Nachrichten - Niederösterreich | Kirche bunt

Kirche hier und anderswo

In einer ebenso schlichten wie tief beeindruckenden Zeremonie spendet Papst Franziskus den Segen „Urbi et orbi“. Links vom Portal des Petersdoms ist das Kruzifix aus San Marcello aufgestellt, rechts die Marien­ikone „Salus po­puli Romani“.

Papst spendete Segen „Urbi et orbi“
Ein Segen für die Welt in äußerster Not

Einsamer, eindringlicher hat Franziskus nie gesprochen. In einer ungewöhnlichen Geste betete das Kirchenoberhaupt am Freitag um das Ende der Corona-Pandemie und erteilte von den Stufen des Petersdoms herab den Segen „Urbi et orbi“. Ein dreifaches Kreuzzeichen mit dem Allerheiligsten in den verregneten römischen Abendhimmel. Einsam steigt der 83-Jährige die Stufen zur Basilika empor, einsam hört er ein Wort aus dem Evangelium, einsam richtet er seine Ansprache über den Petersplatz im Regen. An...

  • 02.04.20
Bischof Alois Schwarz

Worte von Bischof Alois Schwarz
„Den Augen fern, nicht dem Herzen“

Liebe Brüder und Schwestern! Wir treten mit dem Palmsonntag ein in die Heilige Woche, die Karwoche. Eine außergewöhnliche, eine besondere Fastenzeit liegt hinter uns – und eine Zeit großer Veränderungen und Herausforderungen liegt wohl weiter vor uns. In diese Zeit hinein feiern wir das große Fest der Christen: Tod und Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Dieses Fest wird heuer auf ganz andere Art und Weise gefeiert werden, als wir es kennen, als es uns vertraut ist, es...

  • 01.04.20
Die Bischöfe haben ihren Vorgaben ein Wort aus dem Philipperbrief im Neuen Testament vorangestellt: „Ich habe gelernt, mich in jeder Lage zurechtzufinden: Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben“ (vgl. Phil 4,11-12).

Vorgaben für Pfarren
Richtlinien für die Feiern vom Palmsonntag bis Ostern

Die Österreichische Bischofskonferenz hat für die Osterfeiern 2020 Richtlinien unter Pandemie-Bedingungen erlassen. Auch in der Diözese St. Pölten werden die Gläubigen ermutigt, die Gottesdienste in der Karwoche und zu Ostern via Medien mitzufeiern bzw. zu Hause eigene Feiern abzuhalten. Dafür wurde auch in der Diözese St. Pölten ein entsprechender Behelf erarbeitet, den Sie auf den Seiten 11 bis 17 in dieser Ausgabe von „Kirche bunt“ finden. In einem Schreiben an die Pfarrgemeinden...

  • 01.04.20
Hinweis auf die Corona-Maßnahmen in der Pfarre Gmünd-Neustadt.
4 Bilder

Manche Pfarrer und Seelsorger gehen neue Wege
So leben unsere Pfarren mit der Coronakrise

Die Pfarren und Seelsorger stehen vor einer völlig neuen Situation: Ist die Begegnung mit und das Wirken für die Menschen im Zentrum ihres Handelns, so müssen sie jetzt aufgrund der Ausgangsbeschränkungen neue Wege finden, um für sie da zu sein. Manche setzen auf neue Möglichkeiten. Viele Pfarrgemeinden haben intensiv beraten, ob sie noch zu den Gottesdiensten mit maximal hundert Gläubigen am 15. März einladen oder ob die heiligen Messen nicht mehr öffentlich gefeiert werden. Laut Anweisung...

  • 18.03.20

Glaube

Einladung, eine Kerze beim Fenster zu entzünden

Jeden Abend um 20 Uhr
Gebetsinitiative „Lichter der Hoffnung“ österreichweit

Die katholische, evangelische und orthodoxe Kirche haben angesichts der Coronakrise zu einer gemeinsamen österreichweiten Gebetsaktion aufgerufen. Die Gläubigen aller Konfessionen sind eingeladen, seit 21. März täglich um 20 Uhr eine Kerze anzuzünden und ins Fenster zu stellen – soweit das ohne Gefahr möglich ist – sowie das Vaterunser zu beten. Dieses von Jesus selbst überlieferte Gebet ist allen Christen unabhängig ihrer Kirchenzugehörigkeit gemeinsam. Die Priester bzw. Geistlichen sind...

  • 24.03.20
Beten in Zeiten der Coronakrise

Viele Menschen haben vor allem jetzt das Bedürfnis, zu beten
Gebet in der Coronakrise

Im ganzen Land fallen derzeit wegen der Corona-Krise Gottesdienste aus. Gerade jetzt haben viele Menschen das Bedürfnis, zu beten. Gläubige, die das Beten regelmäßig praktizieren, wissen wie sie sich an Gott wenden wollen und können. Viele aber stehen in diesen Tagen ratlos vor der Herausforderung, beten zu wollen, aber nicht zu können. Es gibt viele Formen des Gebets. Vom Gebet der Gebete, das uns Jesus Christus hinterlassen hat, dem Vater Unser, über das Glaubensbekenntnis, den Rosenkranz,...

  • 18.03.20

Papst Franziskus zur Fastenzeit:
Teilen macht Menschen menschlicher

Papst Franziskus ruft die Katholiken zu Beginn der Fastenzeit zu Almosen und Versöhnung auf. Almosen seien „eine Form persönlicher Teilnahme am Aufbau einer gerechteren Welt“, heißt es in der Fastenbotschaft des Papstes, und weiter: „Das Teilen aufgrund der Nächstenliebe macht den Menschen menschlicher; das Anhäufen droht ihn hässlich zu machen, weil es ihn in seinem Egoismus einschließt.“ Die Fastenbotschaft trägt den Titel „Wir bitten an Christi Statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“....

  • 26.02.20
 Premium
DDr. Ingrid Fischer: „Das 40 Tage hindurch geschenkte ‚Zeit-Sak­rament‘ lässt sich als liturgische Weggemeinschaft auf Ostern hin begehen.“

Eine Reihe der THEOLOGISCHEN KURSE
Das Sakrament der Vierzig Tage

Heilsame Weggemeinschaft „Jetzt ist die Zeit der Gnade, jetzt sind die Tage des Heiles.“ Sehr früh nennt die Kirche die Wochen vor dem Osterfest „das Sakrament der 40 Tage“ (sacramentum quadragesimale). Sakramente als „Feiern des Glaubens und der Kirche“ geben der innigen Verbindung mit Chris­tus elementaren Ausdruck. Das 40 Tage hindurch geschenkte „Zeit-Sak­rament“ lässt sich als liturgische Weggemeinschaft auf Ostern hin begehen, in der die Gemeinde vielfältige persönliche Weisen der Umkehr...

  • 19.02.20
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Texte zum Sonntag

In seinem Leiden sieht Jesus noch die Not derer, die ihn ausliefern, verurteilen, peinigen, und tritt mit ihnen in einen befreienden Dialog.

Wort zum Sonntag von Abt Johannes Maria Szypulski OCist
Jesu befreiender Blick auf die Menschen

Die Erzählung der Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus enthüllt ein Paradoxon: Jesus, der „Gott mit uns“, der Auserwählte und geliebte Sohn Gottes, zeigt sich „schwach“. Schon der Prophet Jesaja spricht vom Wesen des Messias: „Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus“ (Jes 42,2-3), das heißt, er wird nicht solche Maßnahmen ergreifen, um in der breiten...

  • 03.04.20
Jesus besitzt Macht über Leben und Tod, er kann das erlösende Wort sagen: „Lazarus, komm heraus!“ Bild: Fresko in der Domkirche Santa Maria Assunta in San Gimigniano.

Wort zum Sonntag von Abt Johannes Maria Szypulski OCist
Dem Tod eine Grenze gesetzt

Keiner zweifelte, dass Lazarus tot war, denn vier Tage zuvor wurde er begraben. Jesus aber meint, dass er nur schläft, um auf die Relativität des Todes hinzuweisen. Gerade in den Augen Gottes ist der menschliche Tod wie ein Schlaf, der ein Erwachen erwartet, so ähnlich wie im Tode Jesu. Über die schwere Krankheit seines Freundes Lazarus wurde Jesus von den Schwestern informiert. Trotzdem verweilt er ganz bewusst noch zwei weitere Tage an dem Ort, wo er war. So lässt Jesus sozusagen den Tod...

  • 03.04.20
Jesus heilt die Augen unseres Herzens, damit wir fähig werden, den Nächsten mit den Augen Gottes – Augen der Liebe – zu sehen. 
Bild: Zwei nebeneinanderstehende Plakate werben mit Blindheit – eines für eine Hilfsaktion, das andere für berufliche Weiterbildung. Foto: Schlager

Wort zum Sonntag von Dechant Herbert Schlosser
Heilung für die Herzensblindheit

Jesus heilt im Evangelium des vierten Fastensonntags einen Blinden. Er hat sicher Mitleid mit ihm gehabt, aber er will uns durch sein Tun auch noch etwas Tieferes zeigen. Es gibt nämlich nicht nur die körperliche Blindheit, es gibt auch eine geistige, eine Blindheit des Herzens. In unserem Evangelium sind es die Pharisäer, die auf diese Weise blind sind. Sie lehnen Jesus und das, was er sagt und tut, ab. Durch nichts von ihm lassen sie sich beeindrucken. Sie sehen in ihm nicht den Mensch...

  • 20.03.20
 Premium
In ruhelosen Zeiten ist es wichtig, sich an „Sternstunden“ zu erinnern und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Bild: Seceda mit Geislerspitzen in den Südtiroler Dolomiten.

Wort zum Sonntag von Dechant Herbert Schlosser
Sternstunden voll Glück und Freude

Für mich ist es immer toll, auf einem Berg zu sein. Die Sicht vom Gipfel ist etwas Großartiges. Ich könnte stundenlang dort sitzen und in die Weite der Natur schauen. Es gibt natürlich auch andere „Gipfelerlebnisse“ in meinem Leben. Es gibt Augenblicke, da spüre ich mich und mein Leben ganz intensiv; da bin ich mit mir und allem rundherum in Harmonie und spüre Frieden und Geborgenheit. Ein schönes Kunstwerk, gute Musik oder eine Wanderung kann das für mich auslösen. Auch die Begegnung mit...

  • 05.03.20

Menschen & Meinungen

Chefredakteurin Sonja Planitzer

Kommentar von Chefredakteurin Sonja Planitzer
Ein Geschenk Gottes

Uns steht ein außergewöhnliches Osterfest bevor. Es wird kein gemeinsames Feiern der Liturgie, keinen gemeinsamen Auferstehungsgottesdienst, keine öffentliche Oster-Festmesse, keine Prozession… geben. Wir werden diese Zeit – allein oder im Kreis der Familie – zu Hause begehen müssen. Das ist hart, aber die Vorgaben der Regierung und der Bischöfe wurden getroffen, um Menschenleben zu schützen. Lebensschutz zählt für uns Christen zu den wichtigsten Anliegen – von der Zeugung bis zum letzten...

  • 02.04.20
Chefredakteurin Sonja Planitzer

Kommentar von Chefredakteurin Sonja Planitzer
Vernunft und Gottvertrauen

Die Welt befindet sich aktuell in einem absoluten Ausnahmezustand. Das Coronavirus hat auf uns alle Auswirkungen. Auch auf „Kirche bunt“! Und damit meine ich nicht, dass wir natürlich in dieser Ausgabe einen Schwerpunkt auf der Berichterstattung über die Auswirkungen der Pandemie auf unsere Kirche und unsere Diözese haben – das ist selbstverständlich und gehört zu unserer Aufgabe. Sondern damit sei darauf verwiesen, dass wir erstmals in der Geschichte von „Kirche bunt“ keine Terminseiten...

  • 18.03.20
Bischof Dr. Alois Schwarz

Gedanken von Bischof Alois Schwarz
Bleiben wir zuhause: Ich für Dich, Du für mich!

Wer von uns hätte zu Silvester gedacht, dass dieses Jahr ein Jahr solcher Herausforderung sein wird? Es geht nicht darum, in Panik zu verfallen, sondern darum, einer Realität ins Auge zu sehen und in großer Solidarität zueinander den Weisungen unserer Regierenden zu vertrauen. Ich schreibe Ihnen das deshalb, weil wir wissen und immer wieder hören, dass diese Anordnungen übertrieben seien. Ich kann Ihnen eines versichern: Jetzt ist nicht die Zeit, alles in Frage zu stellen, jetzt ist die Zeit,...

  • 18.03.20
 Premium
Wir alle stehen in einem Netz aus Beziehungen: Ehe, Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen.

Interview mit Inge Patsch
Ich und die anderen

Die Tirolerin Inge Patsch ist immer wieder im „Hiphaus“ in St. Pölten zu Gast mit Vorträgen und Seminaren zur Logotherapie nach Viktor E. Frankl. „Kirche bunt“ sprach mit ihr über das Geheimnis gelingender Beziehungen. Frau Patsch, wie wichtig sind gute Beziehungen für unser Leben? Inge Patsch: Sie sind das einzige, das wir uns nicht kaufen können, und gleichzeitig sind sie das Wesentliche im Leben. Am Ende ihres Lebens sagen die meisten Menschen, dass Liebe und Freundschaft das Wichtigste...

  • 11.03.20

Bewusst leben & Alltag

Aber nur, wenn die geltenden Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden
Diözesaner Umweltbeauftragter lädt zur „Kirchturm-Safari“

Wissen Sie, ob Ihr Kirchturm bewohnt ist?“, fragt Axel Isenbart, Umweltbeauftragter der Diözese St. Pölten. Isenbart: „Finden Sie es heraus. Besuchen Sie alleine oder mit einem Familienmitglied – natürlich im Rahemen der geltenden Ausgangsbeschränkungen – die Kirche, den Friedhof und den Pfarrgarten und beobachten Sie alles, was da summt, flattert und kriecht. So können Sie in dieser Zeit den Kontakt zur Kirche bewahren oder sogar aus einem neuen Blickwinkel entdecken.“ In vielen...

  • 31.03.20
Verkündigung des Herrn – das Gemälde von Leonardo da Vinci ist in den Uffizien in Florenz ausgestellt.

Oft kommt es im Leben ganz anders, als man denkt.
Wenn sich das Leben plötzlich ändert

Am 25. März feiert die Kirche das Fest „Ver­kün­digung des Herrn“ oder „Mariä Verkündigung“. Der Erzengel Gabriel tritt bei Maria – einer jungen, unverheirateten Frau – ein und verkündet ihr, dass sie ein Kind bekommen soll. Eine nahezu unerhörte Ankündigung, die das Leben der jungen Frau extrem durcheinanderwirbelt. Die Pläne, die sie bis dahin hatte – bekannt ist die Absicht, Josef zu heiraten –, sind plötzlich nicht mehr sicher. Wird Josef sie noch heiraten, wenn sie auf unerklärliche Weise...

  • 18.03.20
Die Bewegungsexpertin der Diözesansportgemeinschaft, Helga Edtbrustner, hat gerade für Senioren hilfreiche Tipps für Zuhause.

Diözesansportgemeinschaft gibt Tipp für die Zeit der Ausgangsbeschränkung
Wie man zuhause fit bleibt

Bereits kleine Übungen haben große Wirkung, wenn man sie regelmäßig in den Alltag einbaut, betont Helga Edtbrustner von der Diözesansportgemeinschaft St. Pölten. Die diplomierte Gesundheitstrainerin, Bewegungsexpertin und Seniorentrainerin gibt Tipps, die in der Zeit der Ausgangsbeschränkung aufgrund des Coronavirus in der eigenen Wohnung gut durchführbar sind. Diese Tipps sind sowohl für Senioren als auch jüngere Menschen geeignet. Edtbrustner empfiehlt, diese Übungen nicht nur in...

  • 18.03.20

Ein Beitrag für Jugendliche - aber nicht nur ...
Fasten? Wozu?

Seit über zwei Wochen lächeln sie mich bei jedem Einkauf an: Die Schokoladen, milchig bis zartbitter, diverse Kekssorten und reduzierte Süßbackwaren. Ja, sogar die Chipssackerl scheinen mir zuzuzwinkern – und das, obwohl ich diese eigentlich nie kaufe. Doch ich widerstehe schweren Herzens, denn: Ich faste auch heuer wieder – und das ist an manchen Tagen gar nicht so einfach. Ja, ich weiß, Jesus predigt: „Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler!“ (Mt 6,16). Dennoch fällt...

  • 12.03.20

Gesellschaft & Soziales

Christian Köstler (PfarrCaritas), Angela Wippel (Seniorenreferat), Beatrix Dangl-Watko (Kath. Bildungswerk), Franz Kolland (Referent) und Edith Habsburg (Seniorenpastoral).

Caritas lud vor Coronakrise ein
Studientag zu Einsamkeit

Über 90 Personen aus 40 Pfarren nahmen – vor der Coronakrise – an einem Studientag zum Thema Einsamkeit im Pfarrheim Melk teil. Veranstalter war die PfarrCaritas gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk und der Seniorenpastoral. Der Wiener Soziologe Prof. Franz Kolland gab in seinem Vortrag viele konkrete Anregungen, sowohl für den persönlichen Umgang mit dem Thema, als auch Ideen für Pfarrgemeinden. Er sprach von „der Notwendigkeit einer niederschwelligen Begegnung der Generationen,...

  • 03.04.20

ReligionslehrerIn werden
Berufsbegleitendes Studium ab Herbst

Einzigartig in Österreich: Im Herbst beginnt für Steiermark, Kärnten und Burgenland ein berufsbegleitendes Studium für den katholischen Religionsunterricht. Das Studium kombiniert das Unterrichtsfach Katholische Religion für die Sekundarstufe mit einer Spezialisierung für die Primarstufe. Die AbsolventInnen haben danach die Möglichkeit, in allen Schulen – von der Volksschule bis zur Matura – Religion zu unterrichten. „Für mich ist diese Form des Studierens ideal“, sagt Julia Zörner aus...

  • 01.04.20

Während Coronakrise kostenlos!
„Kirche bunt“ ab sofort als E-Paper erhältlich

Soziale Kontakte verringern, das ist das Gebot der Stunde! „Kirche bunt“ leistet einen Beitrag und erscheint ab sofort auch als E-Paper! Das neue E-Paper von „Kirche bunt“ kann ab sofort bis vorerst 13. April kostenlos von unserer neuen Homepage (www.kirchebunt.at) downgeloadet werden. „Damit wollen wir einen weiteren Beitrag zu den derzeitigen Vorgaben der Bundesregierung leisten. Denn mit dem zusätzlichen Vertrieb als E-Paper bieten wir allen unseren Abonnentinnen und Abonnenten die...

  • 18.03.20
Initiative präsentierte ihre Argumente gegen die Abschiebung jugendlicher Asylwerber in Ausbildung: 1. Reihe v. l.: Hans Müller (Verein Vielfalt nutzen), Schulärztin Ester Steininger, Sr. Elvira Reuberger, Pädagogin Elisabeth Ortner; 2. Reihe: Asylwerber Jamil, Sr. Hildegund Kammerhofer, Christian Köstler (Pfarrcaritas), Monika Distelbeger (Verein Leila), Josef Riegler (KAB-Vorsitzender), Direktor Leopold Dirnberger und Asylwerber Mo.

Junge Asylwerber in Ausbildung
Franziskanerinnen fordern Abschiebestopp

Die Initiative für Asylwerber in Ausbildung“ (AIA) hat sich mit einem Brief an Bundes­präsident, Bundesregierung, die Parlamentarier sowie Landesregierung gewandt, um die Abschiebung von jugendlichen Asylwerbern, die eine Ausbildung machen, zu stoppen. Das sei weder human noch wirtschaftlich sinnvoll. Die Initiative wird von einem breiten Bündnis untersützt, darunter sind die Franziskanerinnen oder die Katholische Arbeitnehmer/innen-Bewegung (KAB). Der AIA-Brief zählt vier Argumente auf,...

  • 12.03.20

Reisen

 Premium
Der Religionslehrer im Kreis von Schulkindern.

Reportage von Marijan Orsolic, Pastoralassistent und Religionslehrer in der Diözese St. Pölten
Ruanda – „Land der tausend Hügel“

Als ich die Einladung zur Konferenz „Overcoming Violence“ in Kibuye in Ruanda Mitte September im Vorjahr angenommen hatte, war meine Familie plötzlich besorgt: Ruanda ist ein Land, das bei vielen Menschen zuerst mit Krieg und Gewalt in Verbindung gebracht wird. Selbst die Konferenz in Kibuye fand anlässlich des 25. Gedenkjahres des Genozids in Ruanda statt. Jedoch war meine Reise in dieses ostafrikanische Land voll von positiven Überraschungen und Erlebnissen, die mit dem historischen Image...

  • 22.01.20

Kunst & Kultur

Fastentuch, das Schüler für die Pfarrkirche Langenlois gestalteten.
3 Bilder

Neue Fastentücher in Langenlois und Waidhofen/Ybbs
Pfarren beleben Tradition des Fastentuchs neu

In vielen Pfarren hängt während der Fastenzeit vom Aschermittwoch bis zur Feier der Auferstehung ein Fas­tentuch. In manchen Pfarren wurde dieses neu gefertigt. Auf Anregung von Pastoralassistent Johannes Leitner gestalteten 19 Schüle­rinnen und Schüler aus den 4. Klassen der NMS Langenlois unter der Leitung von Religionslehrerin Erna Steinkellner das Fastenbild in der Stadtpfarrkirche Langenlois. Die Jugendlichen nahmen als Grundlage dafür den Themenschwerpunkt dieses Schuljahres. Es sind...

  • 24.03.20
Barbara Taubinger hat Anfang des Jahres die Leitung des „MUSEUM AM DOM St. Pölten“ übernommen.

Nach Bauarbeiten Wiedereröffnung im Mai
Diözesanmuseum wird „MUSEUM AM DOM St. Pölten“

Unter dem neuen Namen „MUSEUM AM DOM St. Pölten“ öffnet das Diözesanmuseum am Wochenende des Niederösterreichischen Museumsfrühlings (16./17. Mai) nach fast einjährigen Adaptierungsarbeiten wieder seine Tore. Die Eröffnungsausstellung „Himmlische Seelen. Knöcherne Juwelen“ lädt zur Auseinandersetzung mit Reliquien und deren Verehrung ein. Das Wort „Diözesan“ werde heute nicht mehr unmittelbar verstanden, zudem grenze es massiv ein, „was wir kuratieren, zeigen, verbinden können“, erklärt...

  • 11.03.20
Eröffnung der Fasten-Ausstellung durch Carl Aigner (Mitte) und Bischof Alois Schwarz (rechts). Im Vordergrund ein Werk des Prager Künstlers Krištof Kintera.

Ausstellung zur Fastenzeit macht nachdenklich, was den Menschen und die Schöpfung, in die er gestellt ist, betrifft
Fastenimpuls „Schöpfung“

Vom biblischen Schöpfungsbericht bis hin zu Mikroschöpfungswelten spannt sich der Bogen in der Beziehung Gott – Erde – Mensch. Mensch und Natur fokussieren sich allerdings zunehmend destruktiv zur Schöpfungsbalance – Stichwort Klimakatastrophe. Darum widmet sich die diesjährige Ausstellung des Katholischen AkademikerInnenverbandes (KAV) der Diözese St. Pölten zur Fastenzeit dem Thema „Schöpfung“. Die Fastenbesinnung im Dom stand im Spannungsfeld zwischen biblischer Schöpfungserzählung und dem...

  • 05.03.20
Proben im Jugendhaus Stift Göttweig.

Jugendliche befassen sich in Passion mit modernen Problemen
Jugendhaus Göttweig: Leidensweg 2.0

Cybermobbing, Stress, Gewalt oder Angst sind Themen, die junge Menschen betreffen und belas­ten. Seit Herbst 2019 arbeiten 25 Kinder bzw. Jugendliche im Jugendhaus Stift Göttweig daran, diese und andere „Leidenswege“ in kurzen Szenen und in unterschiedlichen Stilen umzusetzen. Aufführung des interaktiven Bewegungstheaters „Passion“ ist am Sonntag, 22. März, um 16.30 Uhr. Das Publikum wird nach einer szenischen Einführung bei der Stiftskirche Göttweig 90 Minuten lang zu verschiedenen...

  • 04.03.20

Serien

P. Albert Groiß OSB

Mein Hobby: P. Albert Groiß v
Bücher ordnen statt Vollzeitseelsorge

Altenburg. „Nachdem ich 1985 ins Stift Altenburg eingetreten bin, hat mir der damalige Abt Bernhard Naber einen großen Haufen an Büchern gezeigt, den es zu ordnen galt. Diese Werke konnten während des Zweiten Weltkrieges vor den Nazis gerettet werden und wurden mit zwei Traktoranhängern in ein Versteck gebracht“, erzählt Pater Albert Groiß OSB. Seit seinem Eintritt ins Benediktinerkloster verwaltet P. Albert die Stiftsbibliothek mit derzeit rund 30.000 Büchern. Manche können ins 12....

  • 31.03.20
P. Yohanu Kat­ru und Grete Strauß

Mein Hobby: Kaplan P. Yohanu Kat­ru
Eierlikörmachen: Ins „Geheimnis“ eingeweiht

„Die österreichische Küche und deren Spezialitäten habe ich schnell schätzen gelernt“, erzählt Pater Yohanu Kat­ru, der seit 2016 in Steinakirchen als Kaplan tätig ist. „Ein geistiges Getränk, den Eierlikör, habe ich besonders schätzen gelernt“, schmunzelt der gebürtige Inder. Da er davon so begeistert war und Eierlikör leicht herzustellen ist, wurde er von Grete Strauß in dieses Küchengeheimnis eingeweiht (siehe Bild), damit er den Likör überall anders auch herstellen kann. P. Yohanu stammt...

  • 24.03.20
Erich Hitz

Mein Hobby: Erich Hitz
„Jägerschaft lehrt Schöpfungsnähe“

St. Gotthard. Wenn ich am Hochstand sitze und die Natur in Ruhe beobachte, dann ist das ein Lebensgenuss“, erzählt Jäger Erich Hitz, der 23 Jahre als Pfarrmoderator von Bischofstetten und bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2014 30 Jahre als Militärpfarrer gewirkt hat. Hitz betont die positive Bedeutung der Jägerschaft für die Umwelt aufgrund der vielen Hegearbeiten. Diese kümmere sich darum, dass sich keine Seuchen unter dem Wild ausbreitet, was für Nutztiere und Menschen gefährlich werden...

  • 18.03.20
 Premium
Pfarrer Emeka Emeakaroha

Mein Hobby: Pfarrer Emeka aus Nigeria
Pfarrer und Feuerwehrmann

Als Emeka Emeakaroha als junger Theologiestudent nach Österreich kam, war ihm das Feuerwehrwesen hierzulande unbekannt. „In meinem Dorf gibt es keine freiwillige Feuerwehr“, erzählt der Pfarrer von Ober-Grafendorf und Weinburg. Schnell lernte er diese Institution zu schätzen und man nahm ihn 1999 in der FF Ober-Grafendorf auf, wo er auch bald Feuerwehrkurat wurde. Die Basisausbildung absolvierte der Seelsorger mühelos, auch bei Einsätzen fuhr er mit. Das sei jetzt weniger geworden: „Wir haben...

  • 05.03.20

Kirche, Feste, Feiern

Klagemauer in der Pfarre Langenhart

Neues Angebot in Pfarre Langenhart
Klagemauer, um die Sorgen abzugeben

Jesus sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid…“ (Mt 11,28). Mit diesem Vers erinnert der Pfarrer von Langenhart, Herbert Reisinger, dass es manchmal einfach gut tut, zu klagen und zu trauern. Die Coronakrise bewirke, dass wir uns viele Gedanken machen, uns Fragen stellen über das „Warum?“ und „Wozu?“. Reisinger weiter: „Wir sind von Ängsten und Sorgen geplagt, vieles ist jetzt im Umbruch. Wie wird es weitergehen? Wann werden wir wieder unsere Familienangehörigen, Verwandten...

  • 03.04.20
 Premium
Originelle Idee vom Pfarrer von Mautern, P. Clemens Reischl: Zahlreiche Gläubige waren mit ihrem Abbild auf den Bänken des Gotteshauses anwesend.
4 Bilder

Viele Pfarren überlegen, wie sie den Menschen nahe sein können
Segen und Hilfe durch unsere Pfarren

Vielen Menschen ist es in der Zeit der Coronakrise ein großes Anliegen, für die Menschen und für das Land zu beten. Vor einigen Jahren war es ein sehnlicher Wunsch des jungen, fast blinden Andreas Stross aus St. Pantaleon, zu Hause Gottesdienste zu feiern. Darum errichteten ihm Freunde, Verwandte und Bekannte eine wunderschöne Kapelle in seinem Garten. Diese nutzt er, um dort täglich Wortgottesdienste zu feiern und um in dieser Krise für die Menschen zu beten. In den Pfarren wird derzeit...

  • 28.03.20
Pilgern auf den Sonntagberg – mit Eselbegleitung.
3 Bilder

„Österliche Pilgertage“ in der Diözese

Die Pastoralen Dienste und das Katholische Bildungswerk laden wieder zu den „Österlichen Pilgertagen“. Die Wanderungen an verschiedenen Orten in der Diözese werden von ausgebildeten Pilgerbegleiterinnen und -begleitern geleitet. Jede und jeder ist willkommen, in den letzten Jahren boomte das österliche Pilgern regelrecht und es wird gerne von Jung und Alt angenommen. Nähere Informationen gibt es im Internet: pilgern.dsp.at. Pilgern ist populär und faszinierend. „Weil es so einfach geht und...

  • 11.03.20
Vorbereitungteam mit Franz Dichler, Leopold Diesner, Initiator Johann Hofbauer, Pfarrer P. Josef Brand, Vorbeter Hermann Tischler, Franz Bräuer.

Die Wallfahrt zu Pfingsten ist uralt
Heidenreichsteiner laden zu grenzüberschreitender Wallfahrt

Die Teilnehmer aus Heidenreichstein und angrenzenden Orten sprechen von einem „spirituellen und geistlichen Erlebnis, das nachhaltig ist“: 2009 wurde die Wallfahrt nach Schimau (Rimov) wieder aufgenommen, nachdem sie 1938 aufgrund des Zweiten Weltkriegs sowie der Abschottung während des Kommunismus unterbrochen worden war. Der Beginn der jährlichen fünftägigen Fußwallfahrt von Heidenreichstein bis ins tschechische Schimau und Dobra Voda (Maria Trost in Brünnl) mit einer Strecke von 143...

  • 04.03.20

Sonderthemen

Abschaffung der Müllgebühr durch die Besteuerung der Verpackung-billiger-umweltfreundlich-sozial
Churches for Future

Ich schlage vor, dass die Entsorgungskosten von Müll bereits beim Kauf eingehoben werden. Damit nicht die Allgemeinheit, wir alle, für die Kosten von illegal entsorgtem Müll aufkommen muss. Es wäre erheblich billiger, umweltfreundlich, sozial gerecht, wenn der Bürger nicht wie derzeit doppelt -Mehrwertsteuer der Verpackung und der Gebühr für die Entsorgung - belastet wird, sondern einmalig durch eine Abgabe beim Kauf. Nur so kann man verhindern, dass sich einzelne auf Kosten der Allgemeinheit...

  • 20.03.20

Geschichtliches & Wissen

 Premium
Die südböhmische Stadt Tabor wurde von den Hussiten angelegt und nach dem biblischen Berg Tabor benannt. Sie beherbergt heute ein Hussiten-Museum. Zu sehen ist auch ein einfacher Steinaltar.

Vor 600 Jahren begannen die Hussiten-Kriege
Als der Papst zum Hussiten-Kreuzzug rief

1420 rief Papst Martin V. zum Kreuzzug gegen die Hussiten in Böhmen auf. Die radikale, ebenso religiös wie national motivierte Bewegung wurde eine Vorläuferin der Reformation. Es waren revolutionäre Forderungen, die auch heute nichts von ihrer Sprengkraft verloren haben: Die Predigt sollte frei und ohne kirchliche Zensur sein; das Abendmahl sollte „unter beiderlei Gestalt, Brot und Wein“ von allen Gläubigen gefeiert werden; dem Klerus sollte „die weltliche Herrschaft über Reichtum und...

  • 26.02.20
Papst Pius XII. mit Dag Hammarskjöld, dem von 1953 bis zu seinem Tod bei einem Flugzeugabsturz im Jahr 1961 amtierenden zweiten Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Kirche in aller Welt
Vatikan öffnet Archive zum Pontifikat Papst Pius’ XII.

Geschätzte 16 Millionen Seiten Material zum Pontifikat des Pacelli-Papstes aus sechs vatikanischen Archiven werden am 2. März für die historische Forschung geöffnet. Die Erwartungen sind hoch, für manche aber auch überzogen. Am 2. März öffnet der Vatikan seine Archive zum Pontifikat von Papst Pius XII. (1939-1958). Entsprechend stark ist das Interesse. Von den maximal 60 Arbeitsplätzen im Arbeitssaal des Apostolischen Archivs stehen etwa 30 für das neu zugängliche Archivmaterial bereit....

  • 26.02.20
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