Kommentare & Blogs

Beiträge zur Rubrik Kommentare & Blogs

Kommentar: Auf den Punkt gebracht
Das Wichtigste ist die Gottesbeziehung

Menschen, die an Gott glauben, sind viel besser und gestärkter durch die Corona-Krise gekommen, als Menschen, die nicht glauben. Das ist keine Behauptung, sondern ein wissenschaftlicher Fakt. Zu diesem Schluss kam eine Forschungsgruppe in der deutschen Universität Münster, die derzeit die Zusammenhänge zwischen der Coronakrise und Religiosität untersucht. Die Leiterin der Forschungsgruppe, die deutsche Politikwissenschaftlerin Carolin Hillenbrand, bringt es folgendermaßen auf den Punkt: „Es...

  • 29.07.20

Mutworte - Christa Carina Kokol
Glückskäfer im Anflug

Dass die Vögel in diesem Jahr besonders laut und schön singen, haben viele von uns bemerkt. Vielleicht schenken wir ihrem Gesang auch mehr Aufmerksamkeit als sonst. Lange vermisst habe ich die freundlichen Marienkäfer, neben den Schmetterlingen meine Lieblingsinsekten, die nicht nur bei mir dementsprechend punkten. So wurde ein Siebenpunkt, der neulich in meinen Haaren einen wahren „Seiltanz“ vollführt hat, ein echter Glückskäfer für mich. Die kleinen Marienkäfer sind große Nützlinge. Sie...

  • 22.07.20

Kommentar: Die Kirche & ich
Der Papst ist kein Mr. Wichtig!

Über den Theologen Hans Küng, der mit starker innerer Überzeugung das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes anzweifelt, erzählt man den Witz, dass ihm angeboten worden sei, Papst zu werden. Er hätte das aber abgelehnt, denn dann wäre er nicht mehr unfehlbar. Auch Sie oder ich halten uns manchmal wohl für unfehlbar, zumindest in Einzelfragen. Aber beim Papst, dessen Unfehlbarkeit vor 150 Jahren (am 18. Juli 1870) feierlich vom 1. Vatikanischen Konzil verkündet wurde, ist das anders. Der Papst...

  • 22.07.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Das Unterwegssein und die Dankbarkeit

Während ich diese Zeilen schreibe, wollte ich eigentlich mit einer Sonntagsblatt-Reisegruppe durch Norddeutschland fahren. Durch Corona haben wir jetzt noch ein ganzes Jahr Zeit, uns auf diese Reise zu freuen. Trotzdem sind wir alle auch in diesem Jahr unterwegs. Der Schutzpatron der Reisenden, Christophorus, hat am 24. Juli Namenstag. Der Sonntag darauf gibt uns Anlass für ein Geschenk. Mit diesem Geschenk wollen wir danken für gutes Unterwegssein. Wir schenken es Menschen, für die Mobilität...

  • 22.07.20

Offen gesagt - Willibald Pölzel
In heiliger Begleitung

Wie viele Kilometer legen Sie im Jahr zirka zurück und blieben Sie bisher unfallfrei? Letztes Jahr bin ich 90.000 unfallfreie Kilometer mit dem Bus quer durch Europa gefahren. 300 Tage war ich dafür unterwegs. Vom Nordkap bis hinunter nach Lissabon, das war das südlichste, und Russland mit Moskau, das östlichste Ziel. Heuer bin ich corona-bedingt weniger mit dem Bus unterwegs. Dafür komme ich dazu, Arbeiten zu erledigen, für die ich sonst selbst keine Zeit hatte. Und im Büro ist in den letzten...

  • 22.07.20

Kommentar: Auf den Punkt gebracht
Wenn die Moral zu kurz kommt

Kurze Rate-Runde gefällig: Was spielt für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung – also für insgesamt 4.142.165.654 Menschen – eine ZENTRALE Rolle in ihrem Leben? Die Antwort darauf lautet: der Glaube! Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage des renommierten Pew Research Centers, für die rund 38.500 Menschen in 34 Ländern der Welt befragt wurden. 53 Prozent der Befragten geben an, dass sie täglich beten. Sogar 62 Prozent antworteten mit „Ja“ auf die Frage, ob Religion...

  • 22.07.20

Positionen - Monika Prettenthaler
Getragen und tragend

„Ob wirklich passiert oder nicht, das ist egal. Hauptsache, dass die Geschichte wahr ist!“ Dieses Zitat von Erich Kästner bringt das auf den Punkt, worum es auch bei Legenden geht. Anders als ein Bericht, dessen Ziel die sachliche Information ist, erzählen Legenden von einer Wahrheit hinter den Dingen und von einer Wirklichkeit, die weit über exaktes Protokollieren hinausgeht. So auch die Legende von Christophorus, die in vielen Versionen überliefert ist: Ein Mann, groß wie ein Riese, arbeitet...

  • 22.07.20

Mein Sommer
Der Freizeitstress bleibt zu Hause

Stillsitzen und nichts tun ist nicht gerade meine Stärke. Selbst wenn ich krank bin, halte ich es nicht lange im Bett aus und fange spätestens nach zwei Tagen an, alles um mich herum zu putzen und zu ordnen.Der Drang, immer etwas zu tun, zeigt sich bei mir auch im Urlaub: Eine Stadt nach der anderen besichtigen, Sehenswürdigkeiten hinterherjagen und am besten tausend Fotos dabei schießen. Aber: Während des coronabedingten Lockdowns habe ich wieder neu gemerkt, wie gut es tut, ein Buch zu lesen,...

  • 21.07.20

Kommentar: Auf den Punkt gebracht
Das Schwert wegstecken

Sind Sie schon mal angeschrien worden, weil Sie gläubig sind? Das ist mir vor ein paar Tagen passiert. Ich bin am Abend mit Bekannten in einem Gastgarten bei einem Bier zusammengestanden und habe von meiner Arbeit bei der Kirche erzählt. Wie aus dem Nichts ist mich dann plötzlich der Lokalbesitzer angefahren, der dem Gespräch offenbar zugehört hatte. Er hat mich angeschrien, wie ich die Kirche verteidigen und sogar noch als gut darstellen kann, wo sie doch so viel Leid verursachen würde und so...

  • 21.07.20

Kommentar: Die Kirche & ich
Wie tut man eigentlich Buße?

Ausgerechnet an meinem ersten Urlaubstag setzt mir das Tagesevangelium zu. „In jener Zeit begann Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten“, heißt es da. Und weiter: „Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind – man hätte dort in Sack und Asche Buße getan.“ Aus dem Evangelium erfahre ich nicht, welche Wunder in Chorazin und Betsaida so...

  • 21.07.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Von Fröschen und Menschen

Sie wollten die Welt sehen. So verließen sie den Teich, hüpften durch die Gegend und kamen zu einem Bauernhof. Plötzlich tauchten zwei große Gänse auf. Von Panik übermannt, sprangen die Frösche in den großen Eimer. Er war zur Hälfte mit Sahne gefüllt. „Herrlich“, quakten die Frösche zueinander und schwammen mit Riesenwollust in der milchigen Brühe. Mit der Zeit ist es ihnen doch unheimlich geworden. Sie wollten hinausspringen. Doch war der Eimer zu hoch. Der erste Frosch – von Natur aus ein...

  • 16.07.20

Mutworte - Anna Schreiber
Ein anders Wort für Druck

„Bei meiner Arbeit habe ich Druck, meine Frau macht mir oft Druck, und selbst in der Kirchengemeinde erlebe ich, dass Druck auf mich ausgeübt wird. Mir wird das alles zuviel, ich sehe keinen Ausweg.“ „Alle wollen etwas von mir“, schreiben Sie. „Alle wollen etwas, und ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich überhaupt bin und was ich will.“ Das ist genau der springende Punkt. Mit dieser Frage haben Sie eine zentrale Fragestellung schon selbst gefunden, die Sie in Richtung Lösung und Ausweg aus der...

  • 15.07.20

Positionen - Leopold Neuhold
Kennst du den Unterschied?

Es gibt sie zur Genüge, die „Kennst du den Unterschied-Witze.“ Zwei Beispiele: Kennst du den Unterschied zwischen einem Fußgänger und einem Fußballer? Der Fußgänger geht bei Grün, der Fußballer bei Rot. Was ist der Unterschied zwischen einem Bankräuber und einem Fußballstar? Der Bankräuber sagt: „Geld her, oder ich schieße!“, der Fußballstar: „Geld her, oder ich schieße nicht.“ Es lassen sich also immer wieder Unterschiede ausmachen, wenn auch manchmal nur sehr gezwungen. Unterschiede machen ja...

  • 15.07.20

Offen gesagt - Andreas Ehart
Krise trifft auch Kirche

Wie zeigt sich derzeit die finanzielle Lage der Katholischen Kirche Steiermark? Die Corona-Krise trifft unsere gesamte Gesellschaft, die Wirtschaft und natürlich auch die Kirche. Enorme Hilfsprogramme von Staat und Zentralbanken sollen die Arbeitslosigkeit und die Rezession abfedern. Wir sind sehr froh, dass die Regierung nun auch einen Hilfsfonds für Non-Profit-Unternehmen und kirchliche Institutionen eingerichtet hat. Auch wenn das die Kosten der Krise mildert, wissen wir noch nicht, wie sich...

  • 15.07.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Göttliche Weisheit und menschliche Torheit

Als der römische Kaiser Justinian in Konstantinopel im 6. Jahrhundert die damals größte Kirche der Christenheit erbauen ließ, wurde sie der heiligen Weisheit, der „Hagia Sophia“ geweiht. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Osmanen wurde sie in eine Moschee umgewandelt. Als Zeichen, wer jetzt herrscht. Konstantinopel fühlte sich damals vom Westen im Stich gelassen. Weder Kaiser noch Papst noch andere Mächte fühlten sich imstande oder waren willens einzugreifen. Ist jetzt das...

  • 15.07.20

Mein Sommer
Beständig mehr vom Weniger

Wir fahren nicht nach Holland. Coronabedingt. Noch dazu zwingt mich eine Gipshand zum Stillstand. Stabilitas loci. Ich möchte die äußere Beständigkeit des Ortes nutzen, um eine innere Beständigkeit des Herzens zu finden. Konkret bemühe ich mich um eine innere Stabilität, die den äußeren Bedrängnissen wie viralen Wellen, schwieriger werdenden Bedingungen in Leben und Kirche, standhält.Innere Beständigkeit ist nicht nur ein punktuelles Versprechen. Aber sie beginnt mit einer bewussten...

  • 14.07.20

Mein Sommer
Mein Geschenk: das Selbstverständliche

Wo mein Zuhause ist? Die Antwort ist nicht immer die gleiche. Eigentlich da, wo meine Familie ist. Ja, das ist die Antwort. Ich lebe aber etwa vier Stunden von zu Hause entfernt. Kein Problem, alle vier Monate geht sich eine Reise nach Südtirol aus. Sich auf das Wesentliche besinnen, die aufgezwungene Distanz überwinden und dabei ist es wichtig, nicht zu vergessen kreativ zu sein. Jetzt sind schon sieben Monate vergangen. Noch nie wurde Worten so viel Kraft zugesprochen. Sie ersetzen Umarmungen...

  • 14.07.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Die Gesetze der Zivilisation

„Was wäre das erste Anzeichen der Zivilisation?“ Diese Frage stellte man einer der im 20. Jahrhundert berühmtesten Anthropologinnen. Die Palette der damals immer wieder heruntergeleierten Schlagworte war nicht breit: Tonschalen, gehauene Steine, Angelhaken und einiges Derartiges mehr. Margaret Mead dachte kurz nach und sagte zur völligen Verblüffung ihrer Zuhörer: ein zusammengewachsener Oberschenkelknochen. Und sie begründete ihre Antwort folgendermaßen: Ein Tier, das sich diesen Knochen...

  • 09.07.20

Mutworte - Christa Carina Kokol
Nicht genügend – setzen!

Zeugnisverteilung – des einen Freud, des anderen Leid. Manches Mal stellen wir uns selbst ein schlechtes Zeugnis aus. Wir fühlen uns gescheitert – in der Schule, im Beruf, in Beziehungen, an uns selbst, im Leben überhaupt. Nicht genügend – setzen! Thomas A. Edison, der Erfinder der elektrischen Glühlampe, hatte rund 9000 gescheiterte Versuche hinter sich, bis die Glühlampe marktreif wurde. Nach dem 1000. Versuch re-signierte ein enttäuschter Mit-arbeiter: „Wir haben es nun tausend Mal versucht,...

  • 08.07.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Kirche kann stehen, sitzen, knien, gehen

„Eine Sitzmesse wollen wir erst gar nicht einführen.“ Beim 70-Jahr-Jubiläum von Prälat Leopold Städtler erinnerte ich mich an dieses Wort in einer Predigt von ihm. In der Kirche Judenburg-St. Magdalena hatten wir neue Kirchenbänke bekommen. Anlässlich ihrer Einführung hob Städtler damals hervor, dass wir nicht den Gottesdienst absitzen, sondern die verschiedenen Haltungen brauchen: das Stehen, das Sitzen, das Knien und das Gehen. Ich bin dankbar für dieses Wort, weil es nicht nur für die Messe...

  • 08.07.20

Offen gesagt - Claudia Stöckl
Endlich Ferien?

Wie geht es Eltern schulpflichtiger Kinder? Bringen die Ferien Erleichterung? Meine Söhne (8 und 12 Jahre) und ich waren während des „Lockdowns“ gemeinsam zu Hause – sie im Homeschooling, ich im Homeoffice. Für mich bedeutete das großteils Nachtarbeit, da ein gleichzeitiges Lernen und Arbeiten mit Kindern in dem Alter nicht möglich war. Als die Schulen wieder öffneten, hatten beide meistens an verschiedenen Tagen Unterricht. Das brachte den Nachteil, dass weiterhin fast jeden Tag zumindest ein...

  • 08.07.20

Positionen - Elisabeth Wimmer
Wes Geistes Blick?

An vielen Orten wurden nun Denkmäler gestürzt, entfernt oder zerstört, zum Verschwinden gebracht: womöglich in tiefen Kellern – was wir nicht hoffen wollen, denn das Verbannen unerwünschter Mächte in unbeleuchtete Winkel hat der menschlichen Seele noch kaum einmal gutgetan; das gilt als verlässliche Erfahrung. Es waren stolze Standbilder von Akteuren denkwürdiger Taten, die man zur Errichtungszeit bedeutsam fand und wohl anders bewertet hat, als wir es heute tun. Wohltäter, die von der...

  • 08.07.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Wasserglas oder See

„Ich halte es nicht mehr aus. Das Leben ist mir unerträglich geworden. Wohin ich schaue, nur noch Sorgen und Leid!“ Ein Mann mittleren Alters sprach sich seine Frustrationen von der Seele. Ein erfahrener spiritueller Meister hörte sich die Klagen geduldig an. Dann stand er auf und nahm eine Handvoll Asche aus dem Kamin. „Schau, das sind all deine Sorgen und Leiden!“. Dann warf der Meister die Asche in ein Glas hinein. Es war mit kristallklarem Wasser gefüllt. Blitzschnell war das Glas mit...

  • 03.07.20

Sonntagsblatt+Plus | NOTIZEN - Heinz Finster
Willkommen in der Sonntagsblatt_Familie

In den letzten Tagen wurde ich, wie wahrscheinlich Sie auch, öfter gefragt: „Was glaubst du, wie es weitergehen wird? Überhaupt, und auch mit der Kirche?“ Gerne hätte ich viel wissender geantwortet, als es möglich war.Diesbezüglich wurde ja schon viel gefragt, räsoniert und gesagt in den letzten Wochen. Von neuer Normalität war da die Rede und von neuer Nachdenklichkeit. Von wirtschaftlichen Herausforderungen und von neuer Bescheidenheit. Von Armutsangst und hoffnungsvollen Impulsen für das...

  • 01.07.20

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