DENK_MAL
Zuagraste im Dorf
- hochgeladen von martinus Redaktion
Es gibt sie in jedem Dorf. Die, die nicht hier geboren, sondern zugezogen sind. Manche heiraten her. Die gehören dann schon ein bisschen dazu, zumindest von Amts wegen. Und dann gibt es die, die einfach in den Lebensraum der Hiesigen eindringen, den Boden des Dorfes verbauen, die Infrastruktur nutzen, einen Kindergartenplatz wollen. Etliche leben jahrelang im Dorf und bleiben doch Fremde. Da gibt es aber auch die anderen, die Anschluss suchen, zum Feuerwehrfest kommen, sich in der Pfarrgemeinde engagieren und sich doch nie ganz zugehörig fühlen.
Ich habe den Eindruck, dass es vielerorts auf beiden Seiten an Verständnis für die Perspektive und das Erleben der anderen fehlt. Wie geht es jenen, die neu sind und denen die Gepflogenheiten, Rituale und Lebenseinstellung der Menschen im Ort fremd sind? Und wie geht jenen, in deren Lebensraum eingedrungen wird von Fremden, die dann auch noch meckern, weil ihnen einiges nicht passt?
Mein Eindruck ist, dass wir in unseren Dörfern noch viel Kommunikations- und Verständnisarbeit leisten könnten, damit das Zusammenleben in seiner Vielfalt für alle bereichernd werden kann.
Regina Petrik
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.