Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Überfordert
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Ohne krank zu jammern, müssen wir zugeben, dass wir Überforderte sind. Die Gesellschaft, die Kirche, die Politik, die Wissenschaften, die Kultur, die Welt, die Menschen. Die Alten bleiben auf der Strecke, mehr noch die Jungen, ihre Armut ist groß. Unsicherheiten, Hass, Ohnmacht, mangelnde Orientierung, Verschwörungen, Verdächtigungen, Aggressionen nehmen zu, auch Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühle und Ängste, die Last drückt. Es scheint, wir haben uns nicht im Griff, die Welt ist eine Bühne ohne Regisseure. Die Schauspieler im entgleisten Welttheater beherrschen ihre Rollen kaum, sie sind aus der Rolle gefallen. Die digitale Öffentlichkeit macht die Menschen süchtig, kriminalisiert Kinder und Erwachsene, ist grenzenlos in ihrer Brutalität, die uns täglich überrollt. Es braucht mehr emotionale, nicht künstliche Intelligenz, mehr Empathie, weniger Isolation und Vereinsamung, mehr Hinschauen und Aufmerksamkeit und ein Ende des Wegschauens. Fortschrittsoptimismus und oberflächliches Beglücken können den menschlichen Niedergang nicht aufhalten.
Auch der Glaube ist keine Wunderpille und keine billige Vertröstung. Echter Glaube heißt: Auf Gott kannst du dich verlassen!
P. Karl Schauer OSB
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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