Zweiter Weltkrieg

Beiträge zum Thema Zweiter Weltkrieg

Bewusst leben & Alltag

Erzählung
Nicht Sieger und Besiegte

Mein Urgroßvater war gegen Ende des Krieges längst über fünfzig und nicht im Fronteinsatz. Er bewirtschaftete mit seiner Familie einen kleinen Bauernhof. Drei Töchter waren ihm geboren worden und ein Sohn. Letzterer war inzwischen zum Kriegsdienst verpflichtet worden. Zudem hatte er einen französischen Landarbeiter zugewiesen bekommen: Der Mann erwies sich als brauchbar am Hof und auf dem Feld. Stammte der junge Familienvater doch selbst von einer Landwirtschaft. Gewiss hätte er lieber die...

  • 27.05.20
Kommentare & Blogs

Randnotiz von Gilbert Rosenkranz
Dürftiges Gedenken

Das Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs ist öffentlich sehr dürftig über die Bühne gegangen. Das ist umso bedauerlicher, als mit Blick auf diese Zeit Einsichten zu gewinnen sind, die wir dringend brauchen. Vorzeigecharakter hatte das Programm des ORF. Was da an gut aufbereiteten Sendungen zu sehen war… alle Achtung! Die Bilder lieferten ein Lehrstück, wozu Menschen fähig sind. Dabei kann einem angst und bange werden. Wie recht hat der einst in Innsbruck lehrende Jesuit und Philosoph...

  • 25.05.20
Kommentare & Blogs

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Ein vergessenes Vorbild

„Lass mich bitte noch einen retten!“ Dieses „Stoßgebet“ wiederholte der Soldat immer und immer wieder. Mitten auf dem Schlachtfeld, auf dem unzählige Tote und Verletzte lagen, vom Sperrfeuer mehr bedroht denn geschützt, konnte der einsame Retter in einer einzigen Nacht 75 Verwundete einsammeln und sie eine steile Felswand hinunter abseilen. Der seinen Glauben ernstnehmende Sieben-Tage-Adventist Desmond Doss meldete sich im Zweiten Weltkrieg zur US-Armee, obwohl er sich weigerte, die Waffe auch...

  • 06.05.20
Geschichtliches & Wissen
8. Mai 1945: Sowjetische Panzer in der Wachau – im Hintergrund das Stift Melk.

Frieden am 8. Mai 1945
Als bei uns der 2. Weltkrieg endete

Wir befanden uns gegen Kriegsende ja direkt zwischen den Fronten“, erinnert sich die 89-jährige Antonia Stuphann aus der Pfarre Grünau. Ihr Elternhaus, ein Bauernhaus, befand sich in Dietmannsdorf, das zur Pielachtaler Gemeinde Weinburg gehört. Im Wald direkt hinter ihrem Elternhaus hatten „die Deutschen“ Stellung bezogen und nur drei Kilometer entfernt, in Wilhelmsburg, seien „die Russen“ stationiert gewesen. Davon, dass die Sow­jets Wien bereits am 13. April bezwungen hatten und auch von der...

  • 28.04.20
Geschichtliches & Wissen
Pfarrer Richard Frasl

Typhus-Tod im KZ Dachau
Gedenken an Pfarrer Frasl

Richard Frasl hat bis auf sein erstes Kaplansjahr sein gesamtes Leben als Priester in der Waldviertler Pfarre Groß-Siegharts verbracht, von 1923 an bis zu seiner Verhaftung im Jänner 1943. („Kirche bunt“ hat 2018 sein Leben ausführlich vorgestellt.) Frasl war eine herausragende Persönlichkeit, auch wenn er in der Pfarre manchmal polarisierte. Doch die Leute haben ihn gemocht, wie die Erinnerungen zeigen, die sich über ihn in Groß-Siegharts erhalten haben, und wovon die Gedenktafel zeugt, die...

  • 15.04.20
Geschichtliches & Wissen
Besonders schwer wurde die Pfarrkirche von Amstetten Herz Jesu beschädigt.
4 Bilder

Die letzten Kriegstage
Erinnerung an zerbombte Kirchen

Vor 75 Jahren wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auch Kirchen zerstört. Besonders schwer getroffen wurden auf dem Gebiet der Diözeses St. Pölten die Gotteshäuser von Rust, Traisen und Amstetten Herz Jesu. Eigentliche Ziele waren sie zumeist nicht. Der Zweite Weltkrieg brachte für Millionen Menschen unvorstellbares Leid. Noch in den letzten Kriegswochen des Jahres 1945 gab es unzählige Tote und Opfer durch den vom nationalsozialistischen Regi­me ausgelösten Welt­krieg. Neben den...

  • 15.04.20
Geschichtliches & Wissen
Als steinerner Zeuge des Unvergänglichen hatte der Dom durch über 800 Jahre hinweg allen Widrigkeiten getrotzt, hatte Feuersbrünste, Türkenbelagerungen und Franzosenkriege überstanden. Doch in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges blieb auch St. Stephan nicht mehr verschont vor der Vernichtung.
5 Bilder

Dombrand vor 75 Jahren
Als unser „Steffl“ in lodernden Flammen aufging

Die Tage von 11. bis 13. April 1945 gehören zu den ganz traurigen Ereignissen in der Geschichte des Wiener Stephansdoms. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Kathedrale durch einen Brand schwer beschädigt. „Ich dachte, das Sicherste für einen Angriff ist die Stephanskirche“, erinnerte sich der bereits verstorbene Pfarrer Hans Neunherz aus Niederabsdorf an seinen Aufenthalt am 12. März 1945 in der Wiener Innenstadt. Die Sirenen heulten. Voralarm. Das bedeutete, feindliche Flugzeuge...

  • 08.04.20
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