenslänglich schwer beeinträchtigt...

  • 09.09.20

24. Sonntag im Jahreskreis | 13.09.2020
Meditation

Warum Kreuz? In seiner schwersten Stunde ist Jesus allein. Wo sind seine Jünger? Aus Angst haben sie Reißaus genommen. Nur ein paar Frauen halten sich noch in der Ferne auf. Jesus befindet sich in der Mitte des Geschehens. Angenagelt. Kann sich nicht rühren. Machtlos. Sterbend. Ein bedrückendes Bild der Ohnmacht Gottes. Da ist keine Hilfe sichtbar. Nur Kreuz und Spott. Kein Wunder. Kein Happy End. Keine Erlösung. In der Seele Jesu wird es stockfinster. Der selbst gesagt hat: „Ich bin das Licht...

  • 09.09.20

Gedanken zum Evangelium: 23. Sonntag im Jahreskreis
Mut zum offenen Wort

Matthäus 18, 15–20 Heute beginne ich am Ende. Der Anfang fordert mich nämlich ganz schön heraus. Tasten wir uns lieber langsam heran an den Text. Letzter Absatz: alles ok, beliebte Bibelstelle, Prädikat ‚erstrebenswert‘. Vorletzter Absatz: mächtige Sache, diese Binde- und Lösegewalt. Dritter Absatz: null Kontakt – klingt nach Notlösung. Zweiter Absatz: Unterstützung holen – wirkt menschlich. Erster Absatz: … Beim wiederholten Lesen nehme ich schließlich doch wahr, was da wirklich steht. Wenn...

  • 05.09.20

23. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr A) |06.09.2020
Nicht hinterm Rücken, sondern face-to-face

Wie ist Versöhnung möglich? Das ist eine große und bedeutsame Frage. Wie viele Menschen leiden darunter, dass sie unversöhnt sind und nicht verzeihen können? Dann können seelische Verletzungen nicht heilen, man wird verbittert und verliert den Kontakt zur Quelle des Lebens. Deshalb ist echte und aufrichtige Versöhnung so wichtig. Sie ist auch in der Botschaft Jesu ein entscheidendes Thema, von dem sein ganzes Leben und Wirken geprägt ist. So auch an dieser Stelle, wo Jesus auf die gegenseitige...

  • 03.09.20

Wort zum Sonntag von Patrick Schöder OSB
Ein versöhntes Miteinander

Wenn dein Bruder oder deine Schwester gegen dich sündigt…“ Das Evangelium lässt uns eintauchen in die junge Gemeinde der Urkirche und wir lesen davon, dass es auch hier Spannungen und Konflikte gegeben hat. Irgendwie beruhigend und ein Trost, dass es auch in der Urgemeinde „gemenschelt“ hat. Der Evangelist Matthäus lässt Jesus zu Wort kommen und wir erhalten ein Lösungsangebot. Die jesuanische Lösung ist ein Stufenplan, den er der jungen Gemeinde vorschlägt, für den Umgang mit Christinnen und...

  • 02.09.20

23. Sonntag im Jahreskreis | 06.09.2020
Meditation

Gesegnet seist du, Materie Materie, bezaubernd und stark; Materie, die liebkost und mannhaft macht; Materie, die bereichert und zerstört – im Vertrauen auf den himmlischen Einfluss, der deine Wasser duftend und rein gemacht hat, überlasse ich mich deinen mächtigen Schichten. Die Kraft Christi ist in dich übergegangen. Reiße mich durch deine Anziehung mit, nähre mich mit deinem Lebenssaft! Durch sein Losreißen mache mich frei! Und wolle mich schließlich durch dein ganzes Selbst vergöttlichen!...

  • 02.09.20

Wort zum Sonntag von Pfarrer Kingsley Uzor
Wer sein Leben retten will,…

Der Hase verspottet die Schildkröte wegen ihrer Langsamkeit: „Kommst du überhaupt voran?“ Sie erwidert: „Ja, ich bin schneller, als du denkst! Lass uns ein Rennen machen, du wirst es sehen.“ Sehr amüsiert stimmt er zu. Sie legen einen Zielpunkt fest, das Rennen ist eröffnet! Der Hase ist schnell aus dem Blickfeld, während die Schildkröte ihre ersten Schritte unternimmt. Um sie weiter zu demütigen, beschließt er, kurz vor der Ziellinie eine Pause einzulegen. Dabei schläft der Hase aber ein und...

  • 26.08.20

Gedanken zum Evangelium: 22. Sonntag im Jahreskreis
Lebendig

Matthäus 16, 21–27 Ein wichtiger Teil der Frohen Botschaft der Bibel besteht für mich darin, dass die dunklen Seiten des Lebens auch vorkommen dürfen. Ja noch mehr, dass sie uns nicht nur Angst machen und einengen, sondern dass sich mitunter neue Perspektiven öffnen können. Das Evangelium ist tatsächlich eine harte Nuss. Ich glaube, wenn jemand ganz unbefangen in die Kirche kommt und die Worte hört „verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“, dann wäre das eine...

  • 26.08.20

22. Sonntag im Jahreskreis | 30.08.2020
Nicht ausweichen, sondern annehmen

Ich gebe zu, Petrus ist mir in diesem Fall sympathischer als Jesus. Gerade erst hat er sein Christus-Bekenntnis abgelegt und ist dafür als Fels bezeichnet worden, auf dem Jesus seine Kirche aufbauen will. Nun will er sich dessen würdig erweisen, sich schützend vor Jesus stellen und wird dafür gleich brüsk als Satan gescholten. Reagiert Jesus da nicht unfair und unsensibel? Es geht hier aber nicht um Sympathie, sondern um etwas viel Größeres, um das Paradoxon des Kreuzes und ein tiefes Geheimnis...

  • 26.08.20

Gedanken zum Evangelium: 21. Sonntag im Jahreskreis
Für wen haltet ihr mich?

Matthäus 16, 13–20 Im heutigen Evangelium stellt Jesus den Jüngern eine recht persönliche Frage.  Er möchte zunächst wissen, wofür ihn die Menschen halten. Offenbar gibt es da  viele unterschiedliche Meinungen. Dann fragt er die Jünger ganz direkt:  Und für wen haltet ihr mich? Diese Frage sollte uns allen in den Ohren klingen,  weil sie uns alle betrifft: Für wen halte ich Jesus? Vor vielen Jahren hat mich ein Verwandter einmal gefragt, warum ich eigentlich mein Leben nach „irgendwelchen alten...

  • 23.08.20

21. Sonntag im Jahreskreis |23.08.2020
Kommentar

Gerüchte und Gewissheiten „Hast schon g’hört?“ Neuigkeiten, die mit dieser Frage eingeleitet werden, sind mit Vorsicht zu genießen. Vielen Menschen bereitet es großes Vergnügen, Gerüchte aufzuschnappen und weiter zu ventilieren. Was sie dabei nicht bedenken, ist der Schaden, den sie anrichten, die gar nicht harmlose destruktive Kraft, die solche Gerüchte entwickeln. Und oft stürzt man sich auf solche „G’schichteln“ auch nur aus Langeweile oder, um von seiner eigenen Misere abzulenken. Am besten...

  • 20.08.20

21. Sonntag im Jahreskreis |23.08.2020
Meditation

Nichts fehlt mir wirklich! Warum ist das aufmerksame Wiederholen eines altbekannten Gebets so hilfreich dafür, sein Herz auf das Reich Gottes auszurichten? Der Grund dafür ist, dass die Worte eines solchen Gebets über die Kraft verfügen, unsere inneren Ängste in inneren Frieden umzuwandeln. Ich betete einmal lange Zeit die Worte: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen“ (Psalm...

  • 19.08.20

Wort zum Sonntag von Pfarrer Kingsley Uzor
Für wen halten die Menschen den Menschensohn?

Als Getaufte gehören wir zu Christus und wurden dadurch auch zu Mitgliedern seines Leibes, der Kirche. Es bedarf einer täglichen und bewussten Entscheidung, Jesus immer mehr persönlich kennenzulernen, sich jederzeit mit ihm zu identifizieren und auch bereit zu sein, von ihm Zeugnis abzulegen vor der Welt. Darum geht es im Sonntagsevangelium, in dem Jesus auch uns darauf aufmerksam macht: Je näher wir ihm kommen, je mehr wir über ihn erfahren und ihn kennen, umso besser können wir von ihm...

  • 19.08.20
Bibelstellen sind wie Nüsse manchmal nur schwer zu knacken. | Foto: Pixabay
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Gedanken zum Evangelium: 20. Sonntag im Jahreskreis
Eine harte Nuss

Hin und wieder kaufe ich (MM) mir ein Säckchen Pistazien. Die meisten sind leicht zu essen, weil sie bei der Verarbeitung aufgesprungen sind, außer ein oder zwei. Damit ich bei diesen trotzdem an den begehrten Kern herankomme, braucht es einige Mühe. Manche Bibelstellen sind auch so: Sie enthalten einige Nüsse, die nur schwer zu knacken sind (vgl. das heutige Evangelium: Matthäus 15,21-28) Nuss 1: Jesus gibt der kanaanäischen Frau keine Antwort. Was ist los? Denkt er sich: „Ich wollte mich...

  • 14.08.20

20. Sonntag im Jahreskreis | 16.08.2020
Kommentar

Grenzüberschreitungen Als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie haben die Grenzen zwischen Ländern und Menschen größere Bedeutung bekommen. Es geht darum, die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. Darunter leiden wir gerade jetzt in der Urlaubszeit, denn das Reisen in andere Länder, das Überschreiten einer Grenze hilft uns auch, Ruhe zu finden und Abstand zum oft hektischen und belastenden Alltag zu gewinnen. Abstand gewinnen will offenbar auch Jesus, als er sich nach einer mühsamen Debatte mit...

  • 12.08.20

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