Evangelienkommentar

Beiträge zum Thema Evangelienkommentar

Texte zum Sonntag
Ein einziges Samenkorn kann sich zigfach vermehren – doch auch wenn der Sämann sich bei der Aussaat noch so viel Mühe gibt, muss er erkennen, dass es nicht an ihm allein liegt, was aus den Körnern letztlich wird.

Wort zum Sonntag von Dechant P. Georg Haumer OSB
Vertrauen in den göttlichen Sämann

Was einmal ausgesprochen ist, kann man gar nicht oder nur schwer wieder zu­Genauso anschaulich redet Jesus zu den Menschen, wenn er vom Sämann und dem Samen spricht. Vieles von dem, was aufwendig gesät wird, bringt nicht die erwarteten Früchte, anderes wieder vermehrt sich hundertfach. Ich stelle mir vor, wie die Menschen im Gras sitzen und den Worten Jesu lauschen. Vielleicht sind sogar Getreideähren greifbar und der eine oder andere meditiert so eine Ähre, indem er mit seinen Fingern drüber...

  • 08.07.20
Texte zum Sonntag
Ängstliche Menschen fürchten sich vor der Finsternis, vor einem Gewitter, vor Unbekanntem und vor Fremden. Jesus sagt: „Fürchtet euch nicht vor den Menschen!“ Wer auf Gott vertraut, kann ohne Angst leben und ist frei, seinen Glauben zu bekennen.

Wort zum Sonntag von KR Mag. Anton Merli
Fürchtet euch nicht vor den Menschen

Es gibt ängstliche Menschen, die sich immer fürchten. Sie fürchten sich vor der Finsternis, vor einem Gewitter, vor einer Reise, vor Unbekanntem und vor Fremden. Es gibt mutige Menschen, die sich kaum fürchten, die fast immer optimistisch leben, allerdings auch gelegentlich ordentlich enttäuscht werden. Was hindert Menschen, ihren Glauben zu bekennen? Es gibt bei nicht wenigen aber ein eigenartiges Phänomen: die Menschenfurcht, besonders dann, wenn es um den Glauben, um das religiöse Leben...

  • 24.06.20
Texte zum Sonntag
Wir sind gesendet, gerade in diese Zeit hinein. Heute wie damals. Bestärken und ermutigen wir uns gegenseitig, wenn wir müde oder träge geworden sind. Seien wir einander gute Hirten.

Gedanken zum Evangelium: 11. Sonntag im Jahreskreis
Ausgesandt

Matthäus 9, 36 – 10, 8 Freut euch, der Alltag ist da! Weihnachten, Ostern und Pfingsten sind vorbei. Und auch der Dreifaltigkeitssonntag liegt hinter uns. Wir sind angekommen. Wo? Mitten im Leben. Mitten im Alltag. Liturgisch und auch in der Welt. Der Lockdown ist mehr oder weniger vorbei, die Türen sind offen. Die Welt wartet. Worauf? Auf Normalität! Auf das Evangelium – durch dich! Aber es war doch auch irgendwie gemütlich zu Hause. So ohne Termine, ohne Erwartungen von außen. Zeit für die...

  • 09.06.20
Texte zum Sonntag
Eine Gruppe von Jugendlichen tanzt während des Festes der Begegnung im Rahmen der 15. ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode unter dem Motto: „Jugend, Glaube und Berufungsunterscheidung“ am 6. Oktober 2018 im Vatikan – „Wir bitten dich, Herr, auch für jene, die ihr Herz deinem Ruf gerade öffnen“ (Papst Paul VI.).

Wort zum Sonntag von Msgr. Dr. Gottfried Auer
Ausgesandt wie die Apostel

Das heutige Evangelium beginnt mit der Tatsache, dass Jesus vom Elend der Menschen betroffen ist, die wie Schafe ohne Hirten sind. Er lässt sich von der Not anrühren und erkennt, dass er ihr alleine nicht abhelfen kann. So setzt er einen doppelten Schritt. Er trägt seinen Jüngern auf, den Herrn der Ernte zu bitten, dass er Arbeiter in seine Ernte sende, und er sendet die Apostel, so wie er die Botschaft vom Himmelreich in Wort und Tat zu verkünden. Dazu gibt er ihnen einige Hinweise – einer...

  • 09.06.20
Texte zum Sonntag
Andrej Rublev (um 1360 bis 1430) legte seiner Dreifaltigkeits­ikone (um 1411) die biblische Überlieferung vom Besuch der drei Männer bei Abraham und Sara zugrunde. In dem Besuch der drei Gäste ist ihnen Gott selbst begegnet.

Wort zum Sonntag von GR Mag. Josef Pichler
Das dreifaltige Geheimnis – im Menschen Gott begegnen

Als Theologiestudent durfte ich in zwei Externsemestern in Innsbruck noch die letzten Vorlesungen des berühmten Konzilstheologen Karl Rahner hören. Die Vorlesung über das Geheimnis der Dreifaltigkeit begann er mit den unvergesslichen Worten: „Meine Damen und Herren. Wir werden uns nun ein ganzes Semester mit der Lehre über die heilige Dreifaltigkeit beschäftigen. Ich kann Ihnen versichern, dass am Ende meiner Vorlesungen dieses Geheimnis für Sie noch größer sein wird, als es schon jetzt für Sie...

  • 03.06.20
Texte zum Sonntag
Ein Brausen, Sturm, Zungen von Feuer sind Zeichen für den mächtigen Geist Gottes, um den wir bitten: Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.

Wort zum Sonntag von GR Mag. Josef Pichler
„Öffnet die verschlossenen Tore“ – Pfingsten 2020

Das allererste Ostern wurde nicht in einer vollen Kirche mit Halleluja-Gesang gefeiert. Nein, die Jünger waren eingeschlossen im Abendmahlsaal. Aus Angst hatten sie die Türen verschlossen. Für sie war es lebensgefährlich, hin­auszugehen. Nur zögernd wollten sie den Nachrichten der Frauen glauben, dass Jesus auferstanden sei. Sollte das Leben wirklich über den Tod gesiegt haben, das Licht über die Finsternis? Erst nach und nach verließen sie ihre Häuser, ermutigten und bestärkten einander im...

  • 29.05.20
Texte zum Sonntag
So wie sich die himmlischen Wolken im Wasser spiegeln und Himmel und Erde eins werden, so wurde uns in Jesus Christus Gottes Gegenwart erfahrbar.

Wort zum Sonntag von Mag. Angela Lahmer-Hackl
Gott zum Leuchten bringen

Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast!“, sagt der Fuchs in der Erzählung „Der kleine Prinz“ von An­toine de Saint-Exupéry. Ich sorge mich um Menschen, die mir vertrauen und denen ich vertraut wurde. Das wird besonders dann deutlich, wenn es einem geliebten Menschen nicht gut geht oder wenn es um einen schmerzhaften oder sogar endgültigen Abschied geht wie hier bei Jesus. Jesus wendet sich in dieser Textstelle nach den Abschiedsreden an Gott, denn es schlägt...

  • 29.05.20
Texte zum Sonntag
Diese Grafik, eine sogenannte „Wordcloud – Wortwolke“, enthält die Wörter des Sonntagsevangeliums (mit Ausnahme von Artikeln etc.) – die Größe entspricht der Häufigkeit der Nennung. In einer „Wordcloud“ kann sichtbar gemacht werden, worum es in einem Text schwerpunktmäßig geht.

Wort zum Sonntag von Mag. Angela Lahmer-Hackl
In Liebe begleitet sein

Abschiedsreden – wir hören sie oder halten sie selbst: beim Verlassen der Volksschule in kindlicher Form, zum Lehrabschluss oder der Matura, bei der Pensionierung oder bei einem Begräbnis. Sie sind eine Art Vermächtnis nach dem Motto: Was ich euch noch unbedingt sagen möchte. Die Abschiedsreden Jesu im Johannes­evan­ge­lium sind ein Höhepunkt des theologischen Denkens des Evangelisten. Das heutige Evangelium ist ein Teil dieser Abschiedsreden. Im Grunde ist es eine Trost­rede mit dem...

  • 29.05.20
Texte zum Sonntag
Jesus ist der Weg zum Vater. In IHM sein, IHM nachfolgen, sich seinem Leben anzugleichen – das ist der sichere Weg „nach Hause“.

Wort zum Sonntag von Prälat Mag. Maximilian Fürnsinn
Christus ist alles für uns

In den Abschiedsreden vor seinem Tod sagt Jesus den denkwürdigen Satz: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben!“ Das gehört zum Vermächtnis Jesu. „Ich bin der Weg!“ Der Mensch ist ein Wanderer, der immer auf dem Weg ist, der nicht stehenbleiben darf. Heute sagen viele: „Der Weg ist das Ziel!“ – Was aber die großen Fragen unseres Lebens betrifft, ist nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel das Ziel. Das Leben des Menschen ist zielgerichtet, denn es entstammt nicht einem blinden Zufall....

  • 06.05.20
Texte zum Sonntag
Nur wer Fragen stellt, kann zu mehr Einsicht gelangen, kann eine Antwort finden, was ihn bewegt, und man soll Dinge in Frage stellen dürfen, wenn es in Glaubensfragen zu einer Starrheit kommt. Genauso ist es, wenn Kinder keine Fragen stellen, irgendetwas würde in ihrer Entwicklung nicht richtig laufen.

Gedanken zum Evangelium: 5. Sonntag der Osterzeit
Wer fragt, bekommt eine Antwort

Johannes 14, 1–12 In der Zeit vor dem Smartphone und Google hat man, wenn man nach einer Straße oder einem Gebäude gesucht hat, einfach jemanden auf der Straße nach dem Weg gefragt. Außerdem: Fragen kostet ja nichts! – Diesen Satz kennen wir alle. Jetzt haben wir alles auf dem Handy, um uns ans Ziel zu bringen, inklusive der Anzeige von Weg- und Zeitersparnis, und das Fragenstellen erübrigt sich damit auch. Man will ja auch nicht für dumm gehalten werden, wenn man zu viele Fragen stellt. Auch...

  • 06.05.20
Texte zum Sonntag
Die Türen werden sich öffnen. Wir werden neu ausgerüstet und so neu gesandt zu unseren Brüdern und Schwestern. Vielleicht auf ungeahnten Wegen, die der Herr im Stillen für uns vorbereitet hat. Harren wir noch aus! Es lohnt sich!

Gedanken zum Evangelium: 4. Sonntag der Osterzeit
Öffnet die Türen

Johannes 10, 1–10 Der Geruch von frischem Heu, zufriedenes Kauen in Wärme und Geborgenheit. Plötzlich Stille. Das Kauen verstummt, die Köpfe heben sich. Nahende Schritte verraten, dass er schon bald in der Tür stehen wird. Er, der gute Hirte, der jedes Schaf bei seinem Namen kennt und einzeln mit seiner sanften Stimme ruft. Freudige Unruhe, ein Drängen hin zur Tür. Bis sie sich endlich öffnet, Er da ist und alle hinausführt. Es geht los! Mit Bocksprüngen voraus, gemütlich hinterher, oder den...

  • 28.04.20
Texte zum Sonntag
Ohne Wandlung zur Auferstehung bleiben wir im Tod, auch unser Glaube erstarrt ohne religiöse Wandlung. Die Zeit drängt zu einer Wandlung – aus der unscheinbaren Puppe entfaltet sich der Schmetterling.

Wort zum Sonntag von Pfarrer i. R. Johann Zarl
Kein Leben ohne Wandlung

Der 4. Ostersonntag ist traditionell der „Gute-Hirten-Sonntag“, der Weltgebetstag um Geistliche Berufe! Dazu ein Erlebnis von meiner ersten Israelreise als Student. Mit unserem Reiseführer, einem Franziskanerpater, sind wir zu einem Brunnen gekommen, wo gerade mehrere Hirten mit ihren Herden waren, um ihren Schafen die Gelegenheit zu geben, Wasser zu trinken. Die Schafe liefen quer durcheinander und eine unserer ersten Fragen war: „Wie findet hier jeder Hirt wieder seine eigenen Schafe?“ Ein...

  • 28.04.20
Texte zum Sonntag
Jesus, der auferstandene Herr, steht auch heute am Ufer unseres Lebens. Bild: Bleiglasfenster „Der wunder­bare Fischzug“ in der katholischen Pfarrkirche Saint-Aignan in Chartres.

Wort zum Sonntag von Pfarrer i. R. Johann Zarl
Wo ist Gott gerade jetzt?

Es war eine berührende Szene, wie Papst Franziskus auf dem leeren Petersplatz, der sonst mit tausenden Leuten gefüllt ist, für die Menschheit gebetet hat. Sogar der ORF-Reporter Roland Adrowitzer hat auf die Frage der Reporterin nach dem, was ihn in den letzten Tagen am meisten berührt und bewegt hat, den betenden Papst auf dem leeren Petersplatz genannt. Papst Franziskus hat den Segen „Urbi et orbi“ gespendet mit einer wunderschönen Monstranz. Ich habe mitgezittert, denn sie war fast zu schwer...

  • 22.04.20
Texte zum Sonntag
Ein Brief von Jesus? Was hat uns der gekreuzigte und auferstandene Jesus heute, in unserer ganz konkreten Situation, in der wir wie die Apostel die Türen verschlossen halten, zu sagen?

Wort zum Sonntag von Pfarrer i. R. Johann Zarl
Ein Brief von Jesus

Ich hoffe, der Corona-Virus hat Sie verschont und Sie haben die Zeit bis jetzt gut durchgestanden. Viele Menschen haben mich in letzter Zeit angerufen in ihrer Einsamkeit, in ihrer Sorge. Ganz viele mit der Bemerkung: „Ja, so habe ich Ostern noch nie erlebt. Keine Liturgie! Kein Osterhalleluja in der Kirche! Mit niemandem in österlicher Freude das Lied ‚Der Heiland ist erstanden‘ singen können. Das tut weh! Und das genau zum Osterfest!“ Was wäre ein Leben ohne Ostern? Ja, genau zum Osterfest....

  • 22.04.20
Texte zum Sonntag

Weißer Sonntag | 19.4.2020
Kommentar

BIBEL UND LEBEN Hinter verschlossenen Türen ist Jesus da Dass ich jemals einen Gottesdienst hinter verschlossenen Kirchentüren feiern würde, das hätte ich noch vor einigen Wochen für unvorstellbar gehalten und heftig dementiert. Die Feier der Messe ist immer Feier der ganzen Kirche, ist Begegnung mit dem auferstandenen Jesus Christus und seiner heilsamen, den Menschen verwandelnden Lebenskraft. Davon darf niemand ausgeschlossen werden, der sich danach sehnt. Doch schneller, als ich schauen...

  • 16.04.20
Texte zum Sonntag
„Fürchtet euch nicht!“ Diese Botschaft des Ostermorgens ist die Antwort, die wir in der gegenwärtigen Situation ganz besonders brauchen. Bild: Österlicher Seitenaltar in der Pfarrkirche St. Leonhard am Walde. Ein Engel öffnet bei Matthäus das Grab Jesu und erschließt den Frauen die Osterbotschaft.

Wort zum Sonntag Prl. Conrad Müller
Ostern - die christliche Antwort

Fürchtet euch nicht!“ Von alleine käme den Frauen dies wohl nicht in den Sinn. Dazu braucht’s das Signal von ganz oben. Ausgerechnet nach allem, was sie erlebt haben am Karfreitag und soeben noch, als wieder die Erde bebte und die Grabeswächter wie tot umfallen, keine Furcht zu empfinden, keine Beklemmung im Schmerz über Jesu Schicksal und in ihrer schieren Verzweiflung? Man kann sich vorstellen, wie sich die Frauen in Grabesstimmung am Ostermorgen zum Ort der Beisetzung hinschleppen. Es zieht...

  • 08.04.20
Texte zum Sonntag
In seinem Leiden sieht Jesus noch die Not derer, die ihn ausliefern, verurteilen, peinigen, und tritt mit ihnen in einen befreienden Dialog.

Wort zum Sonntag von Abt Johannes Maria Szypulski OCist
Jesu befreiender Blick auf die Menschen

Die Erzählung der Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus enthüllt ein Paradoxon: Jesus, der „Gott mit uns“, der Auserwählte und geliebte Sohn Gottes, zeigt sich „schwach“. Schon der Prophet Jesaja spricht vom Wesen des Messias: „Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus“ (Jes 42,2-3), das heißt, er wird nicht solche Maßnahmen ergreifen, um in der breiten...

  • 03.04.20
Texte zum Sonntag
Jesus besitzt Macht über Leben und Tod, er kann das erlösende Wort sagen: „Lazarus, komm heraus!“ Bild: Fresko in der Domkirche Santa Maria Assunta in San Gimigniano.

Wort zum Sonntag von Abt Johannes Maria Szypulski OCist
Dem Tod eine Grenze gesetzt

Keiner zweifelte, dass Lazarus tot war, denn vier Tage zuvor wurde er begraben. Jesus aber meint, dass er nur schläft, um auf die Relativität des Todes hinzuweisen. Gerade in den Augen Gottes ist der menschliche Tod wie ein Schlaf, der ein Erwachen erwartet, so ähnlich wie im Tode Jesu. Über die schwere Krankheit seines Freundes Lazarus wurde Jesus von den Schwestern informiert. Trotzdem verweilt er ganz bewusst noch zwei weitere Tage an dem Ort, wo er war. So lässt Jesus sozusagen den Tod über...

  • 03.04.20
Texte zum Sonntag
Das größte Glück ist bereits erfüllt. Wir gehören zu Jesus, zu Gott, zu Ihm, der alles, dich und mich, erschaffen hat.
2 Bilder

Gedanken zum Evangelium: 4. Fastensonntag
Freude einüben, Leben schöpfen

Halbzeit auf dem Weg nach Ostern. Zwischenstopp: Laetare-Sonntag. Zeit der Freude abseits der Umstände. Zeit zur Reflexion: Bin ich (noch) gut unterwegs? Gehe ich Ostern bewusst entgegen? Oder besser: Nehme ich schon bewusster wahr, dass Ostern auf mich zukommt? Dass die Fülle der Freude, das volle Leben kommt und schon da ist? Darin üben wir uns ein. Wer kennt sie nicht, die Sehnsucht nach Frieden, Freude und Gemeinschaft? Danach, angenommen, verstanden und geliebt zu sein, dazuzugehören? In...

  • 22.03.20
Texte zum Sonntag
Jesus heilt die Augen unseres Herzens, damit wir fähig werden, den Nächsten mit den Augen Gottes – Augen der Liebe – zu sehen. 
Bild: Zwei nebeneinanderstehende Plakate werben mit Blindheit – eines für eine Hilfsaktion, das andere für berufliche Weiterbildung. Foto: Schlager

Wort zum Sonntag von Dechant Herbert Schlosser
Heilung für die Herzensblindheit

Jesus heilt im Evangelium des vierten Fastensonntags einen Blinden. Er hat sicher Mitleid mit ihm gehabt, aber er will uns durch sein Tun auch noch etwas Tieferes zeigen. Es gibt nämlich nicht nur die körperliche Blindheit, es gibt auch eine geistige, eine Blindheit des Herzens. In unserem Evangelium sind es die Pharisäer, die auf diese Weise blind sind. Sie lehnen Jesus und das, was er sagt und tut, ab. Durch nichts von ihm lassen sie sich beeindrucken. Sie sehen in ihm nicht den Mensch...

  • 20.03.20
Texte zum Sonntag

4. Fastensonntag - Kommentar von Alfred Jokesch
Nicht nur sehend sein, sondern schauend

Wir sind in diesen Tagen mit Ereignissen und Maßnahmen konfrontiert, wie sie keiner von uns jemals erlebt hat. Da wird uns drastisch vor Augen geführt, wie verwundbar unsere hoch technisierte und global vernetzte Zivilisation ist. Die Überzeugung, wir hätten alles im Leben bestens im Griff und könnten Sicherheit und Planbarkeit bis ins Kleinste gewährleisten, erweist sich als Illusion. Jetzt sind wir gezwungen, diese Haltung loszulassen und uns in allen Lebensbereichen massiv einzuschränken, um...

  • 18.03.20
Texte zum SonntagPremium
In ruhelosen Zeiten ist es wichtig, sich an „Sternstunden“ zu erinnern und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Bild: Seceda mit Geislerspitzen in den Südtiroler Dolomiten.

Wort zum Sonntag von Dechant Herbert Schlosser
Sternstunden voll Glück und Freude

Für mich ist es immer toll, auf einem Berg zu sein. Die Sicht vom Gipfel ist etwas Großartiges. Ich könnte stundenlang dort sitzen und in die Weite der Natur schauen. Es gibt natürlich auch andere „Gipfelerlebnisse“ in meinem Leben. Es gibt Augenblicke, da spüre ich mich und mein Leben ganz intensiv; da bin ich mit mir und allem rundherum in Harmonie und spüre Frieden und Geborgenheit. Ein schönes Kunstwerk, gute Musik oder eine Wanderung kann das für mich auslösen. Auch die Begegnung mit einem...

  • 05.03.20
Texte zum Sonntag
Wüste weckt im Menschen die Sehnsucht nach Wasser, nach der Quelle wahren Lebens. „Wüsten-Zeiten“ können uns helfen, die Verbindung mit Gott als Quelle für Sinn und Erfüllung zu erspüren. Auf dem Foto: Der "Berg der Versuchung" bei Jericho.

Wort zum Sonntag von Anna Rosenberger
In der Wüste zur Quelle des Lebens finden

Jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit hören wir das Evangelium von der Versuchung Jesu. Die  Versuchungsgeschichte folgt unmittelbar auf die Taufe Jesu und steht damit am Anfang seines Wirkens. So heißt es „Jesus wird vom Geist in die Wüste geführt und soll dort vom Teufel versucht werden.“ Er tat dies, nachdem ihm zuvor eine Stimme aus dem Himmel die wunderbar Zusage gab: „Dies ist mein geliebter Sohn.“ Jesus geht also nicht zufällig in die Wüste, um zu fasten, er nimmt sich diese „Wüsten-Zeit“,...

  • 27.02.20
Texte zum Sonntag

Gedanken zum Evangelium: 7. Sonntag im Jahreskreis
Nicht schon wieder!

Matthäus 5, 38-48 Ich gebe zu, der Text ist kein bequemer, angenehmer Text für mich. Er fordert mich in mehrerer Hinsicht heraus: Da ist zum einen natürlich die Herausforderung, eine Form der Vollkommenheit zu erlangen, der ich mich nicht gewachsen fühle. Meine „Feinde“ zu lieben und die andere Wange hinzuhalten, das fällt mir nicht leicht. Vor allem, wenn mir etwas wirklich Schlimmes angetan wurde. Mir wird auch ein wenig mulmig bei diesem Evangelium, gerade angesichts der großen...

  • 22.02.20
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ