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Beiträge zum Thema unter_uns

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Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Religion und Politik

Wenn Religion zur Politik wird, zerstört man beides! Das vergessen jene, die sich zum Erlöser und Heilsversprecher stilisieren und mit dem Gutglauben der Menschen ihr Spiel treiben. Sie bauen ein Desinformationswerk auf, sie wollen die Macht, die sich illiberal danebenbenimmt und autokratisch aufbläht. Ihre Einflüsterer und Ideologen sitzen in den geballten Winkeln ihrer verführerischen Ideologien, bei denen es um eine neue Religion geht, gegen die Menschen und gegen Gott. Nichts ist ihnen zu...

  • 29.04.26
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Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Pannonische Wende

Die Wahlen in Ungarn, in unserer alten Heimat, sind geschlagen. Ob diese einen Zukunftsschub bringen? Es gibt Hoffnung für unsere Nachbarn und für unser Burgenland. Als „Westungarn“ verstehen wir 70 Jahre nach 1956 und knapp 100 Jahre nach der Trennung besser. Das Ungarische steckt tief in uns. Außerdem, wie würde bei uns das tägliche Leben ohne Ungarn funktionieren? Nicht nur Arbeitskräfte und Einkaufskraft würden fehlen, die Infrastruktur würde zusammenbrechen, Dienstleistungen ausbleiben,...

  • 23.04.26
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Sonntag - 19. April 2026
Nicht Sicher

Es ist nicht sicher, ob Gott uns liebt! Es ist nicht sicher, dass es heute Abend wird und morgen wieder ein Morgen. Es ist nicht sicher, dass künstliche Intelligenz uns weise macht. Es ist nicht sicher, dass Reichtum und Gier glücklicher machen. Kriege machen sicher keinen Frieden, sie bringen Vernichtung und Zerstörung, den Tod der Seelen und eine Zukunft, deren Untergang schon besiegelt ist. Sicherheiten sind unsicher geworden. Auch die Kirchen geben kaum Sicherheiten, ihre Rede von Gott...

  • 16.04.26
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Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Aufstand zum Leben

Mit Ostern provoziert Gott den Aufstand zum Leben. Die Auferweckung des Gekreuzigten und seine Auferstehung sind immer Tat Gottes. Die Menschen machen keine Auferstehung, auch die Glaubenden nicht. Aber sie leben die österliche Wirklichkeit und vertrauen, wie Maria von Magdala und die Jünger beim leeren Grab, im Abendmahlssaal und auf ihren Emmauswegen. Sie sehen, erkennen und glauben. Und sie feiern die Erlösung: Das Leben in der Begegnung mit dem menschgewordenen, gekreuzigten, auferstandenen...

  • 07.04.26
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Brennender Dornbusch

Die Rede ist von der Heiligen Woche oder Karwoche. Der Palmsonntag drängt auf den Ostersonntag, den Tag der Auferstehung Christi, von den Christen fünfzig Tage in der Osterzeit und am Sonntag gefeiert. Die Karwoche ist anders als alle anderen Wochen des Jahres, sie durchbricht die Zeit. Nie ist Gott den Menschen näher als in diesen Tagen. Die Einsamkeit und Gottesfinsternis, die im Spott des Gekreuzigten keine Antwort finden; die Verfinsterung der Welt und die Nacht des Totenreiches und der...

  • 26.03.26
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Das Kreuz mit dem Kreuz

Viele haben sich an das Kreuz gewöhnt, andere stoßen sich an ihm. Für die einen und anderen ist es, was es nicht ist: Schmuckstück, Wandfüller, Wegmarkierung, Kulturgut, Provokation, Brutalität und Rede von einem gescheiterten Gott. Vom Passionssonntag bis zum Karfreitag werden die Kreuze verhüllt. Verhüllung lehrt neu sehen und lässt die Frage zu: Was wäre, wenn Jesus nicht am Kreuz gestorben wäre? Gott wäre ein Außenseiter, ein Übermensch, ein Tyrann, ein Verbündeter des Todes und der Sünde...

  • 19.03.26
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Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Das Leben lieben

Was Leben ist, ist fragwürdig, nicht erst seit Corona. Leben aus der Konserve, gekauftes und verlebtes, verdirbt. Fragen bleiben: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Welchen Sinn hat mein Leben? Und überhaupt: Was heißt leben? Was macht das Leben lebenswert? Und wenn das Leben endet, die betörende Frage: War das alles? Ostern gibt Antwort: Gott macht Leben, Gott schenkt Leben, Gott weckt Leben, er liebt das Leben. Die vielen Anwälte des Todes sind immer gottlos. Christen sind berufen, den Himmel...

  • 12.03.26
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Glückliche Schule

Können Schuld und Sünde gut sein? Selten wird der Sünde und den Schuldverursachern Gutes zugestanden, dem Bösen und den Handlangern der Bosheit überhaupt nicht. Das Böse ist wirklich, greifbar im Leben der Menschen und in den Mechanismen dieser Welt, allen Ausreden und Entschuldungsversuchen zum Trotz. Es belastet, mit Schuld zu leben. Es braucht die Hilfe anderer, das heilende Wort, vor allem das Wagnis, in der Wahrheit zu leben, Sünde und Schuld zu kennen und zu benennen. Diese gehören zum...

  • 05.03.26
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Freude wecken

Fasten macht Freude, es macht frei! Diese Aussage darf hinterfragt werden. Aufgezwungenes Fasten, verordnetes Fasten und Fasten, zu dem die Armut zwingt, wird zur Last. Leider gibt es viele Menschen, die zum Dauerfasten gezwungen sind, für sie ist das karge Leben Wirklichkeit und die Entbehrung das Leben. Für andere wiederum ist das Fasten ein Luxus, eine Auszeit, mit der andere, die Fastengurus, die selbsternannten Ernährungswissenschaftler, die esoterisch Angehauchten gut verdienen. Übrigens,...

  • 26.02.26
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Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Umbruchzeiten

Die Zeit ist anders geworden, sagen sie. Sie ist oft freudlos, wird vorgegaukelt und konsumiert. Auch prägende Zeiten sind kaum voller Leben: Weihnachten und Ostern mutieren zum Reisen, auch zur Flucht, der Advent zu Streetfood und Lärm, die Fastenzeit zur Ge-sundheits- und Schönheitstherapie. Sogar die Faschingszeit ist unlustig. Das Privateste wird ideologisiert und zum Maßstab für andere gemacht. Gefühle zu haben, ist zur Lizenz geworden, sich danebenbenehmen zu dürfen. Die Deutungshoheit...

  • 19.02.26
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DANKE MAXIMILIAN!

„Maximilian“, antwortete er am Festnetz. Es waren gute Gespräche: Über Kirche, Gesellschaft, über alles, was Menschen bewegt. Das letzte Telefonat war gezeichnet von Schmerz. Doch seine Freude am Menschsein und Christsein blieb auch im Abschied stark. In Liebe wollte er dienen, Gott und den Menschen. Über Wunden, die ihm zugefügt wurden, schwieg er, er sah zuerst das Gute. Er war Güte und Demut, voller Dank und Geduld, beschenkt mit Freude und Vertrauen. Nicht Streit, sondern Versöhnung war...

  • 05.02.26
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Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Überfordert

Ohne krank zu jammern, müssen wir zugeben, dass wir Überforderte sind. Die Gesellschaft, die Kirche, die Politik, die Wissenschaften, die Kultur, die Welt, die Menschen. Die Alten bleiben auf der Strecke, mehr noch die Jungen, ihre Armut ist groß. Unsicherheiten, Hass, Ohnmacht, mangelnde Orientierung, Verschwörungen, Verdächtigungen, Aggressionen nehmen zu, auch Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühle und Ängste, die Last drückt. Es scheint, wir haben uns nicht im Griff, die Welt ist eine...

  • 29.01.26
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Frommes Spektakel

Unlängst wurde in den Burgenlandnachrichten von abendlichen „Themengottesdiensten“ berichtet, in Graz waren es sogar die Harry Potter-Gottesdienste im Umfeld der Evangelischen Gemeinden. Aber auch die katholische Kirche hinkt nicht nach. Es gibt Kinogottesdienste, meist mit Lichteffekten, Filmen und Sound, möglichst theatralisch und laut. Sogar Feuerspiele in Kirchen sind möglich. Je spektakulärer, desto besser? Der Zelebrant wird zum „heiligen“ Showmaster, zum Fernsehprediger mit religiöser...

  • 23.01.26
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Neue Welt

Ob es die neue Welt wirklich gibt? Das Neue lebt immer von der Gnade des Alten, aber auch vom Gestus des Offenen und von der Idee des Unverbrauchten. Neues gestaltet das Jetzt, das Heute. Es flüchtet nicht in die Ferne und verkrampft sich nicht im Gestrigen. Neues ist lernbereit, es meidet die gehäuften Fehler, begnügt sich nicht mit Utopien und Sentimentalitäten, schürt keine Ängste und gängelt die Menschen nicht. Neues ist unverkrampft, es überrascht und lässt staunen. Es schützt vor flachem...

  • 15.01.26
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Menschwerdung

Weihnachten ist das Fest der Menschwerdung Gottes, nicht weniger. Die weihnachtlichen Tage gehen zu Ende, schöne Erinnerungen bleiben, für nicht wenige Menschen auch Bitternis, Tränen, Einsamkeit und Leid. Auch das Aushalten einer unterdrückten und krank machenden Armut wird bleiben, Ängste, Hürden und Sorgen, die die Menschen quälen und ihre Menschwerdung begrenzen. Auch die Botschaft von Gott, der in diese Welt kommt, bleibt. Daran darf die Welt glauben, auch die Gottfernen und Gottmüden und...

  • 08.01.26
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Es Weihnachtet

Für einige seit Wochen. Bevor auch für sie Weihnacht wird, haben sie schon „ausgeweihnachtet“. Doch nur Gott macht Weihnachten, nicht die Marktschreier und Gassenläufer auf den „himmlischen“ Straßen und Plätzen. Weihnacht ist nicht die Ruhepause, der Urlaub am Meer, das Gleiten über Pisten und Wellness in den Thermen. Das Fest ist keine Freizeittherapie, sondern Leben. Weihnachten lässt Gott in der Welt Fuß fassen, er wird verwundbar und setzt sich der Gleichgültigkeit aus. Weihnachten lässt...

  • 18.12.25
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Schrittweise Advent

Der Adventkalender kann ein Schrittmacher sein. Als Kind habe ich seine Fenster und Türen geritzt und das Innenleben mit Stiften gezeichnet: Szenen aus dem Leben, aus der Bibel und kindliche Träume. Der Kalender zielte auf das nahende Fest. Noch immer ist er ein Renner, auch mit 24, Wesentliches aber fehlt. 24 Teebeutel, Biere, Gewürze, Schokoladen, Bonbons, Weinflaschen, 24 nackte Frauen oder Männer, Luxusautos, Trucks, Lokomotiven, Speisen, Duftfläschchen, Reisedestinationen und 24...

  • 11.12.25
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Advent - Das Gesicht Gottes

Dass Gott entrückt ist, ist sein Elend. Dass der Mensch Gott aufgibt, ihn in den Schmollwinkel stellt, ihn verdrängt oder mit ihm hantiert, ist des Menschen Elend. Doch der Advent rückt Gott näher. Der Advent als Zeit der gelebten Sehnsucht, bringt Gott und den Menschen zueinander. Wer Gott finden möchte mit Beweisen, Wissenschaftlichem, Dogmen, Frommem, Geschwätz, sektiererischen Ideologien und verführerischen Techniken, mit Erpressungen, Festgefahrenem und Kindischem, irrt. Der Mensch kann...

  • 04.12.25
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Der andere Advent

Der Advent beginnt mit dem ersten Adventsonntag. Christi endzeitliches Kommen und Jesu Geburt stehen bevor. Mancherorts hat der Advent längst begonnen, um Allerheiligen. Christbäume stehen seit Wochen, wenn es kalt genug ist, könnten sie überleben. Lebkuchen, Spekulatius, Süßes allerlei und Gehänge für den Baum gibt es im Supermarkt seit Sommer, die chemischen Zutaten machen sie noch genießbar. Langos und Leberkäse sind frisch. Es gibt den Adventzauber mit Winterdorf, das Winterwunder am See,...

  • 01.12.25
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Die Sprache Gottes

Spricht Gott die Sprachen der Welt? Versteht er uns? Warum greift er nicht ein? Oder schweigt er? Hat er sich verabschiedet? So fragen nicht nur Kinder und Philosophen. Im Konzentrationslager Mauthausen, der Stätte des Todes, hat ein Todeskandidat in die Barackenwand geritzt: „Wenn es einen Gott gibt, dann wird er bei mir um Verzeihung bitten müssen.“ Gott spricht, nicht gestrig und billig, sondern in den Lebenssprachen der Menschen, die der Mensch gerade verlernt. Gott schreit nicht und redet...

  • 20.11.25
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Verlust der Sprache

Um die Sprache wird kaum gerungen, sie ist verflacht. Sie macht den Menschen und seine Kultur, sie bildet, versöhnt und entzweit. Nicht ich mache die Sprache, die Sprache macht mich! Der Evangelist Johannes überliefert: „Im Anfang war das Wort“. Kürzel, Zeichen, Unworte ersetzen die Sprache, es gibt sogar ein „Unwort“ des Jahres. Es wird gestottert, gerülpst, aus dem Zusammenhang gerissen. Die Zeitungen sind voll mit Fehlern, auch Bildschirme ersetzen die Bücher nicht. Der Sprache, als Ausdruck...

  • 13.11.25
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Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Volksmission

Ein Schelm, wer bei diesem Wort an den „Volkskanzler“ denkt. Volksmission, Unterweisung in Christlichem, war die privilegierte Aufgabe der Redemptoristen. Diese Volksmissionare sind verstummt, auch die Volksprediger auf den Kirchenkanzeln. Die Kanzeln sind zu Leer-Orten geworden, Überbleibsel aus einer Zeit, da die Kirche noch das Sagen hatte. Übrigens, der hl. Martin war ein Volksbischof, vom Volk akklamiert und von den Gänsen verraten, dafür müssen sie immer noch braten. Unsere politischen...

  • 06.11.25
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Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Der getötete Tod

Haben wir den Tod verdrängt, entwaffnet, überlistet, beschönigt? Der Tod ist gegenwärtig, er lauert auf uns und schleicht sich durch die Fugen des Lebens, er ist ein Feind des Lebens. Angesichts des eigenen Todes, der vielen Toten und Getöteten ist die Verharmlosung des Todes tödlich. Frommes Geschwätz redet von „Wiedersehens- und Auferstehungsfeiern“, nicht vom Begräbnis. Andere ermuntern beim Abschied zu bunten Kleidern, sie inszenieren das Sterben. Manche pressen aus der Asche der...

  • 30.10.25
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Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Kircheninventur

Im Burgenland gibt es 173 Pfarrkirchen, 160 Filialgemeinden mit 102 Filialkirchen und hunderte Kapellen, alte, schöne, neue, verkitschte, auch viele private. Wer kennt die Schlosskapellen in Eisenstadt, Forchtenstein, Güssing und die Burgkapelle Schlaining? Die Magdalenenkapelle in Eisenstadt, die Kapellen der Erlöserschwestern, im Bischofshof, in der Martinskaserne, im Haus St. Martin und im Gefangenenhaus? 9500 Kirchen gibt es österreichweit. Klöster und Kirchen wurden unter Kaiser Joseph II....

  • 23.10.25

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