Kommentar

Beiträge zum Thema Kommentar

Texte zum Sonntag

13. Sonntag im Jahreskreis | 28.06.2020
Kommentar

Christsein ist kein Schönwetterprogramm Echte Fußballfans erkennt man dann, wenn es bei ihrer Mannschaft gerade nicht läuft, wenn sie in einer Krise steckt und es wenig Anlass zum Jubeln gibt. Wer auf der Welle des Erfolges schwimmt, hat immer viele Anhänger. Wer aber eine Durststrecke zu überstehen hat – und das gilt nicht nur für den Fußball – oder angefeindet wird, wer dem Druck, immer erfolgreich zu sein, nicht standhält und aus der Bahn geworfen wird, der merkt bald, auf wen er sich...

  • 24.06.20
Texte zum Sonntag

Sr. Pallotti Findenig
Wort zum Sonntag

Als Chruschtschow bei seiner berühmten Rede die Stalin-Ära verurteilte, soll ein Mann aus den Zuhörern gerufen haben: „Wo waren Sie, Genosse, als diese unschuldigen Menschen getötet wurden?“ Der Kreml-Chef hielt inne, schaute herum und bat den Sprecher aufzustehen. Die Spannung im Saal wuchs, alle warteten, aber niemand stand auf. Darauf Chruschtschow: „Wer immer Sie sind, das ist die Antwort: Ich war damals genau in der gleichen Lage, wie Sie jetzt sind.“ Diese Begebenheit fand ich bei Antony...

  • 22.06.20
Texte zum Sonntag

12. Sonntag im Jahreskreis | 21.06.2020
Kommentar

Wahrhaftigkeit befreit die Seele. Es gibt Menschen, die einen erheblichen Aufwand betreiben, um sich selbst in einem besseren Licht erscheinen zu lassen und ihr wahres Ich zu verbergen. Sie verstricken sich immer tiefer in Lebenslügen und Selbsttäuschung und leben in der ständigen Angst, dass diese Seifenblase zerplatzt und ihre Scheinwelt in sich zusammenstürzt. Sie werden zu Getriebenen ihrer eigenen Hirngespinste, zu gespaltenen Persönlichkeiten. Davon wird die Seele krank. Dahinter steht...

  • 17.06.20
Texte zum Sonntag

11. Sonntag im Jahreskreis | 14.06.2020
Kommentar

Eine Schule des Vertrauens. Beim Abschied von Bischof Johann Weber wurde oft das große Vertrauen hervorgehoben, das er seinen Mitarbeitern entgegengebracht hat. Er hat ihnen etwas zugetraut. Und er hat bestimmt großen Anteil an dem Klima des Vertrauens und Wohlwollens füreinander, das die Kirche, in der ich aufgewachsen bin, die mir als Jugendlicher zur Heimat geworden ist, geprägt hat. Das war möglich, weil sein Glaube von Zuversicht und froher Gelassenheit getragen war, von der festen...

  • 10.06.20
Menschen & Meinungen

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Füreinander brennen

In eisiger Nacht sind sie auf einer unbewohnten Insel gestrandet. Das kleine Feuer, das sie spontan entzündeten, erlosch langsam. Die Kälte wurde unerträglich. Jeder der Gestrandeten hielt zwar noch ein Stück Holz in der Hand. Doch die Folge? Als erste schien die Frau zu reagieren. Sie blickte in das dunkelhäutige Gesicht eines Migranten und zögerte kurz. Dann schloss sich ihre Hand umso fester um das Scheit. „Warum sollte ich meine letzte Chance zugunsten des Fremden opfern?“ Der Mann neben...

  • 10.06.20
Kommentare & Blogs

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Die "Blume der Ehrlichkeit"

Der junge Thronfolger schaute unsicher in die Zukunft. Unerwartet war sein Vater gestorben, nun musste er die Geschicke des Landes lenken. Sein erfahrener Erzieher hatte ihm geraten, eine ehrliche und kluge Frau zu heiraten, die ihm zur Seite stehen sollte. Und er gab ihm auch einen Tipp, wie er diese Frau finden könne. Viele Kandidatinnen meldeten sich. Ihnen allen wurde ein Same überreicht, mit der Bitte, in den nächsten sechs Monaten daraus eine wunderschöne Pflanze zu ziehen. Eine arme,...

  • 05.06.20
Kommentare & Blogs

LESERbriefe und Anmerkung der Redaktion:

Zu „Was für ein Gestank!“ von Franz Josef Rupprecht (Print: Nr. 22 vom 31. Mai, Seite 2.) Gestank schon vorher? Vor einigen Tagen habe ich Ihre Kolumne "Was für ein Gestank!" gelesen. Da Sie hier unzweifelhaft die Vorkommnisse im Dom ansprechen, frage ich mich, ob diese Ausdrucksweise einem katholischen Menschen, und noch dazu dem Chefredakteur einer Katholischen Kirchenzeitung, entspricht. Ich bin entsetzt! Ich verstehe schon, dass Sie dem Herrn Bischof und der Diözese "die Stange"...

  • 04.06.20
Texte zum Sonntag

Dreifaltigkeitssonntag | 07.06.2020
Kommentar

Gott macht sich klein.Die theologische und künstlerische Erschließung des Mysteriums der Dreifaltigkeit Gottes war ein großes Anliegen von Prof. Philipp Harnoncourt in seinem letzten Lebensjahrzehnt. Mit der prägnanten Kurzformel „1+1+1=1“ hat er eine Ausstellung betitelt, die mittels einer Reise durch Geschichte und Gegenwart der Kunst interessante und originelle Annäherungsversuche an dieses große Geheimnis unseres christlichen Glaubens geboten hat. Knapp vor dem Dreifaltigkeitssonntag hat...

  • 03.06.20
Kommentare & Blogs

Auf ein Wort
Kein Spielzeug

Die USA werden seit Tagen von teils exzessiv gewalttätigen Protesten ­erschüttert. Auslöser war der Polizei-„Mord“ am Afroamerikaner George Floyd. Präsident Donald Trump will das Militär gegen Demonstranten einsetzen, um die „Akte von inländischem Terror“ schnell zu beenden. Nach einer Ansprache vor dem Weißen Haus ließ Trump am Montagabend Demonstranten von der Polizei - teilweise unter Einsatz von Tränengas - zurückdrängen, um zur nahegelegenen St. John‘s Kirche zu gehen. Dort posierte er mit...

  • 03.06.20
Texte zum Sonntag

Pfingstsonntag | 31.05.2020
Kommentar

Das Gespräch über den Gartenzaun Ein Schlüsselwort in der Ära von Bischof Johann Weber war der Dialog. Er hat viele Initiativen gesetzt, damit Menschen über die Grenzen des eigenen Gartenzaunes hinweg miteinander ins Gespräch kommen. Und er konnte damit viel zur Aussöhnung und Überwindung von Gegensätzen beitragen, sei es bei innerkirchlichen Flügelkämpfen, in der Ökumene oder zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Johann Weber stand ein für eine Kirche, die allen offensteht und sich um jeden...

  • 27.05.20
Kommentare & Blogs
Martin Kolozs, Publizist.

Heilsquelle

Nahe meiner Wohnung steht ein fast zweihundert Jahre alter Brunnen, den als Standbild die heilige Margareta von Antiochia mit dem Drachen schmückt; über den beiden Wasserauslässen liest man in den grauen Stein geschnitten das Wort Salus (Heil), welches sowohl das Versprechen der Quelle sowie die Hoffnung der davon Trinkenden ausdrückt. Zu Beginn der Corona-Krise hat eine Frau dort mehrere Kerzen aufstellt und selbstverfasste Gebete dazwischen gesteckt, und ich befürchtete, dass dieses kleine...

  • 19.05.20
Kommentare & Blogs
Wolfgang Bahr, Publizist.

...und bleib gesund

Politiker und Freunde sagen es und auch mir ist es vielleicht schon einmal herausgerutscht: das derzeit allgegenwärtige „Bleiben Sie gesund“. Und doch habe ich ein Unbehagen, wenn ich es höre. Kann ich denn jemanden auffordern gesund zu bleiben? Schuster, bleib bei deinem Leisten: Da liegt es am Schuster, ob er meinem Rat folgt. Treu sein, beieinander bleiben: Da liegt es an mir, wie ich mich entscheide. Christian Haidinger, der Altabt von Altenburg, erzählt in seinen Lebenserinnerungen,...

  • 11.05.20
Kommentare & Blogs
Ingeborg Schödl, Publizistin.

Sicht- und unsichtbare Masken

„Der Mai ist gekommen“, so beginnt das Frühlingsgedicht von Emanuel Geibel aus 1841. Und weiter heißt es „da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zuhaus...“ Nun wir schreiben Mai 2020, haben zwar keine Lust an diesen herrlichen Frühsommertagen zu Hause zu bleiben, aber wir müssen. Die Parole „Abstand halten“, akzeptieren die meisten Menschen auch. Gegen die Maskenpflicht in Geschäften und Verkehrsmitteln haben dagegen manche Bedenken. Sie möchten das Gesicht des Nächsten sehen, dessen Gefühle...

  • 09.05.20
Menschen & Meinungen
Chefredakteurin Sonja Planitzer

Kommentar von Chefredakteurin Sonja Planitzer
Unsere Sehnsucht

Oft habe ich solche – oder ähnliche – Worte in letzter Zeit gehört: „Ich freue mich auf die erste Messe, die ich wieder in der Kirche in Gemeinschaft feiern darf. Das wird ein Fest!“ Auch wenn wir ab 15. Mai wieder öffentlich Gottesdienste in Österreich haben werden, muss uns auch klar sein, dass diese zunächst längst nicht für alle Gläubigen zugänglich sein werden. Dass wir alle zusammen wieder Got­tesdienst feiern können wie vor der Coronakrise, das wird – so sagte es auch Kardinal...

  • 28.04.20
Menschen & Meinungen
Chefredakteurin Sonja Planitzer

Kommentar von Chefredakteurin Sonja Planitzer
Ein Geschenk Gottes

Uns steht ein außergewöhnliches Osterfest bevor. Es wird kein gemeinsames Feiern der Liturgie, keinen gemeinsamen Auferstehungsgottesdienst, keine öffentliche Oster-Festmesse, keine Prozession… geben. Wir werden diese Zeit – allein oder im Kreis der Familie – zu Hause begehen müssen. Das ist hart, aber die Vorgaben der Regierung und der Bischöfe wurden getroffen, um Menschenleben zu schützen. Lebensschutz zählt für uns Christen zu den wichtigsten Anliegen – von der Zeugung bis zum letzten...

  • 02.04.20
Kommentare & Blogs

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Das Lächeln des Herrgott

Immer wieder muss es hinunter zur Erde: das Lächeln des lieben Herrgotts. Als Mensch unter Menschen soll es sich sorglos herumtreiben. Als das Lächeln gestern auf einer Promenade spazierte, erstarrte es. Die wenigen Menschen, die dort unterwegs waren, hielten Abstand zueinander und schauten verbissen zu Boden. Der Gesandte des lieben Herrgotts benahm sich korrekt. Hielt den Abstand, lächelte aber die entgegenkommenden Menschen an. Und sie lächelten zurück. An der Kasse eines Supermarktes fiel...

  • 01.04.20
Kommentare & Blogs

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Heilmittel für die Seelen

Abgeriegelt von der Umwelt! Aus Angst vor einem ähnlichen Schicksal wie dem, das ihrem Meister widerfahren war, begaben sich die Jünger freiwillig in Isolation. Das Virus der Angst bemächtigte sich ihrer Vorstellungskraft. Der Abgrund des Todes übte auf sie eine Anziehungskraft aus, die stärker zu sein schien als all das, was sie bisher als die Liebe und dasLeben erfahren haben. Plötzlich stand ER in ihrer Mitte. Als Gespenst? Zusätzlich zu all den Gespenstern, die sich ihrer Seelen bemächtigt...

  • 25.03.20
Kommentare & Blogs

Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Epidemie der Angst

Gerade, weil wir eine derartige Bedrohung noch nicht erlebt haben, ist es nicht schlecht, sich an die klassische Kurzgeschichte aus ähnlich anmutenden Zeiten zu erinnern. Die Pest rast auf ihrem Gaul durch die Wüste und überholt eine Karawane. „Wohin des Weges, und dazu noch so schnell?“, fragt der Karawanenführer. „In die Großstadt. Dort werde ich tausend Menschen töten.“ Nachdem ein paar Monate vergangen sind, trifft die Pest. dieselbe Karawane auf dem Rückweg wieder. Vorwurfsvoll schreit...

  • 22.03.20
Texte zum Sonntag

2. Fastensonntag (Lesejahr A) - 8.3.2020 - Zum Nachdenken
Bitte, wir brauchen dich!

Tom hat uns verlassen! Warum? Tom war für mich, als ich diese Klasse zu unterrichten bekam, ein Anlass für inneren Bammel. Er hatte einen schlechten Ruf sowohl in der Klassengemeinschaft als auch massiv im Kollegium. Doch nach geraumer Zeit fanden wir beide ohne Aussprache einen Draht zueinander. Denn ich verstand sein Verhalten als einen Wink, um Zuwendung geschenkt zu bekommen. Er brachte mit seinem Wesen Lebendigkeit in unsere Gemeinschaft. Mit seinem Lachen, seinem Frohsinn hat er uns...

  • 04.03.20
Texte zum Sonntag

2. Fastensonntag (Lesejahr A) - 8.3.2020 - Kommentar von Alfred Jokesch
Gottes Liebe lässt dich leuchten

Die Fastenzeit stellen wir gewöhnlich unter das Vorzeichen von Reduktion und Verzicht. Wir beschränken uns bewusst in unserem Konsumverhalten und entsagen uns der einen oder anderen Annehmlichkeit, um einerseits eine größere innere Freiheit zu erlangen und andererseits unser Mitgefühl für jene, die unter einem Mangel leiden, zu fördern. Es ist durchaus bereichernd, einmal konkret zu erfahren und zu erspüren, dass es sich auch ohne so manche Dinge, die wir tagtäglich gedankenlos benützen, oder...

  • 04.03.20
Texte zum Sonntag

Wort zum Sonntag
Seid heilig!

Letzte Woche kam ich mit einer Patientin in der Krankenhaus-Kapelle ins Gespräch. Ich erzählte ihr, dass ich an einem Evangelien-Kommentar für die Kirchenzeitung arbeite zum Thema: „Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.“ Die Patientin lächelte mit einiger Lebenserfahrung und sagte: „Da halt ich es lieber mit meiner Großmutter, die hat gesagt: Ich habe eine Schürze mit großen Taschen vorne, da kann ich viel einstecken, aber manchmal, im rechten Moment,...

  • 20.02.20
Menschen & Meinungen

Kommentar
Ein besonderer Dank

Diese Ausgabe von „Kirche bunt“ steht, wie man schon am Titelbild sehen kann, ganz im Zeichen unseres Bibel-Malwettbewerbs, zu dem wir Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren eingeladen hatten. Die Anzahl der Zusendungen übertraf unsere Erwartungen: Viele Kinder und 65 Schulklassen nahmen daran teil. Insgesamt erhielten wir über 900 Bilder zugeschickt. An dieser Stelle zuallererst ein herzliches Dankeschön an alle teilnehmenden Kinder dafür, dass sie sich hingesetzt, sich mit einer Bibelstelle...

  • 23.01.20
Texte zum Sonntag

Evangelienkommentar von Waltraud Kraus-Gallob zu Mt 3, 13-17
Eine stürmische Taufe

Als Kind habe ich mir die Geschichte meiner Taufe oft erzählen lassen. Stürmisch sei es gewesen damals, als meine Taufpatin mich nach Prebl in die Kirche zur Taufe gebracht habe. Der Sturm hätte sogar ein Kirchenfenster zerbrochen. So zumindest die familieneigene Darstellung. Wie viel davon tatsächlich so war, lässt sich nicht mehr nachprüfen. Ich hatte ja auch oft den Verdacht, meine Taufpatin hätte auch den Namen, den ich eigentlich bekommen sollte, vergessen. Dem war wohl nicht so. Meine...

  • 09.01.20
Texte zum Sonntag

Gedanken zum Evangelium: 1. Sonntag nach Weihnachten - Fest der Heiligen Familie
Hören, vertrauen, handeln

Matthäus 2, 13-15.19-23 Er ist von Anfang an kein Spaziergang, der Weg Jesu. Die Strapazen der Reise nach Bethlehem wären schon genug gewesen für eine Hochschwangere. Aber kaum ein Durchatmen für die junge Familie nach der Geburt. Es geht beschwerlich weiter, durch die Nacht. Josef hört auf die Stimme Gottes und vertraut. Sein Horchen und Gehorchen rettet Leben. Da gehört Mut und Vertrauen dazu: Mitten in der Nacht alles zusammenzupacken und loszugehen als kleine Familie. Auf eine...

  • 06.01.20
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