Kommentare & Blogs

Beiträge zur Rubrik Kommentare & Blogs

DENK_MAL
Fest in der Hand

Bald ist es vorbei. Nur wenige Wochen trennen uns von 2026. Zahlenmäßig wird es wieder ein gerades. Für mich ist es jedoch bald an der Zeit, auf das alte Jahr zurückzublicken; ein Resümee zu ziehen und mich zugleich zu fragen; was mir gut gelungen ist und was weniger; welche Erlebnisse ich mit diesem verbinde – sowohl positive als auch negative. Ich mache das aber nicht erst zu Silvester, sondern in der ruhigsten Zeit des Jahres – also zwischen Stefanitag und „Dinner for One“. Ja, es war für...

  • 11.12.25

Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Schrittweise Advent

Der Adventkalender kann ein Schrittmacher sein. Als Kind habe ich seine Fenster und Türen geritzt und das Innenleben mit Stiften gezeichnet: Szenen aus dem Leben, aus der Bibel und kindliche Träume. Der Kalender zielte auf das nahende Fest. Noch immer ist er ein Renner, auch mit 24, Wesentliches aber fehlt. 24 Teebeutel, Biere, Gewürze, Schokoladen, Bonbons, Weinflaschen, 24 nackte Frauen oder Männer, Luxusautos, Trucks, Lokomotiven, Speisen, Duftfläschchen, Reisedestinationen und 24...

  • 11.12.25

BLICK_WINKEL
Nachrichten aus der Redaktion

Mit Dezember 2025 übersiedelt die Kooperationsredaktion der Kirchenzeitungen – eine Gemeinschaftsredaktion für überregionale Themen der Kirchenzeitungen von Feldkirch, Innsbruck, Linz und Eisenstadt – von der Salzburger Bergstraße an den Wiener Schottenring. Gleichzeitig übernimmt Generalvikar Hubert Lenz, Herausgeber des Vorarlberger Kirchenblatts, die Funktion des Herausgebersprechers der Kirchenzeitungskooperation von Wilhelm Vieböck, Herausgeber der Linzer Kirchenzeitung. Leitende...

  • 11.12.25

Kommentar von Chefredakteurin Sonja Planitzer
Gaudete - Freut euch!

Im Zeichen der Freude – „Gaudete!“ („Freut euch!“) – steht diese Ausgabe von Kirche bunt. Kirche bunt-Redakteurin Patricia Harant-Schagerl schreibt darin über jene kleinen und großen Momente, die ihr Leben bereichern – ganz besonders jetzt im Advent (S. 16). Beim Sammeln dieser Gedanken ist uns in der Redaktion einmal mehr bewusst geworden, wie viele Freuden wir täglich erfahren, oft ohne es überhaupt zu bemerken: eine wärmende Tasse Tee, ein freundliches Lächeln, ein gutes Wort, ein anregendes...

  • 10.12.25

Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Gaude im Bus

Der Eine fotografiert seit Kindertagen Burgen und Schlösser (mehr im „Vorgestellt“ auf Seite 4), der Andere befördert Leute mit dem Bus. Was Menschen in ihrer Freizeit oder um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, tun, finde ich immer interessant. Tätigkeiten gibt es viele – wie viele, das weiß wohl niemand so genau. Weltweit gehen 1,7 Milliarden Menschen einem Beruf nach, lese ich im Internet. Rechnet man informelle, also nicht vertraglich geregelte, Arbeitsverhältnisse hinzu, dürfte die Zahl...

  • 10.12.25

Offen gesagt - Johanna Lorenzutti
Viele Inhalte

Was ist das konkret:intranet? Wer kann es nutzen und was gibt es dort? Das konkret:intranet ist quasi die eigene Website für haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Katholischen Kirche Steiermark. Hier finden Sie Informationen, Anleitungen, Tipps, Inspirationen und vieles mehr für das (ehrenamtliche) Engagement in der Katholischen Kirche Steiermark. Als langjährig Engagierte/r fragen Sie sich vielleicht: „Was ist jetzt neu?“ – schließlich gibt es das konkret:intranet bereits seit 15...

  • 10.12.25

Positionen - Svjetlana Wisiak
Unglückseliges Christkind

Ich bin eine furchtbare Schenkerin. Wochenlang suche ich nach Dingen, die dann doch nicht gut genug sind. Umso froher war ich, als ich eines Tages, einem Tipp folgend, ein besonderes Comicbuch für einen lieben Menschen besorgen konnte. Ein Dreivierteljahr später kündigte ich das Geschenk als Inhalt der kühnsten Träume auf einer Reise an. Zwei Wochen Vorfreude bauten sich zu einem Höhenflug der Glücksmomente auf. Die Heimreise war erfüllt von erwartungsvoller Aufgeregtheit. Als der...

  • 10.12.25

Mutworte - Sabine Petritsch
Mutige Vorfahrin gewesen sein

Ich treffe mich mit einer Freundin. Sie sagt, dass sie vor einer Entscheidung stehe, ihr aber der Mut fehle. Im Gespräch erwähnt sie, allen Frauen ihrer Familie habe der Mut gefehlt; sie hätten sich angepasst und seien ihr keine guten Vorbilder für ein selbstbestimmtes Leben gewesen. Innerlich spürte ich, dass ich das nicht glauben konnte. Ich geriet in eine Art Verteidigungshaltung und plötzliche Solidarität mit ihren Ahninnen. Andere Themen kamen, wir verabschiedeten uns gewohnt freundlich....

  • 10.12.25

Kommentar von Lydia Kaltenhauser
Zum eigenen Profil stehen

Das Christentum ist ohne Bücher kaum denkbar. Und doch hat es christliche Literatur zunehmend schwerer. „Wir wollen uns öffnen“, erklärt mir die Buchhändlerin auf meine Frage, warum man die theologische Literatur in den kleineren, hinteren Raum verfrachtet habe. Im vorderen Bereich der Dombuchhandlung einer großen deutschen Stadt gibt es jetzt Krimis, Kochbücher und Ratgeber. In Deutschland hat in den letzten fünf Jahren ein Viertel aller Buchhandlungen geschlossen. Die Entwicklung in...

  • 05.12.25

Kommentar von Lydia Kaltenhauser
Die leisen Töne

Das Hören auf die leisen Töne des Menschseins ist eine Kunst und eine Gnade. Und es ist in höchster Gefahr. Er sitzt oft still auf dem Balkon und lauscht: auf das Rauschen der Bäume, auf entfernte Stimmen, vor allem aber auf das Vogelgezwitscher. Manchmal kommen ihm dabei vor Freude die Tränen. Denn das Singen der Vögel hat er fast 40 Jahre lang nicht mehr gehört. Seitdem er auf beiden Seiten Hörimplantate trägt, hat sich ihm eine neue Welt eröffnet, der er dankbar und ergriffen lauscht. Meinen...

  • 05.12.25

FEDER_SPIEL
Der Gold(enstein)preis

„Da streiten sich die Leutʼ herum oft um den Wert des Glücks. Der eine heißt den andern ‚dumm‘, am Endʼ weiß keiner nix ...“. Warum kommt mir dieses Lied in den Sinn, wenn ich die jüngste der mittlerweile unzähligen Nachrichten über das Kloster Goldenstein lese? Vielleicht, weil am Endʼ keiner mehr weiß, warum die Leutʼ dort herumstreiten. Ehrenwerte Personen, die sich in ihrem jeweiligen Graben verschanzt haben: Die drei Heldinnen der Saga, die Augustiner Chorfrauen, die am liebsten Schloss...

  • 04.12.25

DENK_MAL
Ein Blick auf das Weihnachtsgeschehen

In der Advents- und Weihnachtszeit übertreffen einander die „Verkaufstempel“, die bereits im Frühherbst mit weihnachtlichen Angeboten werben und mit Beschallung weihnachtlicher Melodien nahezu quälen. Die nur kurze Zeit später angebrachten Behübschungen der Häuser und Straßen und die unzähligen Märkte und häufig karitativen Ausschänken vorweihnachtlicher Getränke und Spezialitäten scheinen einander ausstechen zu wollen. Es ist gut, die Ankunft des Herrn gebührend zu begehen. Die heiligen Drei...

  • 04.12.25

Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Advent - Das Gesicht Gottes

Dass Gott entrückt ist, ist sein Elend. Dass der Mensch Gott aufgibt, ihn in den Schmollwinkel stellt, ihn verdrängt oder mit ihm hantiert, ist des Menschen Elend. Doch der Advent rückt Gott näher. Der Advent als Zeit der gelebten Sehnsucht, bringt Gott und den Menschen zueinander. Wer Gott finden möchte mit Beweisen, Wissenschaftlichem, Dogmen, Frommem, Geschwätz, sektiererischen Ideologien und verführerischen Techniken, mit Erpressungen, Festgefahrenem und Kindischem, irrt. Der Mensch kann...

  • 04.12.25

Aus meiner Sicht - Helmut Schmidt, Geschäftsführer
Anna ist schwanger

Am Montag, 8. Dezember, feiern wir: Anna wird von Joachim schwanger. Aus diesem Kind, das von Gott besonders erwählt ist, wird später die Mutter Jesu, die mit Josef die Heilige Familie gründet. So wirkt Gott von Generation zu Generation. Ich wage zu sagen, in einer gewissen Weise gilt das auch für die SONNTAGSBLATT-Familie. Mir ist Familie wichtig. Um Zeit mit meiner verbringen zu können, habe ich mich in den vergangenen Jahren bewusst für eine Teilzeitanstellung entschieden. Gleichzeitig bin...

  • 03.12.25

Offen gesagt - Karl Toifl
Nur Ja heißt Ja

Wie setzt sich die KMB gegen Gewalt ein? Anlässlich der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ unterstützen wir von der Katholische Männerbewegung Österreich (KMBÖ) die Initiative „Nur Ja heißt Ja“. Wir sind zutiefst betroffen, dass viele Frauen in unserem Land noch immer zu sexuellen Handlungen gezwungen werden. Es hat sich in den letzten Jahrzehnten gesetzlich zwar schon einiges zum Besseren verändert, aber es braucht offensichtlich noch mehr Schutz für Opfer von sexualisierter Gewalt. Daher...

  • 03.12.25

Positionen - Karl Veitschegger
Ein Hochfest der Resilienz

Heute ist viel von Resilienz die Rede. Gemeint ist die innere Widerstandskraft, mit der man Krisen bewältigt und gestärkt aus ihnen hervorgeht. Hilfen werden angeboten: Atemübungen, Yoga, Sport – „Stressbewältigung“ heißt das Zauberwort. Aber geht es nicht um mehr? Katholischer Glaube kennt noch eine andere, tiefere Form von Resilienz. Er feiert sie am 8. Dezember im Blick auf Maria: die Frau, die immun ist gegen die Pandemie des Bösen. Warum? Weil sie von Anfang an in Gottes Freundschaft lebt....

  • 03.12.25

Mutworte - Ruth Zenkert
Bis in den Tod

„Nicht ich – er ist dein Sohn!“, wehrte sich unser Mitarbeiter Eusebiu gegen die Umarmung der Frau und schob Costel zu ihr. Sie starrte ihn enttäuscht an: „Du? Hast du Zigaretten?“ Das waren die ersten Worte, die der Fünfzehnjährige aus dem Mund seiner Mutter hörte. Sie war seit Jahren in einer psychiatrischen Anstalt, elendig und hilflos. Nach seiner Geburt hatte sie ihn im Spital zurückgelassen. Der Bub wuchs in einem der berüchtigten Kinderheime der Ceaușescu-Ära auf. Wie viele, lief er weg...

  • 03.12.25

Unter uns - P. Karl Schauer OSB
Der andere Advent

Der Advent beginnt mit dem ersten Adventsonntag. Christi endzeitliches Kommen und Jesu Geburt stehen bevor. Mancherorts hat der Advent längst begonnen, um Allerheiligen. Christbäume stehen seit Wochen, wenn es kalt genug ist, könnten sie überleben. Lebkuchen, Spekulatius, Süßes allerlei und Gehänge für den Baum gibt es im Supermarkt seit Sommer, die chemischen Zutaten machen sie noch genießbar. Langos und Leberkäse sind frisch. Es gibt den Adventzauber mit Winterdorf, das Winterwunder am See,...

  • 01.12.25

FEDER_SPIEL
Keine Fremdbestimmung

Da saßen sie in der guten Stube: Vater, Mutter und ein paar Kinder. Es war ein aufregender Augenblick, als der Elektriker den Strom im Haus freischaltete und die Glühbirne über dem Jogltisch zum ersten Mal aufleuchtete. Die Elektrifizierung mancher Bauernhäuser liegt nur wenige Jahrzehnte zurück. Auffällig bei dem Schwarz-Weiß-Foto: Nicht nur die Mutter trägt ein Kopftuch nach bäuerlicher Art, auch die Mädchen verschiedenen Alters sind solcherart gekleidet. Sie ahnen, welche Assoziationen das...

  • 01.12.25

DENK_MAL
Kleine Lichter, die tief in uns wirken

Advent, das ist die Zeit, in der sich bei vielen Menschen emotional eine Mischung aus erwartungsvoller Freude und unausweichlichem Stress einstellt. Aber ganz ohne Stress wäre es auch nicht das Wahre. Schließlich will man spüren, dass da etwas Besonderes bevorsteht, auf das hin wir uns vorbereiten. Kaum jemand kann sich dem, was da in der Luft liegt, entziehen. Bei allem Trubel spüren wir zwischen den Weihnachtsmärkten und Adventkonzerten, zwischen der Müdigkeit in der Rorate und dem Abarbeiten...

  • 01.12.25

Aus meiner Sicht - Anna Maria Steiner, Redakteurin
Anna Maria Steiner, Redakteurin

Kennen Sie das Gefühl: Man glaubt, über etwas oder jemanden gut Bescheid zu wissen, und im Gespräch mit dem betreffenden, vermeintlich gut bekannten Menschen erfährt man Dinge, die ihn noch einmal in ein anderes Licht rücken? So geschehen für mich vergangene Woche, im ausführlichen Gespräch mit dem langjährigen SONNTAGSBLATT-Geschäftsführer. Heinz Finster wird, nach 27 Jahren, das Vor- und Nachdenken, das Schreiben, Organisieren, Entwickeln ... bei unserer Kirchenzeitung mit 1. Dezember...

  • 26.11.25

Offen gesagt - Martin Krenn
Gefährlich schwach

Wie geht es Ihnen mit den Ergebnissen der Weltklimakonferenz? Wir sind zutiefst enttäuscht von den gefährlich schwachen Ergebnissen. Viele reiche Staaten wie Österreich haben zwar vehement nach einem Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen gerufen, waren aber nicht bereit, ihren fairen Anteil dafür zu bezahlen oder in ihren eigenen Ländern dafür voranzugehen. Einzig der „Just-Transition-Mechanismus“ (ein Instrument, um sicherzustellen, dass der Übergang zu einer klimaneutralen...

  • 26.11.25

Positionen - Theresia Heimerl
Zurück zur Natur, aber nicht zu Fuß

In meiner Jugend, den 80er-Jahren, wo man vor Waldsterben und Ozonloch warnte, fand sich auf so mancher Schulbank und Häuserwand der Spruch: „Zurück zur Natur, aber nicht zu Fuß.“ Die ironische Fortsetzung des Zitats von Jean-Jacques Rousseau könnte man auch gut auf ein Banner am Eingang der kürzlich zu Ende gegangenen Weltklimakonferenz in Brasilien schreiben: Die Mächtigen dieser Welt trafen einander in Belém, einer Stadt unmittelbar am Rand des Regenwaldes – genauer gesagt trafen sie sich in...

  • 26.11.25

Mutworte - Josef Promitzer
Abends an deinem Bett

Manchmal bringe ich meine Neffen ins Bett. Dazu gehören eine Gute-Nacht-Geschichte sowie das Abendgebet. Dabei denken wir über den Tag nach und sagen Danke für alles, was schön war. Wir beten auch für andere Menschen. Als mein älterer Neffe noch klein war, bat er Gott darum, auf alle aufzupassen, die schon von uns gegangen sind. Das klang so: „Ich bitte für Tante Anni, Tante Gretl, Onkel Hans – und Mozart!“ Wobei er eine nachdenkliche Miene aufsetzte und mir erklärte: „Weißt du, Mozart ist...

  • 26.11.25

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