Serien

Beiträge zur Rubrik Serien

Benedikt heute | Teil 04
Was ein Chef können soll

Benediktinische Impulse für das Leben heute  Wir erwarten mehrjährige Erfahrung und wünschen unternehmerisches Planen und Handeln und eine hohe Fach- und Sozialkompetenz.“ So in einem Inserat. Und die Anforderungen, welche die Benediktsregel für Verantwortungsträger aufstellt? „Der Abt sei nicht aufgeregt oder ängstlich, nicht maßlos oder engstirnig, nicht eifersüchtig oder argwöhnisch, weil er sonst nie zur Ruhe kommt. Bei Anordnungen sei er weitsichtig und besonnen. Er wisse in allem zu...

  • 13.02.11

Benedikt heute | Teil 03
Auf Junge und Kritiker hören

Dass Ältere Jüngere fragen müssen (siehe PC), ist wohl ziemlich neu in der Menschheitsgeschichte. Denn bis dahin hatten naturgemäß nur die Erwachsenen Erfahrung, sei es auf dem Bauernhof, in einer Fabrik, in einem Kloster oder in der Kirche. In letzterer geht immer noch ein Raunen durch die Reihen, wenn einer mit 50 Jahren Bischof wird. So jung! Darum ist der hl. Benedikt seiner Zeit (er lebte im 6. Jahrhundert) ziemlich voraus, wenn er in seiner Mönchsregel bei Beratungen die Einbeziehung der...

  • 06.02.11

Christentum - Ein Reiseführer | Etappe 001
Christentum – eine bekannte unbekannte Religion

Wer sich in Europa sowie in den von Europa aus besiedelten Gebieten der Erde bewegt, spürt auf Schritt und Tritt den Einfluss des Christentums. Kathe-dralen, Kirchen und Kapellen bestimmen unser Stadtbild und setzen in Landschaften markante Akzente. Christliche Zeit Das Christentum hat aber nicht nur den Raum geprägt, sondern auch die Dimension der Zeit. So ist bereits unsere grundlegendste Zeitbestimmung, nämlich die Zeitrechnung, christlichen Ursprungs. Sie erkennt in der Geburt Christi den...

  • 30.01.11

Benedikt heute | Teil 02
Reden Sie viel und schweigen wenig?

Benediktinische Impulse für das Leben heute Der heilige Benedikt rät dazu, vor dem Mund eine Wache aufzustellen. Ist das nicht übertrieben?  Was hast du da gesagt?“, fragen wir, wenn wir von einem Wort überrascht wurden. Der altgriechische Dichter Homer drückt es poetischer aus: „Welches Wort entfloh dem Gehege deiner Zähne?“ Auch Benedikt rät seinen Mönchen, eine Wache vor den Mund zu stellen (siehe Kasten). Ist das nicht übertrieben? Kann und soll man jedes Wort auf die Goldwaage legen? Die...

  • 30.01.11

Benedikt heute | Teil 01
Lebendig und voller Feuer

Benediktinische Impulse für das Leben heute: Im Leben des hl. Benedikt gab es auch beeindruckende Frauen! Angewidert von der Stadt Rom, wo er um 490 seinen Studien oblag, zog sich Benedikt in die Einsamkeit zurück. Zusammen mit der Amme. Das überrascht. Dass sie mitgeht, wird kaum seine eigene Idee gewesen sein. Denn diese Dame soll ihn stark bemuttert haben, wie der Biograph Gregor bemerkt, der viele Jahrzehnte nach dem Tod Benedikts eine Lebensbeschreibung des Heiligen verfasst hat. Eines...

  • 23.01.11

Ermutigungen. Adventserie 2010 | Teil 03
Sie springen wie die Kälber

Haben wir nicht allen Grund zur Freude? Sie kennen vermutlich die Geschichte, wie Maria ihre Verwandte Elisabet besucht (Lk 1,39–56). Beide Frauen waren unerwartet schwanger geworden. Die eine, weil sie in ihrem Alter nicht mehr damit gerechnet hatte, die andere, weil sie noch nicht verheiratet war und die Schwangerschaft für sie offensichtlich einen unerwarteten Eingriff Gottes in ihr Leben bedeutete. In ihrer Umarmung zur Begrüßung schwingt wohl die Überraschung mit über das, was ihnen...

  • 19.12.10

Ermutigungen. Adventserie 2010 | Teil 02
Wer ist schuld, dass die Welt so ist, wie sie ist?

 Eine bohrende Frage – und die Antwort der Liebe Wer ist schuld, dass die Welt so ist, wie sie ist? Wir? Niemand? Gott? Sonst wer? Wer wird sie verändern? Wir? Niemand? Gott? Sonst wer? Wer tut etwas? Wir? Niemand? Sonst wer? Da begann ich zu fragen. Ich begann zu beten. Dieses Gedicht von Martin Gutl begleitet mich schon viele Jahre, denn seine Fragen beschäftigen mich ebenfalls sehr oft. Die Antwort der Bibel scheint klar zu sein. Am Anfang war alles bestens. Gott sah, dass es gut war, heißt...

  • 12.12.10

Erste Hilfe für die Seele | Teil 07
Was hab ich verbrochen?

Der Fernsehapparat im Wohnzimmer läuft laut. Josefa, 68, sitzt davor, ihre Mischlingshündin liegt daneben. Deutsche Privatsender sorgen für die Nachmittagsgestaltung. Heute tut sich viel. Ümit hat Stress mit seiner Freundin. „Mitten im Leben“ nennt sich das Sendungsformat. Eine Stunde später schlagen die Schulermittler Alarm, weil die Handtasche einer Schülerin geklaut wurde. Die Fernsehdarsteller zeigen sich bemüht, für Unterhaltung zu sorgen. Josefa erreichen sie damit nicht.  „Der Fernseher...

  • 05.12.10

Ermutigungen. Adventserie 2010 | Teil 01
Auf, aber nicht wach

Sind wir bereit, den Weckruf zu hören? Ich verbrachte das Obergymnasium in einem Internat. Wir schliefen zu dreizehnt in einem Saal. Neben mir hatte ein Zillertaler sein Bett. Manchmal stand er nachts auf und geisterte als Schlafwandler durch den Raum, tat dies und jenes und legte sich dann wieder hin. Am Morgen wusste er von all dem nichts mehr. Er war auf, aber nicht wach. Was wir tun Geht es uns nicht ähnlich, wenn wir automatisch so vieles im Alltag verrichten: frühstücken, Zeitung lesen,...

  • 05.12.10

Erste Hilfe für die Seele | Teil 06
Ich habe mich so geschämt

Wir waren schon über zehn Jahre zusammen!“, sagt Judith, eine lebhafte, 35-jährige Frau. „Gleich im Studium hatten wir uns kennen gelernt! Ich dachte wirklich, ich hätte den ,Mann fürs Leben‘ gefunden! Das mag jetzt ein wenig naiv klingen“, gibt Judith zu, „wie bei Jungverliebten. Aber so meine ich das nicht. Ich bin eine eher nüchterne Frau. Wir wussten einfach, was wir aneinander haben und dass wir uns im Innersten verstehen.“ Judith arbeitete in einer Firma im Marketing. Und: „Als ich dann...

  • 28.11.10

Sonntagsblatt digital | Teil 02
Das Sonntagsblatt nicht nur zum Lesen

Das „Gefühl des Zeitungslesens“ adäquat vom Frühstückstisch auf den Bildschirm übertragen, diese Aufgabe übernimmt das E-Paper. Per Mausklick blättert man durch die Ausgaben. Das Aussehen, die Formatierungen und Seitengestaltungen sind exakt gleich wie in der Printausgabe. Und wer zu Hause im Keller keine umfangreiche Sammlung alter Ausgaben sein Eigen nennen kann, findet in unserer Online-Datenbank, die ständig erweitert wird, einen guten Ersatz. Mit der Suchfunktion entfällt auch das...

  • 28.11.10

Kirche und Sexualität | Teil 14
Kein Rückblick sondern ein Ausblick

Dennoch habe ich diese Herausforderung angenommen, weil ich überzeugt bin, dass wir als Kirche gerade in der heutigen Zeit angesichts der vielen Probleme – die nicht alle in dieser Serie angesprochen worden sind –, wie Missbrauch, sexuelle Gewalt, Frauenhandel, Zwangsprostitution, Pornographie in Medien und Internet etc., zum Thema Sexualität nicht schweigen dürfen, und dass die Sexualmoral der Kirche mehr zu sagen hat als das, worauf sie immer wieder verkürzt wird. Jede Ethik zielt auf das...

  • 21.11.10

Erste Hilfe für die Seele | Teil 05
Welch ein Glück

„Wir haben unsere behinderten Kinder nie versteckt und überall hin mitgenommen als selbstverständlichen Teil unserer Familie“, erklärt Vater Hermann. „Im Laufe der Jahre haben wir immer stärker erfahren, welche Bereicherung die beiden für unseren Haufen sind.“ Auch wenn es in den ersten Jahren schwierig war, das Schicksal zu akzeptieren. Ohne Vorwürfe Hubert kam als gesundes Kind zur Welt. „Ganz ohne Nebenwirkungen geboren“, wie der 30-Jährige mit einem spitzbübischen Lächeln im Gesicht meint....

  • 21.11.10

Sonntagsblatt digital | Teil 01
Kraft fürs Leben im digitalen Netz

Kaffee und Kipferl. Und das Sonntagsblatt zum Durchblättern. Diese Zutaten für ein gemütliches Frühstück kennen Sie vermutlich bestens. Doch die Kombination PC, Arbeit und das Sonntagsblatt am Bildschirm zum Durchblättern, die ist neu. Natürlich, man konnte auch in den letzten Jahren schon die wichtigsten Artikel Woche für Woche „online“ lesen. Doch seit Mitte Oktober finden Sie die Informationen auf der Sonntagsblatt-Homepage nicht nur kompakter, sondern auch mit einer Fülle neuer Funktionen...

  • 21.11.10

Erste Hilfe für die Seele | Teil 04
Es hat so weh getan

  1992 wurde Josef ein Melanom entfernt. Er ist in den nächsten sechs, sieben Jahren zur Kontrolle gegangen, dann hat er damit aufgehört, weil „eh nie was gewesen ist“, erzählt Elke (Name geändert). Die beiden waren mit anderen Sorgen beschäftigt. Ihr Sohn hatte ernste Probleme mit seinen Nieren. Inzwischen hat Elke eine von den ihren für ihn gespendet. Im Nachhinein meint Elke, dass Josef seinen Tod angekündigt hat. Er hat im Sommer davor Sätze gesagt wie: „Das ist mein letztes Auto, das ich...

  • 14.11.10

Zur Bischofssynode: Die Kirchen im Nahen Osten | Teil 05
Sie reden die Sprache Jesu

Syrien Kaum zu glauben. Man ist in Syrien, blickt aus dem Fenster des Ephräm-Klosters, und alles ist weit und breit mit Schnee bedeckt. Die Zimmer sind auf diesen Wintereinfall nicht vorbereitet. Der Schnee drang in der Nacht durch das undichte Fenster und schmolz. Ein kleines Bächlein rinnt der Wand hinunter und bahnt sich seinen Weg unter meinem Bett hindurch. Orientalische Kirchenfamilie. Seit 2004 trifft sich die offizielle Kommission für den theologischen Dialog zwischen der...

  • 07.11.10

Kirche und Sexualität | Teil 13
Über die „heißen Eisen“

Während dieses Reifeprozesses, vor allem während der Pubertät, kann die Selbstbefriedigung vorübergehend eine Rolle spielen beim Entdecken des eigenen Körpers oder bei der Suche nach der persönlichen sexuellen Identität. Manche suchen durch sie Entspannung bei Stress und Anspannung. In der Selbstbefriedigung findet die Sexualität aber keine Erfüllung, denn in ihr bleibt man auf sich selbst bezogen. Oft ist sie Ausdruck von Einsamkeit; dann verstärkt sie eine innere Isolation. Sie kann...

  • 07.11.10

Erste Hilfe für die Seele | Teil 03
Ein Meer an Belastungen

Ich hatte selbst keine Ahnung, dass es diese Krankheit gibt“, erzählt Agnes. „Die Depression war das letzte Stadium. Mehr hat nicht mehr kommen können.“ Agnes konnte nur noch liegen, sie hatte Panikattacken, Durchfall, Krämpfe, Schweißausbrüche, Migräne, Zittern, das Gefühl, sie sei innerlich „absolut nicht mehr belastbar“, auch nicht für ein Gespräch. Bis dahin hat Agnes lang „herumgedoktert“. Erst durch eine Bekannte hat sie erfahren, dass es jemandem ähnlich geht und dass dieser Person der...

  • 07.11.10

Erste Hilfe für die Seele | Teil 02
Durch tiefste Dunkelheit

Sabine war bei verschiedenen Ärzten, bekam Spritzen und Infusionen, Röntgen wurden gemacht, schließlich eine Computertomografie, anhand derer festgestellt wurde, dass sie einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte. „Auslöser für meine Depression waren die langen Schmerzen“, erzählt Sabine. „Ich habe nicht mehr schlafen können, bin im Kreis gegangen.“ Nach der Operation sind die Schmerzen geblieben, und sie war zwei Wochen in der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz. „Psychisch ist es mir...

  • 31.10.10

Zur Bischofssynode: Die Kirchen im Nahen Osten | Teil 04
Eckpfeiler des Christentums

Libanon  Flott klettert P. Paul vor mir die Wendeltreppe hinauf. Die Stufen werden schmäler und steiler. Außer Atem komme ich oben an, wo der maronitische Mönch auf die sich uns bietende einmalig schöne Aussicht deutet. Wunderbar im Abendlicht liegen vor uns die Mittelmeerküste, hinter uns die Berge des Libanon, und auf uns blickt die riesige Statue der „Notre Dame du Liban“ (Unsere Liebe Frau vom Libanon) herab. Wir sind in Harissa, einer der wichtigsten Pilgerstätten des Orients.  ...

  • 31.10.10

Erste Hilfe für die Seele | Teil 01
Psyche und Seele gehören zusammen

Sie bieten Exerzitien an und arbeiten auch als Psychotherapeut. Geht da manchmal eines in das andere über? Natürlich. Es ist nicht immer leicht, zwischen Psyche und Seele, zwischen Psychischem, Therapeutischem und Spirituellem, Seelsorgerlichem zu unterscheiden. Einerseits finde ich wichtig, dass man das eine mit dem anderen nicht vermischt, andererseits lässt es sich auch nicht ganz voneinander trennen. Menschen, die zu Exerzitien ins Kardinal-König-Haus kommen, haben zunächst ein spirituelles...

  • 24.10.10

Zur Bischofssynode: Die Kirchen im Nahen Osten | Teil 03
Eine blühende Kirche am Nil

Ägypten Der Papst gibt Autogramme? Tatsächlich. Da vorne am Tisch sitzt er, kaum sichtbar inmitten des ihn umgebenden Menschenknäuels. Poster und Andachtsbilder werden ihm zum Signieren zugereicht. Zahllose aus der Menge gestreckte Arme halten Video-kameras, um das Geschehen festzuhalten. Ein Chor im Hintergrund singt lautstark liturgische Hymnen. Gestern hatte ich von Seiner Heiligkeit eines seiner Bücher erhalten, mit dem nun auch ich mich in die Menge werfe. Als ich vor dem Papst stehe,...

  • 24.10.10

Kirche und Sexualität | Teil 12
Sexualität in jeder Lebensform

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt“ (Gen 2,18). Die Soziologen glauben, dass die Zahl der Menschen, die bewusst als Singles leben, wieder im Abnehmen ist. Besonders in Krisenzeiten spüren viele, dass sie sich nicht selbst genügen, und sehnen sich nach Gemeinschaft und Beziehung. Gerade im Zeitalter der digitalen Kommunikationsmittel gibt es aber immer mehr Menschen, die aufgrund unterschiedlichster Ursachen unfreiwillig allein bleiben und darunter leiden. Als Hilfe können hier...

  • 24.10.10

Zur Bischofssynode: Die Kirchen im Nahen Osten | Teil 02
Die Schatten der Vergangenheit

 Türkei Audienz für Kirchenvertreter aus dem Nahen Osten. Ein paar kurze Worte spricht der Heilige Vater mit jedem. Noch drei Bischöfe sind vor mir, dann bin ich an der Reihe. Doch dann stehe ich länger vor ihm, als vom Protokoll vorgesehen. Der Papst möchte von mir einen ersten Eindruck darüber hören, wie seine Türkeireise bei den orthodoxen Kirchen aufgenommen wurde. Das ist ihm wichtig. Positive Wirkung.  Nur zwei Wochen nach dem Papstbesuch begleitete ich 2006 eine Pro- Oriente-Delegation...

  • 17.10.10

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