Kommentare & Blogs

Beiträge zur Rubrik Kommentare & Blogs

Sonntagsblatt+Plus | NOTIZEN - Heinz Finster
Willkommen in der Sonntagsblatt_Familie

Im Jahr 2020 ist sehr viel in unserem Leben sehr viel anders. So auch auf dem Feld der Information. Digitales ist noch wichtiger geworden, es durchfließt (oder verstopft) unsere Lebens- und Arbeitsbereiche. Seit längerem schon und rechtzeitig zu den meist 75-jährigen Jubiläen im heurigen Jahr bemühen sich die österreichischen Kirchenzeitungen – mittendrin und vorne dabei auch das SONNTAGSBLATT – um eine „Digitaloffensive“. Einige Eckpunkte: Jede Kirchenzeitung betreibt ein attraktives...

  • 23.09.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Franziskanisch und vinzentinisch

Zwei Sonntage hintereinander feiern wir jetzt Gedenktage bekannter Heiliger. Im Gottesdienst weicht ihre Feier nach den liturgischen Vorrangregeln dem Sonntag, der als Feier des Auferstandenen zu Recht Vorrang hat. Aber das soll kein Grund sein, nicht an sie zu denken. Am 4. Oktober an Franz von Assisi. Und jetzt am 27. September an Vinzenz von Paul. Franz hat eine Geistigkeit der Begegnung mit Gott in der Schöpfung und mit Christus in den Armen geprägt. Viele Gemeinschaften nennen sich bis...

  • 23.09.20

Offen gesagt - Sabine Petritsch
Ängste wahrnehmen

Vieles ist durch die Corona-Pandemie unsicher geworden – wie damit umgehen? Stark oder weniger stark ausgeprägt gehören Angst und Unsicherheit zum Leben. Der Umgang ist sehr unterschiedlich: Ich kann sie wahrnehmen, ignorieren, oder sie können mein Leben bestimmen. Je nachdem, wie ich mit diesen Gefühlen umgehe, so wird es mir auch mit meinem Gegenüber gehen, wenn ich seine Angst spüre: Von Verständnis, Kopfschütteln, Abwertung, Helfenwollen bis zu Wut, Aggression und Mitgefühl ist die...

  • 23.09.20

Positionen - Elisabeth Wimmer
Mach das wieder weg!

Nein, die halb abgeschälte Banane kann man nicht „wieder zumachen“. Ich erinnere mich gut an die Verzweiflung des etwa zweijährigen Sohnes am Jausentisch. Ebenso an seine wütende Reaktion, als ich seinen Wunsch nicht erfüllt habe: das Kakaopulver aus der Milch wieder herauszurühren. Er musste erst lernen, dass man manche Veränderungen nicht wieder rückgängig, nicht ungeschehen machen kann – auch wenn man sich sehr bemüht. Die Begegnung mit den un-umkehrbaren Dingen im Leben gerät ja auch für...

  • 23.09.20

Mutworte - Benno Elbs
Powerstrategie, Dankbarkeit

Herbst, Zeit der Reife, Zeit der Ernte. Zeit des Sammelns. Kastanien, Nüsse, Bucheckern. Und Sonnenstrahlen für den kalten Winter, so wie die Maus Frederick im bekannten Kinderbuch von Leo Lionni. Auch Zeit des Vergehens. Blumen welken, Blätter fallen. Mit Leichtigkeit treiben sie bunt im Wind. Herbst, Zeit der Dankbarkeit. Psychologische Ratgeber empfehlen die Dankbarkeit als Powerstrategie für gute Gefühle. Dankbar sein verbessert die Stimmung und ist wie ein Schlüssel zu einem erfüllten...

  • 22.09.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Die Maßstäbe Gottes

Er wuchs auf dem Abhang eines Berges. Konnte mit voller Wucht die reine Luft einatmen und die Kraft der Sonne genießen. Doch bald merkte er, dass er anders war. Er versuchte es anfangs zu ignorieren. Mit der Zeit konnte man es nicht übersehen. Seine Zweige waren ganz mit hässlichen Dornen bedeckt. Kein Wunder, dass die Vögel ihn hassten. Und auch die Schafe, die ja bei jeder Begegnung etwas von ihrer Wolle an seinen Dornen lassen mussten. Selbst die Ziegen, die sogar an Steinen knabberten,...

  • 16.09.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Energiequelle für unsere Kirche

Die ersten Ordensleute, an die ich mich von meiner Kindheit her erinnern kann, sind Kreuzschwestern. Im Krankenhaus meiner Heimat Judenburg erlebte ich sie als Krankenschwestern. Eine hat mich als kleines Kind durch das Anbieten eines Zuckerls aus kurzer Bewusstlosigkeit erweckt. Gewusst wie! Während des Spitalsaufenthaltes nach einer Operation haben sie mich in die Küchen und Stationen mitgenommen. Und ich habe sie manchmal in langer Prozession in die Kapelle zum Gebet gehen sehen. Zum...

  • 16.09.20

Offen gesagt - Gudrun Isak
Aufgaben aufteilen

Sie sind Handlungsbevollmächtigte für die Pastoral – was sind Ihre Aufgaben? Mein Aufgabenfeld ist vielfältig. Als Pastoralverantwortliche (Kurzform) bin ich unter anderem die Vorgesetzte aller pastoralen MitarbeiterInnen und PastoralreferentInnen in meinem Seelsorgeraum. Ich bin z. B. zuständig für Urlaubsanträge und Co., was aber nur einen kleinen Teil meiner Arbeit ausmacht. Meine Hauptaufgabe ist es, den Überblick über die pastoralen Geschehnisse zu wahren, und die Umsetzung des...

  • 16.09.20

Positionen - Leopold Neuhold
Was geht und was nicht mehr geht

Am Stammtisch schildern die dort Versammelten, welche Schwierigkeiten ihnen das Alter bereitet. Der eine, in seiner Jugend ein hervorragender Fußballspieler, hat nun Schwierigkeiten, eine Treppe emporzusteigen. Dem anderen, einem früher ausgezeichneten Tänzer, wird nun schon nach einer Umdrehung schwindlig. Der dritte hatte Augen wie ein Luchs, jetzt kann er die Zeitung nicht mehr ohne Brille lesen. Der vierte wendet sich gegen diese Klagen: „Was ist los mit euch, ich bin noch gleich stark wie...

  • 16.09.20

Kommentar: Die Kirche & ich
Gott spielt keine Rolle

In dieser Ausgabe des SONNTAG geht es darum, in den Blick zu nehmen, dass Kardinal Schönborn nunmehr seit 25 Jahren Erzbischof unserer Diözese ist. Wie kann ich die Haltung zusammenfassen, in der unser Erzbischof dieses Vierteljahrhundert mitgestaltet und mitgelitten hat? Ich muss es gar nicht. Kardinal Schönborn hat das selber getan, als er am Ende eines langen Gesprächs auf die Frage antwortete, ob er den Leserinnen und Lesern noch etwas sagen möchte. Da erzählte er das: „Vielleicht kann ich...

  • 15.09.20

Mutworte - Christa Cariana Kokol
Auch wenn wir keine langen Beine haben

Nach der Ära „Klingendes Österreich“ wurde der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Moderator Sepp Forcher in einem Fernseh-Talk über seine Schulzeit befragt. „Zuerst hatte ich nur Dreier, später Zweier und mit der Zeit immer mehr Einser. Ein Dreier ist mir allerdings bis zum Schluss geblieben – in Heimatkunde“, schmunzelte Forcher. Dieser Dreier hat ihn aber nicht entmutigt, sondern angeregt, mehr über seine Heimat zu erfahren, immer besser zu werden. Und das Ergebnis kann sich sehen...

  • 09.09.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Lernen hört niemals auf

Für mich persönlich fühlt sich der Schulbeginn heuer eigenartig an. Hat doch die Schule für mich gar nicht wirklich aufgehört, da coronabedingt meine Schulgottesdienste ausgefallen sind. Trotzdem ist Schulbeginn. Nach Homeschooling, Wiederaufnahme des Unterrichts mit Gruppen und Abstand und der Ferienzeit beginnt es wieder, das Lernen. Aber Lernen hört sowieso nie auf. Und gerade die Zeit, in der das schulische Lernen so anders war und ist, hat uns viel Lernstoff aufgegeben. Wir haben...

  • 09.09.20

Offen gesagt - Astrid Wagner
Meine Kirchenzeitung

Was bedeutet Ihnen das Sonntagsblatt? Das Sonntagsblatt erfüllt mich wöchentlich mit Vorfreude, wenn es in meinem Postkasten liegt und ich es mir dann meist als Gute-Nacht-Lektüre vornehme. Es gibt mir einen guten Überblick über die aktuellen kirchlichen Aktivitäten, und ich bin immer sehr neugierig, was so alles in der Diözese los ist. Außerdem ist es mir eine willkommene Arbeitshilfe für meinen Religionsunterricht. Immer wieder kann ich Themen herausgreifen oder Seiten verwenden: Zum Beispiel...

  • 09.09.20

Positionen - Alois Strohmaier
Die Sonntagsstille und der Rasenmäher

Es war an einem Sonntagmorgen Mitte August. Die Sommerhitze hatte eine Pause eingelegt, und ich genoss die angenehme Kühle, als ich nach der Frühmesse in der Grazer Stadtpfarrkirche auf dem Heimweg war. Auf den Straßen herrschte wenig Verkehr. Eine ungewohnte Stille lag über der Stadt. Mit der Stille war es alsbald vorbei, als auf dem großen Sportplatz unter meiner Wohnung ein Rasenmäher seine Runden drehte, Runde für Runde mit beträchtlichem Getöse. Wie gesagt – an einem Sonntagmorgen! Ich...

  • 09.09.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Schule zu Hause

Von der Schule zurückgekommen, gab der kleine Thomas seiner Mutter ein geschlossenes Kuvert: „Der Lehrer hat dir einen Brief geschrieben.“ Die Mutter öffnete den Umschlag, überflog den Text und begann laut vorzulesen: „Unsere Schule ist zu klein für ihren Sohn. Es gibt bei uns keine Lehrer, die gut genug sind, um ihn zu unterrichten. Ich bitte Sie daher, ihren Sohn selbst zu unterrichten.“ Viele Jahre später, nach dem Tod seiner Mutter, fand der Mann den Brief, den der Lehrer damals geschrieben...

  • 08.09.20

Mein Sommer
Das Leben ist gut

Das Jahr 2020 ist für viele Menschen ein schwieriges. Krankheit, Zukunftsängste, Ungewissheit und auch Verlust sind sehr präsente Themen und prägten vieles in der ersten Hälfte des Jahres. Und dann kommt der Sommer und man fragt sich: Wie wird das dieses Jahr? Wird das ein schöner Sommer? Auch in diesem Sommer möchte man ein wenig loslassen, sich erholen, vielleicht ein paar neue Dinge ausprobieren und Orte besuchen.Für uns als Familie war das auch heuer gut möglich, nur halt anders. Zweimal...

  • 03.09.20

Mutworte - Ruth Zenkert
Wer ist fremd?

„In unserer Straße wohnt kein Zigeuner“, rühmten sich die Rumänen in Hosman. Es ist nicht so lange her, dass in dieser Straße auch kein „Rumäne“ wohnen durfte. Denn Holzmengen, wie Hosman auf Deutsch heißt, war in der Hand der Siebenbürger Sachsen. Sie schauten auf „die Rumänen“ herunter. Wenn ein Sachse eine rumänische Freundin hatte, war dies ein Skandal. Inzwischen sind die Sachsen fort, Rumänen wohnen in ihren Häusern. Im letzten Jahr bot ein Sachse sein leerstehendes Haus in der...

  • 02.09.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
In Ruhe lassen und sich freuen

Ferienzeit und Urlaubszeit waren heuer ein bisschen anders als sonst. Nicht nur, wenn man am falschen Zeitpunkt vor dem Karawankentunnel war. Die kommende Schulzeit erwarten wir auch mit einer gewissen Spannung, wie der Unterricht gehen kann.Nun ist auch noch Schöpfungszeit angesagt. Vom Tag der Schöpfung (1. September, Beginn des orthodoxen Kirchenjahres) bis 4. Oktober (Gedenktag des Schöpfungspatrons Franziskus) steht die Schöpfung im besonderen Blick der Christen. Hat doch die Erde um diese...

  • 02.09.20

Offen gesagt - Generalvikar Erich Linhardt
Vieles neu mit dem 1. September 2020

In der Diözese Graz-Seckau werden kirchliche Personalveränderungen üblicherweise mit dem 1. September wirksam. Wie sieht dies im heurigen Jahr aus? Mit dem Prozess der Kirchenentwicklung möchten wir Kirche so gestalten, dass sie wachsen und zukunftsfähig bleiben kann. Dies werden wir ab September 2020 in größeren Räumen, den 50 sogenannten Seelsorgeräumen, ermöglichen. Wir verstehen sie als Netzwerk aus Pfarren und anderen kirchlichen Erfahrungsräumen und Berührungspunkten. In einem...

  • 02.09.20

Positionen - Karl Veitschegger
Menschlichkeit

Sie wurde zwar evangelisch getauft, fühlte sich aber schon früh als Atheistin und lebte auch so. Erst heftige Angriffe auf die Religion durch fanatische Atheisten weckten in ihr das Interesse an Glaube und  Kirche. Sie wollte sich ihre eigene Meinung bilden. 2018 ist Meike Kröger dann katholisch geworden. Viele Bekannte verstehen diesen Schritt nicht, da Meike nach wie vor den Demokratie-Mangel in der katholischen Kirche kritisiert und die Priesterweihe für Verheiratete und Frauen für...

  • 02.09.20

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Der „falsche" Priester

Der brutale Gefängnisalltag wird für Daniel nur durch die Feier der Messe unterbrochen. Thomas, der Priester, ist auch die einzige Person, zu der er aufschauen kann. Kein Wunder, dass er selbst am liebsten Priester sein würde. Auf Bewährung entlassen, findet sich Daniel mehr durch Zufall als durch bewusste Planung in einer Situation wieder, in der er sich als Priester geben kann. Was man in den nachfolgenden eineinhalb Stunden beim derzeit im Innsbrucker Cinematograph laufenden polnischen Film...

  • 01.09.20

Kommentar: Die Kirche & ich
Herr, wir können ganz gut schweigen

Als Bayern München vor ein paar Tagen den Championsleague-Sieg feierte, trugen die Spieler Leiberln mit der Aufschrift „Champions of Europe 2020“. Wohlverdient. Nur unser David Alaba hatte ein anderes Trikot. Darauf stand: „Meine Kraft liegt in Jesus“. Alaba gehört der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten an. Ich bin froh, Katholik zu sein. Aber ich bewundere an den Adventisten ihr intensives Bibelstudium und – siehe Alaba – ihre Bekenntnistreue in der Öffentlichkeit. Diese Freikirche ist...

  • 27.08.20

Mutworte - Anna Schreiber
Es ist nie zu spät für gelebte Liebe

„Ich bedauere sehr, dass ich als Vater zu wenig Zeit mit meinen Kindern verbracht habe. Jetzt als Großvater möchte ich das gerne bei meinen Enkeln nachholen. Doch mir fehlt die Erfahrung. Ich habe Angst, alles falsch zu machen.“ Natürlich können wir das, was wir früher versäumt haben, nicht nachholen, indem wir die Zeit zurückdrehen – so verlockend diese Fantasie auch sein mag. Wir leben im Heute, und nur hier können wir handeln. Wenn wir im Heute nach bestem Wissen und Gewissen handeln, mit...

  • 27.08.20

Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Die neue Landkarte der steirischen Kirche

Wie reagieren Sie auf etwas Neues? Mit Spannung und Neugier? Mit Unsicherheit und Skepsis? Lassen Sie es an sich herankommen, oder gestalten Sie es mit? Mit 1. September werden in die Landkarte der steirischen Kirche Seelsorgeräume eingezeichnet. Sie sind weder dasselbe wie früher ein Dekanat noch dasselbe wie bisher ein Pfarrverband. Der Dienst der Kirche an den Menschen, wie er in den Pfarren und anderen Erfahrungsorten von Kirche geleistet wird, soll noch stärker als bisher miteinander...

  • 26.08.20

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