Menschen & Meinungen

Beiträge zur Rubrik Menschen & Meinungen

Sonntagsblatt+plus | KONTRAPUNKTE
Wie geht „dazulernen“?

Durch Lesen, Studieren oder eher beim Tun, Anpacken und Ausprobieren? Weil Menschen uns zeigen, wie’s geht? Durch Predigten? Wenn jemand uns zum Tun ermutigt oder wenn uns das Leben Steine in den Weg legt? Wie und durch wen haben Sie in Ihrem Leben dazugelernt? Lernen Mancherlei lässt sich aus Büchern lernen, vieles nur im „praktischen Leben“. Lebenserfahrungen anderer Menschen kommen wiederum oft in Buchform zu uns. Kerstin Margaretha Zöhrer gibt uns einen Einblick in ihr Dazulernen außerhalb...

  • 27.05.21
Premium
Abt Clemens Lashofer wurde Frieden gewünscht.

Anekdoten: Heiter bis heilig
Nie um eine Antwort verlegen

Frühling 1988 im 17. Bezirk in der Wiener Pfarre Dornbach. Sie gehörte damals zum Benediktinerstift St. Peter in Salzburg, die Priester stammten aus dem Stift Göttweig, ebenfalls einem Benediktinerstift. Die Firmung spendete deshalb der Abt des Stiftes, Clemens Lashofer (1941-2009), der als besonders offen für Jugendliche galt. Ich war 14 Jahre alt, mir der Würde der Handlung bewusst und sehr aufgeregt. Ich hatte Sorge, in der Aufgeregtheit zu vergessen, was ich zu tun habe. Die ganze Messe...

  • 26.05.21

Leserbriefe
Namen fehlten

Zu „Besuch im Kircheneck“, Nr. 19 Sie haben vom Besuch des Bischofs im Kircheneck berichtet. Neben der Erwähnung der wertvollen Arbeit dieser Einrichtung haben mir aber die Namen der beiden abgebildeten ehrenamtlich Tätigen gefehlt. Es wäre sicher noch Platz dafür gewesen, die zwei Personen derart zu würdigen, zusätzlich zum Namen des Bischofs. Bitte um mehr Sensibilität gegenüber Menschen, die in der Kirche engagiert sind. Mag. Juliane Wendler, St. Josef (Das Bild zeigte auch Kircheneck-Leiter...

  • 26.05.21

Leserbriefe
Aus der Ruhe gelockt

Zu „Es ist ruhig, das Alter, und fromm“ und Leserbrief „Selbst entscheiden“, Nr. 20 Der Beitrag von Altbischof Egon Kapellari hat mich als schon über 80-Jährigen und langjährigen Sonntagsblattleser sehr angesprochen. Doch der Leserbrief „Selbst entscheiden“ hat mich dann aus der Ruhe des Alters gelockt. Diese sehr selbstbezogene, bestimmende Aussage, das Leben (selbst) vollenden zu können, geht mir zu weit. Der liebe Schreiber möge doch nicht nur auf sich selbst Bezug nehmen, sondern für alle...

  • 26.05.21

Leserbriefe
Zusammenhalten

Sonntags in die heilige Messe gehen zu können hat mir total gefehlt, mir kam manchmal vor, es ist kein richtiger Sonntag, ohne in der Kirche gewesen zu sein. Diese Zeit der Pandemie wird hoffentlich bald Geschichte sein, es hat jeden Bereich betroffen. So ist zu befürchten, dass der Gang zur Kirche für manche nicht mehr relevant ist. Aber vielleicht überwiegt das Zusammengehörigkeitsgefühl doch ein wenig. Zusammenstehen, -halten ist doch ein Zeichen von Liebe. Dies ist stets wünschenwert!...

  • 26.05.21

Vorgestellt
Borka Simunic, Pastoralreferentin

„Diese Offenheit und dieser Weitblick – schon im ersten Semester habe ich gewusst, dass das Theologiestudium eigentlich ‚meines‘ ist.“ Ihr ursprünglicher Traumberuf „technische Optik und Mechanik“ sei plötzlich kein Thema mehr gewesen, blickt Borka Simunic auf ihr Jahr Theologie in Sarajevo zurück; vorher hatte es dort Theologiestudium für Laien nicht gegeben. Heute ist Borka Simunic Pastoralreferentin in Bruck an der Mur und fünf weiteren Pfarren sowie „Handlungsbevollmächtigte für Pastoral“...

  • 26.05.21

Steirerin mit Herz
Maria Gollowitsch

Vierzig Jahre werden es im Juni, dass Kinder 1981 in Medjugorje Erscheinungen Marias erlebten. Einer der größten steirischen Verehrer war der im Vorjahr am 30. August verstorbene Busunternehmer („fragollo“) Franz Gollowitsch. Seine über 500 Fahrten in den bosnischen Wallfahrtsort wären nicht möglich gewesen ohne die Rückendeckung durch seine Frau und jetzt Witwe Maria Gollowitsch. Die Mutter von fünf Kindern, die Franz 1960 heiratete, war am 5. April 1939 in Kirchbach auf einem kleinen...

  • 26.05.21
3 Bilder

Viele beten, wenn es ans Eingemachte geht

Jedes Mal wenn sich die Wohnungstüre öffnet, eröffnet sich ein neues Universum. Jede Wohnung ist anders, jeder Mensch ist anders.“ Elisabeth Kühnelt-Leddihn arbeitet in der mobilen Hauskrankenpflege bei den Johannitern und ist Sanitäterin. Mehrmals täglich betritt sie das Zuhause von Menschen, die auf ihre Hilfe angewiesen sind. Die sie zuvor nie gesehen hat und denen sie – das ist ihr fester Vorsatz – mit größter Offenheit begegnen will. „Mir ist egal, woher der Patient kommt, ob die Wohnung...

  • 25.05.21
Ein Fluch hat keine magische Wirkung (weder nach islamischem noch nach christlichem Verständnis).

Kommentar: Die Kirche & ich
Dumpfer Fluch und Heiliger Geist

Im Islam ist ein Fluch der Wunsch nach Bestrafung durch Allah, der allerdings selber am besten weiß, wen er zu strafen hat. Laut dem frühislamischen Gelehrten Abu Dawud soll Mohammed gesagt haben: „Verflucht ein Diener Allahs irgendetwas, so steigt dieser Fluch zum Himmel empor. Doch die Pforten des Himmels verschließen sich diesem. So sinkt der Fluch wieder auf die Erde herab. Auch dort findet er alle Tore verriegelt. So irrt er nach rechts und nach links und findet keinen anderen Ort außer...

  • 20.05.21
Premium
Bischof Ludwig Schwarz lacht oft und gerne.

Anekdoten: Heiter bis heilig
Eine nasse Berufung

Der emeritierte Linzer Bischof Ludwig Schwarz (80) verbrachte seine Kindheit und Jugend im dritten Bezirk in Wien. Täglich besuchte er die Salesianerpfarre Neuerdberg, wo man sich um Kinder und Jugendliche kümmerte. Es gab Seelsorge­stunden, aber auch einen Spielplatz. Eines Sommertages in den späten 1940er-Jahren brannte die Sonne so richtig runter, und der kleine Ludwig wurde durstig. Da sah er hinter der Kirche im Schatten des Gebäudes ein Fass stehen, das voll Wasser war, und neben dem Fass...

  • 19.05.21

Vorgestellt
Olga Flor, Schriftstellerin

„Wieder unter Menschen zu sein“: Darauf freute sich, nach vielen Internetkonferenzen, die in Graz und Wien lebende Schriftstellerin mit dem schön klingenden Namen Olga Flor („Blume“). Auf Schloss Seggau war sie eine der Teilnehmenden am Pfingstdialog „Reset Europe“. Zu diesem „Neustart“ bemerkt die Verfasserin von Gegenwartsliteratur, „gerne“ und „überzeugte“ Europäerin sei sie. Es bereite ihr Sorge, wenn in Österreich wie in Ungarn oder Polen „schludrig“ mit Verfassung und Demokratie...

  • 19.05.21

Leserbriefe
Berufung verkannt

Zu Positionen „Bevorzugt“, Nr. 19 Im Sonntagsblatt Nr. 19 vom 16. Mai berichtet Karl Veitschegger über einen Wiener Innenstadtpfarrer … Ich hoffe nur, dass derartig abgehobene Seelsorger eine Ausnahme sind, denn sonst werden sich noch mehr Menschen von der Kirche entfernen. Anscheinend hat dieser Priester seine Berufung, „Diener im Sinne Jesu nach dessen Vorbild zu sein“, verkannt. Er müsste doch auch Matthäus 10,8, „umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“, kennen. Hermann Ploder,...

  • 19.05.21

Leserbriefe
Selbst entscheiden

Zum Leserbrief „Das Leben vollenden können“, Nr. 19 Wer verleiht Ihnen schlussendlich das Recht, über mich bestimmen zu wollen, wie und in welcher Form ich – im Falle des Falles – zu sterben habe? Bereitet es Ihnen, überspitzt formuliert, etwa Genugtuung, mir anstatt eines schnellen Dahinscheidens einen langen und qualvollen Todeskampf zu gönnen, um dieser Facette ihres Glaubens gerecht zu werden? Bin ich so entmündigt, nicht selbst darüber entscheiden zu dürfen? Gerry Ofner, Graz

  • 19.05.21

Leserbriefe
Sterbe„hilfe“

Zu „Viele Fragen offen“, Nr. 18, und zum Leserbrief „Das Leben vollenden“, Nr. 19 Im Leserbrief der Kreuzschwestern wurde die Gefahr der Einstufung als „unlebenswertes Leben“ aufgezeigt, was es schon einmal in der dunklen NS-Zeit gab. Heutzutage will man sich mit dem Altern, dem Abbau und der Vergänglichkeit des Menschen nicht mehr auseinandersetzen, auch krank darf man nicht mehr sein. Ewig jung, aktiv und gesund. Ich habe 14 Jahre lang meine pflegebedürftige Mutter betreut. Als sie starb,...

  • 19.05.21

Steirer mit Herz
Resi und Rudi Stocker

Die „besten Nachbarn, die man sich nur wünschen kann“: So werden Resi und Rudi Stocker in Sankt Peter ob Judenburg von Altpfarrer Florian Zach gerühmt, der weiterhin im Pfarrhof wohnt. Resi erlebte als Kind mit, wie noch Schafe und Schweine zum Pfarrhof gehörten, denn dessen Nachbarn waren auch schon ihre Eltern. Die Frau war selbstverständlich zur Stelle, als vor vielen Jahren der Pfarrer plötzlich ohne Haushälterin dastand. Resi übernahm alle Aufgaben der Erkrankten, vom Waschen und Putzen...

  • 19.05.21

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Experten

Was früher für viele der Pfarrer war, ist heute der sog. Experte. Experten deuten und erklären die Welt. Dabei berufen sie sich auf wissenschaftliche Daten. Wenn sie auf Distanz bleiben, hat das sein Gutes: es geht darum, einen besseren Überblick zu gewinnen. Weniger gut ist, wenn aus der Distanz Verantwortliche der Zivilgesellschaft medial vorgeführt und geprügelt werden. Wer für sich den Mantel der Aufgeklärtheit beansprucht sollte auch nicht auf den Mantel der Gerechtigkeit und...

  • 14.05.21
Anna Stern, 70 Jahre, Kirchenchorleiterin in Oberwölbling, ist seit zwei Perioden Pfarrgemeinderatsmitglied.

Was mich trägt - Anna Stern
Ein Lied ist wie ein Gebet

„Das Singen ist für mich Ausgleich und Kraftquelle“, erzählt Anna Stern. Die gebürtige Wölblingerin hat die Hauswirtschaftsschule der Englischen Fräulein in St. Pölten besucht und anschließend im Büro einer Baufirma gearbeitet. Nachdem sie 1971 geheiratet hatte, ihre Mutter älter wurde und die Familie Haus baute, blieb sie daheim. „Dann hatte ich die Mutter zum Pflegen. Aber ich bin immer Singen gegangen, auch wäh­rend die Kinder noch ganz klein waren“, erzählt sie. Begonnen hat es in den...

  • 12.05.21
Premium

Vorgestellt
Johann Karner, Regionalkoordinator

„Handfeste Arbeit“ schätzt der Priester Mag. Johann Karner, wenn er beim Pfarrhof Tauplitz, wo er meist an den Wochenenden wohnt, Holz für den Zusatzherd richtet oder den Garten mäht. Auf einem kleinen Bauernhof in Sulzbach in der Pfarre St. Margarethen an der Raab wuchs der Oststeirer auf. Seit 2019 arbeitet er oft die ersten Tage der Woche im Priesterseminar Linz, als Spiritual dort sowie für das gesamtösterreichische Vorbereitungsjahr „Propädeutikum“ von Menschen, die Priester werden wollen....

  • 12.05.21

Steirerin mit Herz
Franziska Grabner

Mit einem großen Mund lächeln ihre Figuren „von einem Ohr bis zum andern“. Die Augen modelliert sie geschlossen, als Striche. Bescheiden meint die Hobbykeramikerin Franziska Grabner aus St. Ruprecht an der Raab, dass sie „mit Gesichtern noch ein bisschen ein Problem“ habe. Manche Besucher dagegen empfinden gerade diese Einfachheit als geheimnisvoll, mystisch und fröhlich. Franziska Grabner gehört zu den vielen Kunsthandwerkerinnen, die sich vor dem Muttertag wieder wegen „Corona“ nicht an...

  • 12.05.21

Abschied
VinziWerke trauern um Gustl Eisner

August „Gustl“ Eisner, der sich seit 1992 in den VinziWerken engagierte und seit 1993 die Notschlafstellen für ArmutsmigrantInnen VinziNest und VinziSchutz ehrenamtlich leitete, ist am 2. Mai im 85. Lebensjahr verstorben. Gustl Eisner war nicht nur VinziNest-Leiter und Initiator vieler Projekte, sondern ein Mann mit viel Herz und Gefühl für die Ärmsten der Armen. Von vielen Gästen der Notschlafstellen wurde er liebevoll Papa oder „Herr Gusti“ genannt. Einige BewohnerInnen kannte er seit der...

  • 11.05.21

Leserbriefe
Besuch im Gotteshaus

Ein gefiederter Freund nutzte die Stunde des Kirche-Lüftens zu einem Besuch im Gotteshaus. Gastfreundlich hat der heilige Donatus seinen Arm zur Landung des kleinen Besuchers angeboten. In der kleinen, idyllisch gelegenen Dreifaltigkeitskirche am Gray nahe St. Veit in Kärnten hat Leser Günther Geieregger die Begegnung beobachtet. Günther Geieregger

  • 11.05.21

Leserbriefe
Das Leben vollenden können

Zum Thema „Suizidhilfe“, Nr. 17. Mit großem Interesse und Betroffenheit haben wir die Artikel zum Thema „Neuregelung der Suizidhilfe“ gelesen. Ein wahrhaft schweres, ja beklemmendes Thema. Gesetzliche Lockerungen könnten den Beginn eines Dammbruches bedeuten. Der Mensch bringt dem Mitmenschen den Tod. Welches Leben wird als lebenswert, welches als unlebenswert eingestuft? Diese Fragen wurden doch schon gestellt! Gar nicht so lange her. – Unheilbar Kranke, pflegebedürftige Alte, ein wenig unter...

  • 11.05.21
Sophie Scholl liebte die Literatur. Im Frühjahr 1941, während sie ihren Reichsarbeitsdienst ableistete, vertiefte sie sich in die Schriften des heiligen Augustinus.
4 Bilder

Zum 100. Geburtstag der Widerstandskämpferin
Die Kraftquellen der Sophie Scholl

Am 9. Mai jährt sich der Geburtstag von Sophie Scholl zum 100. Mal. Die Studentin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus wurde am 22. Februar 1943 gemeinsam mit ihrem Bruder Hans und Christoph Probst wegen ihres Einsatzes in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ zum Tode verurteilt und hingerichtet. Wir sprechen mit Buchautorin Simone Frieling, darüber was diese junge Frau in ihrer Entwicklung so stark und widerständig gemacht hat. Sophie Scholl ist eine Ikone der deutschen...

  • 09.05.21
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