4. Sonntag der Osterzeit | 26. April 2026
Kommentar - Bibel und Leben
- hochgeladen von Florian Heckel
Die Tür zur Weide
Das Bild von Jesus als „gutem Hirten“ ist vielen vertraut. Aber Jesus als Tür?! Der Ausspruch „Ich bin die Tür“ ist wohl das unbekannteste der „Ich bin“-Worte Jesu im Johannesevangelium.
Was für eine Tür ist Jesus (heute) für mich?
Eine Schiebetür, die von selbst aufgeht, sobald ich auftauche? Eine Glastür, so blitzblank poliert, dass ich sie fast übersehe und in sie hineinlaufe?
Eine knarrende, klemmende Tür, die sich nur mühsam öffnen lässt?
Eine schlichte, praktische Tür, die einfach ihre Funktion erfüllt? Eine kunstvoll gestaltete Tür, die mein Leben schöner macht?
Die Tür Jesus lässt sich nicht nur in eine Richtung durchschreiten: Vom Ein- und Ausgehen ist die Rede. Sie führt sowohl in den Schafstall hinein als auch auf die Weide hinaus. Um die geht es Jesus. Uns ist nicht ein gemütlicher Stall verheißen, sondern gute, fette, nahrhafte Weide.
Ein guter Stall ist wichtig – er bietet Schutz, Geborgenheit, Gelegenheiten zum Auftanken. Die Weide wächst aber nicht im Stall, sondern draußen.
Jesus, die Tür, eröffnet neue Räume, neue Perspektiven, neues Leben. Welche Weide wohl auf mich wartet, wenn ich diese Tür öffne?
Maria Ladenhauf
maria.ladenhauf@graz-seckau.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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