Aus meiner Sicht - Alfred Jokesch
Geistliche Menschen
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„In der Liebe verwurzelt.“ Das Plakat zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen zeigt neben diesem Titel ein herzförmiges Blatt in saftig frischem Grün. Das Verwurzelt-Sein in der Liebe, besonders in Jesus Christus, der personifizierten göttlichen Liebe, lässt die Lebenssäfte fließen und hilft uns, als Menschen zu wachsen.
Mir gefällt es, dass für und nicht um geistliche Berufungen gebetet wird. Wenn Gott es ist, der Menschen beruft, dann kommt unser ständiges Reden vom Priestermangel doch einer Blasphemie gleich. Trauen wir Gott ruhig zu, dass er die richtigen und ausreichend Berufungen vornimmt, die unsere Welt heute braucht, und dass er imstande ist, Wege zu den Herzen der Menschen zu finden! Wir brauchen ihm das nicht ansagen. Aber beten wir für jene Menschen, die sich entschieden haben, seinem Ruf zu folgen, oder damit ringen!
Wichtig ist auch, dass wir von geistlichen Berufungen sprechen, nicht von kirchlichen Berufen. Es geht nicht um Angestellte oder Beamte, die das kirchliche Leben verwalten. Wir brauchen geistliche Menschen, die in einer lebendigen Beziehung zum lebendigen Gott stehen, die ein waches Herz haben für die Stimme des Geistes, sich von Gott herausfordern lassen und geistvoll leben. Und jene, die dies wagen, brauchen unser aller Gebet.
Alfred Jokesch, Geistlicher Assistent
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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