Kommentare & Blogs

Beiträge zur Rubrik Kommentare & Blogs

Positionen - Leopold Neuhold
40-mal: Heute!

Sie kennen alle die Morgen-Diät: Morgen fang ich damit an! Viele wollten mit dieser Diät ihrer Gesundheit nützen und haben dieses Ziel dann doch nicht erreicht. Wir schieben immer wieder das Notwendige auf eine Zeit, die uns günstiger erscheint, auf; die aber kommt nicht. „Weil morgen, ja morgen, fang’ i a neues Leben an, und wenn net morgen, dann übermorgen, oder zumindest irgendwann fang i wieder a neues Leben an.“ In der Passage dieses EAV-Songs kommt die Vertröstung auf den Sankt...

  • 25.03.20

Offen gesagt - Ulrike Bechmann
Mit den Frauen beten

Was ist für Sie das Wichtigste am Weltgebetstag der Frauen? Was „bringt“ er den Frauen? Das Wichtigste ist, dass der Gottesdienst, genauso wie die Frauen eines Landes ihn geschrieben haben, gehalten wird, auch wenn die Theologie fremd erscheint. Diese solidarische Haltung prägt den Weltgebetstag seit 1927. „Wir haben gelernt, dass wir nicht für die Frauen beten, sondern mit ihnen“, hieß es damals. Gemeint waren die Frauen in den Kolonien. Wer sonst gibt Frauen eines Ortes eine Stimme, und...

  • 25.03.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Er hat alles Leid und alle Schuld getragen

In der Grabeskirche besuchen wir bei unserer Pilgerreise ins Heilige Land natürlich auch Golgota, den Ort des Kreuzestodes Jesu. Vor den zahlreichen Lampen und den innehaltenden Pilgern wird einem gar nicht bewusst, an einer Hinrichtungsstätte zu stehen. Als wir zwei Tage später die Holocaust-Bedenkstätte Yad Vashem besuchen, mache ich darauf aufmerksam. Hier betreten wir nicht nur dunkle Räume, sondern tauchen ein in die dunkelsten Abgründe der Unmenschlichkeit. Unendliches Leid begegnet uns...

  • 25.03.20

Positionen - Elisabeth Wimmer
Floskelfasten

„Lassen Sie mich zuerst auf eines hinweisen: Wir gehen die Sache mit gesundem Menschenverstand an und tun alles in unserer Macht Stehende, um Schritte in die richtige Richtung zu setzen.“ – Alles klar? Floskeln nennen wir Wörter, die einen Inhalt im Unklaren oder ihn überhaupt vermissen lassen. Butterweich flutschen sie in den Gehörgang, klingen im ersten Augenblick eh ganz gut, schon ist man einverstanden … doch, Moment! … Was wird denn hier eigentlich gesagt? Wer tut was, was ist „alles“ und...

  • 25.03.20

Offen gesagt - Norbert Kortus-Petz
Erlöst lachen

Darf man in der Kirche lachen? Wieso nicht? Unser Glaube hat eine wunderbare Botschaft, nämlich die Liebe, die in und über allem steht. Menschen, die sich von dieser Liebe anstecken lassen, werden innerlich frei. Außerdem, wenn uns Lachen in der Seele und auch körperlich guttut, dann sollen wir es sehr oft tun. Unsere Glaubenspraxis ist mit viel Ernst verbunden. Immer wieder sind wir beherrscht, ganz verinnerlicht und scheinen das Lebendige und Fröhliche zu übersehen. Lachen, ein Ausdruck der...

  • 25.03.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Grundrechnungsarten für die Fastenzeit

In meiner Schulzeit ist es oft vorgekommen, dass jemand ein Plus oder leider auch ein Minus bekommen hat. Das konnte sich dann für die Zeugnisnote entsprechend auswirken. In der kommenden Fastenzeit können wir uns das Plus oder Minus selber geben. Und beides soll positive Auswirkungen haben. Für das Minus könnte ich mir etwas aussuchen, wo mir ein Weniger, eine Einschränkung, ein Zurückschrauben guttut. Und deswegen dann auch den Menschen in meiner Umgebung guttut. Hingegen könnte ich ein Plus...

  • 25.03.20

Positionen - Alois Strohmaier
Vor allem: Dankbar fürs Beschütztsein

Vor vielen Jahren hatte ich das Glück, die schon damals spektakulären Schi-Rennen in Kitzbühel mitzuerleben. Mit 25.000 Zusehern fieberte ich im Zielraum mit, aber das Abfahrtsrennen auf der Streif endete mit einem französischen Sieg. Am Sonntag darauf feierte ich in der Pfarrkirche zum hl. Andreas den Gottesdienst und ermöglichte so dem Ortspfarrer, den ersten Durchgang des Slaloms auf dem Ganslernhang mitzuerleben und sein Pfarrkind Hansi Hinterseer anzufeuern … Heuer erlebte ich das...

  • 25.03.20

Offen gesagt - Matthias Windisch
Im Glauben erwachsen

Warum gehst du zur Firmung? Wie läuft die Firmvorbereitung? Worauf freust du dich bei der Firmung besonders? Dass ich zur Firmung gehe, war schon lange fix für mich, weil ich Ministrant bin, bei der Jungschar und in der Jugendgruppe der Pfarre mitmache. Ich freue mich darauf, mit der Firmung im Glauben „erwachsen“ zu werden. Und vielleicht kann ich beim nächsten Jung-scharlager dann schon als Begleitperson mitfahren. Und ministrieren möchte ich auch nach der Firmung noch. In meiner Gruppe sind...

  • 25.03.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Kirchen und Kirche brauchen Erneuerung

Ein Feuer kann einen so mächtigen Dom wie Notré Dame in Paris heimsuchen. In Frankfurt war es eine gewisse „Sabine“, die als Sturm auch über den Kaiserdom hinweggefegt ist. Aber manchmal ist es nicht ein Sturm, sondern einfach der „Zahn der Zeit“, der an unseren Kirchenbauten nagt und eine Erneuerung notwendig macht. Etwa jetzt beim Grazer Dom. Was für die Kirchenbauten gilt, gilt auch für die Kirchengemeinschaft. Die Kirche ist immer wieder Stürmen ausgesetzt und hat schon viele überdauert....

  • 25.03.20

Positionen - Barbara Rauchenberger
Schafskrise

Der Kärntner Bischof ist geweiht. Alles gut ausgegangen in dem Kärntner Bischofsdrama, das so viele aus der Kirche getrieben hat, könnte man räsonieren. In den Zeitungen wurden um dieses Ereignis merkwürdige Bezeichnungen zum unhinterfragten Selbstläufer. Die Kleine Zeitung stellte sogar alle österreichischen „Oberhirten“ vor. Oberhirte? War das ein Dienst an den lesenden Schafen oder ein Eselsdienst? Der Haupttext der neutestamentlichen Hirten-Christologie ist zweifellos die johanneische...

  • 25.03.20

Offen gesagt - Barbara Buchegger
Fake News erkennen

Wie kann ich Betrug, Falschmeldungen oder Fallen im Internet erkennen? Damit ich mit wenig Erfahrung im virtuellen Raum nicht Betrügern oder Falschmeldungen auf den Leim gehe, kann ich mich durch Information und Weiterbildung selbst schützen. Wenn mir im Internet etwas beispielsweise besonders übertrieben oder seltsam erscheint, ist es ratsam, nicht gleich auf das Bild oder den Link zu klicken oder es sofort auf Facebook und Co. zu teilen, sondern erst einmal zu überlegen und bei Bedarf auch...

  • 25.03.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Zwei Sprachen, eine Melodie

Als 1982 der Diakon Josef Marketz bei der Bischofsweihe in Klagenfurt die ehrenvolle Aufgabe hatte, das Evangelienbuch über den Weihekandidaten, damals Egon Kapellari, zu halten, ahnte er wohl nicht, dass er 38 Jahre später sich selbst als Bischof unter das Evangelium knien und stellen wird. Dieser Ritus zeigt die Verantwortung eines Bischofs, dass seine Diözese in der Spur des Evangeliums bleibt. So formulierte es bei der Weihe der Theologe Paul Zulehner als Fernseh-Kommentator. Als Josef...

  • 25.03.20

Positionen - Karl Veitschegger
Katastophe oder Chance?

Als der heilige Karl Borromäus 1570 als zuständiger Bischof die Schweiz besuchte, stellte ihm der Pfarrer von Altdorf stolz seine acht Kinder vor. Das ist nur eines von vielen Beispielen dafür, dass sich der Priester-Zölibat in der Kirche nie ganz durchgesetzt hat, obwohl Päpste sich bemüht haben, ihn gesetzlich abzusichern, und bis heute viele engagierte Priester nach dem Vorbild Jesu glaubwürdig im Zölibat leben. 2019 hat nun die Amazonien-Synode mit großer Mehrheit Papst Franziskus gebeten,...

  • 25.03.20

Offen gesagt - Sr. Magda Schmidt
Was gebe ich?

Warum sind Sie gerne Ordensfrau? Zu dieser Frage möchte ich von meiner ersten Berufungserfahrung erzählen: In meiner Heimatpfarre Markt Hartmannsdorf war ich in einer Jugendgruppe. Diese hat dazu beigetragen, dass ich meinen Glauben bewusst zu leben begann. Ein paar Freundinnen und ich haben regelmäßig den Caritas-SOS-Ruf im Sonntagsblatt (heute Seite 17, Red.) gelesen und beschlossen, gemeinsam dafür zu spenden. Dazu verzichteten wir zum Beispiel aufs Kaffeetrinken-Gehen nach der Jugendstunde...

  • 25.03.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Unterhaltung und Ernst

Der kürzlich verstorbene suspendierte Theologe und Kirchenkritiker Adolf Holl hatte sicher am damaligen Papst Johannes Paul II. einiges auszusetzen. Aber als er einmal gefragt wurde, welchen Papst er sich am ehesten wünsche, sagte er sinngemäß: Eigentlich doch den jetzigen, eben Johannes Paul II. Der sage wenigstens klar, was er meine. Da wisse man, wie man dran ist. Und Holl fügte hinzu: Als er in Diskussion und im „Clinch“ mit Kardinal König stand, sei es beiden um eine ernste Frage gegangen....

  • 25.03.20

Positionen - Monika Prettenthaler
Lieblingsbuch

Seit dem II. Vatikanischen Konzil dürfen auch Katholikinnen und Katholiken die Bibel lieben und lesen. Jahrhundertelang war das anders. Der traurige Höhepunkt in der Gegenreformation: Es war verboten, die Bibel – durch Luthers Übersetzung endlich verstehbar zugänglich – auch nur zu besitzen. Heute können alle die Heilige Schrift als Gottes Wort, ausgedrückt in den Worten der Menschen, für sich entdecken. Mutig lässt sich Gott auf menschliche Verstehensbedingungen ein. Wer die Bibel aufschlägt,...

  • 25.03.20

Offen gesagt - Johannes Schiller
Raum für Gottes Wort

Kommt das Alte Testament in unseren Gottesdiensten zu kurz? Während das Neue Testament innerhalb weniger Jahrzehnte entstanden ist, spiegeln sich im Alten Testament die Erfahrungen vieler Jahrhunderte. Das Weiterdenken einmal gefundener Antworten, die Neubesinnung angesichts veränderter Umstände bewahrte dem Buch seine Lebensnähe. Wenn am Sonntag regelmäßig auf die alttestamentliche Lesung verzichtet wird, nimmt sich die Kirche die Chance, von dieser Lebensfülle zu profitieren. Doch auch wenn...

  • 25.03.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Schweigt Gott, oder hören wir nicht zu?

In meiner Schülerzeit haben wir einmal im Religionsunterricht ein eigenes Heft für Bild-Collagen angelegt. Ich erinnere mich noch an das erste Thema, das uns der Religionslehrer Franz Tropper aufgegeben hat: Schweigt Gott heute? Ich habe damals die Vermutung, Gott würde schweigen, mit vielen aus Zeitungen ausgeschnittenen Bildern zu widerlegen versucht. Aber die Frage steht bis heute im Raum. Schweigt Gott, wenn es so viel Unrecht und Gewalt gibt? Schweigt Gott, wenn ich auf meine Gebete keine...

  • 25.03.20

Positionen - Leopold Neuhold
Platz auf dem Thron

Richtet sich unsere Hoffnung noch auf Frieden, oder haben wir uns nicht schon vielmehr mit Krieg abgefunden? Der Krieg scheint ja wieder zur Normalität geworden zu sein, zu einem „normalen“ Mittel der Politik, einsetzbar wie alle anderen Mittel. Und hat das nicht mit der Selbstüberschätzung von Menschen zu tun, mit der Annahme, das Schicksal nicht nur bestimmen zu können, sondern das Schicksal zu sein? Präsident Bush stirbt, kommt zu Gott. Auf dessen Frage, woran er glaube, antwortet er: „An...

  • 25.03.20

Offen gesagt - Wolfgang Rehner
Stadt der Ökumene

Wie sehen Sie aktuell die Lage der Ökumene in der Steiermark? Die „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ hat im Jänner ihren fixen Platz im Leben der christlichen Kirchen in der Steiermark. Vom 3. bis 5. Juli 2020 wird Graz in besonderer Weise eine Stadt der Ökumene sein: Die „Christlichen Begegnungstage“ – seit 1990 ein Treffen der meist sehr kleinen evangelischen Kirchen aus Ländern des ehemaligen Ostblocks – werden in Graz stattfinden, in Kooperation mit der katholischen Kirche. Sie...

  • 25.03.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Sie sind vielen Sternen gefolgt

An „Fridays for Future“ gehen viele junge Menschen auf die Straße, um gegen die Gefährdung der Welt und unserer Zukunft durch den vielfach menschenverursachten Klimawandel zu demonstrieren. Rund um den Jahreswechsel sind viele junge Menschen an „Holidays for Future“, Ferientagen für die Zukunft, als Sternsinger in die Häuser gegangen. Sie haben etwas getan gegen die soziale Ungerechtigkeit, von der unzählige Menschen betroffen sind, was auch die Zukunft der Welt bedroht. Beim...

  • 25.03.20

Positionen - Elisabeth Wimmer
Lisa, Opa und die Welt

Lisa steht auf der 5er-Stufe. Auf der Stiege in ihrem Kindergarten kleben Ziffern auf den Stufen, damit die Kinder das Zählen üben. „So alt bin ich“, ruft die stolze „Schon-Fünf“-Jährige, sie hat ihren Platz gefunden. „Opa, wo ist deine Stufe?“ (Opas Stufe allerdings, so erzählt er lachend, hat die Kindergarten-Stiege nicht zu bieten). Das eigene Lebensalter, die Familienmitglieder, der Kindergarten: in dieser Ordnung findet das Mädchen Orientierung in seiner Welt. Und was hilft uns Erwachsenen...

  • 25.03.20

Offen gesagt - Michael Landau
Wünsche an die Politik

Was ist die wichtigste Maßnahme, die Sie von der neuen Regierung verlangen würden? Ich glaube, dass zwei Themen dringend anstehen: Auf der einen Seite Armutsvermeidung und Armutsbekämpfung. Das Ziel muss sein, dass am Ende dieser Legislaturperiode Kinderarmut und Altersarmut sinken und nicht steigen. Das ist ein Punkt, den wir von der Caritas immer mit einer großen Sorge verfolgt haben. Ich bin erleichtert, dass der Verfassungsgerichtshof das Gesetz zur Mindestsicherungsreform aufgehoben hat....

  • 25.03.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Christliche Ökumene als vielstimmiger Chor

Die Kirche war immer ein Ort, wo viel gesungen wird. Das Lob Gottes drängt zum Singen. Und es lässt sich nur unzureichend mit Worten ausdrücken, wenn wir Gott unser Herz voll Freude, Dank, Klage, Bitte oder gar Sprachlosigkeit ausschütten. Der Gesang der Kirche hatte zunächst das Ziel, die vielen Stimmen zu einer zusammenzuführen, etwa im Gregorianischen Choral. Im Lauf der Zeit ist aber auch der mehrstimmige Gesang in der Kirche heimisch geworden, wo verschiedene Stimmen einen harmonischen...

  • 25.03.20

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