11. Sonntag im Jahreskreis | 14.06.2020
Kommentar


Eine Schule des Vertrauens. 

Beim Abschied von Bischof Johann Weber wurde oft das große Vertrauen hervorgehoben, das er seinen Mitarbeitern entgegengebracht hat. Er hat ihnen etwas zugetraut. Und er hat bestimmt großen Anteil an dem Klima des Vertrauens und Wohlwollens füreinander, das die Kirche, in der ich aufgewachsen bin, die mir als Jugendlicher zur Heimat geworden ist, geprägt hat. Das war möglich, weil sein Glaube von Zuversicht und froher Gelassenheit getragen war, von der festen Gewissheit, dass das Vertrauen den längeren Atem hat.
Jesus nimmt seine Apostel in eine Schule des Vertrauens. Es gibt für sie viel zu tun, es warten große Aufgaben und Herausforderungen angesichts der Erschöpfung und Orientierungslosigkeit vieler Menschen. Und diese Diagnose trifft ja auch sehr präzise den Nerv der heutigen Zeit. Unsere Zivilisation steuert – nicht erst seit Corona – im permanenten Krisenmodus dem großen Kollaps entgegen.

Die Apostel werden mit Namen genannt. Es sind ganz konkrete Menschen, die er ausgewählt hat und denen er ganz konkrete Aufgaben überträgt. Was sie bei ihm gesehen, gehört und erlebt haben, das sollen sie nun weitergeben als Menschen, die selbst davon berührt, ergriffen und verwandelt sind. Dazu gibt Jesus ihnen Vollmacht. Das heißt, er traut ihnen zu, dass die Kraft Gottes, von der er erfüllt ist, auch durch sie wirken kann.
Heute sind wir es, die von Jesus Christus jene Kraft empfangen, die heilsam ist, lebendig macht und der Angst entgegenwirkt. Diese Kräfte sollen wir in der Welt stark machen. Trauen wir es uns zu!

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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