Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Aufstand zum Leben
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Mit Ostern provoziert Gott den Aufstand zum Leben. Die Auferweckung des Gekreuzigten und seine Auferstehung sind immer Tat Gottes. Die Menschen machen keine Auferstehung, auch die Glaubenden nicht. Aber sie leben die österliche Wirklichkeit und vertrauen, wie Maria von Magdala und die Jünger beim leeren Grab, im Abendmahlssaal und auf ihren Emmauswegen. Sie sehen, erkennen und glauben. Und sie feiern die Erlösung: Das Leben in der Begegnung mit dem menschgewordenen, gekreuzigten, auferstandenen und erhöhten Christus, der wiederkommen wird zum Ende. Ohne Ostern gibt es keine Kirche, keine Sakramente, keinen Glauben, kein Evangelium. Ohne Ostern wäre der Glaube Täuschung, die Menschen würden verhungern, die Welt wäre dem Tod geweiht und Gott wäre entlarvt als Clown für Vertröstung und als Gaukler. Ostern lässt sich nicht erzwingen, nicht inszenieren und mit den Maßstäben des Menschen nicht wissenschaftlich messen, denn Ostern ist die Logik Gottes. Ob das Grab leer war und wie man Auferstehung denken muss, das ist zweitrangig. Aber ohne Begegnung mit dem Auferstandenen bleibt das Osterfest nur ein Frühlingserwachen. Gott aber riskiert alles, auch gegen die menschliche Vernunft.
P. Karl Schauer OSB
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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