Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008

Beiträge zum Thema Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008

Serien
Ich bete für dich – heißt auch: Mein Herz begleitet dich, du bist nicht allein.

Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 14
Für Lebende und Tote beten

  „Ich bete für dich!“ ist eine Zusage, die jede Generation der andern geben kann – vom Kind bis zum Hochbetagten. Ich bete für dich – sagte ich dieser Tage der religionslosen weinenden Mutter, deren zehn Monate altes Kind schwer erkrankt ist. „Danke, Schwester!“, sagte sie leise. Ich bete für dich – sage ich dem betagten Menschen im Alten- und Pflegeheim, der das Gefühl hat, nutzlos zu sein, oder der schwer am Abnehmen der Kräfte trägt. Ich bete für dich – sage ich zu den Eltern, die in großen...

  • 06.01.08
Serien
Im persönlichen und im sozialen Leben muss das Verzeihen immer wieder eingeübt werden.

Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 13
Gerne verzeihen

  Durch die Jahrhunderte hindurch hat sich ein religiös und kulturell vorwiegend christlich geprägtes Europa entwickelt. Zugleich ist durch das Versagen der Christen in Europa und über dessen Grenzen hinaus viel Unheil angerichtet worden. Wir bekennen die Mitverantwortung an dieser Schuld und bitten Gott und die Menschen um Vergebung. Unser Glaube hilft uns, aus der Vergangenheit zu lernen und uns dafür einzusetzen, dass der christliche Glaube und die Nächstenliebe Hoffnung ausstrahlen. Die...

  • 18.11.07
Serien
Geduld ist eine Fähigkeit, die neue Perspektiven eröffnet.

Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 12
Lästige geduldig ertragen

  Toleranz bedeutet Respekt, Ak-zeptanz und Anerkennung der Kulturen unserer Welt, der Ausdrucksformen und Gestaltungsweisen unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt. Gefördert wird sie durch Wissen, Offenheit, Kommunikation und durch Freiheit des Denkens, der Gewissensentscheidung und des Glaubens. Toleranz ist Harmonie über Unterschiede hinweg. Sie ist nicht nur moralische Verpflichtung, sondern auch eine politische und rechtliche Notwendigkeit. Toleranz ist eine Tugend,...

  • 11.11.07
Serien
Der Leidende braucht wirksamen Trost.

Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 11
Betrübte trösten

  Ein schlimmes Ereignis kann einen untröstlich machen: Krankheit, der Tod eines lieben Menschen, in Not geraten oder nicht geliebt sein, sich schuldig wissen. Wie trostlos ist einem bisweilen ums Herz! – Gibt es da noch Trost? Sollte es uns einmal so elend ums Herz sein, dann wünsche ich uns, dass wir getröstet sein wollen. Dass wir nicht teilnahmslos und stumm vor uns hinbrüten. Getröstet sein wollen heißt auch, dass wir ansprechbar bleiben und das Herz sich nicht versteinert. Wenn wir Trost...

  • 28.10.07
Serien
Der Mensch ist zur Freiheit berufen: Wer begleitet ihn auf diesem Weg?

Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 10
Zweifelnden recht raten

  Immer mehr moderne Zeitgenoss/innen stellen die Frage, ob der Zugewinn an Freiheit auch wirklich einen Zugewinn an stabilem Glück bedeutet. Oder noch genauer gefragt: Wie kann der Einzelne angesichts der zugemuteten Freiheit den Weg zu einem geglückten Leben finden, das in seine ureigene Hand gelegt ist? In solchen Zeiten scheitern immer mehr. Lebenspläne zerbrechen. Die Flucht aus den alltäglichen Überforderungen nimmt zu, viele flüchten in (psychosomatische) Krankheiten. Riskantes Leben hat...

  • 14.10.07
Serien
Bildung und Erziehung haben zutiefst etwas mit der Person des Menschen zu tun.

Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 09
Unwissende lehren

  Wir haben vielleicht zu sehr vergessen, wie sehr im christlichen Glauben von Anfang an Erziehung und Bildung eine ganz entscheidende Rolle spielen. Man meinte gerade in der alten Welt, das Christentum bringe ein neues Ideal der Erziehung und der Bildung. Deshalb hat man auch von Anfang an auf so etwas wie Schulen abgezielt. Man hat die Bildung der Zeit einbezogen und wusste, dass man den christlichen Glauben verkünden muss in anderen Sprachen, in anderen Kulturen. Der Glaube ist nicht einfach...

  • 02.09.07
Serien
„Wegschauen“, „weghören“, „stumm bleiben“ passen nicht zu einem mündigen Christen. Nicht über die Mitmenschen (und deren Fehler) reden, sondern mit ihnen Fehler ansprechen: ein „Werk der Barm­herzigkeit“.

Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 08
Sünder zurechtweisen

  In einem Dorf, in einem Häuserblock, aber auch in einer Hausgemeinschaft wie dem Priesterseminar oder einem Kloster kennt man sich ziemlich gut. Vor allem kennt man die Fehler der andern sehr genau. Man redet auch häufig und ausführlich darüber. Es gibt Menschen, die stundenlang über andere reden können. Viele dieser Gespräche verlaufen so, dass man ziemlich erschrocken verstummt, wenn der oder die Besprochene zufällig in die Nähe kommt. Und man ist sehr verlegen, wenn er oder sie auf Umwegen...

  • 19.08.07
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Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 06
Kranke pflegen

  Einerseits ist dieses „Werk der Barmherzigkeit“, die Pflege der Kranken, eine Selbstverständlichkeit; da werden auch viele Menschen zustimmen, die nicht unbedingt der Sache Jesu dienen und sich nicht unbedingt einen Platz im Himmelreich sichern möchten; aber dass man Kranke pflegt, ist in unserer mitteleuropäischen Zivilisation eine pure Selbstverständlichkeit. Andererseits entspricht dieses selbstverständliche Gebot christlicher Nächstenliebe nicht ganz dem Text in der Weltgerichtsrede im...

  • 08.07.07
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Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 05
Gefangene erlösen

  Jesus selbst hat die ganze Grausamkeit eines Gefängnisses durchlitten. Die Folter gehörte zum normalen Alltag eines Gefängnisses damals: Und vermutlich war es kaum möglich, einen Gefangenen wirklich zu besuchen. Hinzu kommt, dass Gefängnisse Orte schuldig gewordener Menschen waren. Das erklärt die Gnadenlosigkeit der Gefängnisse damals; die Leute hatten es ja nicht anders verdient, so meinte man, und bei schweren oder vermeintlich schweren Vergehen konnte die Strafe nicht hart genug sein. Wir...

  • 24.06.07
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Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 04
Fremde beherbergen

  Für die Israeliten hatten die „Liebeswerke“, also die Taten mitmenschlichen Handelns, einen höheren Stellenwert als das Spenden von Almosen. Ja, die „Liebeswerke“ waren sogar wichtiger und verdienstvoller als die Gebote der Tora. Da steht Jesus ganz konsequent auf dem Boden seiner jüdischen Religion und ihrer unbedingten Hochschätzung tätiger Nächstenliebe. Dazu gehört auch das Beherbergen von Fremden, wie es wiede­rum in Mt 25,35 als drittes „Werk der Barmherzigkeit“ genannt wird. Und...

  • 10.06.07
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Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 03
Nackte bekleiden

  Bei den Werken der Barmherzigkeit ist wohl der Ur-Sinn des Wortes gemeint; denn es geht darum, dass Nackte, also Menschen ohne Kleidung, bekleidet werden. Wer so handelt, dem ist Gottes Himmelreich sicher, so sagt Jesus. Dabei ist es nicht so wichtig, in welchem Maß die Nackten nackt sind, sondern dass es sich um Bedürftigkeit und Armut handelt. Da spielt es wohl auch eine wichtige Rolle, dass diese Art von Armut, nämlich die Nacktheit, eine sichtbare, öffentliche Armut ist. Hunger und Durst...

  • 27.05.07
Serien
Markus Nolte (Hrsg.),das habt ihr mir getan, Die sieben Werke der Barmherzigkeit, Münster: dialogverlag 2007.

Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 02
Durstige tränken

  „Ich war durstig, und ihr habt (mich) getränkt!“ So müsste man eigentlich den griechischen Urtext von Matthäus 25,35 übersetzen. Das Wort „dipsán“ ist eine besonders schlimme Art von Durst: nicht nur „Durst haben“ ist gemeint, sondern sogar „Durst leiden“, „vor Durst vergehen“; das hat etwas Lebensbedrohliches an sich. Und „potízein“ müsste eigentlich auch noch ein wenig differenziert werden: „trinken lassen“ oder „mittrinken lassen“; da steckt etwas von Gemeinsamkeit und Anteilgeben drin....

  • 13.05.07
Serien

Werke der Barmherzigkeit - 2007/2008 | Teil 01
Hungrige speisen

  Ein Messer, eine Gabel, ein Löffel! Der Betrachter unseres Bildes wird sich die Frage stellen: Ist da jemand so satt, dass er die Geräte, die er zum Essen braucht, abgelegt hat, oder wartet da einer sehnsüchtig auf etwas Essbares? Außer den Ess-Geräten steht nämlich nichts auf dem Tisch, und so kann man bildhaft an alle diejenigen Menschen in der Welt erinnern, die nur leere Geräte – vielleicht nur eine selbstgemachte Holzschüssel – haben und sonst nichts; die Mehrheit der Menschen ist in...

  • 29.04.07
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