Kommentare & Blogs

Beiträge zur Rubrik Kommentare & Blogs

BLICK_WINKEL
Von großen Hunden und kleinen Pferden

Ist Ihnen der Begriff „City Light“ schon untergekommen? In Fußgängerzonen und anderen Bereichen mit vielen Passanten sieht man die etwa zwei Meter hohen Bildschirme mit ihren Werbebotschaften. Und was ist dort der letzte Schrei? Lassen Sie es mich anhand einer Werbekampagne erklären, die vergangene Woche preisgekrönt wurde. In diesen im öffentlichen Raum aufgestellten Bildschirmen ist eine Kamera eingebaut. Diese Kamera nimmt alles, was sich vor dem Bildschirm auf der Straße abspielt, auf und...

  • 11.09.25

DENK_MAL
Nach dem Urlaub

„Der Alltag hat uns wieder.“ Eine Phrase, die gelegentlich nach dem Urlaub zu hören ist. Es scheint so zu sein, dass die heutige Gesellschaft, ohne zu verreisen, ob nun in ferne Länder, an den Strand oder sonst wohin, gar keine Möglichkeit hätte, aus der gewohnten Routine auszubrechen. Es gibt gute Gründe um zu verreisen. Urlaub und Ferien sind keinesfalls in einem schlechten Licht zu sehen. Das Sprichwort: „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.“ beantwortet vieles. Die...

  • 11.09.25

FEDER_SPIEL
Was nicht unrein macht

15, 23, 24, 52 Jahre: Die vier Personen, die am Wochenende heilig- und seliggesprochen wurden, sind alle jung verstorben. Manche Aspekte ihrer Lebensgeschichten kann man leichter als heilig im Sinne von heilend begreifen, andere weniger, aber es müssen ja nicht alle Heiligen für alle Menschen zugänglich sein. Drei Männer waren darunter, eine Frau: Mária Magdolna Bódi. Sie war, wie ihr Lebenslauf nahelegt, eine tatkräftige Frau, die erkannte, wo Hilfe gebraucht wurde, und danach handelte. Das...

  • 11.09.25

Aus meiner Sicht - Heinz Finster, Geschäftsführer
SchöpfungsZeit: Zeit fürs Schepf’n

In der Zeit vom 1. September bis zum 4. Oktober, dem Fest des hl. Franziskus, feiern die christlichen Kirchen SchöpfungsZeit. Gedankt wird dabei für die Gabe der Schöpfung, und um die Bewahrung derselben wird gebetet und gerungen. Was das bedeutet? Nun, will ich die Fastenzeit begehen, muss ich fasten. Will ich in der SchöpfungsZeit aktiv werden, müsste ich wohl „schöpfen“ im Sinn von „schaffen“ und das obendrein mit meinem Alltag in Einklang bringen. Ein Blick ins Wörterbuch zeigt, was damit...

  • 10.09.25

Offen gesagt - Johann Platzer
Sterben in Würde

Wie sehen Sie als Christ, Theologe und Ethiker die Möglichkeit zum sogenannten assistierten Suizid? Für mich macht es zunächst keinen Unterschied, ob ich als Christ, Theologe oder Ethiker über den assistierten Suizid schreibe. Denn aus der Bibel lassen sich keine ethischen Handlungsanweisungen direkt ableiten. Ethische Herausforderungen verlangen eine vernunftgeleitete Auseinandersetzung im gemeinsamen Dialog. Gleichwohl kann unser Glaube uns eine starke Motivation sein: sich für Kranke,...

  • 10.09.25

Positionen - Karl Veitschegger
Meine Wünsche

Sie sind wieder in der Schule: unsere Kinder, Enkel, Nichten, Neffen … mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Experten geben alljährlich zum Besten, wozu „die Schule“ befähigen muss. Viel Wahres ist darunter. (Freilich kann die Schule allein das nicht leisten.) Ich bin kein Experte, aber habe auch Wünsche für unsere Jungen. So wünsche ich mir, dass sie früh den Unterschied zwischen Fakten und Meinungen erkennen können, ebenso zwischen persönlicher Überzeugung und der Wahrheit selbst, die immer...

  • 10.09.25

Mutworte - Christa Carina Kokol
Arme Affen

In einem Experiment wurde einer Generation von Affen die Mutter entzogen. Da die Tiere ohne jegliche Zuneigung aufwachsen mussten, konnten sie weder Kontakte knüpfen noch Gefühle zeigen. Ja, sie waren nicht einmal fortpflanzungsfähig. Zwangsbefruchtet hassten diese Affenmütter ihren Nachwuchs und peinigten ihn – unfähig, eine Beziehung aufzubauen. Die psychische Gesundheit von Menschen, vor allem der jungen, ist heute sehr angespannt. Verantwortliche fordern daher vermehrt,...

  • 10.09.25

Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Schöpfer und Geschöpf

Die Schöpfungszeit im September bis zum Franziskustag im Oktober wird seit Jahren von den Kirchen in Österreich angesagt, um die Verantwortung aller zu schärfen. Längst ist dieses Tun zum Jahresprogramm geworden, nicht nur für Grüne, kirchliche Exoten und Selbstdarsteller, wie Thunberg und die Klimakleber, die schon von der Klimabühne abgetreten sind. Politische Finsterlinge, von Amerika über den Amazonas bis nach Sibirien leugnen mit ihren wirtschaftlichen und industriellen Ausbeutern die...

  • 04.09.25

DENK_MAL
Migration lädt uns zu Begegnung ein

Im Rahmen der Sommertagung des Katholischen Akademiker:innen-Verbands war ich eingeladen, zum Thema „Migration als Herausforderung für die Gesellschaft“ zu sprechen. Einen meiner Gedanken möchte ich mit Ihnen an dieser Stelle teilen. Migration bedeutet für eine Gesellschaft immer Veränderung. Wie auch wir als Individuen, durchläuft eine Gesellschaft in Veränderungsprozessen mehrere Phasen im Umgang damit. Auf die Angst vor Neuem folgt oft eine Ablehnung jeglicher Veränderung. Doch wir sind...

  • 04.09.25

FEDER_SPIEL
Viel Vermögen

Eine Frau, die so viel Geld besitzt, dass sie sich eine ganze Stadt kaufen kann. Das kommt auch im 21. Jahrhundert nicht häufig vor. In Friedrich Dürrenmatts Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“ aus dem Jahr 1956 spielt diese Figur die Hauptrolle. In mehrfacher Hinsicht wirkt das Stück verblüffend modern: Einerseits geht es um ein moralisches Dilemma, das an Ferdinand von Schirachs Theaterstücke („Gott“, „Terror“ …) erinnert. Kann Schuld durch Schuld wiedergutgemacht werden? Welche Schuld...

  • 04.09.25

BLICK_WINKEL
„Schutz und Schild“: Ein moderner Patron der Schöpfung

„Ist schön Wetter auf Ägiditag, man guten Wein erhoffen mag.“ Das hat diese Woche perfekt gepasst, die alte Bauernregel wird sich heuer bewahrheiten. An Ägidi (1. September) gedenke ich immer unseres Bischofs an seinem Namenstag. Und ich betrachte das legendenumrankte, so aussagekräftige Leben des Tagesheiligen. Er lebte im siebten und achten Jahrhundert, abgekehrt von manchen Oberflächlichkeiten, in einem tiefen Wald Frankreichs als Einsiedler. Ernährte sich von wilden Erträgen der Natur –...

  • 04.09.25

Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Voll

„Wie gut gefüllt ist heut’ Ihr Glas?“ So lautet eine beliebte Frage zur Erkundigung des Gemütszustands. Gemeint ist dabei nicht der Trinkbecher am Nachtkasterl, der hilft, nächtliche Durst-Attacken abzuwehren, sondern das sprichwörtliche Glas, das, je nach mentalem Zustand, halb leer sein kann oder halb voll. Persönlichkeitstests zeigen, dass Pessimisten auf die Eingangsfrage meist mit einem zur Hälfte geleerten Glas antworten; dasjenige der Optimisten hingegen ist halb voll. Mein Glas ist...

  • 03.09.25

Offen gesagt - Manuela Reicht
Wir haben Ziele!

Was ist seit der Diözesankonferenz passiert? Wie geht es weiter? Nach der Diözesankonferenz (DK) hat eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Tamara Strohmayer, Anna Hollwöger, Susanne Ebner-Benedikt, Rudolf Rappel und mir, begonnen, aus den Richtungsaussagen strategische Ziele zu formulieren. Wir haben versucht, mit den Zielen ganz nah an den Richtungsaussagen der DK zu bleiben. Um zu prüfen, ob uns das gut gelungen ist, baten wir anschließend die Themenverantwortlichen der DK um Rückmeldung. In...

  • 03.09.25

Positionen - Theresia Heimerl
Tiere und Menschen

Frösche im Nachbarteich sind zu laut, befand jüngst ein Gericht. Zootiere werden so lange gezüchtet, bis sie zu viele sind und getötet werden müssen, und Haustiere kann man für die noch lebenden Zoo-(Raub-)Tiere zur Fütterung abgeben. Kein Wunder, dass Nessie aus dem schottischen Hochland heuer schön untergetaucht bleibt im Sommerloch. So ganz geheuer sind sie uns nicht, unsere mehrbeinigen Schöpfungsgenossen, seit wir das Paradies verlassen haben (bzw. man uns rausgeworfen hat). Wir brauchen...

  • 03.09.25

Mutworte - Christa Carina Kokol
Mut-Tüte

Eine Frau fragt das Kind, hast du schon eine Schul-tüte? Sagt es stolz, ich krieg bestimmt eine Mut-Tüte. Verwundert schaut sie es an. Ganz selbstverständlich klärt das Kind auf. Inspiriert ist die Mut-Tüte von der Geschichte eines Buben, der für den ersten Schultag eine erhält. Darin befinden sich Symbole, die für gute Wünsche stehen, die innerlich stärken sollen für den Übergang in den neuen Lebensabschnitt. Zum Beispiel ein Kleeblatt, da Glück auch in der Schule wichtig ist. Das Kind erzählt...

  • 03.09.25

Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Baustelle Schule

Sommerferien vorbei. Manche Schüler lernen schon seit Wochen und die Politik plant die Sommerschule. Der Schulstart überfordert finanziell, doch die Jause wird eher gekauft als zubereitet. Die Kinder werden in die Schule gebracht, abgeholt und mit Handy überwacht. Schulklassen mit zu geringer Anzahl gibt es nicht mehr, verständlich. Essen, Lernen und Freizeit in der Schule entfremden die Kinder vom Zuhause. Man redet nicht mehr von der gediegenen alten „Schule“, sondern vom „Campus“ im...

  • 01.09.25

DENK_MAL
Über einen Sinneswandel

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, über „die Anbiederung an den Zeitgeist“ von Seiten der Kirche und der Politik zu schreiben. Aber dann hatte ich eine Begegnung, die mich hoffnungsvoll stimmte, die mir eine andere Form der Zustimmung, des Ja-Sagens, der Hingabe offenbarte; darüber will ich nun berichten: Mit meiner Forschungsarbeit bin ich immer wieder in Ordenshäusern zu Gast; manchmal übernachte ich dort und nehme an den Stundengebeten und der Liturgie teil. Letztens war ich bei den...

  • 01.09.25

FEDER_SPIEL
Einsam und frei

Die Ferien gehen zu Ende und damit die Haupturlaubszeit. Urlaub mit Kindern, Urlaub mit dem Partner oder der Partnerin, Urlaub mit der Großfamilie oder mit Freund:innen – jede Konstellation hat ihren Reiz und ihre Tücken. Eine Herausforderung ist Urlaub allein. Allein verreisen oder doch nur Ausfl üge machen? Mit wem teile ich dann die Erlebnisse? Allein sein will gelernt sein. Über eine Handvoll Menschen sang Billy Joel 1973 (Piano Man): „Sie teilen einen Drink, der Einsamkeit heißt, aber es...

  • 01.09.25

BLICK_WINKEL
Von Wein und Brot. Oder die Kraft des Teilens

„Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der ... Sünder!“ – Die Feinde Jesu waren nicht zimperlich wenn sie über den „Wunderrabbi“ herzogen. Im Evangelium sind uns diese Worte überliefert. Hassrede ist keine Erfindung des Internetzeitalters, die Menschen waren immer gut darin, ihre Zeitgenossen anzuschwärzen. Jemand das Essen und Trinken vorzuwerfen ist besonders gemein, alle Menschen müssen es tun, es stärkt und erfreut uns. Sowohl Speise wie Trank wohnt ein Potential zum Missbrauch inne....

  • 01.09.25

Aus meiner Sicht - Katharina Grager
Schweigend ernten

Vor meinen ersten Schweige-Exerzitien hatte ich einige Zweifel. Halte ich das aus? Alleine in einer fremden Umgebung mit fremden Menschen. Ohne Kontakt zu Familie, FreundInnen ... Und acht Tage lang schweigen? Rückblickend bin ich sehr froh, dass ich meine Bedenken überwunden habe und dieses Experiment, gut begleitet von einer umsichtigen Exerzitienleiterin, wagte. Die Stille macht etwas mit einem. „Wer schweigt, hört auch zu“, formuliert es Philipp Joachim Endl. Er berichtet diesmal auf Seite...

  • 27.08.25

Offen gesagt - Wolfgang Palaver
Friede und Widerstand

Welchen Frieden lehrt die Bibel? Zentrale biblische Texte wie die Bergpredigt lehren nicht etwa einen situationsblinden Frieden – vielmehr führen sie als Ziel einen messianischen Frieden an. Um diesen zu erreichen, braucht es die Bereitschaft zum aktiven Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Gewalt. Lange Zeit stand die Bergpredigt mit ihrem ethischen Kompass im Schatten der Zehn Gebote. Neuere Deutungen allerdings geben längst Instrumente an die Hand, die alttestamentliche Aspekte aufgreifen...

  • 27.08.25

Positionen - Christian Teissl
Weitergeben

Eine Schriftstellerkollegin war gestorben und so machte ich mich auf den Weg nach E., ihrem Heimatort, um von ihr Abschied zu nehmen. Beim Requiem hielt ihr Sohn, inzwischen selbst ein Mann auf der Höhe des Lebens, die Trauerrede, erzählte vom Leben seiner Mutter, von ihrem großen Talent zur Begeisterung, ihrer Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, und schilderte schließlich die letzte, von Krankheit gezeichnete Etappe ihres Lebensweges, auf der er sie begleitet hatte … Strich um Strich, Zug...

  • 27.08.25

Mutworte - Josef Promitzer
Leuchtfeuer

Ich finde Leuchttürme faszinierend. Wie zur Begrüßung stehen sie an Küstengebieten und harren fast heldenhaft bei Sonnenschein, Wind und stürmischer See aus. Ihre Aufgabe ist klar: Sie sollen mit ihrem Leuchtfeuer signalisieren, dass Ufer und Land nicht weit entfernt sind. Leuchttürme bewahren nahende Schiffe mit ihrem Licht davor, auf Grund zu laufen, also im Gewässerboden stecken zu bleiben. Trotz moderner Satellitentechnik und anderer technischer Vorzüge unserer Zeit braucht es die...

  • 27.08.25

Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Antisemitismus?

1982 war ich im Hl. Land, in Israel und Palästina. In Bethlehem wurde ich nach meiner Herkunft gefragt. Auf „Austria“ antwortete der palästinensische Christ spontan mit: „Kreisky“, er war österreichischer Bundeskanzler und Jude. Kürzlich hat die Außenministerin die kritiklose Loyalität zu Israel hinterfragt. Vor einigen Jahren wurde die israelische Flagge auf dem Bundeskanzleramt gehisst. Das war wohl der Geschichtslosigkeit eines jungen Bundeskanzlers und seinen persönlichen Interessen...

  • 21.08.25

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ