Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Jugend und Gott
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Jugendstudien der jüngsten Zeit zeigen Erstaunliches: Die Jungen fragen nach Gott, sie suchen Gott. Jene, die Religion unterrichten, bestätigen, dass bei den Jungen die Frage nach Gott neugierig auflebt.
Die Rede ist von den 16 bis 25-Jährigen, der Generation Z. Die neuen Umfragen zeigen: Es ändert sich gerade etwas. Und das ganz ohne Ge-bets-Influencer, ohne digitale Prediger, ohne den Aufwand frommer Events, Kinokirchen und klerikaler Selbstdarsteller, ohne „Feel the Church“, Schlagergottesdienste, geschwätzige Podcasts und ohne Internetverbindung. Bei dieser jungen Generation hat das nichts mit Kulturkampf oder Rückkehr zum Christentum als Gegenbewegung zur Migration zu tun. Es ist auch mehr als eine logische Konsequenz auf Krisen, Kriege und Katastrophen. Ödon von Horváth´s Roman „Jugend ohne Gott“, geschrieben 1937, müsste heute neu geschrieben werden, eher Kurzgeschichten mit dem Titel: „Jugend mit Gott“. Selbstherrlich haben wir Alten kurzzeitig getrennt, was immer zusammengehört: Gott und der Mensch. Ohne Gott verkommt der Mensch und ohne Menschen, die ihn suchen und mit ihm leben, wird Gott zum Ungeheuer. Oder: Fragt Gott immer noch nach den Menschen?
P. Karl Schauer OSB.
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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