Unter uns - P. Karl Schauer OSB
DANKE MAXIMILIAN!
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„Maximilian“, antwortete er am Festnetz. Es waren gute Gespräche: Über Kirche, Gesellschaft, über alles, was Menschen bewegt. Das letzte Telefonat war gezeichnet von Schmerz. Doch seine Freude am Menschsein und Christsein blieb auch im Abschied stark. In Liebe wollte er dienen, Gott und den Menschen. Über Wunden, die ihm zugefügt wurden, schwieg er, er sah zuerst das Gute. Er war Güte und Demut, voller Dank und Geduld, beschenkt mit Freude und Vertrauen. Nicht Streit, sondern Versöhnung war seine Sprache, auch wenn er gedemütigt wurde von Bischöfen, von Rom, von den Miesmachern, Schwätzern und Schreiberlingen. Zwei Bilder vergesse ich nicht: Als Novize sah ich vor 50 Jahren, wie er, der Abt, die Spinnweben im Kreuzgang des Klosters abkehrte. Jahre später begegneten wir uns im Vatikan, ich, um beim Kardinalstaatsekretär für das Kommen zum Mitteleuropäischen Katholikentag zu danken und er, der beim Chef des Staatsekretariates keines Termines würdig war. Das Bild seiner Linzer Diözese musste er in Rom bis zur eigenen Selbstaufgabe korrigieren. In St. Lambrecht ruht er neben Abt Wilhelm, der, wie Bischof Zauner immer Platz hatte, denn Bischof Maximilian blieb bescheiden.
P. Karl Schauer OSB
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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