Zweiter Weltkrieg
Kinder des Krieges
Die Generation der Kriegskinder hatte schon im Krieg das Verdrängen gelernt, das Wegschauen, das An-etwas-Gutes-Denken: „Schau auf die Wand, dann sieht man nix“, wurde Kindern geraten. Einige haben das so verinnerlicht, dass sie sich tatsächlich an vieles nicht mehr erinnern können. Andere brauchten Jahrzehnte, um über das Erlebte zu sprechen. So war es auch bei Ferdinand K., der im April 1945 mit 15 Jahren heimlicher Zeuge eines heute als „Endphaseverbrechen“ kategorisierten Massakers in der...