Aus meiner Sicht - Katharina Grager
Sprache hat Wirkung
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In den ersten beiden Wochen dieses Jahres wurden in Österreich bereits zwei junge Frauen ermordet. Was die Fälle verbindet? Der Täter war kein Fremder, sondern ein Lebens- oder Sexualpartner. Bei solchen Nachrichten überkommt mich ein Gefühl der Machtlosigkeit: Was könnte ich als Einzelperson überhaupt tun, damit in Beziehungen weniger Gewalt geschieht?
Als ich meine Ratlosigkeit auf einer Social-Media-Plattform teilte, bekam ich einen klugen Gedanken zurück: Wir alle können uns darum mühen, Gewalt aus unserer Sprache zu nehmen – beruflich wie privat, im direkten Gespräch ebenso wie online.
Viele denken bei Gewalt zunächst an Schläge, blaue Flecken oder gebrochene Knochen. Doch Worte können genauso verletzen. Sie reichen von bewusster verbaler Demütigung bis hin zu achtlos ausgesprochenen Abwertungen. Auch die Sprache der Medien hat Wirkung. Denn was wir lesen, formt unsere Gedanken. Unsere Gedanken werden zu Worten und unsere Worte zu Handlungen …
Ich merke: Ich kann doch etwas tun. Bei mir beginnen. Veränderung braucht Zeit und Übung. Doch eine Welt, in der weniger Gewalt geschieht, ist jede Mühe wert.
Hilfsangebote für Menschen in Gewaltsituationen finden Sie hier.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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