Geschichtliches & Wissen

Beiträge zur Rubrik Geschichtliches & Wissen

Schriftzug „Iznik“ vor der ehemaligen Hagia-Sophia Kirche in Iznik (Türkei).  | Foto: Andrea Krogmann/KNA
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Türkische Kleinstadt
Zu Besuch im antiken Nicäa

Das antike Nicäa – vor 1.700 Jahren Schauplatz des berühmten Konzils – ist heute eine türkische Kleinstadt ohne christliche Gemeinde. Iznik, das unter dem Namen Nicäa als Gastgeber zweier Ökumenischer Konzilien in die (Kirchen-)Geschichte einging, ist heute ein malerisch-verschlafenes Bauernstädtchen. Olivenhaine und Traktoren prägen das Umland. Etwas über 20.000 Einwohner leben in Iznik; Christen sind nicht mehr darunter. Hier haben Griechen, Römer, Byzantiner, Seldschuken und Osmanen ihre...

  • 15.05.25

Geschichte
Papst Leo XIII.

Der neue Papst Leo XIV. hat einen traditionsreichen Namen angenommen: Vincenzo Gioacchino Pecci wirkte als Leo XIII. (1878-1903) als Versöhner der Kirche mit der modernen Welt. Er galt als ein weiser Staatsmann. In seiner Amtszeit vermittelte der Heilige Stuhl elfmal in internationalen Konflikten. Leo XIII. begann einen Kurs der Öffnung gegenüber der modernen Welt und durchbrach die „Festungsmentalität“ der Kirche, die durch die Umwälzungen der Französischen Revolution und durch den Verlust des...

  • 14.05.25

Zweiter Weltkrieg
Kinder des Krieges

Die Generation der Kriegskinder hatte schon im Krieg das Verdrängen gelernt, das Wegschauen, das An-etwas-Gutes-Denken: „Schau auf die Wand, dann sieht man nix“, wurde Kindern geraten. Einige haben das so verinnerlicht, dass sie sich tatsächlich an vieles nicht mehr erinnern können. Andere brauchten Jahrzehnte, um über das Erlebte zu sprechen. So war es auch bei Ferdinand K., der im April 1945 mit 15 Jahren heimlicher Zeuge eines heute als „Endphaseverbrechen“ kategorisierten Massakers in der...

  • 30.04.25

Ausstellung
Aufgewachsen zwischen 1938 und 1955

Den Kindern des Krieges, die zwischen 1938 und 1955 aufgewachsen sind, widmet sich eine neue Ausstellung im Museum Niederösterreich in St. Pölten. Im Mittelpunkt stehen die Erinnerungen von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen. Für die Ausstellung wurden vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung 24 Personen interviewt, von denen manche ihre Geschichte zum ersten Mal in der Öffentlichkeit erzählen. Sie haben Bomben, Flucht, Verfolgung und den Verlust von Familienmitgliedern miterlebt. Ihre...

  • 30.04.25
General Stanley Reinhart und General Dmitri Dritschkin am 8. Mai 1945 in Erlauf. | Foto: Erlauf Erinnert
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Geschichte
80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs

Alle Pfarren sind aufgerufen, am 8. Mai um 17.45 Uhr die Glocken der Kirchen und Kapellen zu läuten – als Zeichen der Erinnerung und der Freude, dass an diesem Tag im Jahr 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Es ist ein Beispiel unter vielen: Kurz vor der Befreiung wurden noch 14 KZ-Häftlinge von den Nazi-Schergen in Wolfsbach ermordet, die durch das Diözesangebiet Richtung Mauthausen getrieben wurden. In einer Chronik heißt es dazu: „Schlecht gekleidet, Schuhwerk sehr mangelhaft, nasskaltes...

  • 30.04.25

Konklave
So läuft die Papst-Wahl ab

Am 7. Mai treten die Kardinäle zur Wahl eines neuen Papstes zusammen. Wahlberechtigt sind jene 135 Kardinäle, die zum Todeszeitpunkt von Papst Franziskus das 80. Lebensjahr nicht vollendet hatten. Der Begriff Konklave stammt aus dem klassischen Latein und bedeutet „verschlossener Raum“. Denn während des Wahlvorgangs sind die Kardinäle von der Außenwelt abgeschlossen. Von den 135 wahlberechtigten Kardinälen kommen 53 aus Europa, davon 16 aus Italien. Asien stellt 23 Wähler, Lateinamerika (mit...

  • 30.04.25

Gedenken
Ihr Vermächtnis

Am 5. Mai 1945 endet für Tausende das Grauen von Mauthausen. Ein Blick zurück – und ein Blick voraus. Als wir das Lager betraten, sahen wir ausgemergelte Gestalten, die kaum noch lebten. Der Anblick war unbeschreiblich – der Geruch, die Leichen, die Verzweiflung in den Augen der Überlebenden.“ Albert J. Adams ist einer der US-amerikanische Soldaten, die am 5. Mai 1945 Mauthausen erreichten, und beschreibt in einem Interview die Ankunft im Lager. Die Freiheit ist da – aber für viele kommt sie zu...

  • 29.04.25

zweiter Weltkrieg
NS-Endphaseverbrechen vor 80 Jahren

Das Nazi-Regime war kurz vor dem Ende. Aber seine Fanatiker mordeten bis zum Schluss. Auch in unserer Gegend wurden kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch jüdische Gefangene, politische Gegner und sowjetische Zwangsarbeiter getötet. Die deutsche Niederlage im Zweiten Weltkrieg hatte sich bereits abgezeichnet. Und dennoch verübten die Nazis vor 80 Jahren noch allerschlimmste Verbrechen und Morde, die in ihrer Dimension grauenhaft sind. Dazu kommt: Es geschah in unseren Ortschaften. Dies...

  • 09.04.25
Alte Leute, auch Einleger, halfen nach Kräften noch am Hof mit.  | Foto: Friedl Gelhausen, Friedl Höfler
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Armenfürsorge am Land
Die Einleger

Jedes Ding hat zwei Seiten – auch die Erinnerung an vergangene Zeiten ist eine zwiespältige Sache. Einlegerwesen, Dienstbotenelend und Kinderarbeit sind die weniger schönen Seiten eines Rückblicks auf ein Leben am Land „wieʼs früher war“. In einer Zeit, als es noch keine Pensionsversicherung gab, hatten es die alten Mägde und Knechte besonders schwer. Wer nicht das Glück hatte, sein Gnadenbrot bei einem Bauern zu erhalten, der musste in die Einlege gehen. Dafür mussten sie in ihre...

  • 02.04.25

Gedenken
Papst Johannes Paul II.

Am 2. April jährt sich der Todestag von Papst Johannes Paul II. zum 20. Mal. Der 2014 heiliggesprochene Papst, dessen Pontifikat das längste in der Kirchengeschichte war, prägte die Welt und die Kirche im ausgehenden 20. Jahrhundert. Mit zahlreichen Gedenkfeiern wurde dieser Tage dem heiligen Papst Johannes Paul II. gedacht. Eingeladen zu den Feierlichkeiten hatte jüngst Kardinalvikar Baldassare Reina in einer Botschaft an die Gläubigen der Diözese Rom. Das Leben und Wirken Johannes Pauls II....

  • 02.04.25

Porträt
Und reichst du uns den schweren Kelch!

Dietrich Bonhoeffer wurde am 9. April 1945 hingerichtet. Er war ein Glaubender, ein Kämpfer, ein Christ. Sein Kampf gegen das Naziregime war ein Kampf gegen Menschenfeindlichkeit, Hass, Vernichtung und für einen liebenden Gott. Die Geschichte des christlichen Widerstandes gegen das Dritte Reich ist wie die Geschichte „David gegen Goliath“: Dem mächtigen, riesenhaften Philisterkrieger steht ein Hirtenjunge mit einer Steinschleuder gegenüber – der Maschinerie des Todes, die Hitler aus dem Boden...

  • 27.03.25
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Gedenken in Pfarren
Der schreckliche 20. März 1945

Vor 80 Jahren wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auch Kirchen zerstört. Besonders schwer getroffen wurden auf dem Gebiet der Diözese St. Pölten die Gotteshäuser von Rust, Traisen und Amstetten-Herz Jesu. Am 20. März 1945 wurde Amstetten von schweren Bombenangriffen heimgesucht, bei denen viele Menschen starben. Darunter waren dutzende KZ-Häftlinge, die wegen Aufräumarbeiten aus dem KZ Mauthausen in die Mostviertler Stadt gebracht worden waren. Man verwehrte ihnen den Zugang zu den...

  • 24.03.25

Die Kirche wird Weltkirche
Der erste Amerikaner als Kardinal

Vor 150 Jahren wurde mit John McCloskey der erste Nicht-Europäer zum Kardinal ernannt. Das weltweite Wachstum der Kirche wurde ab diesem Zeitpunkt auch in den kirchlichen Strukturen sichtbar. Für die heutige Zeit ist es ganz normal, dass Bischöfe aus der ganzen Welt zu Kardinälen erhoben (kreiert) werden. Erst bei der letzten Kardinalskreierung durch Papst Franziskus am 7. Dezember 2024 zeigte sich die Weite der Weltkirche: Die 21 neuen Kardinäle stammen aus allen Teilen unserer Erde, von...

  • 05.03.25
Ein berstend gefüllter Veranstaltungssaal. – Die dritten Klasse der Hotelfachschule ware für die Durchführung des Caterings/der Agape zuständig. Die Schülerinnen der hlp (Product Management) unterstützen mit der Öffentlichkeitsarbeit. | Foto: Josef Miklos
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Roma-Attentat: „Niemals vergessen“

Gedenkfeier für die vier vor 30 Jahren Ermordeten in Oberwart – ökumenischer Gottesdienst mit Bischöfen Zsifkovics und Scharl und Superintendent Jonischkeit – mahnende Worte von Bundespräsident Van der Bellen. Unter dem Motto „Niemals vergessen“ stand am Abend des 4. Februar in Oberwart das Gedenken an das Attentat, bei dem vor genau 30 Jahren vier Angehörige der Volksgruppe der Roma ihr Leben verloren. Teil des Gedenkens war ein ökumenischer Gebetsgottesdienst, dem der Eisenstädter Bischof...

  • 13.02.25

Drei Vorgänger

Weihbischöfe gibt es in der Diözese Graz-Seckau seit knapp 100 Jahren. Johannes Freitag ist erst der vierte in der Geschichte unserer steirischen Kirche. Kühl war der Empfang für den ersten Weihbischof: Ferdinand Stanislaus Pawlikowski (1877–1956), einen gebürtigen Wiener, der das Vertrauen des Wiener Nuntius und späteren Kardinals Enrico Sibilia genoss. Er wurde am 25. Februar 1927 zum Auxiliarbischof ernannt und gleichzeitig gebeten, die Seelsorge für das Österreichische Bundesheer als...

  • 05.02.25

Jesuitenpater und Widerstandskämpfer Alfred Delp
Für eine Vision gestorben

Vor 80 Jahren, am 2. Februar 1945, wurde Alfred Delp im Gefängnis Plötzensee in Berlin durch die Nationalsozialisten hingerichtet. Sein Erbe bleibt bis heute: Das furchtlose Eintreten für die Vision einer besseren Welt. Es gibt wenig, das einem die ganze Absurdität, Rechtlosigkeit und Ehrlosigkeit des Naziregimes besser vor Augen führt als die Aufnahmen der NS-Volksgerichtshofprozesse gegen die Verschwörer des Attentats auf Hitler am 20. Juli. Der Präsident des Gerichtes, Roland Freisler, sitzt...

  • 29.01.25
Am 24. Juni 1994 unterzeichneten u. a. der damalige Bundeskanzler Franz Vranitzky (li.) und Außenminister Alois Mock (re.) beim EU-Gipfel auf Korfu (Griechenland) den Beitrittsvertrag mit der Europäischen Union.   | Foto: Georges Schneider / APA-Archiv / picturedesk.com
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Gute Bilanz
Vor 30 Jahren: Beitritt Österreichs zur EU

Vor 30 Jahren trat Österreich der Europäischen Union bei. Trotz vieler Vorteile sind immer mehr Österreicher skeptisch zur EU eingestellt. Ein historischer Rückblick und aktueller Befund. Auf Plakaten und in TV-Spots wird derzeit an den Beitritt Österreichs zur EU vor 30 Jahren am 1. Jänner 1995 – gemeinsam mit Finnland und Schweden – erinnert. Bekannte Persönlichkeiten aus Film, Fernsehen, Theater und Wissenschaft stellen Errungenschaften der EU-Mitgliedschaft in den Mittelpunkt: Reisen ohne...

  • 29.01.25

80 Jahre nach der Befreiung
„Auch von ihnen ist nur Asche geblieben“

Vor 80 Jahren, am 27. Jänner 1945, befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Bei der Gedenkveranstaltung am Jahrestag im früheren Vernichtungslager blickten Zeitzeugen zurück – und warnten davor, Fehler zu wiederholen. Kinder in Lumpen gehüllt, manche gingen barfuß durch den Schnee. Durch den Hunger waren ihre Körper zusammengeschrumpft. „Auch von ihnen ist nur Asche geblieben“, sagte die Überlebende Tova Friedman 80 Jahre nach der Befreiung des NS-Konzentrationslagers...

  • 29.01.25
Bischof Ignaz Feigerle (1852-1863) gründete u. a. das bischöfliche Knabenseminar „Marianum“ in Krems, das später nach Seitenstetten übersiedelte.  | Foto: Wikimedia commons
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Wir feiern
240 Jahre Diözese St. Pölten

Am 28. Jänner 1785 wurde die Diözese St. Pölten mit der Veröffentlichung der päpstlichen Bulle „Inter plurimas“ errichtet. Erster Bischof war Heinrich Johann von Kerens (1785-1792), der zuvor Bischof von Wiener Neustadt gewesen war. Ein geschichtlicher Streifzug durch die letzten 240 Jahre. Der Großteil des heutigen Niederösterreich und Oberösterreich gehörte bis 1785 kirchenpolitisch zum Bistum Passau. Bereits seit dem Mittelalter versuchten die Habsburger, diese Gebiete auch kirchenpolitisch...

  • 22.01.25

50.Todestag von Josef Andreas Jungmann
Von Hainstetten nach Rom

Am 26. Jänner jährt sich der Todestag des Innsbrucker Jesuiten und Konzilstheologen Josef Andreas Jungmann zum 50. Mal. Mit seinem Hauptwerk, das er in Hainstetten verfasste, trug er maßgeblich zu den Liturgiereformen des Zweiten Vaticanums bei. Die liturgische Bewegung griff die ursprüngliche Sicht der Liturgie als Feier der ganzen Kirche auf und forderte deshalb die verstehende und tätige Teilnahme aller. Josef Andreas Jungmann, einer der wichtigsten Vertreter dieser Bewegung wurde am am 16....

  • 22.01.25

Vor 500 Jahren: Die erste Wiedertaufe
Wieder-getauft

Erst am vergangenen Sonntag feierte die Kirche das Fest der Taufe des Herrn. Im Evangelium wird von der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer berichtet (Lk 3,21-22). Dass Jesus darin als erwachsener Mann von sich aus die Taufe erbeten hat, wurde im Laufe der Kirchengeschichte oft als Argument gegen die Kindertaufe, die sich ab dem fünften Jahrhundert nach Christus etabliert hatte, herangezogen. Schon frühe christliche Abspaltungen wie die Montanisten oder mittelalterliche radikale...

  • 15.01.25

Glaube an liebenden Gott nicht verloren
Ineinander verwoben

Am 17. Jänner feiern die christlichen Kirchen den 26. Tag des Judentums. Es geht um das Lernen der fremden und eigenen Geschichte, Verantwortung und Sorge um eine gemeinsame Zukunft. Der jüdische Schriftsteller Joseph Roth lässt in seinem Roman Hiob den Protagonisten Mendel Singer, als dieser nach vielen Schicksalsschlägen den Glauben an den liebenden Gott verloren hat, sagen: „Gott ist grausam, und je mehr man ihm gehorcht, desto strenger geht er mit uns um.“ Es ist die Geschichte eines...

  • 08.01.25

Dreifachkrone - Tiara
Vater der Fürsten, Haupt der Welt und Statthalter Christi

Für Jahrhunderte stand die „Tiara“ genannte Dreifachkrone sinnbildlich für das Papsttum. Erst seit Paul VI. die Papstkrone vor 60 Jahren abgelegt hat, gehört die traditionelle päpstliche Krönungszeremonie der Geschichte an. In der kirchlichen Symbolik taucht die Tiara dennoch auch heute immer wieder auf. Sie war lange Zeit eines der Symbole für das Papsttum: die Dreifachkrone, genannt „Tiara“. Es handelt sich dabei um eine kegelförmige, hohe Kopfbedeckung, die mit drei Kronreifen geschmückt...

  • 06.11.24

Seliger Jakob Kern in Geras gefeiert

Zum 100. Todestag des seligen Jakob Kern (1897-1924) ist in der Stiftskirche in Geras ein Pontifikalamt gefeiert worden. Zelebranten waren Militärbischof Werner Freistetter und der emeritierte Erzbischof von Prag, Kardinal Dominik Duka; unter den 300 Teilnehmenden waren hochrangige Vertreter von Politik, Bundesheer, Feuerwehr, Kameradschaftsbund, Traditionsverbänden und der Katholischen Hochschulverbindung Amelungia, der Kern angehörte. Vorbild für alle SoldatenEingeladen zum Gottesdienst hatte...

  • 30.10.24

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