Kommentare & Blogs

Beiträge zur Rubrik Kommentare & Blogs

Aus meiner Sicht - Katharina Grager
Jesus überrascht

Auf eine unbequeme Nacht mit Papilotten – eine Art Lockenwickler – im Haar folgte am nächsten Morgen große Begeisterung über den im Spiegel erblickten Lockenkopf, den später ein Blumenkranz, so ähnlich wie jener von Blanca auf unserer Titelseite, zieren sollte. „Singen unterm Regenbogen“ – ein religiöses Kinderlied und eine weitere schöne Erinnerung an meine Erstkommunion im Jahr 1998. Außerdem glaube ich mich zu erinnern, dass ich nach dem Empfang der Hostie überrascht war von dem...

  • 12.05.26

Offen gesagt - Ferdinand Kaineder
Wachsam sein

Was macht Ihnen Sorgen im Blick auf den aktuellen Rechtsextremismusbericht? Die Zunahme extremistischer Taten, wie sie im aktuellen Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) ausgewiesen wird, ist besorgniserregend. Der Bericht weist im Bereich des Rechtsextremismus eine Steigerung von 34 % gegenüber dem Vorjahr aus, die Hälfte davon nach dem Verbotsgesetz. Auch ZARA, Anlaufstelle für Opfer von Rassismus und Hass im Netz, berichtet von steigendem...

  • 12.05.26

Positionen - Christian Teissl
Sorgsam sein

Hast du viel zu tun, dann leg dich schlafen, sagt ein altes jiddisches Sprichwort. Das klingt beim ersten Hinhören widersprüchlich und weltfremd, denn wer von uns, der gerade in Zeitnot ist, unter Termindruck, in Eile, kann es sich leisten, einfach innezuhalten, das Tempo bis auf den Nullpunkt zu drosseln, die Telefone läuten zu lassen, die Wartenden warten zu lassen, die Anfragen, die über alle Kanäle hereinkommen, unbeantwortet zu lassen, sich für eine Stunde oder zwei in eine Wiese zu legen,...

  • 12.05.26

Gut Beraten
Neue Elternschaft

Elternschaft ist heute stark von veränderten Rollenbildern geprägt. Gleichberechtigung, geteilte Verantwortung und präsente Väter gelten als Ideal. Gleichzeitig fehlen vielen jungen Familien – besonders Vätern – konkrete Rollenmodelle, an denen sie sich orientieren können. Viele sind mit traditionellen Vorstellungen von Vaterschaft aufgewachsen, sollen heute aber emotional verfügbar, aktiv in der Care-Arbeit und zugleich beruflich leistungsfähig sein. Widersprüchliche Erwartungen führen zu...

  • 12.05.26

Von Senioren für Senioren: Angelika Widrich
"Maria, wir dich grüßen ..."

„Maria, wir dich grüßen ...“ Dieses bekannte Marienlied erklingt im Monat Mai bei den Maiandachten in unseren Kapellen und Kirchen. Die Verehrung der Mutter Gottes hat bei uns große Tradition. Sicherlich nicht nur im Monat Mai, sondern das ganze Jahr hindurch wird an vielen Wallfahrtsorten die Begegnung mit Maria gesucht. Ist sie doch ein besonderer „Zufluchtsort“ bei schweren Schicksalsschlägen und auch freudigen Ereignissen, die uns Menschen treffen, zur Bitte oder zum Dank. Der Dank für eine...

  • 06.05.26

Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Jugend und Gott

Jugendstudien der jüngsten Zeit zeigen Erstaunliches: Die Jungen fragen nach Gott, sie suchen Gott. Jene, die Religion unterrichten, bestätigen, dass bei den Jungen die Frage nach Gott neugierig auflebt. Die Rede ist von den 16 bis 25-Jährigen, der Generation Z. Die neuen Umfragen zeigen: Es ändert sich gerade etwas. Und das ganz ohne Ge-bets-Influencer, ohne digitale Prediger, ohne den Aufwand frommer Events, Kinokirchen und klerikaler Selbstdarsteller, ohne „Feel the Church“,...

  • 06.05.26

DENK_MAL
Quote

Eines der Themen unserer Zeit ist die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Das ist gerechtfertigt und muss Thema sein und bleiben. Es gilt noch viel an der Chancengleichheit zu arbeiten. In der Wirtschaft werden fixe Quoten gefordert, um ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern herzustellen. Dies ist gerechtfertigt, letztlich sollte die Gesellschaft – und 50% der Bevölkerung sind Frauen – entsprechend in allem widergespiegelt werden. Häufig stellt sich die Frage, ob wir durch...

  • 06.05.26

FEDER_SPIEL
Geldsegen

„Ich habe leider kein Bargeld bei mir.“ Fast immer stimmt es, zumindest teilweise. Ich habe oft kein Bargeld dabei. Mit dem Handy zu bezahlen, ist so spielerisch leicht. „Ding!“ klingt es als Zeichen dafür, dass wieder weniger Geld am Konto ist. Dafür ein Liter Milch in meiner Hand oder eine Computermaus oder ein Fahrrad für die jüngste Tochter. Dass der Satz trotzdem nur teilweise stimmt, liegt am Wort „leider“. Das stimmt nicht. Wenn Bettlerinnen oder Bettler (wer verdient eigentlich mehr?!)...

  • 06.05.26

BLICK_WINKEL
Steht die Karlskirche in Wien vor dem Abriss?

Es könnte ein Szenario geben, in dem der Prachtbau nahe der Wiener Ringstrasse demnächt der Abrissbirne zum Opfer fällt. Dasselbe Schicksal droht womöglich dem Dom in Passau. Und auch die katholischen Bischofskirche von Salzburg – sie blickt auf eine 1300-jährige Geschichte zurück – ist nun von der Spitzhacke bedroht. Salzburg und Passau entsandten die Missionare, von denen Wien und der Osten Österreichs christianisiert wurde, auch Ungarn (das heutige Burgenland) empfing von dort her seine...

  • 06.05.26

Aus meiner Sicht - Helmut Schmidt, Geschäftsführer
Prüfung bestanden

Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) hat auch heuer wieder unsere Zahlen geprüft und positiv bestätigt. Im Zuge dessen kontrolliert eine unabhängige von der ÖAK beauftragte Wirtschaftsprüferin unter anderem unsere Abo-Verwaltung sowie die Druckerei-Rechnungen, um die Auflagen- und Verbreitungsdaten exakt nachzuvollziehen. Der positive Bescheid freut uns und ist ein klares Zeichen dafür, dass im SONNTAGSBLATT korrekt, sorgfältig und verlässlich gearbeitet wird. Das SONNTAGSBLATT zählt...

  • 06.05.26

Offen gesagt - Mag. Dieter Kurz
Aktiv gewaltfrei sein

Wie Krieg und Gewalt überwinden? Der Vision Leos XIV., der vor einem Jahr das Papstamt mit den Worten „Der Friede des Herrn sei mit euch allen!“ antrat, weiß sich auch die katholische Friedensbewegung PAX CHRISTI verpflichtet. Wir fordern: Die vor kurzem ausgelaufenen Rüstungsbegrenzungsverträge sollen dringend neu verhandelt werden! Will die Menschheit überleben, muss sie im Zeitalter des (atomaren) Wettrüstens auf eine Überwindung des Krieges hinarbeiten. Zu diesem Zweck wurden 1945 auch die...

  • 06.05.26

Positionen - Elisabeth Wimmer
Tagebücher

Sie sind offen für alles, was kommt. Was ihnen anvertraut wird, bewahren sie, Zornausbrüche nehmen sie hin und hören manchen Kummer. Sie helfen beim Nachdenken. Sie können trösten. Sie plaudern nichts aus – außer sie werden veröffentlicht, wie etwa die Tagebücher der hl. Therese von Lisieux, von Papst Johannes XXIII., der Schriftstellerin Virginia Woolf und vielen anderen. In etlichen publizierten Tagebuchaufzeichnungen schaut ein Ich hauptsächlich auf sich selbst. Einige Ichs beschreiben auch...

  • 06.05.26

Mutworte - Sabine Petritsch
Sichtbare und unsichtbare Mütter

Muttertag ist überlagert von Bildern: glückliche Familien und dankbare Kinder. Gesellschaftliche Erwartungen, politische Narrative und wirtschaftliche Interessen formen ein Ideal, das uns beeinflusst. Aber das ist nur die eine Seite. Die andere beginnt, wo Frauen sich auf den Weg in die Mutterschaft machen – und erfahren, wie unberechenbar dieser sein kann. Wie gering der eigene Einfluss auf den Ausgang einer Schwangerschaft oft bleibt. Ich habe Frauen begleitet, die „stille Mütter“ sind –...

  • 06.05.26

Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Religion und Politik

Wenn Religion zur Politik wird, zerstört man beides! Das vergessen jene, die sich zum Erlöser und Heilsversprecher stilisieren und mit dem Gutglauben der Menschen ihr Spiel treiben. Sie bauen ein Desinformationswerk auf, sie wollen die Macht, die sich illiberal danebenbenimmt und autokratisch aufbläht. Ihre Einflüsterer und Ideologen sitzen in den geballten Winkeln ihrer verführerischen Ideologien, bei denen es um eine neue Religion geht, gegen die Menschen und gegen Gott. Nichts ist ihnen zu...

  • 29.04.26

DENK_MAL
Zuagraste im Dorf

Es gibt sie in jedem Dorf. Die, die nicht hier geboren, sondern zugezogen sind. Manche heiraten her. Die gehören dann schon ein bisschen dazu, zumindest von Amts wegen. Und dann gibt es die, die einfach in den Lebensraum der Hiesigen eindringen, den Boden des Dorfes verbauen, die Infrastruktur nutzen, einen Kindergartenplatz wollen. Etliche leben jahrelang im Dorf und bleiben doch Fremde. Da gibt es aber auch die anderen, die Anschluss suchen, zum Feuerwehrfest kommen, sich in der Pfarrgemeinde...

  • 29.04.26

FEDER_SPIEL
Gute religiöse Bildung

Große Aufregung in größeren und kleineren österreichischen Medien: Eine Schuldirektorin würde Kinder nach Religionen separieren! Der Salzburger Bildungsdirektor distanzierte sich bereits, bevor er mit der Direktorin gesprochen hatte. (Religionsunterricht hätte ihm gezeigt, dass er zuerst das Gespräch unter vier Augen suchen sollte, vgl. Markus 18.) Es ging jedoch nicht um die Trennung nach Weltanschauung, sondern um eine stundenplantaugliche Klasseneinteilung. Dass es getrennte Lateinund...

  • 29.04.26

Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Amaquella für alle

Waren Sie schon in Bolivien? Ich nicht. Doch kürzlich durfte ich mit einer Frau sprechen, die dort lebt. Sie war nach Österreich gekommen, um aus ihrer Heimat zu berichten (siehe dazu die Seiten 8 und 9). Águeda, so heißt sie, ist Indigena – wörtlich übersetzt „Eingeborene“. Als solche lebt sie stark im Einklang mit der Natur. Auf meine Frage, was in ihrer Kultur Bedeutung habe, nannte sie mir drei Prinzipien: „Sei kein Dieb“, „Sei kein Lügner“ und: „Sei nicht faul.“ Ich war verwundert. Nicht...

  • 28.04.26

Offen gesagt - Ingrid Kopp
Dankbar und solidarisch

Welche Sorgen begegnen Ihnen als Caritas-Haussammlerin? Was gibt Hoffnung? In den Gesprächen spiegelt sich beides: die eher düstere Weltlage allgemein und das Geschehen vor Ort. Viele Menschen, die ich bisher besucht habe, beschäftigt der plötzliche Unfalltod eines prominenten, viel geliebten Mitbürgers vor kurzer Zeit noch sehr. Von einer anderen Frau wusste ich, dass sie kurz hintereinander ihren Mann und dann ihren Sohn verloren hat. Wenn ich weiß, dass mich solche Erlebnisse erwarten, nehme...

  • 28.04.26

Positionen - Leopold Neuhold
Wahrheit und Leben

Keine Wolke am Himmel, heller Sonnenschein. Zwei Männer kommen an einer Mauer vorbei, hinter der sie ein Geräusch wie fallenden Regen vernehmen. Aufgrund dieses Rauschens behauptet der eine, dass es regnet; der andere steigt auf eine Leiter, um den wirklichen Grund für das Plätschern zu finden. So sieht er, dass Wasser aus einer defekten Leitung spritzt. Der andere hat ein Loch in der Mauer entdeckt, das den Blick auf das spritzende Wasser freigibt, jedoch nicht auf die Leitung. Als der auf der...

  • 28.04.26

Mutworte - Josef Promitzer
Der Rede wert?

Die Frau: „Du hast mir schon lange nicht mehr gesagt, dass du mich liebst!“ Darauf der Mann: „Wozu? Ich geb dir Bescheid, wenn sich was ändert.“ Vielleicht sind sich die Beiden so vertraut, dass es Liebesschwüre nicht (mehr) braucht. Möglicherweise zeigt dieses Paar seine Liebe regelmäßig in Gesten wie gegenseitiger Unterstützung oder kleinen Geschenken. Warum dann über Liebe sprechen? Ich denke, dass es in Beziehungen jeglicher Art nicht nur Taten, sondern auch Worte braucht. Ein aufrichtiges...

  • 28.04.26

Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Pannonische Wende

Die Wahlen in Ungarn, in unserer alten Heimat, sind geschlagen. Ob diese einen Zukunftsschub bringen? Es gibt Hoffnung für unsere Nachbarn und für unser Burgenland. Als „Westungarn“ verstehen wir 70 Jahre nach 1956 und knapp 100 Jahre nach der Trennung besser. Das Ungarische steckt tief in uns. Außerdem, wie würde bei uns das tägliche Leben ohne Ungarn funktionieren? Nicht nur Arbeitskräfte und Einkaufskraft würden fehlen, die Infrastruktur würde zusammenbrechen, Dienstleistungen ausbleiben,...

  • 23.04.26

DENK_MAL
Die Kraft des Gebets

Manchmal – leider immer öfter – kommt es einem vor, man kann nicht mehr; es sei zu viel, zu beanspruchend, zu erschöpfend: die Nachrichten, der Arbeitsdruck, der Freizeitstress durch allzu hohe selbstgewählte wie aufgebürdete Erwartungen. Von allen Seiten zieht und zerrt, lärmt und plärrt es; die innere Ruhe wird vom äußeren Getöse beinahe – manchmal ganz – ruiniert! Unweigerlich denkt man dabei an die mythische Gestalt des Sisyphos, der unermüdlich und dennoch ohne jede Aussicht auf Erfolg...

  • 23.04.26

FEDER_SPIEL
Keine Zukunftslösung

Der 1. Mai war in der Sowjetunion eine Art Hochfest. Das merkte man auf Schritt und Tritt. „Ein Hoch auf den 1. Mai“, verbunden mit Fähnchen, Sonnen und Kinderzeichnungen, klebte unverändert an der Fensterscheibe eines Kindergartens, den seit Jahrzehnten kein Kind mehr betreten hatte. Staubschichten lagen auf den Alltagsgegenständen, die fast so blitzartig liegengelassen worden waren wie im Jahr 79 n. Chr. in Pompeji, als der Ausbruch des Vesuv die Stadt überraschte und unter sich begrub. In...

  • 23.04.26

Aus meiner Sicht - Alfred Jokesch
Geistliche Menschen

„In der Liebe verwurzelt.“ Das Plakat zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen zeigt neben diesem Titel ein herzförmiges Blatt in saftig frischem Grün. Das Verwurzelt-Sein in der Liebe, besonders in Jesus Christus, der personifizierten göttlichen Liebe, lässt die Lebenssäfte fließen und hilft uns, als Menschen zu wachsen. Mir gefällt es, dass für und nicht um geistliche Berufungen gebetet wird. Wenn Gott es ist, der Menschen beruft, dann kommt unser ständiges Reden vom Priestermangel doch...

  • 22.04.26

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ