Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Das Leben lieben
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Was Leben ist, ist fragwürdig, nicht erst seit Corona. Leben aus der Konserve, gekauftes und verlebtes, verdirbt. Fragen bleiben: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Welchen Sinn hat mein Leben? Und überhaupt: Was heißt leben? Was macht das Leben lebenswert? Und wenn das Leben endet, die betörende Frage: War das alles? Ostern gibt Antwort: Gott macht Leben, Gott schenkt Leben, Gott weckt Leben, er liebt das Leben. Die vielen Anwälte des Todes sind immer gottlos. Christen sind berufen, den Himmel offenzuhalten. Auch der Kirche würde es gut anstehen, Fragen zu stellen, die die Menschen wirklich quälen. Leider: Das Fragen haben wir verlernt. Antworten werden gegeben, die keine sind, gekünstelt und vom Bildschirm abgesaugt. Zu viele Menschen sind zu „Wissenden“, zu „Spezialisten des Lebens“ geworden in einer erschöpften Welt. Die Fastenzeit ist Einladung, an der Zukunft des Lebens zu arbeiten und nicht zu resignieren. Diese Zukunft heißt: Leben mit Gott, leben auf Ostern hin. Jedenfalls: Österliche Menschen bringen das Leben nicht um, sie resignieren nicht, sie bringen Leben hervor. Denn sie muten dem Gott Jesu Christi, auch dem Gekreuzigten und Geschundenen, das Leben zu.
P. Karl Schauer OSB
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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