12. Sonntag: Dr. Gottfried Auer
Wie Jeremia und Jesus auf Gott vertrauen

Der Prophet Jeremia – Gott hat ihm ein Joch auferlegt, ihn in seinen Dienst genommen. Detail aus dem Deckenfresko im St. Pöltner Dom. Das Prophetenbuch trägt die Signatur des Malers: Thomas Friedrich Gedon (um 1740).  
 | Foto: Leopold Schlager
  • Der Prophet Jeremia – Gott hat ihm ein Joch auferlegt, ihn in seinen Dienst genommen. Detail aus dem Deckenfresko im St. Pöltner Dom. Das Prophetenbuch trägt die Signatur des Malers: Thomas Friedrich Gedon (um 1740).
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Die erste Lesung des heutigen Sonntags ist den sogenannten „Konfessionen Jeremias“ entnommen. In diesen Textabschnitten aus dem Buch Jeremia bedenkt und betrachtet der Prophet seine Situation und sein Verhältnis zu Gott.

In seiner Verkündigung wendet er sich gegen ein unbegründetes Sicherheitsgefühl, das sich auf den Tempel in Jerusalem beruft, und tritt für die Unterwerfung unter das babylonische Reich ein. Damit zieht er Verfolgung durch die Mächtigen und Entfremdung von seinen Mitmenschen auf sich. Dennoch kann er nicht anders handeln, weil Gott ihn dazu beauftragt und berufen hat.

In den Versen vor Beginn der heutigen Lesung benennt der Prophet das mit den Worten: „Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören… Das Wort des Herrn bringt mir den ganzen Tag nur Hohn und Spott. Sagte ich aber: Ich will nicht mehr an ihn denken und in seinem Namen sprechen!, so brannte in meinem Herzen ein Feuer.“

Von Jeremia können wir lernen, in allem, was uns das Leben schwer macht, auf Gott zu vertrauen, der auch uns retten kann.

Dann beschreibt Jeremia am Beginn des Lesungstextes seine Notlage und Einsamkeit. Im zweiten Teil der Lesung wird das Vertrauen des Propheten auf Gott, den treuen Helfer, sichtbar. Dieses Vertrauen stützt sich wohl auf eigene Erfahrungen – etwa die Rettung vor einem Mordversuch durch einen ägyptischen Hofbeamten – als auch die Erfahrungen des Gottesvolkes Israel mit seinem Gott. Daher schließt die Lesung mit der Aufforderung: „Singt dem Herrn, rühmt den Herrn; denn er rettet das Leben des Armen aus der Hand der Übeltäter.“

So können wir von Jeremia lernen, in allem, was uns das Leben schwer macht, auf Gott zu vertrauen, der auch uns retten kann.

Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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