Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Glückliche Schule
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Können Schuld und Sünde gut sein? Selten wird der Sünde und den Schuldverursachern Gutes zugestanden, dem Bösen und den Handlangern der Bosheit überhaupt nicht. Das Böse ist wirklich, greifbar im Leben der Menschen und in den Mechanismen dieser Welt, allen Ausreden und Entschuldungsversuchen zum Trotz. Es belastet, mit Schuld zu leben. Es braucht die Hilfe anderer, das heilende Wort, vor allem das Wagnis, in der Wahrheit zu leben, Sünde und Schuld zu kennen und zu benennen. Diese gehören zum Menschsein, kein Mensch ist frei von Schuld und keiner ist ohne Sünde. Und trotzdem: Im Osterlob der Kirche wird die „glückliche Schuld“ besungen, denn sie hat den Erlöser hervorgebracht. Denn nur einer kann den Bösen besiegen, er, der vergibt, versöhnt und einen Neuanfang mit den Menschen riskiert. Er braucht keine Opfer und keine Besänftigung wie die Götter der Vorzeiten. Er sucht das Herz, umarmt die Sünder und lädt zum Tisch der Freude. Er ist das Brot des Lebens für die Sünder, kein Fastfood für die Selbstgerechten. Sein Kreuz ist der Tod von Schuld und Sünde, wirklich in einer durchkreuzten und gefesselten Welt. Gott rechnet nicht ab und trägt nicht nach, er riskiert es mit uns.
P. Karl Schauer OSB
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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