Nachrichten - Niederösterreich | Kirche bunt

Kirche hier und anderswo

Bischof Alois Schwarz

Worte von Bischof Alois Schwarz
„Den Augen fern, nicht dem Herzen“

Liebe Brüder und Schwestern! Wir treten mit dem Palmsonntag ein in die Heilige Woche, die Karwoche. Eine außergewöhnliche, eine besondere Fastenzeit liegt hinter uns – und eine Zeit großer Veränderungen und Herausforderungen liegt wohl weiter vor uns. In diese Zeit hinein feiern wir das große Fest der Christen: Tod und Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Dieses Fest wird heuer auf ganz andere Art und Weise gefeiert werden, als wir es kennen, als es uns vertraut ist, es...

  • 01.04.20
Die Bischöfe haben ihren Vorgaben ein Wort aus dem Philipperbrief im Neuen Testament vorangestellt: „Ich habe gelernt, mich in jeder Lage zurechtzufinden: Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben“ (vgl. Phil 4,11-12).

Vorgaben für Pfarren
Richtlinien für die Feiern vom Palmsonntag bis Ostern

Die Österreichische Bischofskonferenz hat für die Osterfeiern 2020 Richtlinien unter Pandemie-Bedingungen erlassen. Auch in der Diözese St. Pölten werden die Gläubigen ermutigt, die Gottesdienste in der Karwoche und zu Ostern via Medien mitzufeiern bzw. zu Hause eigene Feiern abzuhalten. Dafür wurde auch in der Diözese St. Pölten ein entsprechender Behelf erarbeitet, den Sie auf den Seiten 11 bis 17 in dieser Ausgabe von „Kirche bunt“ finden. In einem Schreiben an die Pfarrgemeinden...

  • 01.04.20
 Premium
Originelle Idee vom Pfarrer von Mautern, P. Clemens Reischl: Zahlreiche Gläubige waren mit ihrem Abbild auf den Bänken des Gotteshauses anwesend.
4 Bilder

Viele Pfarren überlegen, wie sie den Menschen nahe sein können
Segen und Hilfe durch unsere Pfarren

Vielen Menschen ist es in der Zeit der Coronakrise ein großes Anliegen, für die Menschen und für das Land zu beten. Vor einigen Jahren war es ein sehnlicher Wunsch des jungen, fast blinden Andreas Stross aus St. Pantaleon, zu Hause Gottesdienste zu feiern. Darum errichteten ihm Freunde, Verwandte und Bekannte eine wunderschöne Kapelle in seinem Garten. Diese nutzt er, um dort täglich Wortgottesdienste zu feiern und um in dieser Krise für die Menschen zu beten. In den Pfarren wird derzeit...

  • 28.03.20
Hinweis auf die Corona-Maßnahmen in der Pfarre Gmünd-Neustadt.
4 Bilder

Manche Pfarrer und Seelsorger gehen neue Wege
So leben unsere Pfarren mit der Coronakrise

Die Pfarren und Seelsorger stehen vor einer völlig neuen Situation: Ist die Begegnung mit und das Wirken für die Menschen im Zentrum ihres Handelns, so müssen sie jetzt aufgrund der Ausgangsbeschränkungen neue Wege finden, um für sie da zu sein. Manche setzen auf neue Möglichkeiten. Viele Pfarrgemeinden haben intensiv beraten, ob sie noch zu den Gottesdiensten mit maximal hundert Gläubigen am 15. März einladen oder ob die heiligen Messen nicht mehr öffentlich gefeiert werden. Laut Anweisung...

  • 18.03.20

Glaube

Einladung, eine Kerze beim Fenster zu entzünden

Jeden Abend um 20 Uhr
Gebetsinitiative „Lichter der Hoffnung“ österreichweit

Die katholische, evangelische und orthodoxe Kirche haben angesichts der Coronakrise zu einer gemeinsamen österreichweiten Gebetsaktion aufgerufen. Die Gläubigen aller Konfessionen sind eingeladen, seit 21. März täglich um 20 Uhr eine Kerze anzuzünden und ins Fenster zu stellen – soweit das ohne Gefahr möglich ist – sowie das Vaterunser zu beten. Dieses von Jesus selbst überlieferte Gebet ist allen Christen unabhängig ihrer Kirchenzugehörigkeit gemeinsam. Die Priester bzw. Geistlichen sind...

  • 24.03.20
Beten in Zeiten der Coronakrise

Viele Menschen haben vor allem jetzt das Bedürfnis, zu beten
Gebet in der Coronakrise

Im ganzen Land fallen derzeit wegen der Corona-Krise Gottesdienste aus. Gerade jetzt haben viele Menschen das Bedürfnis, zu beten. Gläubige, die das Beten regelmäßig praktizieren, wissen wie sie sich an Gott wenden wollen und können. Viele aber stehen in diesen Tagen ratlos vor der Herausforderung, beten zu wollen, aber nicht zu können. Es gibt viele Formen des Gebets. Vom Gebet der Gebete, das uns Jesus Christus hinterlassen hat, dem Vater Unser, über das Glaubensbekenntnis, den Rosenkranz,...

  • 18.03.20

Papst Franziskus zur Fastenzeit:
Teilen macht Menschen menschlicher

Papst Franziskus ruft die Katholiken zu Beginn der Fastenzeit zu Almosen und Versöhnung auf. Almosen seien „eine Form persönlicher Teilnahme am Aufbau einer gerechteren Welt“, heißt es in der Fastenbotschaft des Papstes, und weiter: „Das Teilen aufgrund der Nächstenliebe macht den Menschen menschlicher; das Anhäufen droht ihn hässlich zu machen, weil es ihn in seinem Egoismus einschließt.“ Die Fastenbotschaft trägt den Titel „Wir bitten an Christi Statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“....

  • 26.02.20
Bischof Dr. Alois Schwarz

Worte zur Fastenzeit von Bischof Alois Schwarz
In Freude auf Ostern zugehen

„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ (Mt 6,16-18) Die Fastenzeit hat begonnen: Ein bewusst...

  • 26.02.20
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Texte zum Sonntag

Jesus heilt die Augen unseres Herzens, damit wir fähig werden, den Nächsten mit den Augen Gottes – Augen der Liebe – zu sehen. 
Bild: Zwei nebeneinanderstehende Plakate werben mit Blindheit – eines für eine Hilfsaktion, das andere für berufliche Weiterbildung. Foto: Schlager

Wort zum Sonntag von Dechant Herbert Schlosser
Heilung für die Herzensblindheit

Jesus heilt im Evangelium des vierten Fastensonntags einen Blinden. Er hat sicher Mitleid mit ihm gehabt, aber er will uns durch sein Tun auch noch etwas Tieferes zeigen. Es gibt nämlich nicht nur die körperliche Blindheit, es gibt auch eine geistige, eine Blindheit des Herzens. In unserem Evangelium sind es die Pharisäer, die auf diese Weise blind sind. Sie lehnen Jesus und das, was er sagt und tut, ab. Durch nichts von ihm lassen sie sich beeindrucken. Sie sehen in ihm nicht den Mensch...

  • 20.03.20
 Premium
In ruhelosen Zeiten ist es wichtig, sich an „Sternstunden“ zu erinnern und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Bild: Seceda mit Geislerspitzen in den Südtiroler Dolomiten.

Wort zum Sonntag von Dechant Herbert Schlosser
Sternstunden voll Glück und Freude

Für mich ist es immer toll, auf einem Berg zu sein. Die Sicht vom Gipfel ist etwas Großartiges. Ich könnte stundenlang dort sitzen und in die Weite der Natur schauen. Es gibt natürlich auch andere „Gipfelerlebnisse“ in meinem Leben. Es gibt Augenblicke, da spüre ich mich und mein Leben ganz intensiv; da bin ich mit mir und allem rundherum in Harmonie und spüre Frieden und Geborgenheit. Ein schönes Kunstwerk, gute Musik oder eine Wanderung kann das für mich auslösen. Auch die Begegnung mit...

  • 05.03.20
Wüste weckt im Menschen die Sehnsucht nach Wasser, nach der Quelle wahren Lebens. „Wüsten-Zeiten“ können uns helfen, die Verbindung mit Gott als Quelle für Sinn und Erfüllung zu erspüren. Auf dem Foto: Der "Berg der Versuchung" bei Jericho.

Wort zum Sonntag von Anna Rosenberger
In der Wüste zur Quelle des Lebens finden

Jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit hören wir das Evangelium von der Versuchung Jesu. Die  Versuchungsgeschichte folgt unmittelbar auf die Taufe Jesu und steht damit am Anfang seines Wirkens. So heißt es „Jesus wird vom Geist in die Wüste geführt und soll dort vom Teufel versucht werden.“ Er tat dies, nachdem ihm zuvor eine Stimme aus dem Himmel die wunderbar Zusage gab: „Dies ist mein geliebter Sohn.“ Jesus geht also nicht zufällig in die Wüste, um zu fasten, er nimmt sich diese...

  • 27.02.20
Wie leicht fällt das Urteil über andere, wenn sie nicht in die gute Gesellschaft passen, fremd sind oder obdachlos. Was berechtigt dazu? Für Jesus gilt ausnahmslos, den Nächsten zu lieben „wie dich selbst“.

Wort zum Sonntag von P. Jeremia Eisenbauer OSB
Jesu Umgang mit dem Unrecht in der Welt

Ich glaube, das gehört zu den stärksten Zumutungen für einen gläubigen Menschen, der nach bestem Wissen und Gewissen leben möchte, dass Gott „seine Sonne aufgehen lässt über Bösen und Guten, und es regnen lässt über Gerechte und Ungerechte“. Und unsere Medien berichten fast täglich über Milliarden, die sich skrupellose Diktatoren oder Spekulanten auf die Seite geschafft haben, und die nie vor einen Richter kommen, aber ein harmloser Obdachtsloser wird wegen eines Ladendiebstahls...

  • 19.02.20

Menschen & Meinungen

Chefredakteurin Sonja Planitzer

Kommentar von Chefredakteurin Sonja Planitzer
Vernunft und Gottvertrauen

Die Welt befindet sich aktuell in einem absoluten Ausnahmezustand. Das Coronavirus hat auf uns alle Auswirkungen. Auch auf „Kirche bunt“! Und damit meine ich nicht, dass wir natürlich in dieser Ausgabe einen Schwerpunkt auf der Berichterstattung über die Auswirkungen der Pandemie auf unsere Kirche und unsere Diözese haben – das ist selbstverständlich und gehört zu unserer Aufgabe. Sondern damit sei darauf verwiesen, dass wir erstmals in der Geschichte von „Kirche bunt“ keine Terminseiten...

  • 18.03.20
Bischof Dr. Alois Schwarz

Gedanken von Bischof Alois Schwarz
Bleiben wir zuhause: Ich für Dich, Du für mich!

Wer von uns hätte zu Silvester gedacht, dass dieses Jahr ein Jahr solcher Herausforderung sein wird? Es geht nicht darum, in Panik zu verfallen, sondern darum, einer Realität ins Auge zu sehen und in großer Solidarität zueinander den Weisungen unserer Regierenden zu vertrauen. Ich schreibe Ihnen das deshalb, weil wir wissen und immer wieder hören, dass diese Anordnungen übertrieben seien. Ich kann Ihnen eines versichern: Jetzt ist nicht die Zeit, alles in Frage zu stellen, jetzt ist die Zeit,...

  • 18.03.20
 Premium
Wir alle stehen in einem Netz aus Beziehungen: Ehe, Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen.

Interview mit Inge Patsch
Ich und die anderen

Die Tirolerin Inge Patsch ist immer wieder im „Hiphaus“ in St. Pölten zu Gast mit Vorträgen und Seminaren zur Logotherapie nach Viktor E. Frankl. „Kirche bunt“ sprach mit ihr über das Geheimnis gelingender Beziehungen. Frau Patsch, wie wichtig sind gute Beziehungen für unser Leben? Inge Patsch: Sie sind das einzige, das wir uns nicht kaufen können, und gleichzeitig sind sie das Wesentliche im Leben. Am Ende ihres Lebens sagen die meisten Menschen, dass Liebe und Freundschaft das Wichtigste...

  • 11.03.20
Gudrun Sailer

Gastkommentar von Gudrun Sailer
Kein Machtwort - weit und breit

Noch selten hat ein Schreiben von Papst Franziskus so viel Zustimmung bei konservativen und so viel Enttäuschung bei reformorientierten Kräften der katholischen Kirche ausgelöst wie „Querida Amazonia“. „Nicht gut, aber das Beste, was von diesem Papst zu erwarten war“, lautete das Urteil auf der einen Seite. „Überflüssig und mutlos“ auf der anderen. Beide Lesarten sind ext­rem. Extrem selbstbezogen, meine ich. Warum? Weil beide engen und vorwiegend westlichen Denkmustern gehorchen und im Kern...

  • 19.02.20

Bewusst leben & Alltag

Aber nur, wenn die geltenden Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden
Diözesaner Umweltbeauftragter lädt zur „Kirchturm-Safari“

Wissen Sie, ob Ihr Kirchturm bewohnt ist?“, fragt Axel Isenbart, Umweltbeauftragter der Diözese St. Pölten. Isenbart: „Finden Sie es heraus. Besuchen Sie alleine oder mit einem Familienmitglied – natürlich im Rahemen der geltenden Ausgangsbeschränkungen – die Kirche, den Friedhof und den Pfarrgarten und beobachten Sie alles, was da summt, flattert und kriecht. So können Sie in dieser Zeit den Kontakt zur Kirche bewahren oder sogar aus einem neuen Blickwinkel entdecken.“ In vielen...

  • 31.03.20
Verkündigung des Herrn – das Gemälde von Leonardo da Vinci ist in den Uffizien in Florenz ausgestellt.

Oft kommt es im Leben ganz anders, als man denkt.
Wenn sich das Leben plötzlich ändert

Am 25. März feiert die Kirche das Fest „Ver­kün­digung des Herrn“ oder „Mariä Verkündigung“. Der Erzengel Gabriel tritt bei Maria – einer jungen, unverheirateten Frau – ein und verkündet ihr, dass sie ein Kind bekommen soll. Eine nahezu unerhörte Ankündigung, die das Leben der jungen Frau extrem durcheinanderwirbelt. Die Pläne, die sie bis dahin hatte – bekannt ist die Absicht, Josef zu heiraten –, sind plötzlich nicht mehr sicher. Wird Josef sie noch heiraten, wenn sie auf unerklärliche Weise...

  • 18.03.20
Die Bewegungsexpertin der Diözesansportgemeinschaft, Helga Edtbrustner, hat gerade für Senioren hilfreiche Tipps für Zuhause.

Diözesansportgemeinschaft gibt Tipp für die Zeit der Ausgangsbeschränkung
Wie man zuhause fit bleibt

Bereits kleine Übungen haben große Wirkung, wenn man sie regelmäßig in den Alltag einbaut, betont Helga Edtbrustner von der Diözesansportgemeinschaft St. Pölten. Die diplomierte Gesundheitstrainerin, Bewegungsexpertin und Seniorentrainerin gibt Tipps, die in der Zeit der Ausgangsbeschränkung aufgrund des Coronavirus in der eigenen Wohnung gut durchführbar sind. Diese Tipps sind sowohl für Senioren als auch jüngere Menschen geeignet. Edtbrustner empfiehlt, diese Übungen nicht nur in...

  • 18.03.20

Ein Beitrag für Jugendliche - aber nicht nur ...
Fasten? Wozu?

Seit über zwei Wochen lächeln sie mich bei jedem Einkauf an: Die Schokoladen, milchig bis zartbitter, diverse Kekssorten und reduzierte Süßbackwaren. Ja, sogar die Chipssackerl scheinen mir zuzuzwinkern – und das, obwohl ich diese eigentlich nie kaufe. Doch ich widerstehe schweren Herzens, denn: Ich faste auch heuer wieder – und das ist an manchen Tagen gar nicht so einfach. Ja, ich weiß, Jesus predigt: „Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler!“ (Mt 6,16). Dennoch fällt...

  • 12.03.20

Gesellschaft & Soziales

Während Coronakrise kostenlos!
„Kirche bunt“ ab sofort als E-Paper erhältlich

Soziale Kontakte verringern, das ist das Gebot der Stunde! „Kirche bunt“ leistet einen Beitrag und erscheint ab sofort auch als E-Paper! Das neue E-Paper von „Kirche bunt“ kann ab sofort bis vorerst 13. April kostenlos von unserer neuen Homepage (www.kirchebunt.at) downgeloadet werden. „Damit wollen wir einen weiteren Beitrag zu den derzeitigen Vorgaben der Bundesregierung leisten. Denn mit dem zusätzlichen Vertrieb als E-Paper bieten wir allen unseren Abonnentinnen und Abonnenten die...

  • 18.03.20
Initiative präsentierte ihre Argumente gegen die Abschiebung jugendlicher Asylwerber in Ausbildung: 1. Reihe v. l.: Hans Müller (Verein Vielfalt nutzen), Schulärztin Ester Steininger, Sr. Elvira Reuberger, Pädagogin Elisabeth Ortner; 2. Reihe: Asylwerber Jamil, Sr. Hildegund Kammerhofer, Christian Köstler (Pfarrcaritas), Monika Distelbeger (Verein Leila), Josef Riegler (KAB-Vorsitzender), Direktor Leopold Dirnberger und Asylwerber Mo.

Junge Asylwerber in Ausbildung
Franziskanerinnen fordern Abschiebestopp

Die Initiative für Asylwerber in Ausbildung“ (AIA) hat sich mit einem Brief an Bundes­präsident, Bundesregierung, die Parlamentarier sowie Landesregierung gewandt, um die Abschiebung von jugendlichen Asylwerbern, die eine Ausbildung machen, zu stoppen. Das sei weder human noch wirtschaftlich sinnvoll. Die Initiative wird von einem breiten Bündnis untersützt, darunter sind die Franziskanerinnen oder die Katholische Arbeitnehmer/innen-Bewegung (KAB). Der AIA-Brief zählt vier Argumente auf,...

  • 12.03.20
Die diözesanen bzw. Landesleiter der Notfallseelsorger Österreichs. Darunter Birgit Schiller (2. v. r.) und Diakon Heinrich Schwertl (3. v. r.).

20-Jahr-Jubiläum der ökumenischen Notfallseelsorge
Im Leid erleben, dass man nicht allein ist

Gott, der so oft verborgen ist, trägt, wenn nichts mehr trägt“, sagte Militärbischof Werner Freistetter, zuständiger Referatsbischof in der katholischen Bischofskonferenz. Er bekräftigte die Selbstverständlichkeit, mit der die Kirche in diesem seelsorglichen Bereich, an der Grenze des Lebens, Präsenz zeigen müsse. Michael Chalupka, Bischof der Evangelischen Kirche A.B., betonte, wie verletzlich das Leben sei. Durch die Notfallseel­sorge erleben die durch Leid Betroffenen, dass sie nicht allein...

  • 11.03.20
Initiative präsentierte ihre Argumente gegen die Abschiebung jugendlicher Asylwerber in Ausbildung: 1. Reihe v. l.: Hans Müller (Verein Vielfalt nutzen), Schulärztin Ester Steininger, Sr. Elvira Reuberger, Pädagogin Elisabeth Ortner; 2. Reihe: Asylwerber Jamil, Sr. Hildegund Kammerhofer, Christian Köstler (Pfarrcaritas), Monika Distelbeger (Verein Leila), Josef Riegler (KAB-Vorsitzender), Direktor Leopold Dirnberger und Asylwerber Mo.

Abschiebung von Jugendlichen: Franziskanerinnen fordern Stopp

Die Initiative für Asylwerber in Ausbildung“ (AIA) hat sich mit einem Brief an Bundes­präsident, Bundesregierung, die Parlamentarier sowie Landesregierung gewandt, um die Abschiebung von jugendlichen Asylwerbern, die eine Ausbildung machen, zu stoppen. Das sei weder human noch wirtschaftlich sinnvoll. Die Initiative wird von einem breiten Bündnis untersützt, darunter sind die Franziskanerinnen oder die Katholische Arbeitnehmer/innen-Bewegung (KAB). Der AIA-Brief zählt vier Argumente auf,...

  • 11.03.20

Reisen

 Premium
Der Religionslehrer im Kreis von Schulkindern.

Reportage von Marijan Orsolic, Pastoralassistent und Religionslehrer in der Diözese St. Pölten
Ruanda – „Land der tausend Hügel“

Als ich die Einladung zur Konferenz „Overcoming Violence“ in Kibuye in Ruanda Mitte September im Vorjahr angenommen hatte, war meine Familie plötzlich besorgt: Ruanda ist ein Land, das bei vielen Menschen zuerst mit Krieg und Gewalt in Verbindung gebracht wird. Selbst die Konferenz in Kibuye fand anlässlich des 25. Gedenkjahres des Genozids in Ruanda statt. Jedoch war meine Reise in dieses ostafrikanische Land voll von positiven Überraschungen und Erlebnissen, die mit dem historischen Image...

  • 22.01.20

Kunst & Kultur

Fastentuch, das Schüler für die Pfarrkirche Langenlois gestalteten.
3 Bilder

Neue Fastentücher in Langenlois und Waidhofen/Ybbs
Pfarren beleben Tradition des Fastentuchs neu

In vielen Pfarren hängt während der Fastenzeit vom Aschermittwoch bis zur Feier der Auferstehung ein Fas­tentuch. In manchen Pfarren wurde dieses neu gefertigt. Auf Anregung von Pastoralassistent Johannes Leitner gestalteten 19 Schüle­rinnen und Schüler aus den 4. Klassen der NMS Langenlois unter der Leitung von Religionslehrerin Erna Steinkellner das Fastenbild in der Stadtpfarrkirche Langenlois. Die Jugendlichen nahmen als Grundlage dafür den Themenschwerpunkt dieses Schuljahres. Es sind...

  • 24.03.20
Barbara Taubinger hat Anfang des Jahres die Leitung des „MUSEUM AM DOM St. Pölten“ übernommen.

Nach Bauarbeiten Wiedereröffnung im Mai
Diözesanmuseum wird „MUSEUM AM DOM St. Pölten“

Unter dem neuen Namen „MUSEUM AM DOM St. Pölten“ öffnet das Diözesanmuseum am Wochenende des Niederösterreichischen Museumsfrühlings (16./17. Mai) nach fast einjährigen Adaptierungsarbeiten wieder seine Tore. Die Eröffnungsausstellung „Himmlische Seelen. Knöcherne Juwelen“ lädt zur Auseinandersetzung mit Reliquien und deren Verehrung ein. Das Wort „Diözesan“ werde heute nicht mehr unmittelbar verstanden, zudem grenze es massiv ein, „was wir kuratieren, zeigen, verbinden können“, erklärt...

  • 11.03.20
Eröffnung der Fasten-Ausstellung durch Carl Aigner (Mitte) und Bischof Alois Schwarz (rechts). Im Vordergrund ein Werk des Prager Künstlers Krištof Kintera.

Ausstellung zur Fastenzeit macht nachdenklich, was den Menschen und die Schöpfung, in die er gestellt ist, betrifft
Fastenimpuls „Schöpfung“

Vom biblischen Schöpfungsbericht bis hin zu Mikroschöpfungswelten spannt sich der Bogen in der Beziehung Gott – Erde – Mensch. Mensch und Natur fokussieren sich allerdings zunehmend destruktiv zur Schöpfungsbalance – Stichwort Klimakatastrophe. Darum widmet sich die diesjährige Ausstellung des Katholischen AkademikerInnenverbandes (KAV) der Diözese St. Pölten zur Fastenzeit dem Thema „Schöpfung“. Die Fastenbesinnung im Dom stand im Spannungsfeld zwischen biblischer Schöpfungserzählung und dem...

  • 05.03.20
Proben im Jugendhaus Stift Göttweig.

Jugendliche befassen sich in Passion mit modernen Problemen
Jugendhaus Göttweig: Leidensweg 2.0

Cybermobbing, Stress, Gewalt oder Angst sind Themen, die junge Menschen betreffen und belas­ten. Seit Herbst 2019 arbeiten 25 Kinder bzw. Jugendliche im Jugendhaus Stift Göttweig daran, diese und andere „Leidenswege“ in kurzen Szenen und in unterschiedlichen Stilen umzusetzen. Aufführung des interaktiven Bewegungstheaters „Passion“ ist am Sonntag, 22. März, um 16.30 Uhr. Das Publikum wird nach einer szenischen Einführung bei der Stiftskirche Göttweig 90 Minuten lang zu verschiedenen...

  • 04.03.20

Serien

P. Albert Groiß OSB

P. Albert Groiß verwaltet im Stift Altenburg 30.000 Bücher
Pater Albert: Bücher ordnen statt Vollzeitseelsorge

Altenburg. „Nachdem ich 1985 ins Stift Altenburg eingetreten bin, hat mir der damalige Abt Bernhard Naber einen großen Haufen an Büchern gezeigt, den es zu ordnen galt. Diese Werke konnten während des Zweiten Weltkrieges vor den Nazis gerettet werden und wurden mit zwei Traktoranhängern in ein Versteck gebracht“, erzählt Pater Albert Groiß OSB. Seit seinem Eintritt ins Benediktinerkloster verwaltet P. Albert die Stiftsbibliothek mit derzeit rund 30.000 Büchern. Manche können ins 12....

  • 31.03.20
P. Yohanu Kat­ru und Grete Strauß

"Mein Hobby" vom Steinakirchner Kaplan P. Yohanu Kat­ru
Eierlikörmachen: Ins „Geheimnis“ eingeweiht

„Die österreichische Küche und deren Spezialitäten habe ich schnell schätzen gelernt“, erzählt Pater Yohanu Kat­ru, der seit 2016 in Steinakirchen als Kaplan tätig ist. „Ein geistiges Getränk, den Eierlikör, habe ich besonders schätzen gelernt“, schmunzelt der gebürtige Inder. Da er davon so begeistert war und Eierlikör leicht herzustellen ist, wurde er von Grete Strauß in dieses Küchengeheimnis eingeweiht (siehe Bild), damit er den Likör überall anders auch herstellen kann. P. Yohanu stammt...

  • 24.03.20
Erich Hitz

Mein Hobby: Erich Hitz
„Jägerschaft lehrt Schöpfungsnähe“

St. Gotthard. Wenn ich am Hochstand sitze und die Natur in Ruhe beobachte, dann ist das ein Lebensgenuss“, erzählt Jäger Erich Hitz, der 23 Jahre als Pfarrmoderator von Bischofstetten und bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2014 30 Jahre als Militärpfarrer gewirkt hat. Hitz betont die positive Bedeutung der Jägerschaft für die Umwelt aufgrund der vielen Hegearbeiten. Diese kümmere sich darum, dass sich keine Seuchen unter dem Wild ausbreitet, was für Nutztiere und Menschen gefährlich werden...

  • 18.03.20
 Premium
Pfarrer Emeka Emeakaroha

Mein Hobby: Pfarrer Emeka aus Nigeria
Pfarrer und Feuerwehrmann

Als Emeka Emeakaroha als junger Theologiestudent nach Österreich kam, war ihm das Feuerwehrwesen hierzulande unbekannt. „In meinem Dorf gibt es keine freiwillige Feuerwehr“, erzählt der Pfarrer von Ober-Grafendorf und Weinburg. Schnell lernte er diese Institution zu schätzen und man nahm ihn 1999 in der FF Ober-Grafendorf auf, wo er auch bald Feuerwehrkurat wurde. Die Basisausbildung absolvierte der Seelsorger mühelos, auch bei Einsätzen fuhr er mit. Das sei jetzt weniger geworden: „Wir haben...

  • 05.03.20

Kirche, Feste, Feiern

Pilgern auf den Sonntagberg – mit Eselbegleitung.
3 Bilder

„Österliche Pilgertage“ in der Diözese

Die Pastoralen Dienste und das Katholische Bildungswerk laden wieder zu den „Österlichen Pilgertagen“. Die Wanderungen an verschiedenen Orten in der Diözese werden von ausgebildeten Pilgerbegleiterinnen und -begleitern geleitet. Jede und jeder ist willkommen, in den letzten Jahren boomte das österliche Pilgern regelrecht und es wird gerne von Jung und Alt angenommen. Nähere Informationen gibt es im Internet: pilgern.dsp.at. Pilgern ist populär und faszinierend. „Weil es so einfach geht und...

  • 11.03.20
Vorbereitungteam mit Franz Dichler, Leopold Diesner, Initiator Johann Hofbauer, Pfarrer P. Josef Brand, Vorbeter Hermann Tischler, Franz Bräuer.

Die Wallfahrt zu Pfingsten ist uralt
Heidenreichsteiner laden zu grenzüberschreitender Wallfahrt

Die Teilnehmer aus Heidenreichstein und angrenzenden Orten sprechen von einem „spirituellen und geistlichen Erlebnis, das nachhaltig ist“: 2009 wurde die Wallfahrt nach Schimau (Rimov) wieder aufgenommen, nachdem sie 1938 aufgrund des Zweiten Weltkriegs sowie der Abschottung während des Kommunismus unterbrochen worden war. Der Beginn der jährlichen fünftägigen Fußwallfahrt von Heidenreichstein bis ins tschechische Schimau und Dobra Voda (Maria Trost in Brünnl) mit einer Strecke von 143...

  • 04.03.20
In der Kategorie der Älteren gewannen das "Fair kick"-Fußballturnier die Ministranten aus der Pfarre Amstetten-Herz Jesu.
3 Bilder

22 Teams aus Diözese St. Pölten traten an
Fußballturnier der Ministranten

Das diözesane Ministranten-Fußballturnier „Fair Kick“ im Stift Melk gewannen heuer die Messdiener aus der Pfarre Amstetten Herz Jesu, in der Kategorie der Älteren. Trainiert wurden sie – genauso wie jüngeren Minis, die den 4. Platz in ihrer Kategorie holte – vom 93-jährigen Salesianerpater Roman Stadelmann. P. Roman zeigte sich erfreut: „Das Wichtigste ist, dass die Kinder und Jugendlichen Freude am Sport, an der Gemeinschaft und an der Kirche haben.“ P. Roman hat extra eine Turnhalle gemietet,...

  • 04.03.20
Das Priesternationalteam bei der EM in Prag

Fußball-EM der Priester in Prag
12. Platz für Österreichs Priesternationalteam

Der Ybbser Pfarrer Hans Wurzer führte als Kapitän und Tormann wieder die österreichische Priesternationalmannschaft bei der Europameis­terschaft an. Aus der Diözese St. Pölten waren weiters die Pfarrer von Annaberg, P. Justin Minkowitsch, und von Wieselburg, Dechant Daniel Kostrzycki, dabei. Gastgeber war heuer die Erzdiözese Prag. Sportlich findet man – wie in den Jahren zuvor – unsere Priester wieder im Mittelfeld, es wurde Platz 12. Dabei hat es mit einem Sieg gegen Montenegro...

  • 03.03.20

Sonderthemen

Abschaffung der Müllgebühr durch die Besteuerung der Verpackung-billiger-umweltfreundlich-sozial
Churches for Future

Ich schlage vor, dass die Entsorgungskosten von Müll bereits beim Kauf eingehoben werden. Damit nicht die Allgemeinheit, wir alle, für die Kosten von illegal entsorgtem Müll aufkommen muss. Es wäre erheblich billiger, umweltfreundlich, sozial gerecht, wenn der Bürger nicht wie derzeit doppelt -Mehrwertsteuer der Verpackung und der Gebühr für die Entsorgung - belastet wird, sondern einmalig durch eine Abgabe beim Kauf. Nur so kann man verhindern, dass sich einzelne auf Kosten der Allgemeinheit...

  • 20.03.20

Geschichtliches & Wissen

 Premium
Die südböhmische Stadt Tabor wurde von den Hussiten angelegt und nach dem biblischen Berg Tabor benannt. Sie beherbergt heute ein Hussiten-Museum. Zu sehen ist auch ein einfacher Steinaltar.

Vor 600 Jahren begannen die Hussiten-Kriege
Als der Papst zum Hussiten-Kreuzzug rief

1420 rief Papst Martin V. zum Kreuzzug gegen die Hussiten in Böhmen auf. Die radikale, ebenso religiös wie national motivierte Bewegung wurde eine Vorläuferin der Reformation. Es waren revolutionäre Forderungen, die auch heute nichts von ihrer Sprengkraft verloren haben: Die Predigt sollte frei und ohne kirchliche Zensur sein; das Abendmahl sollte „unter beiderlei Gestalt, Brot und Wein“ von allen Gläubigen gefeiert werden; dem Klerus sollte „die weltliche Herrschaft über Reichtum und...

  • 26.02.20
Papst Pius XII. mit Dag Hammarskjöld, dem von 1953 bis zu seinem Tod bei einem Flugzeugabsturz im Jahr 1961 amtierenden zweiten Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Kirche in aller Welt
Vatikan öffnet Archive zum Pontifikat Papst Pius’ XII.

Geschätzte 16 Millionen Seiten Material zum Pontifikat des Pacelli-Papstes aus sechs vatikanischen Archiven werden am 2. März für die historische Forschung geöffnet. Die Erwartungen sind hoch, für manche aber auch überzogen. Am 2. März öffnet der Vatikan seine Archive zum Pontifikat von Papst Pius XII. (1939-1958). Entsprechend stark ist das Interesse. Von den maximal 60 Arbeitsplätzen im Arbeitssaal des Apostolischen Archivs stehen etwa 30 für das neu zugängliche Archivmaterial bereit....

  • 26.02.20
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.