Kommentar: Die Kirche & ich
Wie tut man eigentlich Buße?

Der Urlaub wäre doch die Zeit, alle Wunder neu ins Auge zu fassen, die Gott mir und um mich herum tut. Sie zu genießen und mich darüber zu freuen. Und mich damit gut darauf vorzubereiten, was eigentlich – für mich – das Wort „bekehren“ heißen sollte, das ja doch etwas so Ernstes ist, dass man es früher mit „Buße tun“ übersetzt hat.
  • Der Urlaub wäre doch die Zeit, alle Wunder neu ins Auge zu fassen, die Gott mir und um mich herum tut. Sie zu genießen und mich darüber zu freuen. Und mich damit gut darauf vorzubereiten, was eigentlich – für mich – das Wort „bekehren“ heißen sollte, das ja doch etwas so Ernstes ist, dass man es früher mit „Buße tun“ übersetzt hat.
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Ausgerechnet an meinem ersten Urlaubstag setzt mir das Tagesevangelium zu. „In jener Zeit begann Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten“, heißt es da. Und weiter: „Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind – man hätte dort in Sack und Asche Buße getan.“

Aus dem Evangelium erfahre ich nicht, welche Wunder in Chorazin und Betsaida so wirkungslos geblieben sind. Aber ich weiß, welche Wunder Jesus in meiner Familie gewirkt hat, und in meinem Land. Ich genieße täglich Dinge, die früher allen Menschen – und heute immer noch vielen Millionen – als Wunder erschienen: Ich erhalte mit einem Handgriff so viel klares, kühles Trinkwasser, wie ich will. Es gibt kompetente medizinische Hilfe ohne große Gegenleistung. Bildung ist so gut wie gratis. Ich kann nachts ohne Angst spazieren­gehen...

Und wie viele Bitten hat Gott erhört in unserer Familie, wie oft hat er eine Heilung oder ein gutes Sterben geschenkt, obwohl es schon dramatisch ausgesehen hat! Eine wunderbare Frau und acht Kinder, die einander lieben – ist das allein nicht schon ein großes Wunder?

Vielleicht ist es gut, dass ich zu Beginn meines Urlaubs mit der Nase auf diese Evangeliumsstelle gestoßen wurde. Denn der Urlaub wäre doch die Zeit, alle Wunder neu ins Auge zu fassen, die Gott mir und um mich herum tut. Sie zu genießen und mich darüber zu freuen.

Und mich damit gut darauf vorzubereiten, was eigentlich – für mich – das Wort „bekehren“ heißen sollte, das ja doch etwas so Ernstes ist, dass man es früher mit „Buße tun“ übersetzt hat.

Autor:

Michael Prüller aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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