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Jung und engagiert

Für eine zukunftsfähige Gesellschaft ist die Stimme der Jugend entscheidend, ist Marie Skrabel überzeugt und engagiert sich politisch. Damit allen Menschen geholfen wird, verbringt Marcel Achaz viel Freizeit beim Roten Kreuz und teilt sein Wissen gerne mit Jugendlichen.

Die Zukunft unserer Gesellschaft
Als vor einigen Wochen zwei junge Menschen aus Guatemala in der Sonntagsblatt-Redaktion zu Gast waren, äußerten sie eine Beobachtung: Hier in Österreich haben sie schon so viele ältere und alte Menschen gesehen. Ein für sie völlig ungewohntes Bild, denn in ihrer Heimat ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter 25 Jahre alt und nur 5 Prozent über 65. In Europa werden die Menschen alt! Das ist erfreulich. Doch bei aller Sorge um diese große Bevölkerungsgruppe dürfen die Jungen nicht aus unserem Blick geraten. Wir haben nachgefragt, warum sich zwei junge Menschen engagieren: Marie Skrabel in der Politik und Marcel Achaz im Sozialbereich.

Unser Alltag ist geprägt von politischen Entscheidungen.

Marie Skrabel

ist 20 Jahre alt, studiert Germanistik und engagiert sich in Graz in einer politischen Partei.

In einer Zeit, in der die Welt vor neuen Herausforderungen steht, ist politisches Engagement von entscheidender Bedeutung. Davon bin ich persönlich inzwischen überzeugt. Doch was treibt einen dazu an, sich in die oft komplexe und manchmal undurchsichtige Welt der Politik zu stürzen? Diese Frage beschäftigte mich lange Zeit nicht so besonders, bis ich vor einigen Jahren durch meinen Bruder, der selbst politisch engagierter ist, dazu inspiriert wurde, mich doch mehr mit Politik auseinanderzusetzen.
Ich habe durch die Gespräche mit ihm erkannt, dass Politik in beinahe jeder Hinsicht unser tägliches Leben beeinflusst – bewusst oder unbewusst. Vom Thema Bildung über die Umwelt bis hin zur Wirtschaft – politische Entscheidungen prägen unseren Alltag. Diese Erkenntnis war schließlich auch der Auslöser für mein aktuelles politisches Engagement.

Für eine zukunftsfähige Gesellschaft
Ein zentrales Anliegen für mich ist es, Politik für junge Menschen zugänglicher zu machen. Zu oft fühlen sie sich von den schon lange etablierten Strukturen und dem komplexen Jargon der Politik abgeschreckt. Doch gerade die Stimme der Jugend ist entscheidend für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Daher setze ich mich dafür ein, dass politische Prozesse transparenter und partizipativer werden, um die Beteiligung junger Menschen zu fördern. Mein persönliches politisches Engagement ist ein erster Schritt auf diesem Weg. Zusammen mit anderen setze ich mich aktiv für die Belange junger Menschen ein, und wir bieten Plattformen für Diskussionen und Mitgestaltung.

Mich motiviert es, Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen.

Marcel Achaz

ist 22 Jahre alt und engagiert sich seit 14 Jahren ehrenamtlich beim Roten Kreuz.
Mit acht Jahren bin ich über eine Bekannte meiner Cousine auf das Jugendrotkreuz gestoßen. Inzwischen bin ich 22 Jahre alt und engagiere mich seit 14 Jahren beim Roten Kreuz. Mit 17 entschied ich, in den Rettungsdienst zu gehen. Seitdem bin ich sowohl stellvertretender Jugendreferent beim Roten Kreuz in Graz als auch Rettungssanitäter in der Dienstgruppe „Freitag Nacht“.
Mich motiviert es einfach, Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen. Die größte Freude habe ich, wenn ich merke, dass ich etwas Gutes tun und jemandem helfen konnte. Aber auch das Miteinander in der Dienstgruppe bringt mir Freude. Weiters freut es mich sehr, Jugendlichen die Erste Hilfe näher zu bringen. Am liebsten zeige ich dabei die Herzdruckmassage. Aber in der Ersten Hilfe sind alle Themen gleich wichtig. Und am wichtigsten ist es, den Notruf abzusetzen!

Dass jedem Menschen geholfen wird
Schwierige Erlebnisse bewältige ich am besten, indem ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen über das Erlebnis rede und diese mir dabei helfen. Aber zum Glück habe ich diese Hilfe so noch nicht wirklich benötigt.
Mit meinem Einsatz möchte ich einfach bewirken, dass jedem Menschen geholfen wird, der Hilfe braucht. Für die Zukunft plane ich, irgendwann einmal die Ausbildung zum Notfallsanitäter zu machen und weiterhin so oft wie möglich Dienst beim Roten Kreuz zu leisten.
Meine Message: Bei der Ersten Hilfe kann man nichts falsch machen. Und auch wenn es nur darum geht, den Notruf zu wählen: Jede Hilfe zählt!

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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