Kommentar: Auf den Punkt gebracht
Das Schwert wegstecken

Bei verbalen Anfeindungen ist es tatsächlich das Beste ruhig zu bleiben und nicht auf Gegenangriff zu gehen. (siehe – die Stelle im Matthäusevangelium, in der Jesus zu Petrus, der ihn verteidigen wollte, sagt: „Steck dein Schwert in die Scheide“ (Matthäus 26,52).

P. Karl sagt auch, dass wir in Wahrheit nie wissen, welche Sorgen Menschen haben, oder was sie schon Negatives erlebt haben, wenn sie so heftig reagieren.
  • Bei verbalen Anfeindungen ist es tatsächlich das Beste ruhig zu bleiben und nicht auf Gegenangriff zu gehen. (siehe – die Stelle im Matthäusevangelium, in der Jesus zu Petrus, der ihn verteidigen wollte, sagt: „Steck dein Schwert in die Scheide“ (Matthäus 26,52).

    P. Karl sagt auch, dass wir in Wahrheit nie wissen, welche Sorgen Menschen haben, oder was sie schon Negatives erlebt haben, wenn sie so heftig reagieren.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Der SONNTAG Redaktion

Sind Sie schon mal angeschrien worden, weil Sie gläubig sind? Das ist mir vor ein paar Tagen passiert. Ich bin am Abend mit Bekannten in einem Gastgarten bei einem Bier zusammengestanden und habe von meiner Arbeit bei der Kirche erzählt.

Wie aus dem Nichts ist mich dann plötzlich der Lokalbesitzer angefahren, der dem Gespräch offenbar zugehört hatte. Er hat mich angeschrien, wie ich die Kirche verteidigen und sogar noch als gut darstellen kann, wo sie doch so viel Leid verursachen würde und so viel Schuld auf sich geladen hätte (die Einzelheiten
erspare ich Ihnen an dieser Stelle …).

Ich schaffte es in dem Moment vollkommen ruhig zu bleiben. Nachdem das erste Anschreien vorbei war, habe ich freundlich erklärt, warum der Glaube für mich so wichtig ist. Dabei gingen die sehr heftig vorgetragenen Anschuldigungen gegen die Kirche noch kurz weiter, aber ich blieb weiterhin freundlich und habe dasselbe noch einmal erklärt.

Am Ende hat er sich dann tatsächlich „für meine Geduld“ bedankt. Einer meiner Bekannten hat mich dann gefragt, warum ich mir gefallen habe lassen, dass jemand so mit mir „spricht“– und ja, ich war sehr aufgewühlt.

Ein paar Tage später habe ich dann mit Pater Karl Wallner von Missio darüber gesprochen. Auch bei ihm landen oft Anfeindungen gegen die Kirche. Er sagt, dass es in solchen Situationen tatsächlich das Beste ist, ruhig zu bleiben und nicht auf Gegenangriff zu gehen – und er verweist auf die Stelle im Matthäusevangelium, in der Jesus zu Petrus, der ihn verteidigen wollte, sagt: „Steck dein Schwert in die Scheide“ (Matthäus 26,52).

P. Karl sagt auch, dass wir in Wahrheit nie wissen, welche Sorgen Menschen haben, oder was sie schon Negatives erlebt haben, wenn sie so heftig reagieren.

Autor:

Michael Ausserer aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

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